Von Jahresergebnissen zu strategischen Aufgaben: Yevgeniy Bolgerts Blick Zurück Veröffentlicht in Januar 13, 2026Februar 18, 2026 Das vergangene Jahr war für die Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ eine Zeit spürbarer Veränderungen und der Stärkung ihrer Positionen. Der Fonds hat kulturelle und Bildungsprogramme ausgebaut, die internationale Zusammenarbeit intensiviert und neue Entwicklungsrichtungen aufgezeigt. Über die Ergebnisse des Jahres, strategische Prioritäten und die nächsten Pläne sprachen wir mit Yevgeniy Bolgert, Senator des Parlaments der Republik Kasachstan und Vorsitzender des Aufsichtsrats. Ergebnisse des Jahres und zentrale Erfolge — Yevgeniy Bolgert, was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Ergebnis der Arbeit von „Wiedergeburt“ im vergangenen Jahr? — Das Jahr war tatsächlich reich an Inhalten und groß im Umfang. Vor allem ist es uns gelungen, vom gewohnten Format der „Ergebniszusammenfassung“ zur Gestaltung einer gemeinsamen Zukunftsagenda überzugehen, und das hat das Erste Forum der Deutschen Kasachstans deutlich gezeigt. Es zeigte die Reife unserer Selbstorganisation: die Fähigkeit, nicht nur kulturelle Identität zu bewahren, sondern auch über Entwicklung zu sprechen — über Bildung, Jugend, Wirtschaft, Partnerschaft und Infrastruktur. Ein weiteres Schlüsselereignis war das 30-jährige Jubiläum der Volksversammlung Kasachstans. Unsere Aktivisten und regionalen Gesellschaften nahmen sehr aktiv an den Jubiläumsveranstaltungen teil: In verschiedenen Regionen fanden Treffen und Projekte statt, die dem Beitrag der Kasachstandeutschen zur Stärkung des gesellschaftlichen Einvernehmens und der Einheit gewidmet waren. Für unser Land waren und bleiben diese Werte eine unbedingte Priorität. Im Laufe des Jahres beteiligten wir uns auch an Jubiläumsveranstaltungen regionaler Gesellschaften. Besonders warm und inhaltlich gehaltvoll verlief die Feier zum 35-jährigen Bestehen der Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Pawlodar. Solche Ereignisse sind nicht nur Feierlichkeiten, sondern auch eine Gelegenheit, den Menschen Dankbarkeit auszudrücken, die über Jahrzehnte hinweg unsere Infrastruktur und Traditionen aufgebaut und gestärkt haben. Heute wird ihre Arbeit von neuen Leitungen und Aktivisten fortgesetzt — diese Kontinuität zwischen den Generationen ist wichtig. Außerdem möchte ich die internationale Agenda hervorheben. Unsere Delegierten nahmen an Veranstaltungen in Deutschland teil, darunter an Sitzungen fachlicher Plattformen, auf denen wir kasachstanische Projekte vorstellten und Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern austauschten. Ein wichtiger Bestandteil waren Arbeitsgespräche mit Mitarbeitenden deutscher staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen, die mit uns im Rahmen der Programmarbeit und der Förderunterstützung zusammenarbeiten. Nicht weniger sichtbar war die Entwicklung wirtschaftlicher Kontakte. Im Laufe des Jahres reisten Geschäftsdelegationen aus Deutschland nach Kasachstan, und praktisch jeder solche Besuch umfasste Treffen mit Vertretern der Kasachstandeutschen oder einen Besuch des Kasachisch-Deutschen Zentrums. Umgekehrt nahmen Vertreter des Kasachisch-Deutschen Business-Clubs an Wirtschaftsveranstaltungen in Bayern teil: Das Programm umfasste Treffen mit Partnern und mit Industrie- und Handelskammern in München und Nürnberg, die Teilnahme an einem Business-Forum in Bayreuth sowie Besuche von Unternehmen der Region. All diese Kontakte bestätigen ein stabiles Interesse an Kasachstan und unterstreichen zugleich die Rolle der Kasachstandeutschen als „lebendige Brücke“ zwischen beiden Ländern — eine Rolle, die unsere Gemeinschaft seit vielen Jahren erfüllt. Ein bedeutendes Ereignis war der Besuch von Anke Rehlinger in ihrer Funktion als Präsidentin des Bundesrats der Bundesrepublik Deutschland. Allein die Tatsache eines solchen Besuchs ist ein Indikator für die hohe Dynamik der bilateralen Beziehungen. Zur Delegation gehörten auch Vertreter der Wirtschaft, was den praktischen, investitionsbezogenen Charakter der Agenda unterstrich. Ich hatte die Möglichkeit, an Treffen teilzunehmen und die Delegation zu begleiten. Im Rahmen des Besuchs fanden hochrangige Gespräche statt: ein Treffen mit dem Staatsoberhaupt Qasym-Jomart Tokajew, danach ein inhaltlich gehaltvoller Austausch über Perspektiven der Investitionszusammenarbeit mit Premierminister Olzhas Bektenow. Der aktive Dialog setzte sich auch über die parlamentarische Diplomatie fort: Es fanden Treffen im Senat des Parlaments mit dem Vorsitzenden Maulen Aschimbejew sowie im Mäschilis mit dem Vorsitzenden Erlan Koschanow statt. Wichtig ist, dass auf allen Ebenen das Thema der Kasachstandeutschen angesprochen wurde — ihr Beitrag zur Wirtschaft des Landes, zur Stärkung der Einheit und zur Entwicklung der Volksdiplomatie. Wir entwickeln diese Bereiche konsequent weiter, halten den Kontakt zu Landsleuten in Deutschland und stärken damit die humanitären und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Ländern. Ein eigener Teil des Besuchs war die Besichtigung des Kasachisch-Deutschen Zentrums in Astana. Wir berichteten ausführlich über die Arbeit der Stiftung, Projekte, Ziele und Pläne. Besonders wertvoll war, dass Zeit für ein Gespräch mit der Jugend blieb: In einem offenen Dialog wurden die Rolle des Bundesrats, die sozialpolitische Agenda des Saarlandes und die Perspektiven des Jugendaustauschs diskutiert. Frau Rehlinger bewertete die Arbeit unserer Organisation sehr positiv und betonte das klare Verständnis der gesellschaftlichen Funktion, die wir erfüllen. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch den Besuch von Stephan Mayer und die Gespräche auf parlamentarischer Ebene. Neben interparlamentarischen Themen diskutierten wir die Entwicklung der Partnerschaft mit dem Bund der Vertriebenen (BdV), der in den letzten Jahren bei einer Reihe von Projekten zu einem wichtigen Verbündeten für uns geworden ist. Für uns ist die hohe Bewertung unserer Selbstorganisation, die nach diesen Kontakten ausgesprochen wurde, von Bedeutung: Hervorgehoben wurden Infrastruktur, Projektarbeit, Personalpotenzial, gesellschaftliche Aktivität und der Grad der Repräsentanz. Das ist eine wichtige Bestätigung des eingeschlagenen Kurses und ein Anreiz, weiter voranzugehen. – Wenn Sie einen wichtigsten Erfolg des Jahres nennen müssten — welcher wäre das? – Das ist die Durchführung des Ersten Forums der Deutschen Kasachstans, von dem ich bereits gesprochen habe. Zuvor fanden ähnliche Treffen häufiger in Form von Rechenschafts- und Wahlkonferenzen oder Kongressen im Vierjahresrhythmus statt. Dieses Mal setzten wir auf ein modernes inhaltliches Format, und symbolisch war, dass das zentrale Thema des Forums „Blick in die Zukunft“ lautete. Das Forum vereinte mehrere Plattformen. In der Jugendsektion diskutierten Aktivisten des Verbandes der Deutschen Jugend und Partnerorganisationen über Entwicklungsstrategie, Prioritäten und die Nachwuchsreserve. Es fand ein Treffen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Versammlung des Volkes Kasachstans Marat Asylchanow statt — das ermöglichte ein konkretes Gespräch über Perspektiven des Jugendflügels für die kommenden Jahre. Es gab auch eine Business-Plattform: Unternehmer tauschten Erfahrungen aus und diskutierten die Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland. Zu den zentralen Ideen gehörte die Förderung von Produkten kasachstanischer Hersteller, die hohen Qualitätsstandards entsprechen; diesen Ansatz betrachten wir als zukunftsträchtig und skalierbar. Bedeutend war auch das Kulturprogramm. Wir widmeten dem 30-jährigen Jubiläum der Volksversammlung Kasachstans und dem Beitrag der Deutschen Kasachstans zur Entwicklung der Versammlung besondere Aufmerksamkeit, würdigten Menschen, die am Anfang standen, sowie jene, die das gesellschaftliche Einvernehmen stärkten. Es fand die Präsentation eines Buches aus der Reihe „Bekannte Deutsche Kasachstans“ statt, das Natalya Gellert gewidmet ist. Ergänzt wurde der kulturelle Teil durch Folkloreinitiativen zur Bewahrung des immateriellen Erbes. Zu den zentralen Ereignissen zählte eine strategische Podiumssitzung mit dem Titel „Blick in die Zukunft“. Expertinnen und Experten, Aktivisten und Leitungspersonen diskutierten die Stärkung der inneren Konsolidierung, die Einbindung der Jugend sowie die partnerschaftliche Arbeit. Schließlich war ein wichtiger Teil des Forums die Rechenschafts- und Wahlkonferenz: Den Delegierten wurde der Bericht über die Tätigkeit der Stiftung und des Aufsichtsrats für vier Jahre vorgestellt, die Umsetzung der Beschlüsse von 2021 wurde diskutiert und die Leitungsgremien wurden neu besetzt. Grundsätzlich wichtig ist, dass die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrats ausgewogen ist: Erfahrung der älteren Generation, Energie junger Führungskräfte, Kompetenzen von Experten aus verschiedenen Bereichen und die Vertretung der Regionen. Ich bin überzeugt, dass das Forum zu einem wichtigen Meilenstein wurde und gezeigt hat: Die Deutschen Kasachstans sind bereit, die Gemeinschaft auf modernem Niveau weiterzuentwickeln, kulturelle, Bildungs- und Wirtschaftsinitiativen zu verbinden und die junge Generation einzubinden. Wachstumsfelder und Unterstützung durch den Aufsichtsrat — Welche Bereiche zeigten das stärkste Wachstum oder erhielten durch die Unterstützung des Kuratoriums einen neuen Impuls? — Der Aufsichtsrat hat viele Aufgaben, aber es gibt mehrere tragende Bereiche, auf die wir konsequent den Schwerpunkt legen: die deutsche Sprache, die kulturelle Identität, die Jugend und die Infrastrukturentwicklung. Im Bereich der deutschen Sprache wird systematisch gearbeitet. Auf der Basis des Kasachisch-Deutschen Zentrums finden gemeinsam mit Partnern regelmäßig Konferenzen für Deutschlehrkräfte und Sprachforen statt. Diese Plattformen vereinen Vertreter staatlicher Organe, des Expertenumfelds und Pädagogen, ermöglichen es, Problemfragen zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten, die Zugang und Qualität des Unterrichts verbessern. Eine eigene Aufgabe ist die Ausrichtung der Bildungsprogramme an modernen Anforderungen und internationalen Standards. Mit Unterstützung der Botschaft und des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland sowie der zuständigen Ministerien Kasachstans wird Expertenarbeit geleistet, deren Ergebnisse in Resolutionen und Empfehlungen einfließen. Danach folgt die schrittweise Umsetzung. Zu spürbaren Ergebnissen zählen die Förderung der Weiterbildung von Deutschlehrkräften im Rahmen staatlicher Programme sowie die Unterstützung bei der Versorgung von Schulen mit Lehrbüchern und Unterrichtsmaterialien. Auch die Jugendarbeit entwickelt sich aktiv. Unterstützt werden Projekte, die den Aufbau der Nachwuchsreserve und die Unterstützung von Studierenden betreffen. Stabil arbeitet insbesondere die „Akademie zukünftiger Führungskräfte“ — ein Projekt, das jungen Aktivisten hilft, Leitungs- und gesellschaftliche Kompetenzen zu entwickeln und zu Leitungspersonen sozialer und kultureller Initiativen zu werden. Das Projekt erhielt eine hohe Bewertung durch die Volksversammlung Kasachstans: Bereits im zweiten Jahr in Folge wird es als Grundlage für eine groß angelegte „Akademie der Volksversammlung Kasachstans“ an der Eurasischen Nationalen Universität benannt nach L. N. Gumiljow genutzt. Wir betrachten dies als zukunftsträchtige Praxis und beabsichtigen, neue Initiativen sowohl im Rahmen der Versammlung als auch in Partnerschaft mit anderen gesellschaftlichen Strukturen fortzusetzen. Ich betone auch die regionale Abdeckung. Eine Schlüsselaufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Umsetzung des Unterstützungsprogramms so zu fördern, dass die Möglichkeiten nicht nur in großen Städten, sondern auch in den Bezirken verfügbar sind. Gemeinsam mit der Exekutivdirektion und den regionalen Gesellschaften arbeiten wir daran, dass mehr Menschen an Projekten teilnehmen, Deutsch lernen, Traditionen bewahren und Zugang zum kulturellen Austausch erhalten. Große Aufmerksamkeit widmen wir dem Ausbau des Netzes von Jugendklubs in kleineren Städten — dort, wo Möglichkeiten für Freizeit und Selbstverwirklichung objektiv geringer sind. Das Netzwerk wächst, und diesen Vektor werden wir verstärken. Parallel stärken wir die Infrastruktur des Fonds und der regionalen Gesellschaften. Das ist eine schwierige, aber grundlegende Arbeit mit dem Fördergeber und Partnern zur Anschaffung und Ausstattung von Räumen, in denen Gesellschaften und Jugendklubs arbeiten und Sprachkurse sowie Kulturveranstaltungen stattfinden können. Ein Deutsches Haus wurde für die Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Pawlodar realisiert, ein eigenes Büro erhielt die Gesellschaft in Lisakowsk. Auch künftig bleibt Infrastruktur einer unserer Schwerpunkte. Nicht weniger wichtig ist die Aufgabe der „Absicherung“ des Budgets der Stiftung. Traditionell erfolgt sie im Herbst: Wir erstellen ein Paket an Projektanträgen, stimmen es mit dem Fördergeber und den zuständigen Strukturen ab. Jedes Projekt durchläuft eine inhaltliche „Verteidigung“: Wir begründen den Wert, die Ziele und die erwarteten Ergebnisse. Auf dieser Grundlage wird der Jahreshaushalt gebildet, der so transparent und effizient wie möglich umgesetzt wird. Eine wesentliche Unterstützung bleibt die Plattform der zwischenstaatlichen Kommission für Angelegenheiten ethnischer Deutscher — ein Format, in dem auf zwischenstaatlicher Ebene zentrale Fragen für das stabile Funktionieren unserer Organisation sowie für die Entwicklung der humanitären Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland diskutiert werden. Nach Abschluss wird ein Kommuniqué mit Entscheidungen und Orientierungen für die nächste Periode erstellt. Ich nutze die Gelegenheit, den Ko-Vorsitzenden der Kommission sowie allen Kolleginnen und Kollegen aus Kasachstan und Deutschland für die ständige Unterstützung zu danken. Wir rechnen auch mit einer weiteren Stärkung der Zusammenarbeit und einer konsequenten Unterstützung seitens der Bundesrepublik Deutschland. Pläne und strategische Aufgaben mittelfristig — Welche Ziele setzen Sie sich für die nächsten vier Jahre? Und welche Faktoren halten Sie für zentral für den langfristigen Erfolg? — Auf dem Forum der Kasachstandeutschen habe ich eine Sicht auf Prioritäten vorgestellt, die kollektive Anstrengungen erfordern. Grob lassen sie sich in mehrere Blöcke unterteilen. Der erste Block ist die institutionelle Entwicklung: höhere Effizienz unserer Struktur, modernes Management, starke interne und externe Kommunikation. Wichtig ist, dass Mission, Werte und Identität der Organisation für die Mitglieder der Gemeinschaft verständlich sind und die Organisation ihre verbindende Funktion souverän erfüllt. Der zweite Block ist die Entwicklung der deutschen Sprache in Kasachstan. Wir sehen Potenzial nicht nur auf Schulebene, sondern auch in Colleges sowie im System der technischen und beruflichen Bildung. Hier sind Partnerschaften mit deutschen Einrichtungen, Praktika sowie neue Kompetenzen möglich. Die Unterstützung von Hochschulprogrammen und Stipendien für die Ausbildung von Deutschlehrkräften, Übersetzern und Fachkräften, deren berufliche Tätigkeit mit der Sprache verbunden ist, wird fortgesetzt. Der dritte Block ist die Unterstützung der Jugend. So wurden in den Aufsichtsrat junge Kolleginnen und Kollegen sowie die Leitung des Vereinigung der Deutschen Jugend aufgenommen. Das ist wichtig für die Nachwuchsreserve und die Einbindung der Jugend in die strategische Entscheidungsfindung. Der Ausbau des Netzes der Jugendklubs bleibt Priorität. In diesem Jahr begeht die Vereinigung der Deutschen Jugend ihr 30-jähriges Jubiläum, und Jubiläumsveranstaltungen, darunter ein Jugendforum, helfen dabei, sich auf zentrale Aufgaben zu fokussieren und die nächsten Schritte zu bestimmen. Ein eigener Bereich ist die Digitalisierung. Sie umfasst Projektarbeit, Kommunikation sowie interne Prozesse der Exekutivdirektion und der regionalen Gesellschaften. Digitale Instrumente erhöhen die Transparenz, reduzieren die Anzahl der Papierdokumente und senken die administrative Belastung. Wir veröffentlichen jährlich einen detaillierten Bericht über die Verwendung von Fördermitteln; die Digitalisierung hilft, diese Arbeit präziser und steuerbarer zu gestalten. Das Hauptziel ist es, Zeit für inhaltliche Arbeit freizusetzen: Projekte, Arbeit mit der Bevölkerung und der Jugend. Deshalb bleibt Digitalisierung einer unserer Schwerpunkte. Kasachisch-Deutsche Schule in Astana — Welche Pläne gibt es zur Entwicklung der Kasachisch-Deutschen Schule, der Infrastruktur oder des Unterrichtsprozesses mittelfristig? — Das ist eines der Schlüsselprojekte, das wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat und Partnern in Deutschland entwickeln werden. Es befindet sich in einer aktiven Umsetzungsphase. Wir sind den zuständigen Strukturen Deutschlands und Kasachstans für Ressourcen-, Beratungs- und methodologische Unterstützung dankbar. Derzeit wird ein Bildungsprogramm erstellt, das es Absolventen ermöglichen wird, sowohl ein kasachstanisches als auch ein deutsches Abschlusszeugnis zu erhalten, das einem Abschluss an Gymnasien in Deutschland entspricht. Das ist ein wichtiges Projekt nicht nur für das Bildungssystem, sondern auch für die Stärkung der Beziehungen zwischen unseren Ländern. Ich betone, dass die Initiative auf hoher Ebene unterstützt und durch entsprechende Vereinbarungen festgeschrieben wurde. Heute sind wir vom Planen zur praktischen Umsetzung übergegangen. Wesentliche Unterstützung leistet das Akimat von Astana in Fragen der Infrastruktur und der Rahmenbedingungen für die Arbeit der Schule. Für uns ist das ein realer Beitrag zur Entwicklung von Bildung und Chancen für die junge Generation. — Yevgeniy Bolgert, vielen Dank für das inhaltlich gehaltvolle Interview. Interview: Olesja Klimenko. Поделиться ссылкой: