Wer den Kaffeeklatsch liebt, muss auch Waffeln backen

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Wie Experten sagen, wurden Waffeln zuerst von europäischen Mönchen gebacken. Dafür nutzte man spezielle Eisenpressen mit religiöser Symbolik – das Gebäck war für die Kommunion bestimmt.

Bis zum 13.–14. Jahrhundert wurden Waffeln zu einem sehr beliebten Essen auf dem Marktplatz.

In deutschen Städten gab es sogar Zünfte der Waffelbäcker – Zusammenschlüsse mittelalterlicher Bäcker, die ausschließlich Waffeln herstellten. Ihre Rezepte wurden in einfache (mit Wasser – für die Armen) und reichhaltige (mit Eiern, Butter und Honig – für die Aristokratie) Varianten unterteilt. Übrigens galten die schweren, geschmiedeten Waffeleisen bis ins 19. Jahrhundert als wertvolles Familienerbstück: Man verschenkte sie nicht selten zur Hochzeit und gravierte innen die Initialen des Brautpaares oder das Familienwappen.

Zitronenwaffeln nach einem alten Rezept bereiteten junge Hobbyköchinnen und -köche aus der Gesellschaft der Deutschen Nordkasachstans „Wiedergeburt“ zu. Unter der aufmerksamen Anleitung einer Lehrkraft rührten die Kinder den Teig selbst und buken ein duftendes Gebäck. Danach folgte ein Kaffeeklatsch: Bei einer Tasse Kaffee sprachen sie über die Geschichte der Waffeln und kamen zu dem Schluss – so einfach ist dieses Gericht gar nicht. Es entstand in alten Klöstern, durchlief das raue Mittelalter und hat es geschafft, bis heute zu überdauern.

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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