In der Hauptstadt fand das Internationale Jugendforum des VDJK statt Zurück Veröffentlicht in 22. Mai 202622. Mai 2026 Am 21. Februar 1996 wurde der Verband der Deutschen Jugend Kasachstans gegründet; ein Zusammenschluss der Klubs der Deutschen Jugend im ganzen Land. In der schwierigen Zeit der 1990er-Jahre übernahmen engagierte junge Menschen Verantwortung für die Entwicklung der Jugendarbeit, den Erhalt der Sprache und Kultur der ethnischen Deutschen sowie für die Schaffung eines Raums für Austausch und Selbstverwirklichung. Ohne fertige Modelle und ohne große Erfahrung, aber mit viel Willen und Vertrauen in die gemeinsame Idee bauten die ersten Aktiven Schritt für Schritt die Struktur des Verbandes auf und entwickelten Projekte und Werte, die zum Fundament der Bewegung wurden. Dreißig Jahre später setzt diese Geschichte mit einer neuen Generation junger Menschen fort, die Antworten auf Fragen nach Identität, Kontinuität und Zukunft sucht. Genau diesem Thema war das Internationale Jugendforum «Jugend-Kurultai: WIRrzeln entdecken – Zukunft spinnen. 30 Jahre Dialog und Bewegung nach vorn» gewidmet, das am 16. und 17. Mai in Astana stattfand. Das Forum brachte Teilnehmende aus Klubs der deutschen Jugend, Partnerorganisationen, Expertinnen und Experten sowie Gäste aus Kasachstan, Deutschland, Russland, Kirgisistan und Georgien zusammen. Es wurde zu einem Raum für lebendigen Dialog über Kultur, Erinnerung, Sprache und die Rolle junger Menschen in der heutigen Gesellschaft. Schon in den ersten Minuten war spürbar: Das war nicht einfach eine offizielle Veranstaltung, sondern ein Ort der Begegnung für Menschen, die weit mehr verbindet als nur ein gemeinsames Programm. Der Raum füllte sich nach und nach mit deutscher Sprache, neuen Bekanntschaften, Lachen, Umarmungen nach langen Jahren und zugleich mit dem Bewusstsein, Verantwortung dafür zu tragen, wie sich die Bewegung weiterentwickeln wird. Das Forum brachte diejenigen zusammen, die den Verband einst aufgebaut haben, und diejenigen, die seine Geschichte heute in den Klubs im ganzen Land fortgeschrieben haben. Die Eröffnung des Forums verlief dynamisch und lebendig: Grußworte, Klubpräsentationen, Sprachaktivitäten, Warm-up und erste interaktive Elemente gaben sofort den Takt für die weitere Arbeit vor. Hinter der Leichtigkeit des Formats lag jedoch auch die inhaltliche Tiefe: Bereits am ersten Tag sprachen die Teilnehmenden über Generationenkontinuität, darüber, was in 30 Jahren bewahrt werden konnte und was neu gedacht werden musste. In den thematischen Sitzungen ging es um die Frage, welche Arbeitsformate heute wirklich funktionieren, wie junge Menschen ihre Verbindung zu Kultur und Sprache aufrechterhalten können und wie der Verband der Zukunft aussehen soll. Besonders wichtig war der Dialog zwischen den Generationen. In einem Raum kamen Menschen zusammen, die an den Anfängen der Bewegung standen, und junge Aktive, die ihren Weg in der Klubarbeit gerade erst begannen. Genau das machte das Forum so lebendig. Die Geschichte des VDJK klang hier nicht wie ein Archivbericht, sondern wie persönliche Erfahrung, geprägt von Fehlern, Entdeckungen, Freundschaft und der Suche nach dem eigenen Platz. Für viele Teilnehmende gehörte die Möglichkeit, den Menschen zuzuhören, die den Verband in den 1990er-Jahren mitaufgebaut haben, zu den wertvollsten Momenten des Forums. Besonders eindrücklich waren die Erinnerungen daran, wie alles begann, ohne fertige Konzepte, aber mit dem starken Wunsch, einen Raum für junge Menschen zu schaffen. Einen eigenen Platz im Programm nahmen die Präsentationen der Partnerorganisationen sowie der internationale Erfahrungsaustausch ein. Vertreterinnen und Vertreter der Volksversammlung Kasachstans, der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Deutschen Theaters nahmen persönlich am Forum teil und traten in einen offenen Dialog mit der Jugend. Online schalteten sich das Goethe-Institut, das ifa, das BiZ, die DAZ, djo und weitere Partnerorganisationen hinzu. In ihren Beiträgen sprachen die Teilnehmenden über gemeinsame Projekte, Jugendinitiativen und die Rolle der internationalen Zusammenarbeit für die Entwicklung der Jugendbewegung. Am 16. Mai fand im Kasachisch-Deutschen Zentrum außerdem ein feierlicher Abendempfang statt, vorbereitet von den Forumsteilnehmerinnen Anastasia Kirejewa und Junna Kinereisch. Der Abend wurde zu einem wichtigen Teil des Kulturprogramms und brachte Teilnehmende, Alumni, Partner und Ehrengäste in einer informelleren, warmen Atmosphäre zusammen. Zu den Gästen des Abends gehörten die Delegation aus Deutschland unter Leitung von Dr. Bernd Fabritius, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, die deutsche Botschafterin in Kasachstan Monika Iwersen sowie Timur Dschumurbajew, Vorsitzender der «Assambleja jastary». Im Rahmen des Abendempfangs dankte Monika Iwersen dem Verband der Deutschen Jugend Kasachstans herzlich für seine Aktivität, seine Initiative und die vielen Ideen, die junge Menschen in Kasachstan umsetzen. In ihrer Ansprache wünschte sie dem VDJK viele weitere erfolgreiche Jahre, Entwicklung und neue aktive Mitglieder, die die Geschichte der Jugendbewegung fortführen. Auch Timur Dschumurbajew betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit und dankte dem VDJK für seinen Beitrag zum ethnokulturellen Dialog und zur Entwicklung von Jugendinitiativen. Im Laufe des Abends wurden Alumni des Verbandes mit Dankesurkunden ausgezeichnet, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Jugendbewegung der Deutschen Kasachstans geleistet haben: Kristina Larina, Olga Martens, Ewgenija Schol, Ruben Bachmann, Ewgenija Gisik, Maria Borissewitsch, Darja Damrina und Natascha Dubs. Der Abendempfang wurde nicht nur zum offiziellen Teil des Forums, sondern auch zu einem Raum lebendiger Begegnung zwischen den Generationen, in dem Erinnerungen an die Vergangenheit ganz natürlich mit Gesprächen über die Zukunft des VDJK verschmolzen. Ein wichtiger Bestandteil des Forums war zudem der Besuch der deutschen Delegation unter Leitung von Dr. Bernd Fabritius. Die Begegnung mit der Delegation ermöglichte den Teilnehmenden, Fragen zur Unterstützung von Jugendinitiativen, zum Erhalt kultureller Identität und zur Entwicklung internationaler Zusammenarbeit zu besprechen. Die Anwesenheit der deutschen Seite unterstrich erneut die Bedeutung der Jugendbewegung der Deutschen Kasachstans sowie deren Rolle bei der Stärkung internationaler Beziehungen. Das Forum zeigte einmal mehr, wie wichtig horizontale Netzwerke, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung zwischen Organisationen sind. Für die Teilnehmenden war es eine Gelegenheit, zu sehen, wie Jugendinitiativen in verschiedenen Ländern funktionieren, und zu verstehen, dass viele Fragen wie Identitätssuche, Einbindung junger Menschen und Spracherhalt weit über Kasachstan hinaus relevant sind. Internationale Partner sind seit vielen Jahren ein wichtiger Teil der Jugendbewegung im Deutschen Kasachstan und unterstützen Bildungs-, Kultur- und Jugendinitiativen. Einer der intensivsten Programmpunkte war das World Café zum Thema Wurzeln und Identität. Die Teilnehmenden arbeiteten in thematischen Gruppen und diskutierten über Sprache, Zugehörigkeitsgefühl, Jugendbeteiligung, Partnerschaften und Generationenkontinuität. Hier wurden die Gespräche besonders persönlich geführt. Junge Menschen teilten ihre eigenen Geschichten, dachten darüber nach, was es für sie bedeutet, Teil der deutschen Gemeinschaft in Kasachstan zu sein, wie stark Sprache das Zugehörigkeitsgefühl prägt und wie eine moderne ethno-kulturelle Jugendorganisation heute aussehen kann. Wichtig war dabei auch, dass das Forum keine fertigen Antworten vorgab: Vielmehr schuf es einen Raum, in dem diese gemeinsam gesucht werden konnten. In den vergangenen Jahren ist der VDJK nicht nur zu einer Plattform für Jugendtreffen und Projekte geworden, sondern auch zu einem Raum, in dem eine neue Generation aktiver junger Menschen heranwächst, mit eigenen Initiativen, Ideen und einem eigenen Blick auf die Zukunft. Heute steht der Verband vor neuen Aufgaben: Kontinuität bewahren, internationale Verbindungen weiterentwickeln und zugleich für moderne junge Menschen nahbar und verständlich bleiben. „Im Mittelpunkt stehen immer Kultur, Geschichte und Sprache. Das sind nicht einfach Werte der Vergangenheit, sie sind unser Identitätscode, unsere innere Stütze und Kraft, auf die wir uns sicher verlassen können. Genau das formt uns als Gemeinschaft und gibt uns in einer schnelllebigen Welt ein Gefühl von Zugehörigkeit und Stabilität. In diesen Jahren ist der VDJK zu einer echten Talentschmiede und zu einem Ort geworden, an dem ethnokulturelle Identität einen modernen Atem bekommt. Wichtig ist hier nicht nur, Kultur zu lernen, sondern sie zu leben, neu zu denken und von innen heraus zu teilen: durch persönliche Geschichten, Initiativen und gemeinsame Projekte. In einer Perspektive von fünf bis zehn Jahren sehe ich den VDJK auch als internationalen Hub der Jugendzusammenarbeit, unter anderem im Rahmen von Initiativen wie dem Jugend-Zukunftsfahrplan 2030, in dem eine gemeinsame Roadmap für die Zusammenarbeit der Partnerorganisationen bis 2030 entwickelt wird. Und im Zentrum all dessen bleibt das Wichtigste: das Prinzip „von der Jugend für die Jugend“ und ein Umfeld, in dem junge Menschen Unterstützung, Vertrauen und die Möglichkeit spüren, ihre Ideen umzusetzen und die Zukunft der Gemeinschaft mitzugestalten. Ehrlich gesagt, sollte man das am besten die Jugend selbst fragen. Aber wenn ich von meiner persönlichen Erfahrung spreche, hat der VDJK für mich immer auf drei Dingen beruht. Erstens auf einem sehr einfachen menschlichen Gefühl: Du wirst gebraucht. Du kommst und verstehst, dass es hier einen Platz für dich gibt, eine Rolle, eine Aufgabe. Zweitens: auf Wachstum. Es ist sehr wichtig, dass es hier einen nachvollziehbaren Weg gibt: Man kommt als Aktivistin, Aktivist oder Freiwillige dazu und übernimmt Schritt für Schritt mehr Verantwortung. Projekte, Teams, die Organisation von Veranstaltungen, internationale Initiativen. All das wird zu einer natürlichen Fortsetzung der eigenen Entwicklung. Und irgendwann ist es nicht mehr nur Teilnahme, sondern Teil deines Lebens und deiner Identität. Und drittens sind es die Menschen und die Atmosphäre. Es ist eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, in der man lernt, ausprobiert, an Projekten mitarbeitet, reist, kommuniziert und wächst. Projekte sind hier nicht nur Arbeit, sondern Erfahrung, aus der Freundschaft, Teamgeist und Führung entstehen”, sagte die amtierende VDJK-Vorsitzende Kristina Larina. Den Höhepunkt des ersten Tages bildete der feierliche Empfang zum 30-jährigen Bestehen des VDJK im Kasachisch-Deutschen Zentrum. Die Atmosphäre des Abends war besonders warm: Es erklangen Erinnerungen, Glückwünsche, Geschichten über die ersten Klubs und Projekte sowie über Menschen, die einst fast bei Null begonnen hatten. Für viele war es nicht einfach ein Treffen ehemaliger Aktiver der Jugendbewegung, sondern eine Gelegenheit, wieder jene Klubatmosphäre zu spüren, die ihr Leben einmal verändert hatte. Der zweite Forumstag war weniger den Erinnerungen als der Zukunft gewidmet. Zentrales Ereignis war die Podiumsdiskussion «Jugend im Dialog: Partnerschaften und Perspektiven», die Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Strukturen, internationaler Organisationen und der Jugendbewegung zusammenbrachte. Gesprochen wurde über die Rolle junger Menschen in gesellschaftlichen Prozessen, die Entwicklung ethnokultureller Initiativen, die internationale Zusammenarbeit sowie darüber, wie die nächste Etappe der Entwicklung des VDJK aussehen kann. Heute ist der VDJK nicht mehr nur ein Netzwerk von Klubs, sondern eine große Jugendgemeinschaft mit eigener Geschichte, eigener Kultur und einem eigenen Projektsystem. Und es ist die heutige Generation, die bestimmen wird, wie sich der Verband weiterentwickelt. „Teilnehmende aus verschiedenen Ländern, Generationen und Jugendorganisationen in einem Forum zusammenzubringen, ist wirklich keine einfache Aufgabe, weil alle unterschiedliche Erfahrungen, Arbeitsansätze, kulturelle Kontexte und Erwartungen an die Veranstaltung mitbringen. Gleichzeitig war die Arbeit im Team gut verteilt: Kolleginnen und Kollegen halfen dabei, einzelne Bereiche zu koordinieren, etwa die Zusammenarbeit mit Partnern und Alumni. Wir haben versucht, das Programm so aufzubauen, dass es sowohl für aktive Jugendliche als auch für erfahrenere Organisationsvertreter interessant ist und zugleich dem internationalen Format des Forums gerecht wird. Zu meinen Aufgaben gehörten die Organisation der Anreise der Teilnehmenden, das Sammeln der notwendigen Unterlagen sowie die ständige Kommunikation mit ihnen. Das erforderte Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und die Fähigkeit, rasch auf Anfragen zu reagieren. Dank der gut abgestimmten Teamarbeit konnten jedoch alle Prozesse recht effektiv gestaltet werden. Der wichtigste und emotionalste Moment war für mich wahrscheinlich der Abschluss des Forums. In diesem Augenblick wurde mir bewusst, dass es uns gemeinsam mit dem Team gelungen ist, alles so umzusetzen, wie wir es geplant hatten, und in vielem sogar noch besser. Besonders wertvoll war es zu sehen, dass Teilnehmende, Alumni und Partner mit warmen Emotionen, Eindrücken, Einsichten und neuen Ideen abreisten. Es war wichtig zu spüren, dass wirklich alles gelungen ist. Besonders berührt hat mich auch der Film über den VDJK. Darin wird die 30-jährige Geschichte eines ganzen Verbandslebens gezeigt. Am stärksten waren für mich die Momente, in denen die Kontinuität der Generationen sichtbar wurde: die Geschichten von Mutter und Tochter, Olga und Sofia Stein, sowie von älterer und jüngerer Schwester, Kristina Larina und Veronika Libricht. In diesen Bildern war sehr deutlich zu spüren, wie Erfahrung innerhalb unserer großen Gemeinschaft bewahrt und weitergegeben wird”, sagte die Forumkoordinatorin Junna Kinereisch aus Astana. Doch das Forum lebte nicht nur in den offiziellen Sitzungen. Es setzte sich in Gesprächen bei Kaffee, in neuen Bekanntschaften, gemeinsamen Fotos, Sprachaktivitäten, Tanzpausen und spontanen Diskussionen zwischen den Programmblöcken fort. Gerade in solchen Momenten wurde das Wichtigste besonders deutlich: Das Forum wurde zu einem Raum, in dem sich junge Menschen gehört und gebraucht fühlen. Für viele Teilnehmende war das Forum nicht einfach eine Reise zu einer Veranstaltung, sondern eine Möglichkeit, sich als Teil einer großen internationalen Gemeinschaft zu erleben. „Wie immer nach Projekten habe ich jetzt sehr viel Motivation, eine klare Vision und viele Einsichten, die mir bei meiner Arbeit helfen werden. Unter uns gesagt: Ich habe nicht nur Ideen für die Jugendarbeit mitgenommen, sondern auch für Veranstaltungen im ethnokulturellen Bereich. Am stärksten ist mir der Moment der Filmpremiere in Erinnerung geblieben, weil ich mehr als drei Monate lang gemeinsam mit dem Team an der Organisation des gesamten Prozesses gearbeitet habe. Es war sehr wertvoll, den Moment der Premiere mit allen gemeinsam zu erleben”, sagte Galina Koptelowa, Leiterin des Klubs der Deutschen Jugend «Vorwärts» in Astana und stellvertretende Vorsitzende des VDJK. „Für mich war eine der wichtigsten Seiten des Forums die Möglichkeit, in direktem Austausch mit Partnerorganisationen zu treten.“ Das ist eine sehr gute Chance für Jugendleiterinnen und Jugendleiter, Kontakte zu knüpfen, Ideen zu besprechen und vielleicht den Grundstein für künftige gemeinsame Projekte zu legen. Nach dem Forum entstand sogar der Wunsch, enger mit Partnern zusammenzuarbeiten und gemeinsam etwas umzusetzen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir außerdem das Abendessen zum Geburtstag des VDJK. Es war eine wunderbare Gelegenheit, neue Menschen in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen, ruhig miteinander zu sprechen und freundschaftliche Kontakte aufzubauen”, sagte Ekaterina Fafinrod, Organisatorin der Jugendarbeit in Karaganda. „Am meisten sind mir die neuen Bekanntschaften, Ideen und Erfahrungen in Erinnerung geblieben, die andere Teilnehmende und Alumni des VDJK geteilt haben. Es war sehr interessant zu hören, wie Klubs in anderen Städten arbeiten, welche Projekte sie umsetzen und wovon die Jugendbewegung heute lebt. Nach der Rückkehr nach Hause entstand der Wunsch, Theaterworkshops in die Arbeit unseres Klubs einzubinden. Besonders gefallen hat mir auch die aktive Teamarbeit bei der Projektentwicklung. Solche Formate helfen, echtes Miteinander zu spüren und zu lernen, einander zuzuhören“, sagte Dmitrij Jermilow, Organisator der Jugendarbeit in Petropawlowsk. Die abschließenden Sitzungen des Forums waren der konkreten Gestaltung der Zukunft gewidmet. Die Teilnehmenden entwickelten Ideen, diskutierten über Entwicklungsprioritäten und formulierten die „Roadmap 2030”. Den Schlusspunkt des Forums bildeten Videos der wichtigsten Momente der Veranstaltung sowie das gemeinsame Singen der VDJK-Hymne. „Für mich war dieses Forum tatsächlich ein sehr wichtiges und bedeutendes Ereignis. Nicht nur in meinem Leben, sondern auch im Leben des gesamten Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstans. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Diskussion mit den Partnern, denn gerade in solchen Momenten versteht man, wie wichtig es ist, Beziehungen aufzubauen, gemeinsame Schnittstellen zu finden und gemeinsam etwas Neues zu schaffen. Aus solchen Begegnungen entstehen Ideen, Projekte und echtes Brainstorming, das dazu inspiriert, weiterzumachen. Unerwartet war für mich vielleicht auch, wie ehrlich die Menschen an der Teilnahme unseres Verbandes an solchen Veranstaltungen interessiert waren. Es ist sehr schön zu wissen, dass wir junge Menschen haben, denen die Zukunft des VDJK und seine Entwicklung wirklich nicht gleichgültig sind. Nach dem Forum entstand tatsächlich der Wunsch, bei uns etwas Ähnliches zu organisieren, vielleicht ein Mini-Forum oder ein kleineres Projekt im ähnlichen Format. Ich möchte die Atmosphäre, die Erfahrungen und die Emotionen, die wir während des Forums erlebt haben, an diejenigen weitergeben, die leider nicht teilnehmen konnten. Solche Treffen inspirieren, verbinden und helfen, sich als Teil von etwas wirklich Wichtigem zu fühlen. Ich glaube, ich werde mich noch sehr lange an dieses Forum erinnern. Besonders wertvoll ist für mich, dass ich Teil des Organisationsteams sein durfte. Ich war an der Besprechung wichtiger Punkte beteiligt, was mich sehr stolz macht. Am meisten wird mir aber das Spiel in Erinnerung bleiben, das ich gemeinsam mit Igor Neumann durchgeführt habe und das von der wunderbaren Fachfrau Olga Beder entwickelt wurde. Irgendwann schien alles völlig aus dem Plan zu laufen: Jemand hatte etwas vergessen, jemand saß am falschen Platz, wir kamen mit dem Timing nicht hin; um uns herum herrschte echtes Chaos. Das war ein sehr stressiger Moment. Aber genau da schaute ich in die Gruppe, in der Olga Martens und Olga Stein saßen, und plötzlich spürte ich eine unglaubliche innere Motivation. Ich verstand, dass ich es schaffen und alles so gut wie möglich machen musste. „Wahrscheinlich habe ich in genau diesem Moment zum ersten Mal so klar gespürt, dass ich wirklich dort bin, wo mein Platz ist“, sagte Sofia Stein, Aktivistin des Klubs der Deutschen Jugend „Diamant“ und stellvertretende Vorsitzende des VDJK. Gerade in diesem Moment war besonders deutlich zu spüren: 30 Jahre VDJK sind nicht einfach ein Organisationsjubiläum. Es sind Tausende von Begegnungen, Hunderte von Projekten, Dutzende von Städten und unzählige menschliche Geschichten. Es ist ein Raum, in dem junge Menschen weiterhin sich selbst suchen, Freundschaften finden, Ideen entwickeln und spüren, dass sie die Zukunft tatsächlich mitgestalten können. Анастасия Киреева Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: