Wer den Kaffeeklatsch liebt, muss auch Waffeln backen Zurück Veröffentlicht in 27. April 202627. April 2026 Wie Experten sagen, wurden Waffeln zuerst von europäischen Mönchen gebacken. Dafür nutzte man spezielle Eisenpressen mit religiöser Symbolik – das Gebäck war für die Kommunion bestimmt. Bis zum 13.–14. Jahrhundert wurden Waffeln zu einem sehr beliebten Essen auf dem Marktplatz. In deutschen Städten gab es sogar Zünfte der Waffelbäcker – Zusammenschlüsse mittelalterlicher Bäcker, die ausschließlich Waffeln herstellten. Ihre Rezepte wurden in einfache (mit Wasser – für die Armen) und reichhaltige (mit Eiern, Butter und Honig – für die Aristokratie) Varianten unterteilt. Übrigens galten die schweren, geschmiedeten Waffeleisen bis ins 19. Jahrhundert als wertvolles Familienerbstück: Man verschenkte sie nicht selten zur Hochzeit und gravierte innen die Initialen des Brautpaares oder das Familienwappen. Zitronenwaffeln nach einem alten Rezept bereiteten junge Hobbyköchinnen und -köche aus der Gesellschaft der Deutschen Nordkasachstans „Wiedergeburt“ zu. Unter der aufmerksamen Anleitung einer Lehrkraft rührten die Kinder den Teig selbst und buken ein duftendes Gebäck. Danach folgte ein Kaffeeklatsch: Bei einer Tasse Kaffee sprachen sie über die Geschichte der Waffeln und kamen zu dem Schluss – so einfach ist dieses Gericht gar nicht. Es entstand in alten Klöstern, durchlief das raue Mittelalter und hat es geschafft, bis heute zu überdauern. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: