Trockene Nudeln: Ein „Eintopf“ nach Großmutters Rezept

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Trockene Nudeln, auch Truklenudeln genannt, sind schnell zubereitet, machen satt und sind preiswert. Und trotz ihres Namens sind sie keineswegs trocken.

Dieses traditionelle Gericht der Wolgadeutschen heißt wörtlich übersetzt „trockene Nudeln“. Gemeint ist damit die Zubereitung und die Art, wie sie serviert werden. Die Nudeln schwimmen nicht in einer Brühe, sondern garen bei schwacher Hitze, bis sie die gesamte Flüssigkeit aufgenommen haben. Auf dem Teller sind sie dann zwar „trocken“ und bissfest, bleiben aber wunderbar zart und schmackhaft.

„Richtige deutsche Nudeln wurden niemals weichgekocht, wie Brei. Das Geheimnis lag im Teig: Man verwendete ausschließlich Eier vom Hof und gab nur wenig Wasser hinzu. Der Teig wurde lange geknetet, ausgerollt und vor dem Schneiden unbedingt auf einem Tischtuch etwas angetrocknet“, erklärt Eleonora Ponomarjowa-Dornes. Sie leitet in Aqsu den Kochkreis der Ethnokulturellen Vereinigung der Deutschen des Gebiets Pawlodar „Wiedergeburt“.

In manchen wolgadeutschen Orten gab man vor dem Garen noch geröstete Stückchen trockenen Brotes zu den Nudeln. Sie quollen in der Soße auf und verliehen dem Gericht eine besondere Konsistenz. Meist wurden Trockene Nudeln mit Schweinebraten und geschmortem Kohl serviert.

Rezept für Trockene Nudeln

Zutaten

• 1 frisches Ei vom Hof
• 1 EL jeweils Wasser und Pflanzenöl
• 1 Glas Mehl
• Zwiebeln und Butter zum Anbraten

Zubereitung

Aus Ei, Wasser, Pflanzenöl und Mehl einen festen Teig kneten und etwa eine Stunde lang ruhen lassen. Anschließend zu dünnen Teigplatten ausrollen, in breite Streifen schneiden und etwas antrocknen lassen. Danach die Nudeln in Wasser kochen.

Die Zwiebeln separat in Butter anbraten und zusammen mit der Butter über die Nudeln geben. Dazu schmeckt besonders Schmorfleisch, kann aber auch ohne Fleisch zubereitet werden.
Guten Appetit!

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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