Jugendtreff.kaz 2026 Zurück Veröffentlicht in 20. Juli 202629. Juli 2026 Almaty wurde zum Austragungsort des republikanischen Sprachlagers Jugendtreff.kaz, das Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus verschiedenen Regionen Kasachstans zusammenbrachte. Teilnehmende des Projekts wurden Jugendliche, die erfolgreich ein Auswahlverfahren durchlaufen hatten. Bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten wurden das Niveau ihrer Deutschkenntnisse, ihre Motivation zur Teilnahme sowie ihr Engagement in Jugendinitiativen und im Leben der deutschen Gemeinschaft berücksichtigt. Organisiert wurde das Lager von der Almatyner Kultur- und Ethnogesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“. Zehn Tage lang erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm: intensive Deutschkurse, kreative Workshops, Teamspiele, Abendveranstaltungen und der Austausch mit einem Muttersprachler. Dieses Format ermöglichte es nicht nur, die Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch Gleichaltrige aus verschiedenen Regionen des Landes kennenzulernen, sich kreativ zu entfalten, Teamarbeit zu lernen und neue Freunde zu finden. Das Konzept des Lagers wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) entwickelt. Symbol des Konzepts war eine Geburtstagstorte, bei der jeder der zehn Tage eine neue „Kerze“ darstellte und einem wichtigen Wert gewidmet war: Freundschaft, Familie, Wissen, Kreativität, Energie, Geschichte und Zukunft. Das gemeinsame Tagesthema verband Sprachunterricht, kreative Workshops und das Abendprogramm miteinander und schuf so einen einheitlichen Bildungs- und Kulturraum, in dem die Teilnehmenden nicht nur Deutsch lernen, sondern zentrale Werte durch gemeinsames Gestalten, Austausch und Teamarbeit reflektieren konnten. An der Vorbereitung und Durchführung des Projekts beteiligte sich aktiv der Klub der deutschen Jugend „Vorwärts“: Seine Aktivistinnen und Aktivisten gehörten zum Organisationsteam, arbeiteten als Betreuerinnen und Betreuer, waren für das Abendprogramm verantwortlich und begleiteten die Teilnehmenden während der gesamten zehn Tage. Eine besondere Eigenschaft des Projekts bestand darin, dass dieses Lager für viele Mitglieder des Teams die erste Erfahrung in neuen Rollen wurde. Galina Koptelowa trat erstmals als Organisatorin eines republikanischen Lagers auf und übernahm die Koordination des Projekts sowie die Arbeit mit dem Organisationsteam. Nelli Janzen, die früher selbst an republikanischen Lagern teilgenommen hatte, war zum ersten Mal für die Vorbereitung und Durchführung des Abendprogramms verantwortlich. Zum Betreuerteam gehörten ebenfalls Aktivistinnen und Aktivisten des Klubs der deutschen Jugend „Vorwärts“. Roman Sokol, Viktoria Getmanskaja und Galina Koptelowa begleiteten ihre Gruppen, organisierten Sport- und Bewegungsspiele und sorgten für eine warme Atmosphäre in den Teams. Ein unverzichtbarer Bestandteil eines solchen Lagers sind immer die Deutschlehrkräfte, die den Teilnehmenden helfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, und sie zum weiteren Deutschlernen inspirieren. In diesem Jahr lernten die Jugendlichen in Gruppen der Niveaus A2.1, A2.2 und B1.1 und besuchten täglich vier Unterrichtseinheiten. Den Lehrkräften Daria Damrina, Anna Schitik und Konstantin Lustin gelang es, den Unterricht nicht nur effektiv, sondern auch wirklich spannend zu gestalten, indem sie Grammatikarbeit, die Entwicklung mündlicher Sprachkompetenz und interaktive Lernmethoden miteinander verbanden. Alle Bildungs- und Kreativformate des Lagers waren durch das gemeinsame Konzept #DeutschTeensCamp verbunden, in dem das Erlernen der deutschen Sprache eng mit Kultur und ihrer praktischen Anwendung verflochten war. Im Rahmen des Programms besuchten die Teilnehmenden drei thematische Workshops: #KerzenBühne, #KerzenFlash und #KerzenKultur, „Aktuelles Deutschland: Brücke zu mir“. Im Workshop #KerzenBühne unter der Leitung von Margarita Burgardt erlernten die Jugendlichen Grundlagen des Schauspielens: Sie arbeiteten mit Stimme, Bühnenbewegung und Mimik, übten die Interaktion mit Partnerinnen und Partnern und bereiteten eigene Theaterinszenierungen vor. Der Workshop #KerzenKultur unter der Leitung von Darina Kusinkowa war dem modernen Deutschland gewidmet. Die Teilnehmenden diskutierten Themen wie Familie, Freundschaft, Schule, Jugendkultur, Freizeit und gesellschaftliches Leben in Deutschland und lernten das Land sowohl durch die Sprache als auch durch reale Beispiele, Diskussionen und lebendigen Austausch kennen. In diesem Workshop konnte der Sprachassistent seine persönlichen Erfahrungen teilen, den Zuhörerinnen und Zuhörern vom modernen Leben in Deutschland erzählen und ihre Fragen beantworten. Nicht weniger kreativ war der Workshop #KerzenFlash, den Daniil Tsoi leitete. Hier lernten die Teilnehmenden Elemente der modernen deutschen Tanzkultur kennen, entwickelten eigene Flashmobs und übten den gemeinsamen Lagertanz ein. Ergebnis der Arbeit waren lebendige Auftritte beim abschließenden Media-Festival, bei dem jede Gruppe die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit präsentierte. Eine große Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung des Projekts spielten die Lagerleiterin Kristina Samosledowa und die Methodikerin Anna Jakowenko. Kristina Wiktorowna koordinierte die Arbeit des Teams und begleitete die Umsetzung des Projekts während der gesamten Saison, während Anna Iwanowna für die methodische Begleitung des Lagers und die Entwicklung des Bildungsprogramms verantwortlich war. Nach den Worten von Kristina Samosledowa bestand die wichtigste Aufgabe des Lagers darin, für die Jugendlichen eine Sprachumgebung zu schaffen, in der Deutsch zu einem natürlichen Kommunikationsmittel wird: „Uns war es wichtig, den Teilnehmenden nicht nur zu helfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern sie auch durch den Austausch mit dem Sprachassistenten mit dem modernen Deutschland bekannt zu machen, sie zur Teilnahme an dMi-Projekten zu inspirieren und die Verbindung der Jugend zur deutschen ethnokulturellen Gemeinschaft zu stärken. Die gesetzten Ziele konnten vollständig erreicht werden. Das bestätigten sowohl die Ergebnisse des Abschlusstests als auch das Verhalten der Teilnehmenden selbst. Schon nach wenigen Tagen sprachen sie sicherer Deutsch, beteiligten sich aktiv an Diskussionen, kreativen Aufgaben und Teamarbeit. Viele äußerten den Wunsch, weiter Deutsch zu lernen und an künftigen Projekten teilzunehmen.“ Das abwechslungsreiche Programm, die tägliche Deutschpraxis und der Austausch mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Regionen Kasachstans hinterließen lebendige Eindrücke. Nach den Worten von Viktor Ferber wurde das Lager nicht nur zu einer Möglichkeit, die Deutschkenntnisse zu verbessern, sondern auch Aktivistinnen und Aktivisten der Klubs der deutschen Jugend kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Freunde zu finden. „Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Deutschstunden mit Daria Damrina, der es gelungen ist, Sprach- und Kulturvermittlung interessant miteinander zu verbinden. Durch die Kombination von Theorie und Praxis war jede Unterrichtseinheit inhaltsreich und spannend. Einen großen Eindruck hinterließen auch die Gespräche über Kultur, die Darina Kusinkowa gemeinsam mit dem Sprachassistenten Michael Marx führte. Sie erzählten von den Traditionen des deutschen Volkes sowie von herausragenden Russlanddeutschen und Deutschen Kasachstans“, erzählt Viktor. Seinen Worten zufolge half gerade der Austausch mit Michael Marx vielen Teilnehmenden, die Sprachbarriere zu überwinden. „Er zeigte, dass man keine Angst haben sollte, Deutsch zu sprechen und Fehler zu machen. Nur durch lebendige Praxis kommt Sicherheit, und die Sprache entwickelt sich weiter.“ Viktor dankte außerdem den Organisatorinnen, Organisatoren und dem Lagerteam und betonte, dass gerade ihre Unterstützung dazu beigetragen habe, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jede und jeder als Teil eines großen und freundschaftlichen Teams fühlte. Der Sprachassistent Michael Marx wurde zu einem der wichtigsten Mitgestalter des Bildungsprogramms. Er hielt Präsentationen über das moderne Deutschland, erzählte vom Leben der deutschen Jugend, von Kultur und Traditionen des Landes, nahm an Sprachunterricht, kreativen Workshops und Abendveranstaltungen teil. Dank des ständigen lebendigen Austauschs erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, täglich Deutsch in einer natürlichen Sprachumgebung zu praktizieren. Die zehn Tage des Lagers vergingen wie im Flug, doch die erworbenen Kenntnisse, neuen Bekanntschaften und gemeinsam erlebten Ereignisse werden den Teilnehmenden lange in Erinnerung bleiben. Jeder Programmtag symbolisierte eine neue „Kerze“ auf der Geburtstagstorte, dem Symbol des 30-jährigen Jubiläums des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans, und war einem wichtigen Lebenswert gewidmet. Diese symbolischen Kerzen verwandelten sich in echte Geschichten von Freundschaft, gegenseitiger Unterstützung, neuem Wissen und persönlichen Entdeckungen. Genau aus solchen Geschichten entsteht das wichtigste Erbe von Jugendtreff.kaz. Veronika Libricht Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: