Tanzensembles der Deutschen Kasachstans: Traditionen, die Generationen verbinden Zurück Veröffentlicht in 13. Mai 2026 Tanz kennt keine Grenzen: Er verbindet Menschen, hilft, ohne Worte zu sprechen, und bewahrt Traditionen. Wir stellen die Tanzensembles der Deutschen Kasachstans vor — Menschen, die das kulturelle Erbe durch Musik, Rhythmus und Bewegung sorgfältig bewahren und weitergeben. Ihr Schaffen ist mehr als nur ein Auftritt: Es ist eine lebendige Verbindung zwischen den Generationen, in der sich Traditionen, Geschichte und nationale Eigenart widerspiegeln. Durch den Tanz teilen die Teilnehmenden ihre Kultur, bringen Menschen zusammen und schaffen Raum für Dialog und gegenseitiges Verständnis. In der Stadt Uralsk gibt es seit dem zweiten Jahr erfolgreich einen Jugendtanzkreis, dessen Teilnehmende aktiv an kulturellen Veranstaltungen und Auftritten teilnehmen. Einen besonderen Platz in der Arbeit des Ensembles nehmen Tänze ein — deutsche Polkas, die zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen geworden sind. Wie die Leiterin des Kurses, Marina Nikolajewna Kudrjaschowa, betont, finden die Stunden in einer Atmosphäre von Kreativität und gegenseitigem Verständnis statt und vereinen die Jugend um die Traditionen und Kultur der Wolgadeutschen. Für die Teilnehmenden ist es nicht nur eine Möglichkeit, Technik und Rhythmus des Tanzes zu erlernen, sondern auch ein Weg, sich tiefer mit der Geschichte und den Bräuchen des Volkes vertraut zu machen. Die deutsche Polka wird im Rahmen des Tanzkreises nicht einfach als Tanz verstanden, sondern als wichtiges Instrument kultureller Kommunikation. Sie bringt die Teilnehmenden einander näher, hilft beim Aufbau neuer sozialer Kontakte und wird häufig auch in Form von Workshops zur Zusammenarbeit mit anderen Clubs und Organisationen eingesetzt. Solche auswärtigen Veranstaltungen werden zu Plattformen für den Erfahrungsaustausch und zur Popularisierung der nationalen Kultur. Der Tanzkreis erfüllt eine wichtige soziokulturelle Funktion und wird zu einem Raum für Begegnung, Kreativität und kulturellen Austausch. Solche Initiativen tragen nicht nur zur Bewahrung nationaler Traditionen bei, sondern fördern auch deren Weiterentwicklung in einer modernen Jugendgemeinschaft. Mitmachen kann jede und jeder Interessierte: Dafür genügt es, vorab Kontakt mit den Organisatoren aufzunehmen und an einem Kennenlerntreffen teilzunehmen. Danach ist der Einstieg in die regelmäßigen Stunden möglich. Kontakt über Instagram: https://www.instagram.com/knm_freiheit/ Das Tanzensemble „Stern“, das bei der Gesellschaft der Deutschen der Stadt Schu tätig ist, ist eine junge, aber aktiv wachsende Vereinigung, die sich der Bewahrung und Popularisierung der deutschen Kultur widmet. Das Ensemble wurde 2020 gegründet und konnte sich in vergleichsweise kurzer Zeit — bereits seit fünf Jahren — einen würdigen Platz im kulturellen Leben der Stadt erarbeiten. Geleitet wird es von Swetlana Kutjakowa. Zum Repertoire gehören verschiedene deutsche Tänze, die die Traditionen und kulturellen Besonderheiten des Volkes widerspiegeln. Die Teilnehmenden treten aktiv auf unterschiedlichen Bühnen auf: in Schulen, im Kulturhaus, bei städtischen Konzerten und Festivals. Das Ensemble nimmt an festlichen Veranstaltungen zu bedeutenden staatlichen Feiertagen teil, darunter der Tag der Einheit des Volkes Kasachstans, der Unabhängigkeitstag sowie weitere. Der Bildungsprozess im Ensemble ist auf die vielseitige Entwicklung der Teilnehmenden ausgerichtet. In den Stunden liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Tanztechnik, der Entwicklung von Beweglichkeit, Koordination und Bühnenausdruck. Wie die Leiterin des Ensembles, Swetlana Kutjakowa, sagt: „Tanz ist nicht einfach Bewegung, sondern Kultur, Tradition und die Seele eines Volkes. Wir bemühen uns, bei den Teilnehmenden die Liebe zur Kunst und den Stolz auf die eigenen Wurzeln zu entwickeln.“ Das Ensemble „Eremurus“, das bei der Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Schambyl in Taras tätig ist, ist seit vielen Jahren eine wichtige Plattform zur Bewahrung und Popularisierung des kulturellen Erbes. Das Ensemble wurde 2008 gegründet und entwickelt sich erfolgreich unter der Leitung von Irina Wiktorowna Zoi. Das Repertoire des Ensembles ist vielfältig und umfasst deutsche Volkstänze, Tänze der Völker der Welt sowie moderne choreografische Inszenierungen. Die Teilnehmenden treten aktiv bei städtischen und regionalen Veranstaltungen auf und nehmen außerdem an republikanischen und internationalen Wettbewerben teil, bei denen sie wiederholt Sieger und Preisträger wurden. Die Proben im Ensemble finden in einer Atmosphäre lebendiger Energie und kreativer Suche statt. Der Probenprozess umfasst das Einstudieren traditioneller Tänze sowie die Arbeit an Ausführungstechnik, Synchronität und Ausdruckskraft der Bewegungen. Dabei wird dem kulturellen Aspekt große Aufmerksamkeit geschenkt: Die Teilnehmenden lernen die Geschichte der Tänze, ihre Herkunft und Besonderheiten kennen, was zu einem tieferen Verständnis der Traditionen beiträgt. Das Ensemble zeichnet sich durch eine warme, freundliche Atmosphäre und ein hohes Maß an gegenseitiger Unterstützung aus. Die Teilnehmenden verbindet ein gemeinsames Interesse an Kultur, wodurch sie sich leicht zueinanderfinden. Mit der Zeit wird das Ensemble für viele zu einer „zweiten Familie“, in der gegenseitige Hilfe, Respekt und das gemeinsame Erleben von Erfolgen wie auch von Schwierigkeiten geschätzt werden. Dem Ensemble kann sich jede und jeder anschließen, der Interesse an Tanz und Kultur hat und bereit ist, regelmäßig an den Stunden teilzunehmen. Das Ausbildungsniveau ist nicht entscheidend — wichtiger sind der Wunsch, sich weiterzuentwickeln, und die Bereitschaft, im Team zu arbeiten. Die Türen des Ensembles stehen neuen Teilnehmenden jederzeit offen. https://www.instagram.com/knm_juwel/?hl=ru Das Tanzensemble „Vorwärts“, das auf Grundlage des Klubs der deutschen Jugend „Vorwärts“ der Stadt Almaty bei der Almatyer kultur-ethnischen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ tätig ist, ist eine aktive Plattform zur Bewahrung und Popularisierung der deutschen Kultur unter jungen Menschen. Das Ensemble wurde 2014 gegründet; seine künstlerische Leiterin ist Jelena Dawydowna Esau. Den Kern des Repertoires bilden deutsche ethnische Tänze. Dabei nehmen Kompositionen wie „Berliner Polka“, „Specknerin“, „Toporzer Kreuzpolka“ und „Sternpolka“ einen besonderen Platz ein. Neben traditionellen Inszenierungen integrieren die Teilnehmenden auch Scherz- und Thementänze in ihre Arbeit, die kulturellen Ereignissen wie dem Oktoberfest gewidmet sind. Das Ensemble tritt regelmäßig im Deutschen Haus auf und nimmt an städtischen Veranstaltungen teil, wo es Workshops durchführt und ein breites Publikum mit der deutschen Tanzkultur bekannt macht. Der Bildungsprozess im Ensemble ist dynamisch und stark auf Beteiligung ausgerichtet. Das Aufwärmen findet in interaktiver tänzerischer Form statt, was eine positive emotionale Stimmung schafft und die Teilnehmenden aktiviert. Die Stunden finden nicht selten im Freien statt, unter anderem auf Sommerbühnen. Dadurch können die Teilnehmenden sich als Teil eines größeren Bühnenraums fühlen und mehr Selbstvertrauen gewinnen. Besondere Aufmerksamkeit gilt modernen Arbeitsformen: In der Praxis des Ensembles werden aktiv Flashmobs zu deutscher Musik eingesetzt, was die Stunden zeitgemäß und für junge Menschen attraktiv macht. Das Ensemble steht allen offen, die sich seiner Arbeit anschließen möchten. Eine professionelle Vorbereitung ist nicht erforderlich — wichtig sind das Interesse an Kultur, der Wunsch nach Entwicklung und die Bereitschaft zum kreativen Selbstausdruck. Das Tanzensemble „Vorwärts“ ist ein bedeutender Bestandteil der jugendlichen Kulturlandschaft: Es verbindet Traditionen mit modernen Formen der Kreativität, trägt zur Bewahrung des ethnokulturellen Erbes bei und fördert die interkulturelle Zusammenarbeit. https://www.instagram.com/knmalmaty/?hl=ru Die Geschichte der Tanzrichtung beim Klub der deutschen Jugend „Diamant“ der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Astana und des Gebiets Akmola beginnt im Jahr 1996. In der Gründungsphase des Klubs wurde damals das choreografische Ensemble „Edelweiss“ gegründet. Viele Jahre lang war es ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Vereinigung und weckte bei jungen Menschen ein dauerhaftes Interesse an Tanzkunst und nationalen Traditionen. Auch wenn die Arbeit später zeitweise unterbrochen wurde, gingen die damals legten kreativen Grundlagen nicht verloren. Ein neuer Entwicklungsschritt war die Gründung des Tanzensembles „Expression“. Es nahm seine Tätigkeit 2010 auf, nahezu zeitgleich mit dem Theaterstudio. Das wurde zu einem wichtigen Schritt im Ausbau der kreativen Richtungen des Klubs und zur Fortführung der zuvor entstandenen Traditionen. In der Anfangsphase erarbeiteten die Teilnehmenden ihre Choreografien eigenständig. Sie zeigten Initiative, experimentierten mit verschiedenen Stilen und entwickelten sowohl ethnische als auch moderne choreografische Kompositionen, darunter Flashmobs. Diese Zeit war besonders wichtig für die Entwicklung kreativer Selbstständigkeit und der Zusammenarbeit im Team. Später erhielt die Entwicklung des Ensembles eine stärker strukturierte Form. Die Leitung übernahm Alina Gorbunowa, eine aktive Teilnehmerin des Klubs, die zur Systematisierung der Arbeit und zur Stärkung der Tanzrichtung beitrug. Derzeit wird das Studio von Wiktorija Alexandrowna Obraszowa geleitet, die zugleich Choreografin ist. Unter ihrer Leitung entwickelt sich das Ensemble weiterhin aktiv. Das Repertoire von „Expression“ ist genreübergreifend: Es reicht von ethnischen deutschen Tänzen bis hin zu modernen Bühneninszenierungen und Flashmobs. Dieser Ansatz ermöglicht es jedem Teilnehmenden, seine eigenen kreativen Fähigkeiten zu entfalten und die persönlich passende Richtung in der Tanzkunst zu finden. Die Auftritte des Ensembles sind regelmäßig Teil kultureller Veranstaltungen sowohl im Rahmen der regionalen Gesellschaft als auch auf städtischen Bühnen. Besonders wichtig ist die Teilnahme an Veranstaltungen der Volksversammlung Kasachstans. Sie unterstreicht den Beitrag des Ensembles zur Entwicklung des interkulturellen Dialogs und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. https://www.instagram.com/knm_astana/?hl=ru Das Tanzensemble „Grazija“ des Jugendklubs „Neue Welle“, der bei der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Lenger tätig ist, ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Region. Seine Geschichte beginnt im März 1999 — am Tag der Gründung der Gesellschaft selbst. Die erste Leiterin des Ensembles war Larissa Fjodorowna Solocha, die die Grundlagen seiner kreativen Entwicklung legte. Seit 2010 wird das Ensemble durchgehend von Wadim Jurjewitsch Bogomolow geleitet. Unter seiner Leitung entwickelt und vervollkommnet sich „Grazija“ weiterhin. In mehr als einem Vierteljahrhundert hat sich die Zusammensetzung des Ensembles wiederholt erneuert. Unverändert geblieben sind jedoch die zentralen Werte: die Liebe zum Tanz, das Streben nach professioneller Entwicklung und der Wunsch, neue Techniken zu erlernen. Diese Leitlinien schaffen eine stabile Motivation bei den Teilnehmenden und tragen dazu bei, das hohe Niveau der tänzerischen Ausführung zu wahren. Das Repertoire des Ensembles ist vielfältig und umfasst deutsche Volkstänze, verschiedene Arten der Polka sowie klassische Inszenierungen — Walzer, Menuett, Ländler, Rock ’n’ Roll — und moderne Jugendrichtungen. Diese Kombination ermöglicht es den Teilnehmenden, sich in unterschiedlichen Stilen weiterzuentwickeln und ihre kreativen Möglichkeiten zu erweitern. Das Ensemble beteiligt sich aktiv am Konzertleben und tritt bei Veranstaltungen auf Bezirks-, Gebiets- und Republikebene auf, die staatlichen und kulturellen Feiertagen gewidmet sind. Die Auftrittsgeografie umfasst verschiedene kulturelle Plattformen, darunter die Gesellschaft der Deutschen der Städte Lenger und Schymkent, das Gymnasium Nr. 5, das Bezirkskulturhaus, das Haus der Freundschaft der Stadt Schymkent und des Gebiets Turkestan, das Deutsche Haus in Almaty sowie die Gesellschaften der Deutschen in Taras, Qysylorda, Kökschetau, Kostanai und Astana. Ein wichtiger Abschnitt war die Teilnahme des Ensembles an einem internationalen Online-Festival in Berlin. Eine Besonderheit der Arbeit im Ensemble ist der ganzheitliche Lernansatz: Die Teilnehmenden erlernen nicht nur technische Elemente, sondern auch, den Tanz zu „leben“, seinen Charakter zu vermitteln und ausdrucksstarke Bühnenbilder zu schaffen. Der Leiter unterstützt die kreative Initiative der Teilnehmenden und fördert Improvisation sowie den Wunsch, eigene Ideen in die Inszenierungen einzubringen. Das trägt zur Entwicklung der Kreativität und zur Herausbildung eines individuellen Stils bei. https://www.instagram.com/knm.lenger/ Das Tanzensemble „Quelle“ in der Stadt Altai, der früheren Syrjanowsk, hat seine eigene Geschichte und einen erkennbaren Stil. Das Ensemble wurde bereits 2013 gegründet und war von Anfang an auf die Bewahrung und Popularisierung der Tanzkultur ausgerichtet, darunter auch deutscher Traditionen. Eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Ensembles spielte Andrei Kusnezow — ein professioneller Tänzer im Bereich des Gesellschaftstanzes, Teilnehmer und Referent auf spezialisierten Seminaren für Leiterinnen und Leiter von Tanzensembles. Dank seiner Erfahrung und seines Ansatzes blieb das Ausbildungsniveau der Teilnehmenden lange Zeit hoch. Heute nehmen am Ensemble vor allem junge Teilnehmende teil — Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren, die bereits aktiv bei städtischen Veranstaltungen auftreten und die Traditionen des Ensembles fortführen. Die Besonderheit des Ensembles „Quelle“ liegt in seiner lebendigen Verbindung zur Gemeinschaft. Tanz war hier immer nicht nur Bühnenkunst, sondern auch Teil des kulturellen Lebens: Über den Tanz wurden auch Erwachsene einbezogen, besonders bei Festveranstaltungen zu Ostern, Weihnachten und anderen Anlässen. Viele Tänze wurden zu echten „Markenzeichen“, zum Beispiel der bekannte „Nussknacker“, der nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus Wiedererkennungswert besitzt. Das Ensemble arbeitet auf Grundlage des Netzwerks der Begegnungszentren bei dem deutschen Zentrum der Stadt Altai. Mitmachen kann jede und jeder Interessierte — dafür genügt es, sich an das deutsche Zentrum zu wenden. Kontakt ist über die Leiterin der Filiale, Wiktorija Ewaldowna Iwlewa, oder direkt über die Leitung des Tanzkreises möglich. „Quelle“ ist heute nicht einfach ein Tanzensemble, sondern ein Raum, in dem durch Bewegung, Traditionen und gemeinsames kreatives Schaffen kulturelle Erinnerung bewahrt und eine neue Generation von Teilnehmenden herangebildet wird. Die Tanzensembles der Deutschen Kasachstans sind mehr als nur Bühne, Proben und Auftritte. Sie sind lebendige Kulturzentren, in denen historische Erinnerung bewahrt, Identität geformt und die Verbindung zwischen den Generationen gestärkt wird. Durch den Tanz lernen die Teilnehmenden nicht nur Bewegungen, sondern erleben Traditionen und geben sie weiter — ehrlich und mit Liebe. Gibt es in Ihrer Stadt einen Tanzkreis, lohnt es sich unbedingt, sich in dieser Richtung auszuprobieren. Es ist eine großartige Möglichkeit, das eigene kreative Potenzial zu entfalten, Gleichgesinnte zu finden und Teil einer lebendigen, inspirierenden Gemeinschaft zu werden. Und selbst wenn Sie noch nicht bereit sind, selbst mitzumachen, können Sie diese Welt jederzeit über die Auftritte der Tanzensembles in Ihrer Stadt kennenlernen — sie schenken Ihnen unvergessliche Eindrücke und ermöglichen Ihnen, den Reichtum kultureller Traditionen zu erleben. Maria Gorbatschowa Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: