Wo in Ungarn Deutsch gesprochen wird: Anastasija Shakupowa über ihre Reise zu Kursen des Goethe-Instituts Zurück Veröffentlicht in 31. Juli 2026 Vom 6. bis 10. Juli 2026 fanden in der ungarischen Stadt Pécs internationale Fortbildungskurse für Methodikerinnen, Methodiker und Deutschlehrkräfte statt, die vom Goethe-Institut organisiert wurden. Kasachstan wurde bei diesem renommierten Seminar von Irina Gilinskaja aus Taras und Anastasija Shakupowa aus Kokshetau vertreten. Nach den Worten von Anastassija, Koordinatorin des Sprach- und Begegnungszentrums der Akmolinsker Gebietsgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“, sind solche Seminare unglaublich nützlich: Lehrkräfte bringen neue Ideen mit nach Hause und erweitern ihren methodischen Werkzeugkasten. „Insgesamt hatten wir fünf Tage, und die Organisatoren teilten sie auf bestimmte Weise ein. Die ersten beiden Tage arbeiteten wir mit einem Dozenten namens Sándor Jasenović. Mit ihm sprachen wir vor allem über neue Möglichkeiten im Unterricht, die im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz entstanden sind. Er zeigte uns Arbeitsmöglichkeiten mit Webseiten, die im Deutschunterricht aktiv eingesetzt werden können“, erzählte Anastasija Shakupowa. „Die gesamten ersten zwei Tage arbeiteten wir mit Sándor. Der dritte Tag war vollständig einer Exkursion nach Mecseknádasd gewidmet. Das ist ein Dorf der Ungarndeutschen. Im 18. Jahrhundert kamen sie auf Einladung dorthin, und bis heute leben dort sehr viele Deutsche. Die Lehrerin, die uns begleitete, sprach mit den Einheimischen, und sie konnten sich problemlos mit uns auf Deutsch unterhalten. Das erlebten wir sogar beim Mittagessen: Die Kellnerin, die uns in einem örtlichen Lokal bediente, sprach ebenfalls fließend Deutsch.“ Während der Exkursion absolvierten die Pädagoginnen und Pädagogen nicht nur Lernübungen vor Ort und lernten die Ausstellung des Deutschen Hauses kennen, sondern schlüpften auch selbst in die Rolle von Handwerkerinnen und Handwerkern: Für sie wurden praktische Einheiten zu Stickerei, Tonmodellierung und gotischer Kalligrafie organisiert. „Am vierten und fünften Tag wurden wir von Maria Frey unterrichtet. Sie ist Autorin zahlreicher Schulbücher für Deutsch. Die Unterrichtseinheiten waren voller Spiele: zum Kennenlernen und zur Festigung bereits erlernter Inhalte. Außerdem besprachen wir psychologische Probleme, die bei Lernenden auftreten können, sowie Möglichkeiten, sie zu überwinden“, bemerkte Anastasija. „Das Wichtigste, wovon ich mich bei diesem Seminar überzeugt habe, ist: Unsere kasachstanischen Referentinnen und Referenten, Lehrkräfte und Methodikerinnen und Methodiker befinden sich auf einem sehr hohen, angemessenen Niveau. Was die Wissensvermittlung und die Durchführung von Seminaren betrifft, stehen wir unseren europäischen Kolleginnen und Kollegen in nichts nach.“ Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: