Sprachbrücken: Die Geschichte von Steffen Setzmann in Oral Zurück Veröffentlicht in August 5, 2025 Inspirierende Erfahrungen im interkulturellen Austausch im Rahmen des Programms des Goethe-Instituts Von April bis Ende Juli 2025 war die Stadt Oral ein lebendiger Ort des sprachlichen und kulturellen Austauschs. Im Rahmen der Fördermaßnahmen des Goethe-Instituts für die deutsche Minderheit arbeitete hier der Sprachassistent aus Deutschland – Steffen Setzmann. Wer ist Steffen? Steffen stammt aus Nordrhein-Westfalen und engagiert sich aktiv in Bildungsprojekten. Durch das Programm Sprachassistenz erhielt er gezielte Vorbereitung. Sein Ziel ist es, Menschen für die deutsche Sprache zu begeistern – nicht nur durch Lehrbücher, sondern durch Kultur, Musik und persönlichen Austausch. Schon in den ersten Tagen in Oral zeigte Steffen große Neugier und Herzlichkeit – er wurde rasch Teil der lokalen Gemeinschaft. Erste Eindrücke & Integration Nach seiner Ankunft über Astana wurde Steffen von Kolleginnen Anargul Kurmanova und Maira Baradossova herzlich empfangen. Dank der Unterstützung von „Wiedergeburt“ erhielt er eine gemütliche Wohnung im Stadtzentrum. Er erkundete die Altstadt, nahm an der Deutscholympiade teil und engagierte sich von Anfang an aktiv. Pädagogische Arbeit Steffen wirkte regelmäßig in verschiedenen Kursen mit: • A2-Kurs mit Maira Baradossova: Landeskunde, Grammatik, Ausspracheübungen, interaktive Quizformate • Jugendkurs mit Anargul Kurmanova: Diskussionen über das Leben in Deutschland, kulturelle Vergleiche, Lehrwerk Menschen A1 • Intensivkurs mit Anastassiya Kreimer: täglicher Unterricht, Liedtexte, kreativer Umgang mit Sprache, Slang • Kinderkurs mit Yelena Lobikova: spielerisches Lernen, Ostertraditionen, Hobbys auf Deutsch • Seniorenkurs mit Svetlana Titlova: Gespräche über Deutschland, kreative Begegnungen Zusätzlich entwickelte er eigene Präsentationen über Dialekte und deutsche Bundesländer und organisierte Quizformate zur Grammatik und Landeskunde. Stimmen der Kolleginnen Yelena Lobikova: „Er hat die Kinder begeistert und mit Spielen eine warme Atmosphäre geschaffen. Das Thema ‚Ich und mein Hobby‘ war besonders motivierend.“ Svetlana Titlova: „Die Treffen mit den Senioren waren herzlich und kreativ. Es entstand schnell Vertrauen.“ Anastassiya Kreimer: „Er brachte Schwung in den Unterricht – wir erstellten Rap-Texte aus Zungenbrechern. Die Jugendlichen sprachen auch außerhalb des Unterrichts viel Deutsch.“ Anargul Kurmanova: „Steffen vermittelte ein modernes Bild Deutschlands, schuf lebendige Dialoge und half, Sprachbarrieren zu überwinden.“ Jugendclub: Energie & Austausch Auch der Jugendclub KNM „Freiheit“ war ein zentraler Ort der Begegnung. Laut Koordinatorin Lyubov Baeva: „Schon bei ersten Spaziergängen erzählte Steffen von sich und Deutschland. Er nahm an Osterquizzen, Besuchen bei Senioren, Koch- und Kreativworkshops teil. Gemeinsam fuhren wir zu Naturorten wie dem Sadowskoje-See, machten Picknicks und diskutierten über Sportler deutscher Herkunft. Steffen teilte auch Rezepte und Geschichten aus der deutschen Küche. Diese gemeinsamen Erlebnisse stärkten das Vertrauen und den Austausch.“ Weitere Initiativen Zusätzlich leitete Steffen gemeinsam mit einem Assistenten aus Karaganda einen wöchentlichen Online-Sprachclub, bei dem Teilnehmende aus ganz Kasachstan über Deutschlandbezogene Themen diskutierten. Abschied & Zukunftsideen Zum Abschluss seines Einsatzes organisierte das Team ein gemütliches Kaffeetreffen mit herzlichen Worten der Dankbarkeit. Steffen regte an, die Kooperation zwischen Sprachassistent*innen auszubauen – z. B. in Form gemeinsamer Online-Projekte. „Ich fühlte mich hier wie zu Hause. Die Herzlichkeit der Menschen und ihr echtes Interesse an der Sprache berührten mich sehr.“ Fazit Der Sprachassistenz-Einsatz ist mehr als nur Sprachunterricht – er schafft Verbindungen, fördert Kulturverständnis und baut Brücken der Freundschaft. Die Geschichte von Steffen Setzmann zeigt, wie Sprache Menschen verbindet und gegenseitige Inspiration ermöglicht. Поделиться ссылкой: