Tag des Gedenkens und der Trauer in Schymkent

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Im Deutschen Kulturzentrum der Stadt Schymkent fanden Veranstaltungen zum Gedenktag statt.

Zentrales Ereignis war ein Konzert-Requiem, das in der Bibliothek A. S. Puschkin stattfand. Die Veranstaltung war nicht nur dem Gedenken an die Opfer der Deportation gewidmet, sondern auch dem Ausdruck von Dankbarkeit gegenüber dem Volk Kasachstans, das für Tausende umgesiedelter Familien zur Stütze und Heimat wurde. Die Teilnehmenden betonten, dass gerade dadurch die Völker Kasachstans heute in einer Atmosphäre von Frieden, Freundschaft und Eintracht leben.

Am Konzert wirkten mit: der Träger des Ordens „Kurmet“ Alexander Alexandrowitsch Korotkow, die Solistin des Opern- und Balletttheaters in Schymkent Margarita Kin, die Pianistin Jelena Shin — Absolventin der Südkasachischen Staatlichen Universität M. Auesow, Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, der junge Vokalist Schachnazar Chabibullajew — ebenfalls Preisträger internationaler Wettbewerbe, sowie der Geiger Kirill Lee — Student des Tschaikowski-Musikkollegs in Almaty, Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Alle Künstler schenkten dem Publikum eindrucksvolle Musikdarbietungen, erfüllt von aufrichtigen Emotionen und Respekt vor der Erinnerung an die Vergangenheit. Es erklangen Werke in kasachischer, deutscher und koreanischer Sprache, darunter Ave Maria sowie Meditation von Jules Massenet.

Besonderes Augenmerk der Veranstaltung galt den Erinnerungen der Gäste an die Schicksale ihrer Familien, die die Deportation überlebt hatten. Diese lebendigen Zeugnisse unterstrichen erneut die Bedeutung der Bewahrung des historischen Gedächtnisses sowie den Wert der interethnischen Einheit.

Neben der zentralen Veranstaltung in Schymkent fanden auch in den Zweigstellen des Deutschen Kulturzentrums im Dorf Aqsukent und in der Stadt Lenger Treffen statt, die der Deportation der Wolgadeutschen gewidmet waren. Die Teilnehmenden ehrten das Gedenken an die Opfer politischer Repressionen, erinnerten an die schweren Seiten der Geschichte und diskutierten über die Wichtigkeit, dieses Wissen an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Maria Gorbatschowa

Übersetzung: Anton Genza

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