Im Wunderland Veröffentlicht in 20. November 201830. Juli 2020 Elizaveta Eretneva Vom 2.- 4. November fand im Almaty das IV Jugend-Festival „Deutsch auf der Bühne“, das vom Goethe-Institut organisiert wurde, statt. Die Theatergruppe Club der deutschen Jugend „Spitze“ (Ilya Gannenko, Sergey Kulkov, Eleonora Schneider, Ilya Malyarenko, Oksana Fedorova, Artem Korzun) trat auf dem Festival mit dem Märchen „Alice im Wunderland“ auf. Intelligenter Humor, ein neuer Blick auf die Märchenhelden, Zaubergesang und Tanzeinlagen. „Es hat mich sehr gefreut, die Hauptfigur im Stück zu spielen“, teilt Oksana Fedorova mit. „Wir haben uns lange auf die Aufführung vorbereitet und fleißig geprobt, den Text studiert und die Tanzelemente geübt. Ich habe ein sehr schönes Lied von Alice auf Deutsch aufgeführt. Die Geschichte lehrt Freundlichkeit, gegenseitiger Hilfe, Freundschaft und Liebe für alle Menschen in der Umgebung. Ich bekam durch dieses Stück eine ziemlich große Erfahrung auf der Bühne, es war mein erster Auftritt. Es war sehr aufregend, denn in der Jury saßen echte Profis: Schauspieler, Journalisten, Lehrer, die Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Instituts. Konstanze Krüger. Die Jury bemerkte meine Gesangsfähigkeiten, und waren begeistert von der Kombination des modernen Tanzes, der schönen Kostüme und dem Make-up der Schauspieler. Wir wurden in Almaty herzlich begrüßt und aufgenommen. Erfahrene Schauspieler halfen bei den Proben – sie haben uns beigebracht, die Stimmlage richtig zu festzulegen, schauspielerische Übungen durchzuführen und uns auf der Bühne frei zu fühlen. Ich bin wie alle, die an der Aufführung teilgenommen haben, den Organisatoren dieser Veranstaltung von Herzen dankbar. Wir haben viel gelernt. Mein besonderer Dank gilt unserem Choreographen und Regisseur, der Leiterin der KDJ-Theatergruppe der Stadt Schachtinsk, Julia Sergejewna Naurzbekova. Der Theatergruppe stehen noch viele Auftritte bevor. Geplant sind Aufführungen mit diesem Musical auf den Bühnen von Shakhtinsk und Karaganda. Es wurde bereits ein neues Spektakel gewählt, dessen Name aber bislang geheim bleibt. Erwarten Sie das neue Musical!
Der Hauptpreis des Festivals „Deutsch auf der Bühne“ Veröffentlicht in 20. November 201830. Juli 2020 Das Theaterstudio der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Kokshetau gewann mit dem Stück „An der Arche um acht“ den Hauptpreis des IV. Jugendtheaterfestivals „Deutsch auf der Bühne“, das vom Goethe-Institut und dem deutschen Theater organisiert wurde. Die Vereinigung der deutschen Jugend Kasachstans wurde durch die Jugendtheatergruppen Kokshetau und Taraz vertreten. Das Programm war voller interessanter und informativer Schulungen, die sich mit den Bewegungstechniken auf der Bühne und stimmlichen Fertigkeiten befassten. Zu jeder Gruppe gehörten Kuratoren aus dem Bereich des Schauspielens des Deutschen Theaters, die ihre Teams während der gesamten Veranstaltung tatkräftig unterstützten. „Die Teilnahme an diesem Festival hat viele positive Emotionen und zusätzliche Erfahrungen mit sich gebracht, mit denen wir unser Niveau in der Theaterkunst und der deutschen Sprache verbessern konnten“, teilten die Künstler der Theatergruppe Kokshetau mit. „Nachdem die Aufführungen gezeigt wurden, diskutierten alle Teilnehmer die präsentierten Arbeiten, stellten ihre Fragen und erhielten Antworten. Unsere Arbeit wurde ebenfalls objektiv bewertet und kritisiert. Danach erhielten wir viele nützliche Tipps, Anweisungen und Vorschläge, die wir in Zukunft verwenden möchten. Die Jury wies auch darauf hin, dass unsere Aufführung eine der umfangreichsten in der gesamten Geschichte des Theaterfestivals „Deutsch auf der Bühne“. Das Theaterstudio bedankt sich bei der Leiterin Ekaterina Andreevna Gryadinova, der Direktorin und der Leiterin des Studios – sie hat hervorragende Arbeit geleistet, viel Mühe, Liebe, Arbeit und Geduld investiert. Die hervorragende Arbeit unseres Freundes Valery Voronin ist auch mehr als erwähnenswert, dem wir die musikalische Begleitung unseres Stücks zu verdanken haben.
Lernen mit Freude Veröffentlicht in 20. November 201828. Juni 2020 Elizaveta Eretneva Das erste Vierteljahr in der Schule verflog schnell. Die lang ersehnten Ferien sind endlich da. Viele wissen aber garnicht, wie sie diese Zeit nützlich verbringen können, aber Christina Samseselova, die Leiterin des deutschen Zentrums „Wiedergeburt“ (Shakhtinsk), weiß genau, wie sie ihren Schülern die Langweile nehmen kann. Zu der Gruppe von 78 Personen gehörten Vertreter deutscher und anderer Nationalitäten. Alle sind aktive Teilnehmer an Deutschkursen für Kinder und Erwachsene, Sonntagsschulen und Seniorenkreisen. Kristina Viktorovna hatte ein interessantes Projekt zum Erlernen der deutschen Sprache entwickelt. Sie brachte die Schüler mit ihren Eltern für eine Woche an einen bezaubernden Ort am Ufer des Nura-Flusses, nämlich in das Sanatorium Sayaly. Die Familien Sprachakademie ist ein einzigartiges Programm, bei dem die Teilnehmer nicht nur Deutsch lernen, sondern auch aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Jeder Tag war mit einem bestimmten Thema verbunden und begann mit dem morgendlichen Aufwärmprogramm „Starter“. Die Teilnehmer des Spiels lernten Deutsch – neues Vokabular, sangen Lieder, spielten Kommunikationsspiele. Danach wurden die Labore zum Thema des Tages mit ethnokultureller Komponente durchgeführt. Im Labor „Selbsterkenntnis“ wurden Schulungen abgehalten, um die Familienwerte zu stärken, positive Beispiele für die Erziehung in deutschen Familien zu demonstrieren, Diskussionen über „Allgemeine Werte – Grundlage der familiären Erziehung“, „Wie man einen Teenager anhört und versteht“, Streitpunkt „Wir und unsere Kinder. Familiengebote “, Wohnzimmer „Glücklich ist derjenige, der zu Hause glücklich ist “, Präsentation: „Gewaltlosigkeit in der Familie fördern“. Die Veranstaltungsteilnehmer waren ständig in Bewegung. Munterkeit und Gesundheit gab ihnen das Labor „Gesundheitsclub“. Sie konkurrierten in Geschwindigkeit und Geschicklichkeit, beteiligten sich am „Teambuilding“ „Hausdekoration“, das Quest-Rätsel „Sportplatz“. Im Labor „Kunstwerk“ traf man auf kreative Arbeit – Wunderhandwerke: „Stammbaum“, „Weihnachtsengel“ und den „Halsreif zur deutschen Tracht“.
Tag der Gesundheit Veröffentlicht in 20. November 201828. Juni 2020 Nadezhda Friesen Das deutsche Zentrum Karaganda wurde Gastgeber des Gesundheitstages, der vom Koordinator des Sozialdienstzentrum Elvira Ruchiy, dem Club „Gesunder Lebensstil“, dem Arzt der regionalen Klinik O. Zhidelbaeva und der Staatlichen Medizinischen Universität Karaganda organisiert wurde. Das gemeinsame Treffen fand im Rahmen der Umsetzung nationaler Programme und der Organisation der medizinischen Versorgung von Diabetespatienten statt. Es findet am jährlichen Weltdiabetestag statt, der erstmals am 14. November 1991 zelebriert wurde. Diabetes gehört heute zu den drei häufigsten Krankheiten, die immer weiter zunehmen und in den meisten Fällen zu schweren Behinderungen und zum Tod führen. Die Anzahl der Menschen, die an Diabetes erkranken, wächst von Jahr zu Jahr dramatisch. Sie wird durch einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht, tritt in jedem Alter auf und hält sich im Laufe des Lebens an, was zu Störungen des Stoffwechsels führt – Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß, Mineralstoffe und Wassersalz, was wiederum zum Versagen aller Organe führt. Ärzte und Assistenten der SMUK erforschten die Ursachen dieser Erkrankung weiter. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Folgekomplikationen und die Prävention gelegt, die sich auf eine richtige und ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Einhaltung eines gesunden Trinkverhaltens stützt. An dem Treffen nahmen über 50 Personen teil – Personen, die bereits an dieser Krankheit leiden, und Personen, die sich über die Ursachen dieser Krankheit informieren möchten.
Fußball im Namen der Freundschaft Veröffentlicht in 15. November 201830. Juli 2020 In Freundschaftsspielen rückte die Fußballmannschaft der „Regionalen Gesellschaften der Deutschen Aktobe „Wiedergeburt“ im Halbfinale vor, ließ jedoch die Vertreter des armenischen Kultur- und Ethnokulturzentrums noch weiter vorrücken. Während bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland die Nationalmannschaft Deutschlands im bescheidenen Aktobe mit dem hunderte Kilometer entfernten Mexiko sensationell den Sieg verpasste, kämpften die Deutschen in Kasachstan um Prestige und Auszeichnungen. Seit fünf Jahren ermitteln Amateurteams verschiedener ethnokultureller Vereinigungen die besten auf dem Feld. Der ständige Organisator solcher Sportkämpfe ist die „Wiedergeburt“ der regionalen Gesellschaft der Deutschen Aktobe, die auf Initiative des deutschen Jugendclubs „Junge Sterne“ gegründet wurde, im Rahmen von Projekten zur Unterstützung der Deutschen der Region Aktobe, dem Turnier „Hingabe zum Sport“. In diesem Jahr wurde dieser Sportwettbewerb auch dank der Unterstützung der Verwaltung für Sport der Region Aktobe ausgetragen – die Mannschaften spielten auf dem schönen Feld des Stadions der Kinder- und Jugendlichen Schule im Fußball der Olympischen Reserve. – Sportveranstaltungen sind keine einmaligen Veranstaltungen, das lieben und genießen unsere Jugendlichen wirklich“, sagt Angelika Stahl, Vorsitzende des deutschen Jugendclubs „Junge Sterne“. – Wir haben Jugendliche, die auf halbprofessionellem Niveau Sport treiben, und das gilt nicht nur für den Fußball … Einige von ihnen treiben Leichtathletik, Fitness und intellektuelle Sportarten. Natürlich tun wir unser Bestes, um die Initiativen junger Menschen zu unterstützen. Das Turnier „Hingabe zum Sport“ ist eines unserer großen Projekte, an dem mehr als 150 Kinder im Alter von 16 bis 33 Jahren teilnehmen und Hunderte von Fans deren Unterstützung auf den Tribünen eine echte Atmosphäre von Rivalität, Aufregung und gegenseitiger Unterstützung schafft. In diesem Jahr reichten neben den ethnokulturellen Gesellschaften auch verschiedene Jugendorganisationen und gesellschaftliche Vereinigungen ein, zum Beispiel aus Khromtau, was den Wettbewerb zusätzlich anhob. Das deutsche Team war jedoch nicht so einfach und würde seinen Rivalen nicht den Sieg schenken. – Unsere Hauptkonkurrenten für die Auszeichnungen sind Männer aus der armenischen Gesellschaft. Ein starkes und selbstbewusstes Team. Es wäre interessant, im Finale mit ihnen zu spielen – schlug der 26-jährige Kapitän der „Deutschen“ Vladimir Izotov vor der Auslosung vor. Die Sitzungen wurden vierzig Minuten lang im Bechersystem abgehalten. Dies bedeutete, dass die Teams „zur Abfahrt“ miteinander spielten. Dieses System, erschafft ein eigenes Flair: Jedes Team sollte sich auf ein bestimmtes Spiel konzentrieren. Nach dem Los fiel der Start der deutschen Gesellschaft mit den Schülern der Schule Nr.11. Die Fähigkeit und die Teamarbeit war hervorragend. Das Endergebnis war 4-0. Aber weiter wurde es noch interessanter: Das Fußballtalent zeigte sich bereits in der zweiten Runde (Halbfinale) bei den stärksten Mannschaften des Turniers – der deutschen und der armenischen Gesellschaft. Der Sieg im Eröffnungsspiel war hinter Izotov und seinen Partner verlassen, aber die Gegner ergriffen die Initiative schnell. Bereits nach der ersten Halbzeit zeigte die Anzeigetafel 1: 0 für die Mannschaft der armenischen Diaspora. In der zweiten Hälfte des Spiels war die Situation gleich, aber das letzte Wort wurde den Vertretern der Gesellschaft „Urartu“ überlassen. Nach den Glückwünschen zum Sieg der Rivalen bemerkte Volodya, von der Niederlage verärgert, dass die Rache immer noch bevorsteht. – Bei den Deutschen kämpfen wir immer um die ersten Plätze. Manchmal haben sie Glück, aber diesmal nicht “, sagte Emin Grigoryan, Kapitän der armenischen Nationalmannschaft. – In der Tat vereinen solche Turniere die Jugend: Wir sind Rivalen auf dem Feld und Freunde im Leben. Es ist kein Vergehen, alles ist fair und gerecht. Im Finale besiegten die Armenier das tschetschenische Team und das „Wett Bet“ -Team. Als Preisträger wurden Ehrencups, Urkunden und Andenken der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ überreicht. Dmitry Shinkarenko Übersetzung: Manuel Gross
Die Delegation der Internationalen Föderation des griechisch-römischen Ringens besuchte das Deutsche Haus in Kostanay. Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Die Stadt veranstaltet ein internationales Turnier zum Gedenken an den herausragenden Trainer im griechisch-römischen Ringen – Vladimir Matvienko.Die Trainer und die beste internationale Jury des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurden von Sergey Blok, dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Deutschen Kostanay, dem ausgebildeten Trainer für Kampfsport, empfangen. Zum ersten Mal besuchten das Deutsche Haus: der Olympiasieger von 1996 in Atlanta (USA), zweimaliger Weltmeister Yuri Melnichenko; zweimaliger Weltmeister der UdSSR (1990-1991), Europameister (1988), viermaliger Weltcupsieger, mehrfacher Meister Kasachstans, Sportmeister der internationalen Klasse Bisolt Detsiyev; Weltmeister, Asien und Asienspiele, Verdienter Meister des Sports Bakhtiyar Baiseitov; viermaliger Meister von Asien (2003–2006), Silbermedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften (2003) und den Olympischen Spielen (2004), geehrter Meister des Sports von Kasachstan Georgy Tsurtsumiya; Gäste aus Russland, dem Baltischen Raum, Europa. Kurz gesagt, die gesamte Vertretung des griechisch-römischen Ringens aus der ganzen Welt.
Sport in meinem Leben Veröffentlicht in 14. November 201828. Juni 2020 Mariya Gorbacheva Die Aktivisten des deutschen Jugendclubs „Glück“ der gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen in Semey nahmen am Wettbewerb „Sport in meinem Leben“ teil und gingen als Preisträger aus dem Wettbewerb. In diesem Jahr feierte die PASCH-Initiative (Schulen: Partner der Zukunft) ihr zehnjähriges Bestehen. In diesem Zusammenhang haben die deutsche Botschaft und das Generalkonsulat zusammen mit dem Goethe-Institut und der Zentralabteilung für Schulangelegenheiten im Ausland einen Videowettbewerb zum Thema „Sport in meinem Leben“ unter den Deutschlernenden organisiert. Die Jugendlichen des Jugendclubs „Glück“ stellten ihr Team vor: Maria Mohir, Alina Kaceornorn, Alyona Talanova und Ilyas Chikibayev. Die Jugendlichen überlegten sich eine Idee für das Video und machten sich an die Arbeit. Alina Kacedorn ist ein Profi im Bereich rhythmische Gymnastik und beschäftigt sich seit über 12 Jahren mit diesem Sport. Maria Mohir schwimmt seit ihrem siebten Lebensjahr und erhielt die erste Erwachsenen-Leistungsklasse. Ihre Bemühungen wurden belohnt, das Team gewann den zweiten Platz. Maria Mohir: „Zum ersten Mal werde ich Preisträger im Wettbewerb, was damit zusammenhängt, dass ich Sport und Fremdsprachen wirklich liebe. Ich weiß noch genau, wie ich mich gefreut habe, als ich erfuhr, dass unser Video den zweiten Platz bekam. Aufgeregt überprüfte ich regelmäßig meine E-Emails und wartete auf die Ergebnisse. Und eines Tages kam der lang erwartete Brief mit einer Einladung nach Astana.“ Zu dieser Zeit studierte Alina Kacedornn jedoch bereits in einem anderen Land. Deshalb konnten nur Maria Mohir und Ilyas Chikibayev nach Astana reisen. Die Jugendlichen verbrachten zwei wundervolle Tage in Astana. Sie haben die deutsche Botschaft besucht, ihre Struktur und deren Arbeit kennengelernt. Sie mochten sie wirklich und erinnerten sich begeistert daran, dass alle Mitarbeiter mehrere Sprachen beherrschten, freundlich und gesellig waren, ihre Arbeitsplätze vorstellten und erklärten, was sie machen und welche Funktionen sie bei der Arbeit erfüllen. Schließlich gab es noch eine Exkursion zum Kazmedia Center, wo es eine Vielzahl von Studios gibt, in denen Programme für das kasachische Fernsehen aufgezeichnet werden. Die Gruppe wurde dem Herausgeber des KazSport-Kanals vorgestellt, der über alle Feinheiten seiner Arbeit sprach. Während der Reise konnten die Teilnehmer ihre Deutsch und Englischkenntnisse trainieren. In ihrem Jugendclub tauschten sie alle Informationen aus und motivierten die Jugendlichen, häufiger an verschiedenen Wettbewerben und Programmen teilzunehmen, deren Informationen regelmäßig auf den Seiten der Deutschen Deutschen Zeitung veröffentlicht werden.
Geschichte ist unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Liliya Leskova (Kelm) Die Lisakovsker Filiale der Kostanayer regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ organisierte mit der Unterstützung des Rates der öffentlichen Zustimmung der Volksversammlung von Kasachstan, des Lisakovsk-Museums Pritobolja und der Zentralen Stadtbibliothek einen Runden Tisch zur „Geschichte der kasachischen Deutschen“. Zweck der Veranstaltung war die Wiederherstellung der Geschichte der Deutschen in Kasachstan und das Studium der Biografien von Menschen, die die Entwicklung der Stadt Lisakovsk spürbar beeinflussten. Sehr erfreulich, dass Vertreter verschiedener Generationen, die nicht nur in Lisakovsk, sondern auch in den nahegelegenen Siedlungen von Tobol und Denisovka leben, am Runden Tisch teilgenommen haben. Die spannenden Auftritte der Teilnehmer, die die Geschichten ihrer Familien erzählten, ließen niemanden gleichgültig. Viele von ihnen wurden durch schon ältere, vergilbte Fotos und Dokumenten unterstützt, die sorgfältig in Familienarchiven aufbewahrt werden. Olga Yemelyanovna Yurchenko (Vapler) erzählte vom schwierigen Schicksal ihres Vaters. Im Jahr 1937 absolvierte er die Kurse der Chefs der Kommunikationsabteilungen der Region Kustanai. Als der Krieg begann, kam er in die Arbeiterarmee in Tscheljabinsk, von wo aus die Todesanzeige enstandt wurde. Als ihr Vater in die Arbeitsarmee kam, war Olga Emelyanovna noch sehr jung, doch sie erinnert sich noch genau an seinen Aufruf an ihre Mutter: „Rettet die Kinder. Und nach dem Krieg werde ich alles tun, damit Sie nie wieder Not haben … “ Mama rettete die Kinder, aber leider wurde das Versprechen ihres Vaters nie erfüllt. Viele Schicksale verflochten sich in einem – die Geschichte der Kasachstandeutschen. Sie wurde von Viktor Prip, Irina Reich und Nikolai Mansky erzählt. Dieser herzliche und aufrichtige Ton wurde von Albert Rau, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, einem Ehrenbürger der Stadt Lisakovsk, gesetzt. Seine Reden werden von den Einwohnern von Lisakovsk immer mit Spannung erwartet, denn sie kennen ihn als Akim, der in den schwierigen 90er Jahren die Stadt mit mutigen wirtschaftlichen Reformen gerettet hatte. Als Abgeordneter der Mazhilis des Parlaments besucht er oft seine Heimatstadt, um die Gesetzesvorlagen an der tatsächlichen Situation in den Regionen „auszuprobieren“. In seiner Online-Nachricht sprach Albert Pavlovich darüber, was es für einen Menschen bedeutet, sich an seine Wurzeln zu erinnern. Im Laufe der Jahre sammelte er nach und nach Informationen über seine Familie. Das Ergebnis dieser sorgfältigen Arbeit war das Buch „Die Geschichte meiner Familie“. Es enthält dokumentarische Fakten der Familie Rau von 1533 bis 2014. Insgesamt hat der Stammbaum mehr als eintausend einhundert Verwandte, darunter die lebenden Mitglieder der Familie Rau und Schaefer – 318 Personen. Die Direktorin des Museums Natalia Zhilyayeva und die stellvertretende Direktorin für wissenschaftliche Arbeiten, Yulia Budanova, berichteten über die Forschungsarbeiten des Lisakovsky Museums Pritobolja und die Sammlung der deutschen Ethnografie. Sie erinnerten sich am runden Tisch an die Deutschen, die maßgeblich zur Entwicklung der Stadt Lisakovsk beigetragen haben. Unter ihnen der Ehrenbürger der Stadt, der erste Baumeister, der Vorarbeiter des spezialisierten Dachdeckerteams der Bauabteilung Kulbytstroy der Lisakovskrudstroy-Stiftung, Heinrich P. Pretzer. Yuriy Iosifovich Shokh, Leiter der chirurgischen Abteilung des zentralen Stadtkrankenhauses, leistete einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung der Gesundheitsversorgung der Stadt. Dieser maßgebende Chirurg führte über siebentausend Operationen durch, hatte eine Spezialisierung in den führenden Kliniken des Landes in Chirurgie, Traumatologie und Anästhesiologie. Mit Dankesworten gedenken Chirurgen der höchsten Kategorie, die Gründer des medizinischen Zentrums „Miras“, Studenten von Yuri Iosifovich – Galim Sadykovic Sadykov und seine Ehefrau Razia Shakirzhanovna Sadykova an den großartigen Chirurgen. Yuriy Iosifovich erhielt das Zeichen „Der beste Schüler des Gesundheitswesens der UdSSR“ Am 8. August 1991 wurde ihm der Titel „Ehrenbürger der Stadt Lisakovsk“ verliehen. Die Liste der Deutschen, an die man sich in Lisakovsk erinnert, trägt viele Namen. Von besonderem Interesse aber waren die Informationen über die Gemel-Dynastie, die bereits seit 248 Jahren in der Bergbauabteilung Krasnooktyabrsky arbeitet. Zusammenfassend kamen die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Entschluss – um die Seiten der Geschichte der Kasachstandeutschen wiederherzustellen und zu erhalten, ist es notwendig, am republikanischen Wettbewerb „Das Geschichtskaleidoskop“ teilzunehmen.
Tanztheater „Glühen“ Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Nadezhda Friesen Das Tanztheater «Glühen» ist Gewinner zahlreicher republikanischer Wettbewerbe und Festivals und beteiligt sich auch aktiv an allen städtischen Veranstaltungen des deutschen Kulturzentrums. Die Leiterin Olga Vladimirovna Shlykova ist aktives Mitglied des Zentrums „Wiedergeburt“ Karaganda. Im Gepäck der Tanzgruppe gibt es neben deutschen Volkstänzen auch moderne, Olga macht alles, um den Auftritt für den Betrachter interessant zu machen. Das Tanztheater „Glühen“ ist der Gewinner des Wettbewerbs „Astana Stars“, das auch am Benefizkonzert „Ich höre mit meinem Herzen“ teilnahm und auch am Feiertagskonzert „Internationaler Tag der Älteren“ auftrat. Die ältere Gruppe trat mit dem Tanz „Feechki“ auf, „Regenschirme“ wurde von den Jüngeren aufgeführt. Im Jahr 2019 erhielt das Team die höchste Auszeichnung und plant, am Wettbewerb um den „Nationalen“ Titel teilzunehmen.
Fokus: Business Veröffentlicht in 13. November 20186. Februar 2019 Eine wichtige Rolle in der Festigung und Erhaltung von wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan spielt das Business. Momentan arbeiten in Kasachstan über 900 Unternehmen unter anderem mit deutschem Kapital. Unternehmen haben eindeutig den Wunsch, die Märkte zu erweitern, die Produktion und das Warensortiment zu steigern. Unternehmer suchen nach Möglichkeiten, in aufstrebenden Märkten und in eigene Projekte zu investieren. Laut dem UNCTAD World Investment Report 2017 „Investitionen und digitale Wirtschaft“ stiegen 2016 die ausländischen Direktinvestitionen in Entwicklungsländern im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren auf 68 Mrd. USD. Gleichzeitig verdoppelten sich die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen in die GUS-Staaten und nach Georgien nahezu, vor allem aufgrund des beeindruckenden Wachstums der Investitionen in Kasachstan, während die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen nach Südosteuropa aufgrund von geringeren Investitionen in das verarbeitende Gewerbe um 5% sanken. Kasachstan hat eine führende Rolle bei der Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen auch in Binnenländern. Die Bemühungen zur Vereinfachung des Geschäftsumfelds werden laufend durchgeführt. Dies zeigt sich in einer weiteren Verbesserung der Position des Landes im Doing Business-Rating der Weltbank, das am 31. Oktober 2018 veröffentlicht wurde. Danach ist Kasachstan von 190 Ländern auf Platz 28 gestiegen. Die wechselseitig vorteilhaften Kooperationsbeziehungen zwischen den Wirtschaftsgemeinschaften Kasachstans und Deutschlands entwickeln Erfahrungsaustausch und Technologietransfer, vereinheitlichen die Standards und Besonderheiten der Geschäftstätigkeit. Für die erfolgreiche Entwicklung der geschäftlichen Zusammenarbeit wurden die erforderlichen vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, und es gibt eine beeindruckende Anzahl von Dialogplattformen und -institutionen: die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe für handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, den deutsch-kasachischen Wirtschaftsrat, die Vertretung der deutschen Wirtschaft in Zentralasien, den Eurasian Club in Berlin und andere. Die Entwicklung hat auch einen Dialog im Agrarsektor erhalten, der vor allem von Unternehmern der in der Landwirtschaft stark vertretenen ethnischen Deutschen Kasachstans aktiv unterstützt wurde. Die unterschiedlichen Formen der Interaktion zwischen den Geschäftskreisen der beiden Länder sind aus unserer Sicht zu einer nachhaltigen Business-Plattform geworden. Dadurch können wir zahlreiche Aktivitäten strukturieren und die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftskreisen der beiden Länder in den wichtigsten strategischen Bereichen systematisch gestalten. Zunächst geht es um die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft, um erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie um den technologischen Bereich auf Ebene der Industrie 4.0. Die gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ will zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Ländern beitragen. Die Basis für den erfolgreichen Betrieb einer Business-Plattform, unserer Meinung nach, könnte der Fonds Memorandum über die Zusammenarbeit mit der ostdeutschen Wirtschaft Committee (Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft), der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien (Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien), DLG International geschlossen werden, sowie mit einer Reihe von Partnern, die deutsche Investitionen in Kasachstan anlocken. Gleichzeitig ersetzt die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ nicht die Funktionen einer staatlichen Institution, sie leistet im Gegenteil einen eigenen Beitrag zur Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, beispielsweise in enger Zusammenarbeit mit der Außenhandelskammer Kasachstan, der Nationalen Unternehmerkammer Kasachstans „Atameken“ und anderen Organisationen. Das hohe Maß an Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten beruht nicht zuletzt auf der Entwicklung eines einzigartigen Modells, das auf der Tatsache basiert, dass mehr als 900.000 ethnische Deutsche, die bereits nach Deutschland ausgewandert sind und rund 180.000 in der Republik lebende Deutsche aktiv dazu beitragen. Warum sollte der Fonds, unserer Meinung nach, einer der wichtigsten Partner der deutschen Wirtschaft in Kasachstan sein? In erster Linie handelt die Stiftung als eine einzige Organisation der Deutschen in Kasachstan, deren aktivster Teil Unternehmer sind. Wir verlassen uns auf die Werte unsere Ethnie: Anstand, Verantwortung, Professionalität. Neben den wichtigen sozialen und kulturellen Funktionen zur Wahrung der ethnischen Identität der Deutschen in Kasachstan möchte der Fonds ein vollwertiger Partner werden, der die Entwicklung der geschäftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland uneingeschränkt unterstützt. Um die Geschäftsbeziehungen zwischen Geschäftsleuten beider Länder zu unterstützen und auszubauen, wurde im Jahr 2018 der Koordinierungsrat für die Entwicklung des Unternehmertums geschaffen, der eine ständige Plattform für die Prüfung der wichtigsten Fragen sein wird, die die Interessen der kasachischen deutschen Unternehmer betreffen. Es ist uns gelungen, eine einheitliche Basis deutscher Geschäftsleute in Kasachstan zusammenzustellen, die bereits mehr als 300 Persönlichkeiten umfasst und stetig wächst. Der Informationsaustausch und das Feedback mit unseren Landsmann-Unternehmern sind etabliert. In der Stiftung wird ein Entrepreneurship Support Center eingerichtet, das deutschen und kasachischen Unternehmern eine Reihe von Dienstleistungen anbietet. Das Zentrum wird sich auf Rechtsberatung und Rechtsunterstützung konzentrieren, Marketinganalysen, die zur Förderung von Produkten auf dem Markt in Deutschland oder Kasachstan erforderlich sind, nach potenziellen Investoren und Partnern in beiden Ländern suchen, wird für Unternehmer zu einem Leitfaden für staatliche Förderinstrumente. In naher Zukunft wird ein Teil der Dienste auf eine digitale Plattform übertragen und online verfügbar sein. Wir untersuchen die positiven Arbeitspraktiken der Nationalen Unternehmerkammer Kasachstans „Atameken“ und bauen eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der Dienstleistungsförderung und des Schutzes von Unternehmensrechten auf. Schließlich sind die Deutschen Kasachstans Teil der Geschäftswelt der Republik, tragen zur regionalen Wirtschaft bei, schaffen Arbeitsplätze und zahlen Steuern für das Budget. Um die Geschäftsinitiativen kasachischer Deutscher zu fördern und die geschäftliche Zusammenarbeit auf zwischenstaatlicher Ebene zu stärken, trat die Stiftung im kasachisch-deutschen Wirtschaftsrat der zwischenstaatlichen Kommission für strategische Partnerschaft bei. Im Blickfeld des Business Council und der Regierungskommission steht die Frage der Entwicklung des Humankapitals als notwendigen Bestandteil der Investitionsattraktivität eines Landes. Geschäftsreisen von Unternehmensdelegationen, Besuche in Unternehmen zur Einarbeitung in Produktionsprozesse, Management und Schulungen werden regelmäßig organisiert. Es sei darauf hingewiesen, dass seit langer Zeit Praktika für kasachische Spezialisten in deutschen Unternehmen durchgeführt werden. Diese Richtung gilt auch auf Landesebene, insbesondere im Rahmen des Projekts „Unternehmensbeziehungen“, dessen Abschluss gerade das Praktikum in Deutschland ist, eine der vielversprechendsten Unternehmensinitiativen. Heute haben mehr als 500 Vertreter von KMU ein Praktikum in Deutschland absolviert, über 500 Unternehmer absolvieren ein kaufmännisches Training in Kasachstan. Ein weiteres interessantes Projekt, das ebenfalls aus dem Haushalt der Republik Kasachstan finanziert wird, sind die „Senioren“, bei denen erfahrene Spezialisten der älteren Generation Deutschlands dazu anregen, Berufserfahrung an kasachische Spezialisten in einem bestimmten Bereich zu übertragen. Wie bereits erwähnt, arbeiten derzeit eine Vielzahl von Unternehmen mit deutschem Kapital in unserem Land. Es ist nicht schwer zu vermuten, dass alle diese Firmen qualifiziertes Personal benötigen und zweifellos Fachleute mit Kenntnissen der deutschen Sprache gefragt sind. Daher ist die Priorität der Tätigkeit unserer Stiftung die Organisation von Sprachkursen für Vertreter der deutschen Volksgruppe in Kasachstan. Derzeit wird daran gearbeitet, einen Rekrutierungsservice anzubieten, der sich auf Spezialisten mit Kenntnissen der deutschen Sprache konzentriert. Mit dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans haben wir uns entschlossen, das Jugendunternehmertum zu entwickeln. Die jungen Leute sind am Aufbau eines eigenen Unternehmens interessiert, aber sie haben nicht immer die Möglichkeit, ihre Pläne zu verwirklichen, hauptsächlich aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten. In Deutschland finden jährlich große Veranstaltungen wie die Startup-Woche in Düsseldorf, das Startup Weekend in Hamburg und andere statt, mit denen Start-up-Projekte gefördert werden sollen, die hauptsächlich von jungen Menschen initiiert werden. In Kasachstan wird diese Richtung auch immer beliebter und wir haben uns entschieden, auf keinen Fall auf der Strecke zu bleiben. Das ist sehr wichtig, denn im Zeitalter der Digitalisierung gibt es keine Grenzen. Wir hoffen daher in Zukunft auf die Entwicklung einer Interaktion zwischen dem aktiven Teil der wirtschaftsorientierten deutschen Jugend in Kasachstan und jungen Unternehmern aus Deutschland. So kann gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ zu einem interessierten Partner für deutsche Unternehmer werden, die in den zentralasiatischen Ländern und vor allem in Kasachstan Geschäfte machen wollen. Weitere Informationen über uns finden Sie auf dem Portal der Deutschen in Kasachstan WWW.WIEDERGEBURT.KZ Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Abgeordneter des kasachischen Parlaments Dr. Albert Rau
Solange wir gedenken, leben wir Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Dmitrij Shinkarenko Das Denkmal für die Deutschen, die in den 1940er Jahren deportiert wurden, wurde in Badamsha eröffnet. Badamsha – ein kleines Dorf, 110 Kilometer von Aktobe entfernt, und vor kurzem war es das Bezirkszentrum des Leninsky-Viertels. Es war die Kornkammer der Region, berühmt für ihre Brot- und Mühlenmühlen. Kimpersay Chrom- und Nickelvorkommen befinden sich in der Nähe. In diesen Minen arbeiteten die ersten deportierten Deutschen. Im Oktober 1941 wurden fast 2.400 Deutsche im Alter von 16 bis 70 Jahren in die Dörfer Batamshinsky und Kimpersay aus der Ukraine umgesiedelt. Von einer ausreichenden Ernährung während der langen Reise (in Viehwagen) konnte wohl kaum die Rede sein, daher kamen alle Deutschen erschöpft an. – Manchmal gaben sie eine Suppe – etwas Wasser, in dem selten einmal Kohlstücke schwammen, und manchmal gab es nicht einmal Kohlstücke. Und die Leute arbeiteten im Regen und in der Kälte. Sie starben zu Dutzenden, im ersten Winter blieben noch etwa tausend Menschen unter uns“, sagt Svetlana Korotkova, die Leiterin des Begegnungszentrums „Deutsche in unserem Bezirk“. Die Winter sind in der Region Kargalinsky hart – der Boden gefriert auf zwei Meter Tiefe. Niemand würde jeden toten Deutschen begraben, sie machten es einfacher: Sie gruben einen riesigen Graben, in den sie schlichtweg alle Leichen hinabschmissen. Die Namen derer, deren Überreste immer noch in diesem gemeinsamen Grab vergraben sind, konnten leider nicht ausfindig gemacht werden, aber die Erinnerung an sie lebt. Im Jahr 2016 startete die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ die Kampagne „Auf den Spuren der Erinnerung“. Zunächst richteten die Deutschen von Aktobe und Badamshi den örtlichen Friedhof her, worauf sie das Massengrab selbst eingezäunt und in diesem Jahr eine Gedenkplatte angebracht hatten. „Die Behörden unterstützten unsere Idee und halfen bei unseren Bemühungen“, sagt Inga Smolinets, die Vorsitzende der RG „Wiedergeburt“ Aktobe. – Dies ist nicht nur eine Steinplatte, es ist unsere Erinnerung und der Respekt gegenüber denjenigen, die vor vielen Jahren hier gestorben sind und versucht haben, unter nahezu unmenschlichen Bedingungen zu überleben. Diese Idee wollten wir der heutigen Generation, der jüngeren Generation vermitteln. Wir möchten die Öffentlichkeit auf die tragischen Ereignisse der Geschichte aufmerksam machen, auf die Notwendigkeit, sie zu bewahren, aus ihnen zu lernen. Zur Eröffnung der Gedenkstätte kamen der Rektor der evangelisch-lutherischen Kirche der Region Kostanay, Rostislav Novgorodov, sowie Vertreter der deutschen Diaspora aus verschiedenen Teilen der Region. „Wir sind seit vielen Jahren dabei, jetzt hat sich endlich die Seele beruhigt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass weder Menschen noch Geschichte vergessen werden können. Nun gibt es in Badamsha einen Ort, an dem Sie herkommen und weinen können, ein Land, auf dem die Nachkommen der Toten aus Deutschland hinknien können.“, betonen die Einheimischen.
Einschulungsfeier in Pavlodar Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Ljudmila Bevz Herbstzeit in der Natur – dies ist die Erntezeit, die Vorratsbeschaffung für den langen Winter. Aber der Herbst gehört in der deutschen Klasse der Schule der nationalen Wiedergeburt zu Ehren K. Darzhuman vom Pavlodaer „Haus der Freundschaft“ – eine Zeit der Vorstellung dessen, was sie in ihren zwei Herbstmonaten „angepflanzt und gezüchtet“ haben. Und das sind genau 30 erfolgreiche Erstklässler. Alles führte zu einer schönen „Einschulungsfeier“ der Erstklässler. Ihre Eltern und Vertreter der Pavlodaer Regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ kamen, um die Freude der Kinder zu teilen. O.V. Litnevskaya (stellvertretender Vorsitzender) und N.M. Stepanova (Lehrer-Methodiker der deutschen Sprache). Meine Nachbarn im Zuschauersaal waren zwei Erstklässler – Dinmukhamed Tlektes und Mark Vyushkov. Als ich fragte, was ihnen der Schule am besten gefiele, sagten sie froh, dass es für sie interessant sei, im Deutschunterricht mit dem Lehrer verschiedene Spiele zu spielen. Hieraus merkt man, wodurch man so gute Fortschritte in Deutsch machen kann – durch Spiele! Bei der Einschulung haben alle also sehr gerne gespielt. Nach dem fröhlichen, rhythmischen Lied „Freundshaft“, tanzte der Saal zusammen. Danach halfen alle Kinder und Erwachsene das verlorene Passwort für die hervorragenden Deutschkenntnisse zu finden. Jetzt wurde es spannend! Und der Unterricht, in dem ein hervorragendes Wissen des deutschen Alphabets mit russischen und deutschen Gedichten gemischt wurde, ging allmählich in Tanzpausen über. Hierin übten sich N.F. Fedosova und ihre Tanzgruppe „Paradise“. Besonders erfreulich war, dass die Erstklässler den Lernprozess bereits kennen. Sie fielen nicht auf die Fallworte rein, die die strengen Moderatoren stellten: Schultüten, gute Freunde, basteln, tanzen knackten die Kinder sofort. Olga Litnevskaya sprach zu den Lehrern der Schule der nationalen Wiedergeburt ein Dankwort. „Das Wichtigste“, sagte sie, „ist der Wunsch, Deutsch zu lernen. Es sind noch viele interessante Feiertage vor uns, jeder wird ein lehrreiches und kreatives Schulleben haben. Wir laden alle Anwesenden ein, das alles gemeinsam zu erleben. Die Pavlodaer Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ ist die Größte in Kasachstan. Sie hat eine große Mitgliederzahl, die die Traditionen und Kultur des deutschen Volkes fortsetzen möchten. Dies wird durch die heutige Einschulung-Feier nur noch mehr bekräftigt. Und natürlich die lang erwarteten Schultüten – süße Geschenke in schönen Taschen. Deutsche Kinder erhalten solche Geschenke nur einmal in ihrem Leben, wenn sie die Grundschule besuchen. Dies ist eine Tradition aus dem Schulleben in Deutschland. Die Organisatoren der Einweihungsfeier für Erstklässler gingen weiter und gaben allen Anwesenden bei der Kinderfeier süße Geschenke. Erfolge, Jungs und Mädchen, sowohl in der Grundschule als auch auf dem weiteren schulischen Weg in der Schule der nationalen Wiedergeburt!
Die deutsche Kultur schreitet voran… Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Veronika Sljonzak Das Theaterstudio des deutschen Jugendclubs „Zodiak“ aus Kokshetau machte seine ersten Tourneen. Die Premiere des Comedy-Stücks „An der Arche um 8“ fand am 11. und 12. Oktober in den Städten Aksu und Pavlodar statt, wo junge Schauspieler ihre Fähigkeiten auf der Bühne auf die Probe stellten. Die Gastkünstler bemerkten insbesondere die herzliche Atmosphäre und den herzlichen Empfang während ihres gesamten Besuchs im Jugendclub „Lenz“. Die jungen Schauspieler zeigten echte Gastfreundschaft, führten eine Stadtrundfahrt durch und erzählten von ihrer Geschichte. Das Comedy-Stück „An der Arche um 8“ ist eine Interpretation des Stücks des deutschen Autors Ulrich Hub. Die Wahl dieses Autors hängt nicht zuletzt mit der Aktualität des Stücks zusammen. Freundschaft, Liebe, Barmherzigkeit, gegenseitige Hilfe und Glaube sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene besonders wichtige Werte heutzutage. Während einer ganzen astronomischen Stunde beobachtete der Zuschauer die Bühnenaktion. Während einer ganzen astronomischen Stunde beobachtete der Zuschauer die Bühnenaktion. Die Teilnehmer des Theaterstudios VDJ „Zodiak“ waren die ersten, die es wagten, eine derart lange Performance komplett auf Deutsch zu inszenieren. Dies ist gleichzeitig eine ausgezeichnete Gelegenheit, das Sprachniveau zu verbessern. Das Stück ließ keinen kalt und hat viele positive Gefühle bei den Gästen hinterlassen, besonders bei denjenigen, die Deutsch sprechen. Das sagen die Mitglieder der Theatergruppe über „Theater-Karussell“: „Dank des Starts des Projekts“ Theaterkarussell „gab es eine großartige Gelegenheit, von anderen Clubs etwas Neues zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Emotionen zu teilen“, sagte Mitglied des Theaterstudios Pavel Korotun. „Die allgemeine Vorfreude auf die Leistung, die Angst, das Team im Stich zu lassen, und der Wunsch nach Leistung sind unglaublich motivierend und helfen bei der Entwicklung eines Zusammengehörigkeitsgefühls. Zwei spannende und gleichzeitig sehr lustige Tage waren sehr reich an Aktivitäten und flogen wie in einem Augenblick vorbei! Das Theater befreit, hilft neue Freunde zu finden, nicht nur in der eigenen Stadt, sondern auch in vielen anderen republikweit. Das Theater gibt einem die Möglichkeit, sich als kreative Person zu beweisen, um seine Talente zu zeigen “, sagte Christina Hirschfeld, die die Rolle der Taube spielte. „Alle Erwartungen an die eingesetzte Arbeit und die aufgewendete Zeit waren berechtigt. Alles war auf einem anständigen Niveau organisiert. Es ist erfreulich, dass die deutsche Kultur voranschreitet – dass die jüngere Generation ihre Traditionen achtet und ihre Sprache kennt. Es ist sehr erfreulich, dass unsere Arbeit nicht umsonst war! “, merkte Ekaterina Andrejewna Gryadnova, Direktorin des Stücks an. Das Theaterstück „An der Arche um 8“ wird bereits im November dieses Jahres auf dem vom Goethe-Institut organisierten Festival „Deutsch auf der Bühne“ in Almaty präsentiert.
Erntedankfest in Taraz Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Anastasiya Paltcer Im Vorschulzentrum „Wunderkind“ Taraz der regionalen Gesellschaft der Deutschen Zhambul fand das Erntedankfest statt, ein langersehntes und für viele das Lieblingsfest. Es bereiteten sich alle gemeinsam auf das Fest vor: Kinder, Eltern und Lehrer. Sehr farbenfroh fing der Morgen an. Die Mädchen verkleideten sich als Blätter und traten mit einem leichten herbstlichen Blättertanz auf. Die Kinder warten stets auf die Gäste und sie waren unglaublich froh als der Herbst zu Besuch kam, dessen Rolle Nastya Metleeva, Teilnehmerin des Projekts „Schule der fakultativen Bildung“. Sie spielte gemeinsam mit den Kindern fröhliche Spiele wie „Pilzsuche“ und „Erntekorb“, schenkte ihnen Körbchen in Form eines Pilzes, mit kleinen herbstlichen Überraschungen in ihm. Doch eine besondere Überraschung für alle war das Pferd (Puppe in Echtgröße), das die Kinder zum Fest brachte. Den Eltern war es eine Freude, deutsche Gedichte und Lieder von ihren Kindern zu hören. Sehr schön waren natürlich auch die Tänze, wie der Pilztanz und der Tanz mit den Regenschirmen. Eine außergewöhnliche Ausführung der Kinder war die „Berliner Polka“. Zum Festende bekamen alle „Wunderkinder“ einen herbstlichen Korb mit Früchten geschenkt, und die Eltern backten leckere Apfelpiroggen. Das Fest war ein Volltreffer! Er brachte allen Teilnehmern und Zuschauern gute Laune und Freude.
Wir fahren ins Nachbardorf … Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Juliya Tyukalova i Angelina Golodova, An einem frühen Oktobermorgen in der Almataer Ethnisch-kulturellen Gesellschaft „Wiedergeburt“, in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub „Vorwärts“, wurde eine Fahrt in die Dörfer Uzynagash und Fabrichny mit anschließender Informationsveranstaltung vor Ort durchgeführt. Auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft, zu der nicht nur die ständigen Aktivisten der Organisation eingeladen waren, sondern auch alle, die an der Tätigkeit unserer Gesellschaft und der deutschen Kultur und Tradition interessiert sind. Sehr erfreulich, dass im Haus der Kultur von jung bis alt alle vertreten waren. Den Anfang machte ein gemeinsamer Tanz, der die Stimmung in der Gruppe erst richtig auf Vordermann brachten. Vorsitzende der Gesellschaft Lyudmila Aleksandrovna Nabokova erzählte über die Struktur der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, über die Entstehungsgeschichte der Almataer Regionalen Gesellschaft, deren Ziele, Aufgaben und Tätigkeitsfelder. Es wurden ebenso soziale Fragen, sowie die soziale Förderung angesprochen. Die Erhaltung der deutschen Kultur, der deutschen Sprache, der Bildung und des kreativen Potenzials waren Gesprächsthema. Es sei äußerst wichtig, dass die Menschen aus den Regionen am aktiven Leben der Gesellschaft teilnehmen. Auf jegliche Fragen, die die Teilnehmer interessierten, fand man eine Antwort. Viele der Anwesenden zeigten großes Interesse daran, der Gesellschaft beizutreten, und meldeten sich noch vor Ort an und bekamen einen Mitgliedsschein. Über die Tätigkeit der Jugendclubs der „Deutschen Jugend Kasachstans“. Mit ihrem emotionalen Auftreten, ihrer begeisterten Redensart und Lebensfreude begeisterte sie Jung und Alt. Das Treffen erwies sich sehr hilfreich und ergebnisreich. Die anwesenden Gäste bedankten sich herzlich für das organisierte Treffen.
Generationsfolge Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Die heranwachsende Generation der Magnistausker deutschen ethnokulturellen Vereinigung „Wiedergeburt“ lernte die Traditionen und Bräuche ihrer Vorfahren kennen. Versammlungsplatz der Teilnehmer der „Wiedergeburt“ wurde das Kinderzentrum „Profi City“. Die erste Erfahrung war ein voller Erfolg, denn viele junge deutsche Teilnehmer erklärten sich dazu bereit tatkräftig zu unterstützen und schlossen sich der Organisation des Festabends an. – Unser Ziel ist es, die deutsche Jugend und deutschen Kinder zu vereinen, Werte zu vermitteln. Durch die deutschen Traditionen versuchen wir die Idee der Völkereinigkeit und den Völkerfrieden nahezulegen. Wir möchten nicht zulassen, dass sie die Traditionen ihrer Vorfahren in Vergessenheit geraten und gleichzeitig beleuchten, wie aus der Verschmelzung von unterschiedlichen Kulturen, eine große entsteht. Die Jugend soll dazu animiert werden, aktiver im öffentlichen Leben der deutschen Diaspora teilzuhaben – sagt die Projektkoordinatorin Inna Tarasova. Nach dem Kennenlernen erlernten die Teilnehmer des Treffens Volkstänze und die Zubereitung von traditionellen deutschen Gerichten. Die Workshops wurden von den Vorsitzenden der Jugendclubs „Wiedergeburt“ durchgeführt. Darüber hinaus erzählten Senioren über das traditionelle Handwerk, insbesondere das Töpferhandwerk. Aber es blieb nicht nur bei den Worten, alles Erzählte wurde gleich in die Tat umgesetzt. Man übte sich im Töpfern und mischte den Ton. Diese Veranstaltung gab vielen Teilnehmern, die davor noch nie an so einem Projekt teilgenommen haben, die Möglichkeit, Kontakte auszutauschen und Bekanntschaften zu knüpfen. – Gemeinsame Tänze, Workshops, Erzählungen der älteren Generation – alles fand in einer äußerst familiären Atmosphäre statt und es wollte sich zum Ende hin keiner verabschieden – teilten Regina und Evelin Adolf mit. Die wichtigste Frage der Kinder und Jugendlichen lautete: „Wann treffen wir uns wieder?“ Bald sind wieder Feiertage – Advent und Weihnachten. Dazu vorbereiten werden sich die Senioren zusammen mit den Jugendlichen und Kindern.
Tagebuch: Von Kasachstan nach Oppeln Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Polnische Redaktion hatte Besuch von der deustchen Minderheit aus Kasachstan. Fünf Wochen lang hat Wochenblatt.pl Anastassiya Koroleva, Social-Media Redakteurin bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) in Almaty, bei der Arbeit über die Schultern geschaut. Am Ende der Hospitation hat sie eine Radiosendung entwickelt, denn künftig will die DAZ auch Audiobeiträge produzieren. Außerdem hat Anastassiya ihre Eindrücke aus Oppeln in einer Kolumne in dem Wochenblatt festgehalten. Folgende sind die gesammelten Artikel. Meine ersten Eindrücke Mein Name ist Anastassiya Koroleva und ich komme aus Kasachstan, aus der sonnigen Stadt Almaty, wo ich bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) als Social Media Redakteurin arbeite. In den kommenden Wochen lebe ich aber in Oppeln und hospitiere beim Wochenblatt.pl. Die „DAZ“ ist eine deutsch-russische Wochenzeitung für Kasachstan und ganz Zentralasien. Zu den Schwerpunktthemen gehören die deutsch-kasachstanischen Beziehungen, Entwicklungen in Politik, Kultur und den Gesellschaften Zentralasiens und Deutschlands sowie Perspektiven und Ausbildungsmöglichkeiten der Jugend. Meine Kollegen rieten mir, an dem Hospitationsprogramm des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) teilzunehmen, das Mitgliedern der deutschen Volksgruppen ermöglicht, Institutionen der Minderheiten in anderen Ländern kennenzulernen. Ich freue mich, dass ich dieses Stipendium bekommen habe und beim Wochenblatt.pl gelandet bin, wo ich neben der Zeitungsarbeit auch Radio und Fernsehen kennenlernen kann. Außerdem bin ich sehr interessiert zu erfahren, wie generell die deutsche Minderheit in Polen aufgestellt ist und welche Projekte sie auf die Beine stellt. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens bin ich Mitglied der Almaty kultur-ethnische Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ und aktive Teilnehmerin des Klubs der deutschen Jugend in Almaty „Vorwärts“. Zweitens finde ich die deutsche Minderheit in Polen einzigartig. Wegen des kompakten Siedlungsgebietes der Volksgruppe herrscht ein starker Zusammenhalt, was ich bei dem Kulturfestival in Breslau beobachten konnte, bei dem ich das Glück hatte, anwesend zu sein. Man kann es als glücklichen Zufall bezeichnen, denn dieses Festival findet nur alle drei Jahre statt. Die Veranstaltung war in ihrem Umfang bemerkenswert. Etwa 6500 Menschen versammelten sich in der Jahrhunderthalle in Breslau (Weltkulturerbe). In Kasachstan werden solche Feste mit der gleichen Häufigkeit abgehalten, aber die Anzahl der Besucher ist mit ca. 300 viel kleiner, was daran liegt, dass Kasachstan sehr groß ist und die dort lebenden Deutschen weit verstreut wohnen. Auch die ältere Generation lässt sich nur schwer überwinden, große Entfernungen auf sich zu nehmen. Damit sie aber nicht leer ausgehen, werden jährlich Kulturfestivals der Gesellschaften der Deutschen in allen Regionen Kasachstans organisiert. Die kommenden fünf Wochen werde ich also bei der deutschen Minderheit sein und in meiner Gastrubrik versuchen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider deutschen Volksgruppe näher zu beleuchten. Erste Vergleiche Heute möchte ich die Hauptprioritäten der deutschen Gesellschaft in Kasachstan, also Jugend und Medien, mit ihren Entsprechungen in Polen vergleichen. Das Personal der “Deutschen Allgemeinen Zeitung” (DAZ) ist nicht so groß: Direktor, Chefredakteur, technische und Sozial-Media-Redakteurinnen, zwei Korrekturleser (für die russischen und deutschen Teile der Zeitung) und eine ifa-Redakteurin. Früher war das Team viel größer, es gab damals die Tageszeitungen und der Name war anders – “Freundschaft”, aber in den 90er-Jahren zogen viele Mitarbeiter nach Deutschland und die Redaktion zog bald von Astana nach Almaty um, wo sie bis heute im Deutschen Haus ihren Sitz hat. Jede Woche berichten wir über das Leben der deutschen Minderheit in Kasachstan, beleuchten die politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Ereignisse der beiden Länder. Im Prinzip, wie die deutsche Zeitung in Polen, jedoch variieren die Methoden zur Verbreitung von Informationen. In Kasachstan sind soziale Netzwerke sehr beliebt (Instagram, Odnoklassniki, Facebook, Twitter). Mitarbeiter der DAZ pflegen die Website und die sozialen Netzwerke der Zeitung und der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Bei der deutschen Minderheit in Polen, so scheint es, ist dagegen die gedruckte Version der Zeitung noch viel wichtiger. Das wurde beim Kulturfestival in Breslau bestätigt, wo viele Leute eine Printausgabe kauften. Wir versuchen auch die Anzahl der Abonnements für die Zeitung zu erhöhen, dafür setzen wir die Idee von “Ein Dorf – eine Zeitung” um. Bei den Jugendorganisationen gibt es auch Ähnlichkeiten. Der BJDM und der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) wurden in den 90er-Jahren gegründet und beide haben viel Erfahrung. Junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren können Mitglied des VDJK werden, die Jugendorganisation Polens hat diesen Rahmen auf 35 Jahre ausgedehnt. Merkmal dieser Organisation ist ihr Büro in Oppeln und ein “eigener” ifa-Kulturmanager. Das kompensiert der VDJK durch häufige Beratungen und Ratstagungen. Beide Organisationen haben auch internationale Verbindungen. Der BJDM arbeitet oft mit Partnerorganisationen in der Tschechischen Republik, in Russland, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Litauen und Serbien zusammen, beteiligt sich auch an Projekten der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV/ YEN). Der VDJK kooperiert dagegen mit Organisationen in Deutschland, Russland, sowie mit Jugendlichen aus Georgien und Kirgisistan. Wir freuen uns immer über neue Partner und Projekte, wir würden gerne einen zuverlässigen Freund in Polen gewinnen wir hoffen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Jugendorganisationen in naher Zukunft verbessern werden. Arbeit im VdG Es ist Zeit, die Arbeit der Büros der beiden Hauptorganisationen der deutschen Minderheit in Kasachstan und Polen zu vergleichen. Es geht um die Gesellschaftliche Stiftung „Der Vereinigung der Deutschen Kasachstans ´Wiedergeburt`“ und den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen (VdG). Der VdG hat seinen Hauptsitz in Oppeln, unsere Organisation hat ihren Sitz in zwei Städten, denn 25 Jahre lang befand sich das gesamte Personal des Exekutivbüros im Deutschen Haus in Almaty, jetzt wurde aufgrund der Umstrukturierung ein Büro in Astana, der Hauptstadt, eröffnet. Die Verwaltung der Stiftung „Wiedergeburt“ erfolgt durch ein Kollegium – das Kuratorium, besteht aus 17 Mitgliedern. Der VdG dagegen hat neun Vorstandsmitglieder, dazu kommen drei Mitglieder, die eine Prüfungskommission des Verbands bilden. Die Arbeit beider Organisationen zielt auf die ethnische Selbsterhaltung der Deutschen ab. Die Gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ realisiert Projekte wie ein Netzwerk von Begegnungszentren, Wahlfachschulen, Projektmanagement, Bildungsinformationszentren (BiZ), ein Netzwerk von Sozialstationen, Kurbehandlungen, den Deutschen Sozialfonds, Sprachcamps und vieles mehr. Ich kann sagen, dass beide Organisationen viel harte und wichtig Arbeit leisten. Die jüngere Generation entfernt sich allmählich von den Traditionen ihrer Ethnien, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen ist nicht leicht, unter dem Einfluss der Globalisierung werden die Grenzen zwischen den Kulturen ausgelöscht, aber Kultur ist das, was die Welt interessanter macht. Die deutsche Minderheit außerhalb Deutschlands ist ein prominenter Vertreter der deutschen Kultur. Die Arbeit des Büros ist jedoch nicht nur mit der Durchführung großer kultureller Veranstaltungen verbunden, es gibt viel Papierkram. Seit Beginn der Woche arbeitete ich im Büro des VdG als Büromanagerin, ein Zufall, aber in meiner Heimatorganisation hatte ich auch Erfahrung in diese Positionen. Zu meinen Aufgaben gehörte das Registrieren der Korrespondenz, das Empfangen von Anrufen und andere Arbeiten im Büro. Hier erfuhr ich auch, was eine Kaffeepause bewirken kann. Jeden Tag um 12 Uhr treffen sich alle Mitarbeiter an der Rezeption, trinken Kaffee und reden über verschiedene Themen – eine Art „Teambuilding“. Ich würde gerne vorschlagen, die gleichen Kaffeepausen in Kasachstan einzuführen. Es gibt noch mehr Dinge, die der Vereinfachung der Papierarbeit dienen, und ich werde sie auf jeden Fall zu Hause mitteilen. Es wird Zeit “Auf Wiedersehen!” zu sagen Es war ein schöner Monat. Ich habe die Arbeit des Dachverbands der deutschen Minderheit in Polen kennengelernt, Kenntnisse im Bereich Fernsehen, Erfahrungen im Radio und in der Zeitung erworben, und natürlich, einer der lebendigsten Eindrücke war ein Besuch des größten Kulturfestivals der deutschen Minderheit in Breslau (Wroclaw). Ich konnte auch mit dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) zusammenzuarbeiten und an ihrem Projekt mit Schülern, an einer “Stadtrallye”, teilnehmen. Man kann sagen, dass ich alle wichtigen Strukturen etwas kennengelernt habe, die bei der deutschen Minderheit in Polen arbeiten, aber nicht alle von ihnen wurden in meiner wöchentlichen Kolumne erwähnt. Eine große Entdeckung für mich war das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, wir haben keine Analogien zu einer solchen Organisation. Dann möchte ich noch die Deutsche Bildungsgesellschaft erwähnen, das Bildungs- und Informationszentrum (BIZ) engagiert sich in ähnlicher Weise in Kasachstan. Die Hauptleistung meines Aufenthalts hier war meiner Meinung nach, die Aufnahme des ersten Audio-Podcasts. Wie ich in einem der ersten Artikel geschrieben habe, hat die „Deutsche Allgemeine Zeitung” einen großen Wunsch, Rundfunk im Internet anzubieten. Mit der großen Unterstützung der Mitarbeiter von Wochenblatt.pl wurde der erste Schritt zur Erreichung dieses Ziels getan – ein vollständig zusammengestellter Bericht über das Projekt des BJDM “Stadtrallye” in deutscher und russischer Sprache. Es ist schwierig den ersten Schritt zu machen, ein Anfang wurde mit Hilfe eines Partners aus Polen gemacht, und ich hoffe, dass die Verlage in Zukunft aktiv zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Ich wünsche mehr gemeinsame Projekte der deutschen Gesellschaft Kasachstans und Polens. Ich danke dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für die Gelegenheit, die deutsche Minderheit in Polen kennenzulernen, und danke allen, die ich hier getroffen habe! Und übrigens: Mehr Informationen über die Deutschen ins Kasachstan gibt es immer aktuell auf http://daz.asia/. Anastassiya Koroleva Die Hospitation hat das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ermöglicht. Das Hospitationsprogramm ist ein Qualifizierungs- und Förderprogramm für Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte von Vereinen, Verbänden und Redaktionen der deutschen Minderheiten im Bereich Kulturmanagement, Jugendbildung und Medien. Es leistet darüber hinaus einen Beitrag zurländerübergreifenden Vernetzung der Institutionen der deutschen Minderheiten. Für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen erhalten Hospitanten ein Stipendium, umthemenspezifische Modelle und Arbeitsweisen länderübergreifend an einerindividuell gewählten Gastinstitution der DMi in Mittelost-, Südosteuropa oder den GUS-Staaten -oder in besonderen Fällen in Deutschland – kennenzulernen.
Politischer Dialog in Berlin Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Vom 5. bis 8. November fand die 27. Jahrestagung der AGDM (Arbeitsgruppe deutscher Minderheiten) in Berlin statt. AGDM ist eine politische Plattform, auf der sich Vertreter deutscher Selbstorganisationen in Osteuropa, Russland und Zentralasien treffen. Während der vier Tage fanden zahlreiche Treffen mit deutschen Politikern statt, moderiert vom Vertreter der Bundesregierung für Migranten und nationale Minderheiten des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat – Professor Bernd Fabricius. An der Sitzung nahmen seitens der Selbstorganisation der Deustchen in Kasachstan der Vorsitzende des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“, Albert Rau, Mitglied des Aufsichtsrats im Bereich „Jugend“, Maria Borisevic, und der Geschäftsführer der Stiftung, Dmitry Redler, teil. Das jährliche AGDM-Treffen ermöglicht es Vertretern deutscher Volksgruppen, den Dialog mit deutschen politischen und wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren, Ideen und Projekte auszutauschen und Lösungen für Probleme zu finden, die auf den erfolgreichen Erfahrungen anderer Länder basieren. Es ist erwähnenswert, dass unter den AGDM-Mitgliedsländern die Deutschen Kasachstans an zweiter Stelle stehen, gleich nach Russland. Die Sitzungsteilnehmer erfuhren über den Stand der Dinge in der Selbstorganisation der Deutschen in Kasachstan, die Neustrukturierung der Mutterorganisation und die vorrangigen Bereiche der Projektarbeit, vor allem die Wiederherstellung des Deutschunterrichts an weiterführenden Schulen. Es sei darauf hingewiesen, dass trotz der geringen Anzahl der deutschen Diaspora (z. B. in Armenien etwa 2000 Menschen) alle daran arbeiten, die Sprache und Kultur zu bewahren. Es wurde festgestellt, dass jede Selbstorganisation ihre Arbeit unter völlig anderen Bedingungen durchführt, gleichzeitig aber die Priorität jeder Selbstorganisation auf der Jugend und der deutschen Sprache liegt. Das Thema der neuen Zwischenorganisation (Baden-Württemberg International) wurde ebenfalls angesprochen. Viele haben bereits Erfahrung mit dieser Struktur und sind bereit, ihre Erfahrungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans ab 2020 zu teilen. Ein wichtiges Ereignis war der Empfang, der dem 30-jährigen Bestehen der Vertretung der Bundesregierung für Migranten und nationale Minderheiten gewidmet wurde. Während des Empfangs hielten der frühere und derzeitige Bevollmächtigte, der Vertreter der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Deutschland (LmDR), Johan Thiessen, und der Vorsitzende des AGDM-Vorstands, Bernard Gaida, eine Begrüßungsrede. Es wurde festgestellt, dass alle ethnischen Deutschen einen unmittelbaren Bezug zu Deutschland haben, weshalb gerade die Selbstorganisationen der Deutschen in Osteuropa, Russland und Zentralasien weiterhin unterstützt werden.
Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen Veröffentlicht in 12. November 201814. März 2019 Am 5. Juni 2018 fand in Astana die Internationale wissenschaftliche Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“, organisiert durch die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ und der Unterstützung des deutschen Bundesinnenministeriums, statt. Auf der Konferenz wurden Berichte über herausragende Deutsche, die maßgeblich zur Entwicklung des Landes und der deutschen Volksgruppe beigetragen haben präsentiert und diskutiert. Nach den Ergebnissen der Konferenz wurde das Redaktionsteam des Projekts „Berühmte Deutsche Kasachstans“ gegründet, die nächsten Schritte für die Projektumsetzung wurden festgelegt. Die besprochenen Tagungsberichte finden Sie hier. Programm der internationalen wissenschaftlichen und praktischen Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“ Datum: 5. Juni 2018 Ort: Nationale Akademische Bibliothek der Republik Kasachstan, Dostyk Nr. 11 Konferenzmoderation: Podoprigora Ju.I. Zeit Programmpunkt Ort 9.00 – 9.30 Teilnehmeranmeldung Foyer 9.00 – 9.30 Besuch der Ausstellung «Deutsche Kasachstans» Foyer 9.30 – 10.00 Eröffnung der Konferenz. Grußwort: Saal „Konstituciya“ Rau A.P., Abgeordneter der Majilis des Parlaments der Republik Kasachstan, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stftung „Wiedergeburt“ Prokopenko L.A, stellvertretender Vorsitzender der Volksversammlung von Kasachstan, Leiter des Sekretariats der Volksversammlung von Kasachstan der Präsidialverwaltung von Kasachstan Goldmann Valentina, Leiter der Abteilung Kultur, Presse und Politik der deutschen Botschaft in Kasachstan Nazyrova S.S., stellvertretender Direktor der nationalen akademischen Bibliothek der Republik Kasachstan 10.00 – 10.30 Auman V.A. «Deutsche Kasachstans: Menschen, Epochen, Ereignisse» Saal „Konstituciya“ 10.30 – 11.00 Kaffeepause Foyer 11.00 – 13.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Dyachenko-Winter I.A., Die harten Straßen meines Landes: über Göring Jakob Suleymanov G.G. Sohn der Steppen – Edward Schuller Musabekova R.M., Deutsche in der Entwicklung und Betreibung von Ackerland in Kasachstan (am Beispiel von Albert Gerra) Zhandildina T.S. „Wermut-süßer Geruch der Steppe.“ Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft des Kasachstandeutschen Ivan Sauer. Wagner S.K. „Mit Liebe zum Menschen.“ Über Brecht Jakow Iwanowitsch, Vorsitzender des Kolchos von Kirow der Region Pawlodar Musagalieva A.S. Soziale Aktivitäten von I. Scharf und sein Beitrag zur Wirtschaft Kasachstans Samosledova K.V. „Aber ich hatte Glück“, über die Gaben und Entbehrungen des Schicksals Felde Vladimir Jakovljevic. Aupenova A.U. Archäologischer Pfad V.F. Seibert – der Schlüssel zur Handlung der Vorfahren Nordkasachstans Avdeev V.A. „Vladimir Auman – loyal sich selbst und seinem Volk!“ 13.00 – 14.30 Mittagessen Restaurant «Daredzhani». Kaufhaus «Keruen» 14.30 – 17.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Alekseenko M.A. Fink Victor Vilgelmovich – Ehrendoktor der kasachischen SSR Kairzhanova B.K. Baumeister ist unser Alles! Baimanova L.S. In Erinnerung an den weisen Mentor (Belz V.A.) Burgard L.A. Pater Joseph Neigum Putinceva E.V. Eine Spur in der Geschichte. (Klink Vladimir Vladimirovich, Gründer und erster Direktor des Heimatkundemuseums) Klimenko O.S. Die facettenreiche Persönlichkeit Rosa Genrikhovna Steinmark Shubina S.A. Oscar Geilfuß: „Die Realität hat die letzte Note in mir getötet“ Dildebaeva E.R. Schicksal der Kunst (Kreativität und Erbe des unterdrückten Künstlers Leonid von Bruemer (1889-1971) Omarova A.S. Unterdrückte Künstler deutscher Nationalität in Karaganda (G.E. Vogeler, P.P. Friesen) Gizdatov G.G. Intermediale Welten von Pavel Zaltsman (Künstler und Schriftsteller) 17.00 – 18.00 Zusammenfassung. Entscheidungsfindung und Abschluss der Konferenz Saal „Konstituciya“ 18.30/19.00 Abendessen. Abend der deutschen Kultur, vorbereitet von Kollektiven der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Astana und der Region Akmola Resaurant im Hotel IBIS, Astana, Tauelsizdyk, 38
Bewohner in den Dörfern der Region Aktobe erhielten Lebensmittelpakete Veröffentlicht in 5. November 201830. Juli 2020 Jedes Jahr erhalten Tausende von Deutschen in Kasachstan Lebensmittelhilfe von regionalen Wiedergeburt-Gesellschaften. Die Empfänger oder Begünstigte, wie sie in der Selbstorganisation bezeichnet werden, sind Bewohner von Dörfern und Siedlungen, die weit entfernt von regionalen Zentren liegen. Es wurde oft gesagt, dass das Projekt geschlossen werden sollte, aber seine Bedeutung und Notwendigkeit sind und bleiben eine Notwendigkeit. Wenn es beispielsweise in großen Städten nicht schwierig ist, Arbeit zu finden, und annehmliche Preise für wichtige Lebensmittel herrschen, so ist es in den Dörfern viel schwieriger. Jeder Tenge wird hier gezählt, daher ist jede Hilfe keineswegs überflüssig. Die deutsche Insel Im Bezirk Kargalinsky lebten mehr als dreitausend Deutsche. Hinter den Kulissen wurde dieses Stück Land als „Die deutsche Insel“ bezeichnet und sein Zentrum war die städtische Siedlung Batamshinsky. Die 1941 gegründete Siedlung wurde zur zweiten Heimat für Tausende von unterdrückten Deutschen aus der Wolga-Region, dem Kaukasus und anderen Regionen der Sowjetunion. Nach und nach wuchs ein kleines Dorf, 110 km vom regionalen Zentrum entfernt, die Deutschen betätigten sich in der Landwirtschaft, jemand arbeitete an der Eisenbahn, kleine Unternehmen begannen zu erscheinen. Nun ist praktisch nichts mehr von Badamshas früherem Ruhm übrig … genauso wie von den Deutschen; zu Beginn dieses Jahres waren es etwa 500 Menschen. Arbeit im Dorf zu finden ist problematisch. Glücklich für diejenigen, die in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Akimaten eine Arbeit finden. Der Rest behält entweder seine Gehöfte oder mietet einheimische Geschäftsleute für ein paar Cent. Die örtliche Aktivistin Svetlana Korotkova arbeitet als Lehrerin an der Schule. Sie hat viele Jahre Deutsch unterrichtet, aber jetzt ist das Bedürfnis nach dem Erlernen dieser Sprache nahezu komplett verschwunden, und die Lehrerin lehrt die Kinder stattdessen „Erdkunde“. Seit Jahrzehnten hilft sie der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Ohne Übertreibung hält sich die deutsche Badamsha-Gemeinschaft an Korotkovas freiwilliger Arbeit. Wenn Sie Hilfe mit Rat oder zur Lösung dringender Probleme benötigen, lehnt Svetlana Viktorovna niemanden ab. Als diesmal ein Lastwagen mit Lebensmittelhilfe in Badamsha ankam, waren die bedürftigen Deutschen bereit. – Seit rund zwanzig Jahren erhalten wir durch die Gesellschaft „Wiedergeburt“ Hilfe aus Deutschland. In diesem Jahr war die Produktvielfalt enorm groß und es wurde versucht, noch mehr Menschen damit zu helfen. Natürlich möchte ich nicht sagen, dass die Deutschen hier hungern, aber es ist wichtig, dass die historische Heimat Aufmerksamkeit und Unterstützung erweist. Für die örtliche Bevölkerung ist dies sehr wichtig “, sagte Svetlana Korotkova. Bereits mehrere Jahre erhält die Bewohnerin von Badamsha Elfrida Nickel auch Nahrungsmittelhilfe. Die Rente der 79-jährigen rehabilitierten Deutschen ist nicht groß – etwa 67 Tausend Tenge, aber die Frau beschwert sich nicht: – Dieses Paket reicht mir für mehrere Monate. Brei und Suppen kochen. Ich lebe alleine, ich brauche nicht viel. Das Wichtigste ist die Kommunikation. Ich habe mich jetzt mit anderen Deutschen Landsleuten unterhalten, denselben älteren Menschen… und mir geht es wieder gut. So kann man leben. Interessanterweise ist die Lebensmittelhilfe eine der Möglichkeiten für die Deutschen, sich zu treffen und sich zu unterhalten, Neuigkeiten auszutauschen und sich an die Vergangenheit zu erinnern. Die pünktlichen und verantwortungsbewussten Bewohner Baddamshins schrien und fluchten nicht, jeder wusste, dass er sein eigenes Paket erhalten würde. Neben den Badamshiner erhielten die Deutschen der umliegenden Dörfer auch solchartige Pakete. Maria Mertens lebt seit ihrer Geburt im Dorf Ashchylysay (ehemals Grigorievka). Früher waren hier viele Deutsche (hauptsächlich an der Eisenbahn und in der Landwirtschaft tätig), aber jetzt sind davon leider nicht mehr als 40 deutsche Familien übrig. – Wir leben in Harmonie, an Feiertagen versuchen wir uns gegenseitig zu besuchen. Die ältesten Bewohner geben jene Traditionen weiter, die von ihren Großeltern übergeben wurden. Wir vergessen grundsätzlich unsere Wurzeln nicht. Es ist schön, dass Deutschland uns nicht vergisst – unterstreicht Maria Grigorievna. Von Aktobe bis Kos-Istek in der Region Kargaly etwa 75 Kilometer. Ein übliches Dorf, eins von Tausenden in Kasachstan. Unter denen ein paar Dutzende Deutsche. Es wird gesagt, dass es schwierig ist, hier Arbeit zu finden, daher wird immer Nahrungsmittelhilfe erwartet. – Wir sind keine Schnorrer und Liebhaber von etwas Kostenlosem. Das echte Leben ist eben so, man freut sich an Getreide und Butter. Der Winter steht vor der Tür, es gibt keine Straßen in die Stadt, wir essen Buchweizen und Nudeln vom Paket – rechtfertigen sich die Dorfbewohner. Stadt der Minenarbeiter – Dieses Jahr haben wir uns im Rahmen des Projekts „Solidarische Hilfe“ speziell auf die Bewohner der Bezirke konzentriert. Die Situation bei den Deutschen vor Ort in den Dörfern ist komplizierter als in Aktobe. Mehr als 230 Familien erhielten Nahrungsmittelhilfe. Wir haben versucht, den Satz zu diversifizieren: Buchweizen, Reis, Zucker, Teigwaren, Sonnenblumenöl und Tee – erklärt Koordinatorin für Sozialarbeit der Regionalgesellschaft „Wiedergeburt“ Elena Shinkarenko fest. – Es ist wichtig zu verstehen, dass wir nicht allen Deutschen Hilfe erweisen können, sondern lediglich denen, die die Kriterien hierfür erfüllen. Begünstigte können Arbeitersoldaten und ihre Witwen sein, Rehabilitierte, Rentner mit unzureichenden Renten, Behinderte, Familien mit vielen Kindern und einkommensschwache Familien. Natürlich wird jede Situation einzeln betrachtet. Es wird gesagt, dass die Menschen in Khromtau auf Kosten der Don-Bergbau- und Verarbeitungsanlage leben. Einige arbeiten in den Minen, andere im Transport, die das Unternehmen bereitstellt, andere arbeiten im Dienstleistungssektor. Von den 25 Tausend Menschen, die im Bezirkszentrum leben, leben rund 400 Deutsche in kompakten Siedlungen. Oft wird die römisch-katholische Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ für viele von ihnen zum Treffpunkt, und die Priester aus Polen unterstützen die deutsche Gemeinschaft mit allen Arten von Hilfe. In dieser Stadt fiel die Fürsorge der Deutschen auf sämtliche Freiwillige. Rosa Kreimer tritt für jeden Deutschen ein, ihr Herz schmerzt für sie: – Wissen Sie, wir leben hier alle zusammen, wir unterstützen uns gegenseitig. Es soll auch so sein. Natürlich sind die Preise für Produkte hier höher als in Aktobe, so dass die Menschen keine Hilfe verweigern. In diesem Jahr ist Sergey Adamovich 80 Jahre alt. Der Rentner könnte seine Verwandten und Freunde bitten, Lebensmittel mit nach Hause zu bringen, entschied sich jedoch, es nicht auf andere zu verlagern: – Ich habe mein ganzes Leben versucht, Probleme selbst zu lösen. Natürlich wird die Gesundheit immer schlechter, aber ich wollte die Produkte selbst erhalten und mit anderen Deutschen sprechen. Sie sagen, dass das Wichtigste für einen Menschen ist, sich daran zu erinnern. Danke, dass Sie uns nicht vergessen haben … Alginsky Farben des Lebens Das nächste Ziel der Nahrungsmittelhilfe war das regionale Zentrum, 44 km von Aktobe entfernt. Alga glänzte in der gesamten damaligen Sowjetunion und die lokale Chemiefabrik produzierte die hochwertigsten Produkte. Zum Wohl des Staates arbeiteten auch die Deutschen, die Nachfahren derer, die in den 1940er Jahren in die Gegend geschickt wurden. In letzter Zeit wird die Gesundheit der Freiwilligen der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Svetlana Lazebnikova immer schwächer. In ihren 73 Jahren ist die Rentnerin weiterhin ein „Zentrum“ für die Deutschen – entweder backt sie Kuchen nach deutschen Rezepten oder liest Gedichte vor: – Es gibt nur noch wenige deutsche Jugendliche, meist leben nur noch deren Großeltern. Unser Leben ist ruhig und friedlich. Es gibt kein Gefühl, dass man vergessen wird. So zum Beispiel durch die Lebensmittelhilfe. Aber auch die medizinische Unterstützung … wenn es Unterstützung gibt, ist das gut. Die deutsche Galina Vlasova wurde im August 1945 geboren. Im selben Jahr wurden drei Brüder und Schwestern mit ihren Eltern in den Bezirk Alginsky geschickt. Nach dem Studium arbeitete sie als Gesundheitshelferin und ging dann in die Fabrik. – Ich bekomme Nahrungsmittelhilfe und freue mich immer, dass wir noch ähnliche Projekte haben. Wenn Sie wissen, dass Sie gebraucht werden und für einen gesorgt ist, erhält das Leben sofort eine andere Bedeutung, gefüllt mit hellen Farben. Für ältere Menschen ist das sehr wichtig, glauben Sie mir! – bemerkte Galina Adamowna dankbar. Übersetzung: Manuel Gross
Wir gemeinsam! Veröffentlicht in 1. November 201830. Juli 2020 Farbenspiele, moderne Rhythmen und Kindergelächter… außergewöhnliche Theaterminiaturen und fesselnde Gesänge der Wolgadeutschen wurden den Zuschauern auf der Bühne des Kulturzentrums Max-Taut-Aula in Berlin vorgestellt. Die Gäste wurden auf dem Festival „Wir gemeinsam“, das zum 28. Jahrestag der Wiedervereinigung veranstaltet wurde, herzlich willkommen geheißen. Unter den in die Hauptstadt der europäischen Kultur eingeladenen Gästen waren unter anderem der deutsche Volksgesangschor „Veilchen“ aus Aktobe (Kasachstan). Die ausdrucksvollen Auftritte der Aktober „Veilchen“ und Stücke in kasachischer Sprache, im Einklang mit den Volkstrachten gewannen einen reichen Applaus. Mit derselben kasachstanischen Gastfreundlichkeit wurden die Organisatoren dieser Veranstaltung empfangen. Speziell für sie, hatte das Berliner Integrationshaus „Lyra e.V.“ einen Workshop zur Folklore vorbereitet, der von der bekannten Interpretin Elena Gold durchgeführt wurde. Chorleiter Ravil Gafarov: „Ich kenne Elena schon lange und war umso mehr erfreut darüber, sie hier in Berlin zu treffen. Die Mädchen haben ein neues musikalisches Stück erlernt, und es in verschiedene Stimmen aufgeteilt. Ein großes Dankeschön an den Verein „Lyra“, und insbesondere seinem Vorsitzenden Walter Gauks für dieses Treffen. Ziemlich beeindruckt war ich von der Organisation des Festivals. Mir gefiel die große Anzahl an verschiedenen Gruppen, die die Vielseitigkeit ihrer Kultur demonstrierten. Auch unsererseits waren wir bemüht, den Reichtum unserer Kultur zu präsentieren. Die Zuschauer empfingen die Auftritte in deutscher und kasachischer Sprache herzlich, das für uns natürlich sehr angenehm war. Uns hob man als Gäste besonders hervor, denn wir konnten unser mitgebrachtes Repertoire in nur zwei Tagen vorstellen, so am ersten Tag – vier Lieder und am zweiten Tag – drei Lieder. Ebenso erfreut waren wir darüber, dass unter den Kindern und Jugendlichen auch sehr viele Gruppen der älteren Generation auftraten. Sie sangen, tanzten, und das sehr selbstbewusst, keinesfalls schüchtern. Ich wünsche mir, dass auch unsere Gruppen die ältere Generation in die kulturelle Tätigkeit miteinbeziehen. Wir nehmen aus dieser Veranstaltung sehr viel mit. Nicht nur Lieder verschiedenster Genres haben wir gehört und aufgezeichnet, sondern auch die Art und Weise beobachten können, wie die Künstler auftreten. Das ist für uns sehr wichtig. Aber vor allem interessant ist es zu erfahren, welche Beschäftigungen denn die Deutschen haben, die nach Deutschland ausgewandert sind. Eingliederung der heutigen Generation in die Gesellschaft und Traditionen ist unabsehbar. Wir werden uns bemühen, unseren Kollegen in Kasachstan die Erfahrungen weiterzugeben.“ Auch der letzte Tag war reich an erinnerungsvollen Treffen. Spätaussiedler aus Kasachstan, Kirgistan und Turkmenistan kamen zu den Chorsängern, teilten gemeinsam Erinnerungen von damaligen Geschichten aus Kasachstan. Alle waren dem Auftritt und dem herzlichen Treffen sehr dankbar. Eine große Überraschung war das Treffen mit einem ehemaligen Chormitglied Tatjana Maas, die nun in Deutschland lebt. Wir erinnern daran, dass im kommenden Jahr „Veilchen“ sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Zur Feierlichkeit soll ein großes Konzert stattfinden, zu dem alle Mitglieder, die je in dem multikulturellen Chor gesungen haben, eingeladen werden sollen. Deutsche, Russen, Tataren, Kasachen … – Alle kann man gar nicht aufzählen. Sie kamen alle auf unterschiedlichstem Wege in den Chor. Jemand kam aus Interesse zur deutschen Folklore, jemandem schlug man bei den Deutsch-Kursen vor, im deutschen Chor zu singen. Aygerim Gabdrakhmanova: „Ich singe bereits seit vier Jahren im Chor. Ursprünglich ging ich nur zu den Deutschkursen in der Gesellschaft „Wiedergeburt“. Das Interesse zur deutschen Sprache weckte in mir meine Großmutter Gulzhan, die nicht nur die Sprache vollumfänglich beherrschte, sondern auch immer im Alltag gebrauchte. Ich werde nie vergessen, wie sie im Sessel saß und deutsche Volkslieder sang. Ja und so kam es dazu, dass die Kursleiterin Kseniya Vitalyevna hörte, wie ich ein paar Strophen sang. Sie schlug mir vor zum Vorsingen in den Chor „Veilchen“ zu gehen. Ich muss sagen, das war sehr wertvoll für mich und heute ist „Veilchen“ ein wichtiger Teil meines Lebens. Die Reise nach Deutschland und unser Auftritt in Berlin ermöglichte mir nicht nur meine Vokalfähigkeiten zu präsentieren, sondern auch meine Deutschkenntnisse auf die Probe zu stellen. Ich glaube, dass das eine einzigartige Möglichkeit für alle schöpferischen und kreativen Gruppen der deutschen Ethnie in Kasachstan ist. Es ist die Möglichkeit seiner historischen Heimat ein bisschen näher zu kommen und sich auf seiner Muttersprache zu unterhalten – das ist unvergesslich. Und unser Auftritt und die Erfahrung hier ermöglich es uns, in unseren Stücken neue Akzente zu setzen. Da wir ein deutscher Volksgesangschor sind, ist es gerade für uns umso wichtiger unser Repertoire zu ergänzen und so unseren Namen als Chor zu erhalten. Perspektiven in der Zusammenarbeit der Medien in Deutschland und Kasachstan Auf dem Festival der KULTschule, das bereits viele Jahre veranstaltet wird, und sich mit der Projektförderung zur der Vielfältigkeit und den Nachbarschaftsbeziehungen beschäftigt, fand ein Treffen von Redakteuren aus Deutschland und Kasachstan von russisch- und deutschsprachigen Medienkanälen statt. Unter der Leitung des Vorsitzenden Walter Gauks und den Vertretern von führenden Medienkanälen wurden die Möglichkeiten und Perspektiven für eine Zusammenarbeit und ein Informationsaustusch aktiv besprochen. Im Rahmen des Treffens wurde die Nachfrage der Print und Onlinemedien festgelegt. Dabei hob man das Problem von kaum interessantem Material und starkem Mangel an kompetenten Autoren hervor, denn sogar der, der „gut schreibt, kann auch noch besser schreiben“. Der geladene Gast und Experte in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Dozent der Goethe Universität Horst Martin schlug den Teilnehmern vor, eine Informationsplattform zu erschaffen (eine Art Online-Bildungszentrum), über die es möglich werden soll, zukünftige Journalisten auszubilden. Die Arbeit mit dieser einzigartigen Akademie oder auch Medienlaboratorium, wird so aufgebaut, dass sowohl für Kasachstan als auch für Deutschland ein Nutzen entsteht. Somit wäre es möglich, Online Seminare für die Vertreter im Ausland durchzuführen, ein öffentlicher Zugang zu den Text- und Bildmaterialien (mit deren Übersetzung in die deutsche/ russische Sprache) der Partnerredakteure. Für die Autoren in Kasachstan, die diese Schulung absolvieren, können sowohl Praktikantenaustauschprogramme durchgeführt werden, als auch Veröffentlichungen in den führenden deutschen Medien gemacht werden. In Zusammenhang mit der starken Nachfrage an professionellen Artikeln im Informationsraum der deutschen Spätaussiedler, wird eine Breitfächerung der Themen vorgeschlagen, indem man für diese Bereiche Fachexperten miteinbezieht (politische Redner, Akteure, Gebildete unter den Spätaussiedler usw.) Besonders in den Mittelpunkt wurden „unscheinbare“ Ereignisse aus dem Leben der Kasachstandeutschen wie in Kasachstan so auch in Deutschland. Denn das ist das lebende Beispiel für das Interesse der Deutschen an ihren Landsleuten im Ausland. Deshalb ist es erforderlich, die jungen angehenden Journalisten, die über solche Ereignisse vor Ort berichten könnten, auszubilden. Das soll eine Grundlage für die Erweiterung der Lesergruppe und die Erhöhung der Abonnentenzahl schaffen, was letztendlich langfristig für eine Lösung der Finanzierungsfrage von diesen Veröffentlichungen sorgt. Leider können nur wenig Verleger heutzutage mit einem enormen Budget angeben. Die Teilnehmer arbeiteten verschiedene, rentable Möglichkeiten der Ausgabe von Zeitungen und Zeitschriften durch und sprachen auch über eine Anwerbung von Werbetreibenden. Bedauerlicherweise, gibt es weder in Kasachstan, noch in Deutschland einen ausgeprägten Werbe- und Sponsorenmarkt und die Verleger müssen mit ihrem eigenen Budget auskommen. Dadurch, dass dieses Budget jedoch immer geringer wird, geht der Werbetreibender eher in den Verlag, der die größte Lesegruppe für sich gewonnen hat und die größte Abonnentenzahl besitzt. Aus diesem Winkel gesehen, wird die internationale Arbeit eine besondere Rolle für die geographische Erfassung vieler neuer Lesergruppen spielen. Somit wird es für Werbetreibende attraktiver mit diesen Verlegern zusammenzuarbeiten. Im Laufe der Diskussion wurde mehrmals die Frage erhoben, russischsprachige Medien und Verlage in den deutschen Informationsraum miteinzugliedern. Den Teilnehmern wurde die Aufgabe gestellt, solche Inhalte bereitzustellen, die somit dafür sorgen, dass dieser Austausch als eine Zusammenarbeit der deutsch- und russischsprachigen Medien anerkannt wird. Auf diese Art und Weise wird ein festes Fundament für ihre Integration gelegt. Zum Abschluss dieses Treffens wurde vereinbart ein sogenanntes Medienlaboratorium mit folgenden Zielen zu schaffen: Koordination der Informationsflüsse Internationale Zusammenarbeit Integration der russischsprachigen Medien in den deutschen Informationsraum Ausbildung angehender Journalisten und Redakteure Durchführung von Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen (Seminare) Es wurde eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Exposés geformt, nach welchem die Rahmenbedingungen für die Verträge über die Zusammenarbeit beschlossen werden. Die Für die Arbeitskoordination und Organisation des Medienlaboratoriums ist die Jugend-LmDR und Lyra e.V. Wie Heinrich Zertik, öffentlicher Funktionär, der aktiv an der Arbeitsplanung der Informationsplattform teilnahm, anmerkte: „Alleine ist es schwer, aber wenn wir gemeinsam daran arbeiten werden, wird es einfacher sein. Es ist wichtig für jeden einzelnen von uns, offen für eine Zusammenarbeit zu sein, die von Vertrauen und dem Willen zur Problemlösung geprägt sein soll. Ich wünsche uns allen viel Erfolg!“ Veronika Lihobabina
Oktoberfest in Semey Veröffentlicht in 29. Oktober 201828. Juni 2020 Das jährliche Festival „Oktoberfest 2018“ wurde im engen Kreis der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Semey veranstaltet. Der Festsaal des „Hauses der Freundschaft“ verwandelte sich für diesen Tag in einen zentralen Platz einer deutschen Stadt, die man mithilfe von volkstümlichen Attributen wie der Brezel, den Fässern, dem herbstlichen Obst und Gemüse. Für die traditionell deutsche Stimmung sorgten die Mitglieder des deutschen Jugendclubs „Glück“. Die Jungen unterhielten sich, festlich in Tracht gekleidet, ausgiebig und die Mädchen brachten sich ebenfalls in Schale und machten sich bereit für die Festlichkeiten. Den Zuschauern gaben die hervorragenden Tanz- und Gesangsauftritte der Tanzgruppe „Einheit“ keinen Grund zur Langeweile. Tolle Moderatoren führten Spiele, Wettbewerbe und Tanzeinlagen mit den Zuschauern durch. Alle Zuschauer und Gäste lernten die traditionelle deutsche Polka zu tanzen. Es ist nicht das erste Mal, dass bei diesem Fest, Gäste und Freunde aus benachbarten Filialen die Zuschauer mit ihren Auftritten erfreuen. Viktoriya Bobb aus der Filiale des Borodulihinsko Bezirks trat mit einem deutschen Lied auf. Viktor Burdinskiy aus der Filiale des Beskaragayskogo Bezirks trug sein selbstgeschriebenes Werk vor – das Lied „Mein heimatliches Land“ und Zhan Alzhanov mit dem Lied „Ana Öke“. IMG_2325IMG_2329IMG_2332IMG_2373IMG_2376IMG_2383IMG_2406IMG_2417IMG_2450IMG_2467 Auf dem Fest fand das Debut der Theatergruppe für die Kinder aus unserer Gesellschaft statt. Junge Schauspieler überwanden ihr Lampenfieber und traten letztendlich mit großem Enthusiasmus und einem Stück über die herbstliche Ernte. Die Gäste und Zuschauer hatte man zuvor darüber über die Ausstellung von herbstlichen Kunstwerken. Die besten Teilnehmer wurden Sofya Safronova und Inessa May, die aus herbstlichem Gemüse und Beeren interessante Figuren gestalteten und dafür mit einem Preis zum Andenken belohnt wurden. Aber auch die Gesangsgruppe hatte mit zwei Liedern in deutscher Sprache ihr Erstauftritt. Diese wurden von Tanzeinlagen begleitet, die die Zuschauer sehr begeisterten. Gäste aus den ethno-kulturellen Zentren des „Hauses der Freundschaft“ nahmen ebenfalls aktiv und mit großem Interesse an dem Programm teil. Alle Künstler, die teilgenommen haben, wurden mit einem Dankensbrief für ihre aktive Arbeit in der Gesellschaft belobigt. Alle Aktivisten der Gesellschaft erhielten einen Preis zum Andenken mit dem Logo der „Wiedergeburt“. Vorsitzende der Gesellschaft Liliya Goncharuk wurde im Namen des Leiters Olzhas Suleymanov, durch den Vizepräsident Sultan Kartoev mit einer Medaille der internationalen Anti-Atomkraft-Bewegung „Nevada Semipalatinsk“ ausgezeichnet. Sie wurde für die aktive Teilnahme in der Anti-Atomkraft-Bewegung, ihre bedeutende Persönlichkeit und den enormen Beitrag zur Rehabilitation der Bevölkerung, die unter den Folgen der langjährigen Atomversuche im Atomkraftwerk Semipalatinsk litten, überreicht.
Die Kräfte bewahren und bis zum Ende kämpfen Veröffentlicht in 26. Oktober 201830. Juli 2020 Andrej Sejz ist einer der besten Rennradfahrer Kasachstans. Im Team der professionellen Rennradfahrer „Astana Pro Team“ ist der Pavlodarer bereits seit dem Jahr 2008, das ihm den Ruf eines erfahrenen Sportlers gibt. Innerhalb von zehn Jahren nahm Andrej an 15 Grad-Touren teil und war immer bis zum Ende mit dabei. Regelmäßig vertritt Andrej das Land auf internationalen Wettkämpfen – er war Teilnehmer der olympischen Spiele in Rio de Janeiro, wo er unter den besten zehn, den achten Platz im Gruppenrennen einnahm. 2017 nahm er Gold im Mannschaftsrennen bei der asiatischen Meisterschaft. Die aktuelle Saison ist seiner Meinung nach eine der erfolgreichsten für die Rennradmannschaft „Astana“. Über seine Zukunftspläne und was den Radsport so interessant macht, darüber erzählt uns Andrej in seinem Interview mit der deutschen Zeitung. Andrej, warum gerade der Radsport? Was brachte Sie dazu? – Dem Sport und körperlichem Training habe ich schon immer viel Zeit und Interesse gewidmet. Als Kind habe ich besonders die Kinder bewundert, die in den Höfen auf Sporträdern fuhren. Je länger ich zuschaute desto interessanter und anziehender wurde es für mich. Nach dem Kennenlernen mit einem Rennradsportler erfuhr ich, dass im Radsport nach dem Training die Räder mit nach Hause genommen werden dürfen, um dort weiter zu trainieren. Das klang für mich sehr verlockend, was mich dann im Endeffekt dazu brachte mich in den Radsport einzuschreiben. Mit dem Wunsch ein solches Rennrad zu besitzen, fing meine Karriere als Rennradsportler an. – Wie sehen Sie die aktuelle Saison? – Die Saison verlief ziemlich erfolgreich in den letzten Jahren – mit Abstand einer der resultativsten Saisons. – Erzählen Sie doch bitte über Ihre Pläne für die Zukunft. – Das Zeitmanagement eines Rennradfahrers während einer Saison (Januar bis Ende Oktober) ist immer eine große Herausforderung. Ich plane an einer Menge von verschiedenen Wettkämpfen teilzunehmen, mindestens an einer Grand-Tour, da das mein Spezialgebiet ist. Die Grand-Tour ist eine ziemlich schwere, doch zugleich auch die angesehenste Disziplin im Rennradsport. Das ist eine dreiwöchige Rennradtour, in der man in 21 Tagen eine Vielzahl an Steigungen und Gefällen überwindet. Und das alles bei äußerst wechselhaften Wetterbedingungen. Doch für die Freude über den Sieg lohnen sich diese Bemühungen. – Es ist kein Geheimnis, dass heutzutage viele Legionäre in allen Sportarten auftreten. Was ist in ihren Augen das wichtigste, das man in der Ausbildung von jungen Sportlern verändern sollte? Was muss man tun, um ein gutes Image des Landes endlich wieder durch landseigene Spieler zu schaffen. – Da ich schon längere Zeit nicht mehr in diesem Bereich aktiv war, kann ich auf diese Frage leider nicht genau antworten. Auf alle Fälle spielt natürlich die Genetik hierbei eine große Rolle, denn in europäischen Ländern beispielsweise, spielt man hervorragend Fußball, Volleyball und treibt ausgezeichneten Rennradsport, wohingegen Asiaten wiederum im Kampf und Boxen mit ihren Leistungen herausstechen. Deshalb glaube ich kaum, dass Veränderungen in der Trainings- und Anwendungstechnik zu großen Erfolgen führen wird. Diejenigen, die ihr Leben also dem professionellen Sport widmen möchten, müssen sich damit gewissenhaft beschäftigen. Ebenfalls müssen sie einen starken Ehrgeiz beweisen und klar auf ihr Ziel zugehen. Für mich persönlich sind bestimmte Regeln, die ich nie breche, von großer Bedeutung, so die Trainingseinheiten, der Tagesplan, die Ernährung. Das hilft Hindernisse zu überwinden und Erfolge zu erreichen. – Danke für das Interview! 2006 – 4. Etappe Giro della Valle d’aosta; 2007 – 10. im Mannschaftsrennen U23 bei der Weltmeisterschaft 2008 – 2. im Einzelrennen bei der Meisterschaft in Kasachstan 2009 – 3. im Einzelrennen bei der Meisterschaft in Kasachstan 2011 – 2. bei der Türkei-Tour 2012 – 8. bei der Langkawi-Tour und 9. bei der Türkei-Tour 2013 – 1. Etappe bei der „Vuelta Espana“ 2014 – Sprinterklassifikation bei der „Vuelta Andalucía“ 2016 – 8. im Gruppenrennen bei den Olympischen Spielen 2017 – 1. im Mannschaftsrennen bei der Asia Meisterschaft
Ivan Sharf: „Lernt die Lebensqualität zu machen. Für die Menschen“ Veröffentlicht in 22. Oktober 201830. Juli 2020 Im Bezirkszentrum Akmol Zelinogradskij wurde feierlich das Denkmal zu Ehren des sozialistischen Arbeitshelden und dem Hauptgeschäftsführer „Akmola-Feniks“ AG, Ivan Sharf, eingeweiht. Skulptur Autor – Mitglied der Künstlervereinigung Kasachstans Tleuberdy Binashev. Genrich Braun 37 Jahre leitete Ivan Ivanovic den landesweit bekannten Produktionsverbund. Bis vor kurzem war es noch ein regelrechter Rekord in der Geschichte der Geschäfts-führer des Zelinogradskij Bezirks. Doch das Besondere liegt nicht nur in dieser Errungenschaft, sondern im Weg dieses außergewöhnlichen Menschen – vom Lehrer einer Landschule bis zum Geschäftsführer eines Sowjetunternehmens (zu Zeiten UdSSR). Wie viele andere Sowjetdeutsche erlitt Ivan Sharf sehr viel Leid. Darunter die Tatsache, dass Ivan sehr früh seine Eltern verlor und Waisenkind wurde, die späten Folgen der Repression, eine schwere Jugend, und das Erlangen nach einer Steigerung der eigenen Persönlichkeit. Und es gelang ihm, und wie! Sozialistischer Arbeitsheld und Träger von zwei Lenin-Orden und zwei Orden der Oktoberrevolution. Dreifach – und das ist übrigens auch einmalig in der Geschichte der Gesetzgebung der Republik – gewähltes Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjets in Kasachstan. Und was man nicht alles über die Sowjetvergangenheit behaupten mag, die Stufen zur gesellschaftlichen Anerkennung zu durchlaufen war alles andere als einfach. Und nicht zufällig erwähnte die Sprecherin, während der Eröffnung des Denkmals zu Ehren Sharfs: Selten ist es der Fall, dass alle eingeladenen Gäste, auch tatsächlich anwesend sind. Stellvertretender Vorsitzender des kasachischen Parlaments Vladimir Bozhko, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstan Tilo Klinner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, Geschäftsführer der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Dmitriy Redler, Vorsitzender der regionalen Gesellschaft Astana und der Region Akmolinsk Igor Berg, Bürgermeister des Zelinogradskiy Bezirks Malgazhdar Tatkeev, Kollegen und Gleichgesinnte – alle erwähnten einstimmig nicht nur das Führungstalent Sharfs sondern auch seine pädagogischen und erzieherischen Fähigkeiten, die es ihm ermöglichten, das große Arbeitskollektiv der Geflügelzucht zu leiten, das nicht nur zur Entwicklung zu einem Großunternehmen beitrug, sondern auch den einfachen Dorfarbeiter etwas Gutes tat. An Sitzungen wiederholte Ivan Ivanovic mehr als nur einmal: Messgröße, Auszeichnungen – das ist zwar alles schön und gut, doch es muss etwas für die Steigerung der Lebensqualität unserer Bevölkerung gemacht werden. Das waren nicht einfach nur Worte. „Unter Sharf“ bekamen die Arbeiter kostenloses Mittagessen in der Kantine der Geflügelgroßfarm. Besonders wurden minderbemittelte und kinderreiche Familien berücksichtigt. Kinder bekamen kostenlose Kleidung, Bücher, kostenloses Schuhwerk, und Fahrten in Erholungssanatorien. Als die schweren Zeiten der Perestroika eintraten, begannen viele Unternehmen abrupt Ausgaben im Sozial- und Alltagshaushalt einzusparen. Sharf dachte auf eigene Art und Weise: Wie bekomme ich die Menschen zum Arbeiten, wenn sie weder ein Dach über dem Kopf haben, noch normale Erholungsbedingungen? Und er baute: Kulturzentren, Kindergärten, eine Schule, und Wohnhäuser, legte in seinem lieben Dorf „Malinovka“ Asphalt, installierte Straßenlaternen, Park- und Grünanlagen. Mehrmals bekam er dafür von der Geschäftsleitung einen „auf den Deckel“: Du gibst ja deinen ganzen Gewinn für deine Arbeiter aus, Ivanytsh!… Wobei du doch anderen Wirtschaften helfen solltest, die unter Missernte und Viehsterben leiden. Sharf hörte zu, folgte jedoch weiterhin seiner eigenen Linie. Er baute ein Denkmal den Opfern des „Alzhir“ – Akmolayer Lager für Frauen der Volksverräter. Warum hatte gerade er, ein Deutscher aus der Region Rostov, der sich nun Tausende von Kilometern weit von seiner Heimat entfernt befindet, es nötig, die Leidensgeschichte dieser Menschen zu verstehen und ernstnehmen? Er war einer der ersten, der die Gesellschaft der Sowjetdeutschen „Wiedergeburt“ gründete und in ihr die Arbeit voranbrachte. Ebenso verteidigte er seine Dissertation zur Landwirtschaft. Man kann auch sagen, dass er buchstäblich aus Ruinen, einem Ort der von Spuren aus der Zeit versehen war, zu der an diesen Ort zur Umerziehung der Volksfeinde entsandt wurde, eine funktionierende Wirtschaft erschuf. In einem Dorf, in der eine psychiatrische Klinik schon gar als Hauptdenkmal gesehen wurde. Einfacher gesagt, als getan. Er arbeitete viel. Doch in jedem möglichen Moment, liebte er es, zusammen mit seiner Frau Valentina Vasiliyevna, Schuldirektorin in Malinovka, Hand in Hand auf den Straßen seines lieben Dorfs spazieren zu laufen. Er war fassbar, im Gegensatz zu üblichen Geschäftsleitern, für alle Bewohner, ganz unabhängig vom sozialen Status, kannte alle persönlich, sprach sie beim Namen an. Wie instinktiv das Statuswachstum von Malinovka ahnend, baute er Wasser- und Abwasserleitungen und verbesserte die Stromleitungen. Und ganz nebenher erlernte er auch noch eigenständig die kasachische Sprache, damit der Kontakt mit seinen Arbeitern auf einer Ebene stattfände. Und dabei war sein Sprachniveau wesentlich höher als bei manch einem Kasachen. Ich durfte ihn auf einer Dienstreise treffen. Es zeichneten ihn ein lebendiger Ausdruck aus, er war sehr kommunikativ und hatte eine klar strukturierte und gehobene Ausdrucksweise und Gestikulation. Ein lächelnder hübscher Mann, mit einem angenehmen äußeren Erscheinungsbild. An diesem Tag, wurde in der Geflügelfarm das Gefieder in die Verarbeitung gegeben und man beendete den Bau eines Springbrunnens im Zentrum des Dorfes. „Bestimmt werde ich wieder eine Bemerkung dazu bekommen, nicht wegen der Federn, wegen des Brunnens“, scherzte der Arbeitsheld. Wie können wir uns es nicht leisten, bei diesen Umsätzen und bei dem Gewinn so eine Schönheit zu bauen? In der Tat waren die Umsätze nicht gering und zusammen mit der Vishnevski Vogelfarmvereinigung, deckten die Bewohner Malinovkas die Nachfrage nach Ei und Geflügelfleisch der gesamten Region. Aber die Menschen sind keine Roboter, sagt Ivan Ivanovic, sie leben nicht nur für ihre Arbeit. Das bedeutet also, dass man die Lebensqualität immer weiter steigern soll. Bemerkenswert, dass diese Idee mit der Botschaft des Präsidenten in diesem Punkt übereinstimmt, in welcher die Lebensqualität der Bewohner an erster Stelle steht. Unternehmen geben nicht wenige Mittel für die Arbeitshelden und Kriegsveteranen aus. Solche gibt es in Malinovka, heute Akmol, mehr als tausend: Fahrten nach Astana, ins Operntheater, zu Konzerten – eine gewöhnliche Sache. Es geht die Generation der Deutschen, die unter der unbegründeten Freiheitsberaubung litten. Immer weniger Zeitzeugen gibt es noch unter den Lebenden. Wie können wir diese Ereignisse in unseren Alltagssorgen einfach so vergessen? Wie Albert Rau bei der Eröffnung mitteilte, soll eine Reihe, unter dem Namen „Leben von hervorragenden Menschen“ demnächst herauskommen. Und einer der Haupthelden dieses Mehrteilers wird Ivan Ivanovic Sharf werden. Es dämmerte bereits, als in musikalischer Begleitung der Fanfare von Aleksandr Lorenz, Geschäftsleiter der Unternehmensgruppe „Shanyrak“ und Skpulturhauer und Vladimir Bozhko das weiße Tuch vom Denkmal zu Ehren Ivan Ivanovic Sharf fiel. Und noch lange Zeit gingen seine Dorfmitbewohner zum Denkmal und legten ihrem Direktor Blumen zu Füßen des Denkmals.
Die Botschaft des Präsidenten „Erhöhung des Bevölkerungswohlstands in Kasachstan: Einkommenserhöhung und Erhöhung des Lebensstandards“ wurde auf der erweiterten Sitzung des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ Veröffentlicht in 22. Oktober 201830. Juli 2020 In Astana fand am 15. Oktober eine Sitzung des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ statt, bei dem die regionalen Gesellschaften teilnahmen. Das Hauptthema der Sitzung war die Botschaft des Präsidenten Kasachstans Nursultan Nazarbaev vom 5. Oktober an die Bevölkerung der Republik. Im Rahmen der Sitzung wurde der Auftritt des Staatsoberhauptes als Zeichen einer standfesten und zielorientierten Politik gedeutet, die darauf ausgerichtet ist, sich als ein sich stetig weiterentwickelnder Staat mit einer dynamischen Wirtschaft und erhöhten Lebensbedingungen für die Bürger zu positionieren. Das größte Interesse der Diskussionsteilnehmer wurde der Erarbeitung von Maßnahmen zur Unternehmensförderung gewidmet, da eines der wichtigsten Tätigkeitsfelder der GS die Unternehmerförderung darstellt. Im Laufe der Diskussion kamen einige Vorschläge zur Förderung des ethnischen Unternehmertums hervor, die auf der Grundlage der GS und den regionalen Gesellschaften „Wiedergeburt“ vorangebracht werden sollten. Dank der staatlichen Unterstützung und Erschaffung eines positiven Investitionsklimas, kann die GS aktiv in der Entwicklung einer günstigen Zusammenarbeit zwischen den deutschen Unternehmern in Kasachstan und den Unternehmern in der Bundesrepublik mitwirken. Ebenso soll eine Wirtschaftsplattform geschaffen werden, um das junge Unternehmertum zu fördern. Staatliche Maßnahmen zur Förderung des landwirtschaftlichen Sektors, die in der Botschaft des Staatsoberhauptes erwähnt werden, spielen für die Deutschen in Kasachstan ebenso eine bedeutende Rolle, dass der Großteil der deutschen Unternehmer Kasachstans in der Landwirtschaft tätig ist. In dieser Hinsicht ist es wichtig, sich nach einer Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Bundesrepublik zu streben, um einen Austausch und Transfer von modernen Technologien in der Landwirtschaft zu schaffen. Der nächste wichtige Punkt an der Tagesordnung war die Förderung der Jugend, Steigerung ihrer Konkurrenzfähigkeit, ihres Bildungsniveaus und ihrer sozialen Aktivität. Wie das Staatsoberhaupt anmerkte, soll die Jugend prioritär in der Staatspolitik sein. Man müsse soziale Leitern schaffen, und das kommende Jahr der Jugend widmen. Diese strategischen Ziele stimmen vollkommen mit den Zielen der Jugendarbeit der GS überein. Deshalb unterstütze man die Modernisierung der staatlichen Jugendpolitik, und sei bereit, in jeglicher Hinsicht dem mitzuwirken. Gerade in den regionalen Gesellschaften „Wiedergeburt“, in welchen solche Jugendclubs beständig sind. Mit großer Zuversicht sahen die Teilnehmer der Sitzung auf die Bildung von sozialen Leitern. Zusammengefasst wird man sagen können, dass die Teilnehmer wohl erkannt haben, dass in der Botschaft des Präsidenten nicht nur Herausforderungen aufgeführt wurden, denen sich der Staat stellt, sondern auch deren moderne Lösungsansätze. Abgesehen von den globalen Bedrohungen, dem weltweiten politischen und wirtschaftlichen Veränderungsprozesses, wird eine korrekte politische Leitung die Risiken in Möglichkeiten umwandeln können. Eine davon – die Einheit unseres Volkes, das aus einer Vielzahl von Ethnien besteht.
In Karaganda fand eine erweiterte Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans statt. Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 An der Sitzung nahmen Vertreter der Jugendclubs und Filialen teil: Viktor Deimund, Mitglied des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung; Aleksandr Urmashov, Vorstandsvorsitzender des Jugendkoordinations-rats der Nationenversammlung Kasachstans (NVK) Region Karaganda, Leiter des regionalen Hauptsitzes der NVK Jugendbewegung „Zhangyru zholy“; Anastasiya Rimmer, Koordinator für Jugendprojekte der GS „Wiedergeburt“ Das Programm der Ratssitzung war gefüllt von aktuellen und wichtigen Fragen für die Jugendvereinigung: so die Projektarbeit im vierten Quartal, die Erarbeitung von Satzungen, Vorstellung der neuen Finanzierungsart der Jugendclubs, Berichterstattung über die Tätigkeiten in den Regionen. Einer der wichtigsten Punkte an der Tagesordnung war das Brainstorming zur Erarbeitung einer Vorgehensweise zur Realisierung eines Konzepts zur Entwicklung des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans. Diskutiert wurde auch die Möglichkeit über eine Zusammenarbeit mit der Jugendbewegung NVK „Zhangyru zholy“. „Am 29. September durfte ich an der erweiterten Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans teilnehmen, die im „Haus der Freundschaft“ in Karaganda stattfand. Im Rahmen dieser Sitzung wurden viele aktuelle Fragen besprochen, die maßgeblich zur Entwicklung der Organisation beitragen. Ebenso wurden Berichte über die Tätigkeiten in den Jugendclubs im 3. Quartal übergeben. Zweifellos zeigt es noch einmal das unsere Organisation gute Zusammenarbeit in der Einbeziehung von mehr jungen Menschen in Kasachstan in soziale Projekte – eine Tätigkeit, die sich den Erhalt und die Festigung der zwischennationalen Einigkeit und die gesellschaftliche Stabilität zum Ziel setzt“, sagt Aleksandr Urmashev, „Es wurden einige große republikweite Projekte angesetzt, in denen unter anderem auch Aktivisten aus „Zhangyru zholy“ teilnehmen können. Gerade heute ist es wichtig alle Kräfte und Ressourcen zu vereinen, um Großes zu erreichen. Eine große Arbeit ist bereits getan, doch vor uns liegt noch eine viel größere Arbeit. Ich wünsche dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans eine erfolgreiche Arbeit und Erfolg in der Umsetzung der eigenen und der Ziele der Jugendbewegung „„Zhangyru zholy“. Ein anderer Punkt war die Frage zur Planung und Durchführung der bevorstehenden Wahlkonferenz. Im Rahmen der Ratssitzung wurden zwei Kandidaturen auf das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Verbandes vorgestellt. Kristina Librikht, Vorsitzende des Jugendclubs Almaty und Maria Borisevic, Mitglied des Aufsichtsrats der GS „Wiedergeburt“ stellten kurz die wichtigsten Punkte aus ihrem Wahlprogramm vor. Es wurde festgelegt, eine Online-Debatte mit den zwei Kandidaten durchzuführen, bei der jeder, der möchte, eine Frage die ihn interessiert, an Kristina oder Maria stellen kann. Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, die Theateraufführungen der Gruppen aus Astana und Karaganda, die im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell 2018“ vorgestellt wurden, zu besuchen.
„…Sein!“ – hauptstädtisches Theater und Club der deutschen Jugend in Karaganda. Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 Auf der Bühne des „Hauses der Freundschaft“ in Karaganda fand die Vorstellung des Jugendtheaters „Diamant“ aus Astana statt. Sie fand im Rahmen des Projekts „Theaterkarussells 2018“ statt, der den Jugendlichen die Möglichkeit gab, sich in einer neuen Rolle zu beweisen. Die Schauspielergruppe, unter der Leitung von Igor Liskov, stellte drei Szenen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen vor. Darunter das Drama „Der Garten ohne Erde oder ein Schulaufsatz zum Thema…“ in dem pantomimisch darüber erzählt wird, wie die Menschen sich an schlechte Angewohnheiten gewöhnen und ein Stück, das zum Kampf gegen die Korruption aufrufen soll. Igor Liskov erwähnte in seiner Eröffnungsrede, dass das Theater vor 8 Jahren ursprünglich als Theater „Diamant“ für Jugendliche Anfänger gegründet wurde. Ebenso drückte er seine aufrichtige Dankbarkeit dem „Haus der Freundschaft“ aus. „Wir haben drei komplett unterschiedliche Stücke vorgestellt“, erklärt der Regisseur. „Sie erzählen von den menschlichen Fehlern, Problemen der Individuen, und darüber, wie sie sich der schlechten Stimmung in der heutigen Zeit hingeben.“ Der Grund dafür, dass wir solche gesellschaftlichen Themen ansprechen liegt darin, dass wir die Schmerzpunkte der Gesellschaft zeigen und über sie erzählen wollen. Die ersten Stücke wurden dem Thema AIDS gewidmet, die bei den Zuschauern Begeisterung und Überwältigung auslöste. Zurzeit setzt das Theater seine Arbeit fort und geht in ganz Kasachstan mit ihren Aufführungen auf Tour, sogar schon mit neuen Schauspielern. Die Besucher waren mit dem frischen Wind der in der neuen Gruppe und den neuen Stücken wehte, sehr zufrieden. Übrigens, wird im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell“ die Theatergruppe aus dem Club der deutschen Jugend Karaganda „Grashüpfer“ in Astana das Stück „Auswahl“ präsentieren. Im Stück geht es um eine Situation aus dem Leben, die aber aus drei verschiedenen Sichtweisen, schon einmal ganz anders aussehen kann. Kymbat Kalieva
Kennenlernen der nationalen Traditionen Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 Noch im Sommer hatte das Bundesministerium des Innern und die Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ eine Ausschreibung für die Teilnahme am Tag der deutschen Kultur veröffentlicht. Leiterin der Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk Kristina Samosledova beschloss an diesem Ereignis teilzunehmen. Sie stellte einen genauen Veranstaltungsplan zusammen, sandte es zusammen mit dem Teilnahmeantrag ab, begeisterte die Auswahlkommission mit ihrem Vorhaben und gewann die Fördermittel zur Durchführung des Projekts. Was daraus wurde und wie die Durchführung dieses interessanten Projekts stattfand, konnten die Bewohner von Shakhtinsk am 15 September live miterleben. Zunächst einmal sollte erwähnt werden, dass die Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk aktive gesellschaftliche Arbeit leistet. Erst kürzlich empfing man hier Gäste aus Deutschland, führte eine Sprachakademie für Familien durch und im Frühling fand hier der regionale Tag der deutschen Kultur statt, bei dem unsere Stadtbewohner sich mit der Kultur dieses europäischen Volkes bekannt machen konnten. Aber diesmal setzte Samosledova auf das Erlenen der Geschichte, interessanter deutscher Traditionen und der deutschen Sprache. Und um das Ganze nicht in einem langweiligen Unterrichtsstil durchzuführen, wurden virtuelle Exkursionen, Seminare, Wettbewerbe und Workshops veranstaltet. Diese Veranstaltungsart lockte viele Bewohner an und lud zur Teilnahme von über hundert Menschen ein. Die meisten Teilnehmer waren Mitglieder der „Wiedergeburt“. Es kamen jedoch auch jene, denen es schlichtweg interessant war, mehr über die deutsche Kultur zu erfahren. So auch die Bewohnerin Vera, die davor nie wirklich großes Belangen für die Kultur und Traditionen der Deutschen zeigte, aber nun ihr 14-jähriger Sohn Ilja, in letzter Zeit sehr daran interessiert ist, vor allem die Geschichte und Sprache des weit entfernten Landes zu erlernen. Gerade er schaffte es auch seine Mutter dafür zu begeistern und das Fest „Tag der deutschen Kultur“ zu besuchen und viele neue Entdeckungen zu machen. Besondere Aufmerksamkeit widmete man dem runden Tisch „Meine Familie – mein Reichtum“. Hier wurde, mithilfe eines Psychologen, deutschen Familien geholfen, ihre Näheren besser zu verstehen, Fehler zu verzeihen. Langeweile fand auch unter den Kindern keinen Platz. Am Morgen fand ein Sprachwettbewerb „Mein Deutsch“ statt, und am Abend dann ein Foto-Abenteuerspiel zu den berühmtesten deutschen Märchen. Doch das war noch nicht alles! Es folgte eine Filmvorstellung und danach ein festliches Abendessen. Vera wählte den Workshop, der der Zubereitung des traditionellen „Nürnberger Lebkuchens“ gewidmet war. Dafür brauchte man keine großen Kochkünste und die Zutaten bekam man alle schon vor Ort. Deshalb waren sogar junge Männer an der Zubereitung solch eines Lebkuchens für die lieben Bekannten interessiert. N. Shulakova, Lehrerin am Gymnasium Nr.1, leitete diesen Workshop und erzählte dazu auch noch über seine Entstehungsgeschichte und die mit dem Lebkuchen verbundenen Bräuche. Für die, die sich von den Süßigkeiten nicht hinziehen ließen, wurde ein Quiz zu den deutschen Traditionen veranstaltet, Treffen und Erinnerungen mit den Spätaussiedlern, Kreativwerkstatt, in der sich jeder einmal wie ein richtiger Künstler fühlen konnte und die wichtigsten Arten der angewandten Kunst ausprobieren konnte. Mit Sicherheit kann man sagen, dass das Kennenlernen mit der deutschen Kultur erfolgreich verlief. Der Tag der Sprachen der Nationen Kasachstans, der jeden dritten Sonntag im September gefeiert wird, war ein guter Anlass für die einheimischen Bewohner, um in die freundschaftliche Atmosphäre der Völkerfreundschaft einzutauchen. Wir hoffen sehr, dass dieser Anlass auch von Vertretern verschiedener anderer Nationen unseres Landes genutzt wird. Ebenso glauben wir, dass uns das Sprachzentrum „Wiedergeburt“ nicht das letzte Mal an so einem Ereignis hat erfreuen lassen. Kristina Samosledova Leiterin der Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk.
Wir tauschen „Power“ gegen Erfahrung Veröffentlicht in 15. Oktober 201830. Juli 2020 Wie man zwei völlig unterschiedliche Generationen vereint, weiß die deutsche Gesellschaft „Wiedergeburt“ Aktyubinsk genau. Zwei Tage lang lehrten die Großmütter der deutschen Jugend ihre Weisheit und erhielten dafür eine Ladung Kraft und Energie. Was tun, wenn in dieser Woche das Thermometer außerhalb des Fensters weit über 35 Grad hinausgeht? Die Älteren versuchen, das Haus weniger zu verlassen, und beschweren sich über Druck und Wunden. Junge Leute hingen im Internet und schlugen ihre Zeit in den Ferien tot. In der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ besteht seit einigen Jahren eine Tradition, ältere und jüngere Generation zusammenzubringen. Zu verschiedenen Zeiten des Jahres, mit oder ohne auch ganz ohne Anlass. Die Voraussetzung für die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung ist nur eine Sache: Es ist unbedingt notwendig, dass Sie gute Laune und positive Stimmung mitbringen. Vergeblich denken viele Leute, dass solche Projekte langweilig und uninteressant seien. Menschen unterschiedlichen Alters haben weder gemeinsame Themen noch Hobbys, und das Treffen selbst wird zu einem langweiligen Zusammenkommen. – „Es gibt sie! Wir haben gemeinsame Gesprächsthemen“, sagt Angelika Stahl, Vorsitzende des deutschen Jugendklubs „Junge Sterne“. „Wir haben tatsächlich „Berührungspunkte“ gefunden: Wir und die älteren Damen sind bereit, etwas Neues zu lernen, und junge Menschen erforschen aktiv deutsche Traditionen und Bräuche. Natürlich gibt es jetzt fast alles im Internet, aber Live-Kommunikation ist besser, wenn man Fragen persönlich stellen kann. Die Veranstaltung erstreckte sich über zwei Tage. Bekanntschaften und Kommunikation, um sich besser kennenzulernen – am ersten Tag organisierten die Veranstalter verschiedene Workshops als „Hauptgericht“. – Das Projekt erhielt eine äußerst positive Rückmeldung von Jugendlichen, rund zehn Kinder kamen mit Freude zur Veranstaltung. Aber auch die älteren Damen, die das Gespräch mit jungen Menschen bereits missten, beschlossen, etwas frischen Wind in das Treffen zu bringen: sie sangen Lieder, die sie selbst von ihren Großmüttern gehört hatten, andere lasen Gedichte. Es ist sehr erfreulich, dass die Jugendlichen nicht im Internet verschwanden, sondern alles sorgfältig aufnahmen.“, teilt Angelika mit. Sie beschlossen das traditionelle Teetrinken in der Natur zu veranstalten. Am Fluss, in der Kühle, und im Schatten der Bäume gingen die Gespräche schon aktiver. In der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ gibt es ein Mitglied schon seit vielen Jahren – Lydia Pavlukhina. Die aktive Großmutter kocht gerne. Deshalb wurde ihr der Kochkurs anvertraut: – Dieses Mal haben wir beschlossen, jeden mit dem traditionellen deutschen Salat aus Salzkartoffeln, Zwiebeln und Dressing zu verwöhnen. Es ist am einfachsten, aber sehr lecker! Ich erinnere mich, als ich klein war, haben unsere Großmütter uns denselben Salat gezaubert. Das Rezept wurde von jungen Leuten sehr gelobt. Die Mädchen selbst blieben jedoch nicht zurück, sondern zeigten der älteren Generation, wie schnell und auf originelle Weise Sandwiches aus den improvisierten Produkten zubereitet werden können. Die Enkelin von Lydia Gotlibovna, auch Lydia, eine Schülerin der deutschen Sonntagsschule „Denk’mal!“, eignete sich von ihrer Großmutter einen starken Charakter, Willenskraft und eine aktive Lebensposition an. Mit 16 Jahren ist sie eine Meisterin im Schwimmen. Sie zeigte, wie man richtig schwimmt und den Opfern erste Hilfe leistet. – Die ältere Generation ist für uns ein Beispiel in allem: Meine Großmutter hat mir von den Traditionen der Deutschen erzählt, sie hat mir beigebracht, deutsche Gerichte zu kochen. Ich denke, ich werde dieses Wissen an meine Kinder und Enkel weitergeben“, sagt Lida. Für Marzii Dilman sind solche Treffen wie ein Balsam für die Seele. Dies ist nicht nur ein Anreiz für Lebhaftigkeit und Energie, sondern auch eine Gelegenheit, die Geheimnisse Ihres Hobbys mitzuteilen. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert häkelt Marzija Sergalievna und ihre Arbeiten – ein schöner Anblick. Bei dem Treffen zeigte die Näherin die Kunst, deutsche Servietten zu stricken. – Sie können sich nicht vorstellen, wie nützlich solche Treffen sind! Sowohl für Jugendliche als auch für die Älteren. Wenn wir das Licht in den Augen von Mädchen und Jungen sehen, haben wir selbst einen zusätzlichen Anreiz zu leben“, sagte Marzia Sergalievna. Zusätzlich zu den Workshops luden die Organisatoren Tatyana Ostretsova, die Direktorin des Verbands der Vereinigung der Familienärzte Kasachstans, ein. Ein berühmter Arzt gab Empfehlungen, wie ein Schlaganfall vermieden werden kann. Das Treffen von zwei Generationen wurde mit einem Teetrinken und Erinnerungsgeschenken abgeschlossen. Dmitry Shinkarenko Übersetzung: Manuel Gross
Igor Niderer: „Ich bleibe in allen Sprachumgebungen deutsch“ Veröffentlicht in 12. Oktober 201830. Juli 2020 Igor Niderer ist der Direktor der bekannten Alau Funk- und Radio-Station in Kostanay. Geboren 1971 in Kazan, wo seine Eltern studierten. Ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes zog die Familie nach Kostanay. Seitdem verlässt Igor ihn nicht. Dies hinderte ihn nicht daran, eine erfolgreiche Karriere im Journalismus zu machen und sich als wahrer Deutscher zu fühlen. In dem strategischen Dokument „Plan der Nation – 100 konkrete Schritte zur Umsetzung von fünf institutionellen Reformen“ ist einer der vorrangigen Bereiche der 88. Schritt, der die Bedeutung der Förderung der Idee der Gesellschaft des universellen Arbeitens sowie der persönlichen Geschichten von den Bewohnern Kasachstans, die hohe Ergebnisse erzielt haben. Der Held der heutigen Ausgabe ist Igor Nikolaevich Niderer: – Igor Nikolayevich, als ich erfuhr, dass Ihre Söhne Edgar und Gerhard heißen, trat sofort der Wunsch auf, über nationale Identität zu sprechen. Immerhin bekommen wir die Kindernamen aus der tiefen Seele heraus. – Wir sind Deutsche väterlicherseits, zumindest bis zur zwölften Generation. Aber meine Mutter war Russin. Die Sprache, die ich angefangen habe zu sprechen, war Russisch, und ich denke auch auf Russisch. Ich kann lange auflisten, was ich in der russischen Kultur, in russischen Frauen oder in der russischen Geschichte mag. Ich bin stolz auf die Erfolge in Russland. Dasselbe kann über Kasachstan gesagt werden: ein wunderschönes Land, wunderbare Menschen, verdient Anerkennung in der Welt. Aber was meine nationale Identität angeht, ich bin von einem anderen Stamm, ich bin Deutscher. Ich fühle es in jeder Sprachumgebung. Ich musste in sechzehn Ländern im nahen und fernen Ausland sein. Manchmal wollte ich, um etwas zu experimentieren, mich zum Beispiel in Spanien in einen Spanier hineinzuversetzen. Nein. Ich fühle mich wohl, so wie ich bin. – Dann ist es wahrscheinlich logisch die Frage zu stellen, warum Sie dann nicht nach Deutschland ausreisen? – „Ich habe Verwandte in Deutschland, der 95-jährige Großvater ruft mich immer wieder: „Wann wirst du dich endlich wieder mit uns vereinen?“ Ich antworte immer: „Großvater, nur zu Besuch.“ Kurz gesagt, niemand stört mich als Deutscher in Kasachstan. Aber in Deutschland werde ich nicht besser sein als hier. Ich spreche von Beruf, Karriere und Lebensstandard. Es gab eine Zeit, in der unsere Angehörigen und einige Klassenkameraden in Kostanay auf die gleiche Art und Weise lebten: Sie haben in der Schule studiert, haben eine höhere Schule besucht. Dann gingen sie, ich blieb. Und jetzt? Einer meiner Cousins mäht Rasenflächen in Berlin, ein anderer verteilt Zeitungen, ein Klassenkamerad wäscht Fenster. Ja, das ist ein normaler Job, jemand muss es tun, aber er wollte etwas anderes in Deutschland. Viele dachten, dass sie sich auf einer höheren Ebene als hier realisieren könnten. Sie hatten keinen Erfolg. Deutschland ist nicht schuld. Unsere Deutschen waren nicht an die Bedingungen des harten Wettbewerbs angepasst. Sie hoffen, dass ihre Kinder mehr Glück haben werden. So wird es anscheinend auch werden. – Und in Kasachstan herrscht ein starker Wettbewerb. Fernseh- und Radio-Regisseur zu werden, ist alles andere als einfach. Zuvor haben Sie als eigenständiger Korrespondent in der Region Kostanay in der Agentur Khabar gearbeitet. Dafür ist es zu wenig, ein talentierter Journalist zu sein. Teilen sie doch bitte mit uns ihre Erfahrungen, aber ohne falsche Bescheidenheit … – Viele Fragen zu diesem Thema, auch warum ich in der Provinz geblieben bin, wenn alle Wege offen sind? Ohne falsche Bescheidenheit nehme ich an, dass einer der Gründe, die ständige Arbeit an sich selbst ist. 1993 machte ich meinen Abschluss an der Fakultät für Fremdsprachen der Staatlichen Universität Kostanay und kam sofort zu „Alau“. Es war die erste Adresse des neuen Fernsehens in Kostanay. Das erste Siegel in meinem Arbeitszeugnis wurde hier platziert. Dann gab es eine Pause … Ich suchte mich in der Werbung, im Übersetzen und in der Verwaltung. Vielleicht half mir nichts so sehr, die Führungsrolle der Organisationen, in denen ich zur Arbeit gekommen war, zu mögen, wie Sprachkenntnisse: Ich verbesserte mein Englisch, Deutsch und versuchte es auch mit Kasachisch. Dies ist für die Selbstentwicklung, aber ein Teil des Wissens war für die Arbeit nützlich. Zum Beispiel hat mich Khabar auf solche Geschäftsreisen geschickt, wo man ohne Sprachkenntnisse nichts zu tun hat. – Die Khabar-Agentur hat Sie also deshalb zum Bericht über den Vorsitz in der OSZE Kasachstan geschickt? Es gab exklusives Material mit Perrin de Brichambaut und Ban Ki-moon, der durch Zentralasien tourte und bei der Beantwortung Ihrer Fragen auf dem ehemaligen Atomtestgelände Semipalatinsk Ihnen die Hand gab … – Ich kann Ihnen nicht versichern, dass ich der erste meiner Kollegen war, der Ban Ki-moon in Kasachstan interviewt hat, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr hoch. Ich habe es geschafft, dem Generalsekretär fast alle meine Fragen zu stellen, denn es reicht nicht aus, die Sprache zu kennen, man muss arbeiten können. „In jedem Fall…“ – eine meiner deutschen Qualitäten – es hängt fast nicht damit zusammen, ob Sie die Sprache kennen und auf welcher Ebene. Journalistische Aktivitäten passen nicht in einen soliden Rahmen. Es gibt immer Nuancen, Striche, Details und Episoden, die die Idee eines Ereignisses oder Charakters ergänzen. Als ich 2010 in Jerewan den ehemaligen Präsidenten Armeniens, Serzh Sargsyan, interviewte, reichte mir mein Russisch. Meines Erachtens nach, können alle Bewohner in Armenien mehr oder weniger Russisch. Ich habe einen guten Eindruck von Armenien und Sargsyan rausgebracht. Er sagte entscheidende Worte über Kasachstan und unseren Präsidenten Nursultan Nazarbayev zum Mikrofon. Ich dachte, es wäre traditionelle Höflichkeit. Aber ich hatte nicht erwartet, dass er nach dem Interview ohne das Mikrofon sagen würde: „Ich glaube nicht, dass alles, was ich über Kasachstan gesagt habe, nur ins Mikrofon gesprochen hätte und ohne es würde ich etwas völlig anderes sagen. Nein. Ich spreche offen und aufrichtig. Kasachstan ist führend in der sozioökonomischen Entwicklung seiner Region … „. In solchen Zeiten ist man unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit stolz auf sein Land als Bürger. Ich habe dieses Gefühl mehr als einmal erlebt. – Der Fernsehsender „Alau“, den Sie leiten, ist nicht nur stolz auf die Erfolge des Landes oder der Region, er weiß auch, wie er Druck auf einen wunden Punkt ausübt. – Einmal im Jahr 2007 wurde ich eingeladen, in der Hauptstadt zu arbeiten … mit Wohnraum, Gehalt und anderen interessanten Anreizen. Ich habe zwei Monate lang versucht, eine Lösung für mich zu finden. Und ich fand sie in Kostanay, in der Region, die ich gut kenne, wo alle Probleme der Menschen mir nahe stehen. Wenn der Zuschauer meldet, dass das Dach in seinem Haus undicht ist, nehme ich es ernst. Eine Person kann kein großes Dach flicken, das ist eine Frage an die Behörden, trotz der Eigentumswohnungen und der Wohnordnung. Das Komplott der kommunalen Katastrophe kann kaum als Kritik an den Behörden angesehen werden. Eine andere Sache ist, dass die Regierung auf diese Geschichte angemessen reagieren sollte. Wenn sie nicht reagiert, muss Kritik verübt werden. Das Fernsehen muss sehr einfache Anforderungen erfüllen – die Wahrheit des Lebens widerspiegeln. Die Leute auf der Straße denken nicht an runden Tischen, Versammlungen oder Memoranden. Die Regierung muss das verstehen. Der Informationsblock muss mit dem richtigen Leben gefüllt sein, damit die Menschen sich selbst sehen können. Wir informieren sie nicht nur, sondern möchten ihnen helfen, ihre Probleme zu lösen. Eine ständige Verbindung zu den Zuschauern herzustellen ist unsere Aufgabe. Obwohl wir natürlich versuchen, globalen Trends zu folgen. Wir leben in unserer Zeit, wir bleiben auf dem Laufenden, aber folgen ihm nicht bind. – Haben Sie versucht, das deutsche Thema in die Agenda aufzunehmen, die der Sender herausgibt? – Wir können jedes Thema einbeziehen, gäbe es nur einen informativen Anlass. Ende April kam beispielsweise eine Delegation deutscher Geschäftsleute in unsere Region. Es gab ein Treffen mit regionalen Zuständigen, eine Reise in den Fedorovsky Bezirk, ein Gespräch über Kooperationsprogramme. Und hier zum Beispiel hat Ivan Vechtein, Direktor der Karl Marx LLP, seine Bereitschaft geäußert, an den vorgeschlagenen Programmen mitzuarbeiten. Aber die Gäste gingen, und die Parteien gingen in die Erwartungen derjenigen, die auf die Fortsetzung der angekündigten Absichten warten. Die Aussichten auf die Zusammenarbeit sollten „multi-seriell“ sein: sich einigen, mit der Umsetzung beginnen, ein Ergebnis bekommen. Oder ein anderes Beispiel: Am Tag der Erinnerung an die Opfer politischer Unterdrückung luden wir Vladimir Auman ins Studio ein. Er hat mehr als ein Dutzend Bücher zu den Problemen der Deutschen in Russland veröffentlicht, darunter das zweibändige Buch „Die Geschichte der Russlanddeutschen in Dokumenten“. Herausgeber einiger deutscher Zeitschriften, Autor von zwei Dokumentarfilmen über Deutsche in der UdSSR! In der Bibliothek benannt nach Tolstoi präsentierte er sein Buch über Gerold Belger. Auman – ein Eingeborener aus unserer Region, besuchte die Gräber von Verwandten, es gab interessante Treffen mit Dorfbewohnern. Dann wurde er in die Firma eingeladen, die auch von unserem einheimischen Deutschen Sergey Blok geleitet wird. Es gibt viele Deutsche in der Region. Um eine starke Wiederkehr von ihnen zu erzielen, brauchen wir richtige Projekte, vor allem für junge Menschen. Um ehrlich zu sein, die meisten jungen Menschen deutscher Nationalität zielen darauf ab, nach Deutschland zu ziehen. Dies ist für Deutschland nicht mehr interessant, und umso mehr interessiert sich Kasachstan für den Erhalt seiner deutschen Jugendlichen. – Wissen Sie, wie Sie die Deutschen in Kasachstan erhalten können? – Eines weiß ich auf jeden Fall. Im Mai 1945 hörte das faschistische Deutschland auf zu existieren. 74 Jahre sind vergangen, aber gerade wir hören vor allem an den Maifeiertagen: „Deutsche, Deutsche“. Hat das Sowjetvolk mit einer ethnischen Gruppe gekämpft? Oder mit dem Nazismus? Es gab viele Deutsche in Kasachstan, aber es gab keine Faschisten. Warum malen Sie eine billige Volkskarikatur einer ganzen Nation? Die Deutschen, die hier oder in den nordrussischen Regionen gearbeitet haben, haben viel für den Sieg beigetragen. Die Rolle der deutschen Arbeitsarmee wird jedoch immer noch unterschätzt. Hat dies Auswirkungen auf die Migrationsströme? Wenn wir die Jahre des Massenabzugs der Deutschen aus den postsowjetischen Republiken in die Bundesrepublik Deutschland mitnehmen, dann war dieser Grund nicht einer der letzten. Und die zwischenstaatlichen Programme der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland sollten erneuert werden, arbeiten für das 21. Jahrhundert. Interview: Lyudmila Fefelova Übersetzung: Manuel Gross
O’Zapft is! Veröffentlicht in 11. Oktober 201830. Juli 2020 Igor Pawlow, Polina Tscherepowskaja Weltweit finden derzeit allerlei Oktoberfeste statt. So auch in Taras in Kasachstan, wo am 22. September der Fassanstich erfolgte. Organisiert wurde das Taraser Oktoberfest von der Deutschen Gesellschaft im Gebiet Schambyl. Damit wollten die Organisatoren nicht nur ihre Traditionen bewahren, sondern auch zeigen, dass es in der Region noch immer ethnische Deutsche gibt. Traditionell beginnt der Feiertag mit dem Anstich eines Bierfasses durch den Vorsitzenden der deutschen Gesellschaft, Alexander Giebner. Als „Festival des Bieres“ angekündigt, herrschte auf dem Territorium der Taverne „Na Narodnaya“ eine besondere Atmosphäre: Es gab ein Biermeer, traditionelle deutsche Vorspeisen, Brezeln, bayerische Würste, verschiedene Wettbewerbe, Tänze und Trachten sowie eine Lotterie. Eine Musikgruppe aus Almaty sorgte für die musikalische Untermalung des Abends. Ein großes Feuerwerk mit deutscher Musik sorgte für einen effektvollen Abschluss des Festes. Das Oktoberfest ist eines der bekanntesten Volksfeste der Welt. Erstmals am 12. Oktober 1810 begangen, zieht es heute jedes Jahr mehrere Millionen Touristen in die bayerische Landeshauptstadt München.
Handreichung für Kinder- und Jugendsprachcamps Veröffentlicht in 20. August 20183. Juli 2020 Liebe Freunde, unsere Lieben, die die Jugend- und Kindersprachcamps und –AG vorbereiten, veranstalten und einfach gern haben, Wir möchten Ihnen wir großer Freude die neue methodische Handreichung vorstellen, die unsere erfahrenen und engagierten Campsorganisatoren und Deutschlehrer für Sie vorbereitet haben. Die Handreichung besteht aus zwei Teilen: Teil 1 beinhaltet methodische Tipps für Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Camps und ist vor allem an die Direktoren und Organisatoren der beliebten Kinder- und Jugendprojekte gerichtet. Teil 2 enthält ein bis ins Detail ausgearbeitetes Konzept eines Jugendsprachcamps zum Thema „Deutsche Spuren in Kasachstan“ und beinhaltet die erarbeiteten Unterrichtssequenzen für den kommunikativen Deutschunterricht, Programme für die Workshops, Angebote für Abendveranstaltungen, Spielkiste etc. Dieser Teil richtet sich vor allem an die Deutschlehrer, Workshopsleiter, Organisatoren der Abendveranstaltungen und Betreuer. Der zweite Teil ist mit den Hyperlinks versehen: vom Inhaltsverzeichnis aus kann man sofort zum nötigen Kapitel gelangen. Die Materialien dieser Handreichung können auch in den Sprachkursen und –zirkeln, in den Jugendclubs, den Begegnungszentren, Schulen der fakultativen Ausbildung und v.a. verwendet werden. Das Autorenteam freut sich auf Ihre Rückmeldungen und auf die Ergebnisse der Erprobung der Handreichung! Herzlichst wünschen wir Ihnen Erfolg mit der Handreichung und interessante und spannende Kinder- und Jugendsprachcamps! Ihr Autorenteam Teil 1 Teil 2
Am 11.08.2018 ist das lange ersehnte Jugendsprachcamp „Jugendtreff.kz“ endlich gestartet! Veröffentlicht in 13. August 201828. Juni 2020 60 junge Leute aus der deutschen Minderheit aus verschiedenen Eckchen Kasachstans sind in dem Bildungs- und Freizeitzentrum Baldauren, Borowoje, für 14 Tage zusammen gekommen, um intensiv Deutsch zu lernen, vielseitige Workshops zu besuchen, Sport zu treiben und neue Freunde kennen zu lernen. Das internationale Organisatoren- und Personalteam hat ein spannendes und interessantes Programm vorbereitet: 4 Stunden Deutsch jeden Tag mit den Superdeutschlehrern aus Kasachstan und Russland; Workshops „Sport“, Theater“ und „Medienwerkstatt“ mit den engagierten Sprachassistenten aus Deutschland; Workshops „Geschichte der Deutschen Kasachstans“, „Deutscher Volkstanz und moderner Tanz“ und „Lieder“ mit der ethnokulturellen Komponente; Lustige und interessante Abendveranstaltungen, wo man das Erlernte auf Deutsch sofort anwenden und seine Talente zum Ausdruck bringen kann; dazu noch Wettbewerbe, Ausflüge, Spaziergänge in einer der schönsten Gegenden Kasachstans, Schwimmband, Diskos und vieles andere. 14 Tage Deutsch, Spaß, neuer unvergesslicher Eindrücke und interessanter Programmpunkte liegen noch vor!
In Erwartung des Weihnachtsfestes Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Das Jahr 2018 geht zu Ende. Mit dem ersten Schnee beginnen die Vorweihnachtstage – die lang erwartete Zeit der Magie und Geschenke. In unserem multinationalen Land war es lange so, dass alle Feiertage für uns unabhängig von Nationalität oder Religionszugehörigkeit allgemein sind. Um die Ferien mit den Bewohnern von Karaganda zu verbringen und die Vorfreude auf die Weihnachtsferien zu teilen, kamen Vertreter der deutschen Botschaft in Kasachstan in unsere Stadt. „Vorfreude ist die schönste Freude“ – gesungen in einem berühmten deutschen Lied. Zu Beginn der Veranstaltung, die im Konzertsaal von „Shalkyma“ stattfand, wurden Glückwünsche vom deutschen Botschafter, Dr. Tilo Klinner, an die Anwesenden gerichtet: So wie jedes Jahr möchten wir allen Bewohnern Kasachstans eine festliche Stimmung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest wünschen. Dies ist das Fest der Liebe und des Friedens und bietet eine hervorragende Gelegenheit, Menschen zusammen zu bringen. Karaganda ist ein wichtiger Ort für die Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan, da die Mehrheit der Deutschen hier in dieser Region lebt. Sie bilden eine Brücke zwischen Deutschland und der Republik Kasachstan. Ich freue mich, jeden, der hier ist, willkommen zu heißen, unabhängig von der Nationalität. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich besonders bei der regionalen Gesellschaft Deutsches Zentrum „Wiedergeburt“ in Karaganda für die Unterstützung bedanken! Ohne die aktive Unterstützung des deutschen Zentrums wäre eine gut koordinierte Veranstaltung nicht möglich gewesen.“ Während des traditionellen Konzerts wurden Weihnachtslieder vom internationalen Publikumschor Haileybury mit der Blaskapelle Astana Music Society aufgeführt. Das Publikum hörte sich gerne Lieder auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Kasachisch an, und am Ende des Konzertes verdienten die Künstler einen Applaus für die Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ von Johann Sebastian Bach. Die Zuschauer genossen es, lustige Trompeter mit Nikolausmützen zuzuhören, friedlichen Weihnachtsliedern zu lauschen, und ich erinnerte mich an die Worte eines berühmten deutschen Schriftstellers und Künstlers Hermann Hesse: „Wenn wir einen Menschen glücklicher und fröhlicher machen können, sollten wir tun, fragt er uns danach oder nicht.“ Evgenia Schulz
Am Vorabend der deutschen Weihnacht Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Der Heilige Nikolaus war dieses Jahr sehr gutherzig für diejenigen, die an ihn glauben. Er gab Geschenke an Kinder und blieb lange Zeit in der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“. Wie viele interessante Menschen, wie viele Angelegenheiten am Vorabend von Weihnachten in dieser Gesellschaft! Die stellvertretende Vorsitzende, Olga Vladimirovna Litnevskaya, zeichnete sich in diesem Jahr neben anderen Verdiensten durch die Kampagne „Die Abonnementkampagne für die Deutsche Allgemeine Zeitung“ aus. Dank ihrer organisatorischen Fähigkeiten stellte die Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pavlodar im Rahmen des Projekts „Ein Dorf – eine Kopie der Zeitung“ über zweihundert Empfänger zur Verfügung. Jetzt gibt es in der Region Pavlodar keine einzige Siedlung, in der die deutsche Bevölkerung lebt, in der die Zeitung „DAZ“ nicht ankäme. In den Worten des Pfarrers der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Nikolai Sharikh, der vor dem von Nina Maseikova geleiteten Seniorenclub sprach, hörte Nikolaus viele interessante Dinge über sich. Die Persönlichkeit des Pastors ist an sich eine überaus interessante. Er wurde im Dorf Telman in der Region Pawlodar geboren, in dem sich eine große deutsche Gemeinde befand (etwa hundert Menschen). Seit seiner Kindheit sang er im lutherischen Chor, und von seiner Mutter konnte er die deutsche Sprache und Traditionen. Der Gottesdienst wurde bisher nur in deutscher Sprache durchgeführt, aber mit der Umsiedlung von Pastor Raiken Dühr und der Mehrheit der Deutschen nach Deutschland begannen sie, ihn auf Russisch zu leiten und wählten Nicholas als Prediger. Und er entschied sich zu studieren. Zwei Jahre lang erlangte er Wissen im Seminar in Astana, dann vier Jahre – in Tomsk. Am 1. September 2014 begann N. Sharikh in der Stadt Shemonaiha (Ostkasachstan), das Wort Gottes zu lesen. Heute ist Pastor Nikolai eng mit der“Wiedergeburt“ Pavlodar verbunden – er leitet Gottesdienste für Gemeindemitglieder (die Pfarrei feiert deutsche, kasachische und russische geistliche Feiertage), besucht den Seniorenclub, singt in der deutschen Gesangsgruppe „Nette Frauen und brave Männer“. Dafür wurde der gute Nikolayus der Kinder der Schule Nr. 39, ihre Direktorin Elena Ivanovna Bulgakov und auch die Deutschlehrerin Tanzilya Mokrousova gelobt. Beurteilen Sie selbst: Sieben Preisträger, von denen die ersten drei Preisträger sind: Farid Temirzhanov, Polina Voroshilova, Angelina Bazavod; zwei Sekunden: Ilya Fesikov, Julia Akopova; zwei dritte Plätze: Julia Nikitina, Ivan Afanasyev. „Am 6. und 7. Dezember wurde in der Stadt ein regionaler Kongress von Deutschlehrern organisiert, der vom Goethe-Institut eingerufen wurde. Das Treffen wurde von Vertretern der Sprachzentren aus den Städten Pavlodar und Almaty geleitet. Die Leitung der Veranstaltung übernahm die Leiterin des des Sprachenzentrums des Goethe-Instituts Konstanze Krüger. An dem Treffen nahmen sowohl Veteranen als auch Schauspiellehrer teil. Es wurde eine Frage zum Status der Sprache gestellt, es wurden Probleme und Lösungen ermittelt. Parallel zum Kongress fand die Olympiade der deutschen Sprache statt. Unser Team bestand aus neun Personen. Sieben wurden Preisträger werden in der regionalen Olympiade weiter kämpfen „, sagte T. Mokrousova in einem Interview. In der Schule besuchte Nikolaus mit dem Theaterstudio „Faden“ der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Lustige deutsche Wettbewerbe und das Nationalspiel „Kerzen“ halfen, den bösen Knecht Ruprecht zu vertreiben. Und damit diese Kerzen nicht ausgehen, sangen die Schüler der ersten Klasse, die zum ersten Mal den Advent feiern, zusammen mit ihrer Lieblingslehrerin Elena Perepertovoy ein Neujahrslied mit Taschenlampen in der Hand. Lass die Kerzen des Guten in jedem Herzen brennen! Lyudmila Bevz
Das Glück kommt ins Haus Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Die Briefe vom Weihnachtsmann wurden am Vorabend des dritten Advents von den Jugendlichen in Aktobe empfangen. In diesem Jahr gibt es in der deutschen Sonntagsschule der Gesellschaft „Wiedergeburt“ eine Tradition – thematische „Advent“ Abende. Der erste von ihnen war diesmal Freunden gewidmet, und die Teilnehmer des deutschen Theaterstudios „Denk’mal“ in Taraz trafen sich beim Theaterfestival. Der zweite wurde den kleinen Schülern der „Sonntagsschule“ gewidmet. Kindern (zwischen drei und acht Jahren) wurde von den deutschen Weihnachtstraditionen erzählt, und dann schrieben und malten alle Kleinen ihre Wünsche fantastischen Charakteren. – Seit einigen Jahren veranstalten wir themenspezifische Vorweihnachtsveranstaltungen für jede Altersgruppe. So können wir das Programm nahezu an alle anpassen, sodass es sowohl für Teilnehmer als auch für Gäste interessant ist. Denn der Zauber der Weihnachtstage sind für jeden von uns anders, kommentierte die Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktyubinsk Inga Smolinets. An diesem Sonntag kamen viele Gäste. Kinder wurden nicht nur von Eltern, sondern auch von Großeltern begleitet. Was für ein Vergnügen war es für sie, die deutsche Rede zu hören, sich an die Zeit zu erinnern, als sie selbst noch klein waren! „Es ist erfreulich, dass in diesem Jahr auch die Eltern der Kinder die deutsche Sprache, Traditionen und Kultur gelernt haben. Es geht nicht nur um Wissen, es verbindet auch“, sagt Inna Voloshin, Deutschlehrerin an der Sonntagsschule. Die Geheimnisse eines leckeren Gerichts Nach einer kleinen Weihnachtsvorstellung aus dem Theaterstudio „Denk’mal“ begannen die Eltern, den Teig für Lebkuchen und Kekse vorzubereiten, und für die Kinder bereiteten sie spezielle Wettbewerbe und ruhige Unterhaltung vor. – Mein Mann ist Deutscher und liebt es, wenn traditionelles Gebäck auf dem festlichen Tisch steht. Das Rezept für das Lebkuchen wurde mir von der Schwiegermutter Nina Vorozhischeva (Gukenberg) übergeben. Der Teig ist eigentlich ganz einfach, aber der Geschmack des Lebkuchen ist etwas besonderes. Mir wurde immer beigebracht, dass jedes Gericht in einer guten Stimmung zubereitet werden sollte, dann wird jeder davon begeistert sein “, teilt eine der Eltern, Victoria Vorozhischeva, ihr Geheimnis mit. Während Kekse und Lebkuchen bereits im Ofen waren, kam der Moment der Geschenke. Zunächst wurde jedem der Kinder ein Adventskalender gegeben, und danach kam die Zeit für Briefe an den Weihnachtsmann. – Jeder unserer jungen Zuhörer schrieb einen Brief an den guten Weihnachtsmann. Es ist schön, dass sie nicht nach teuren Telefonen oder Geräten gefragt haben. Wir bedankten uns für die Tatsache, dass wir Frieden und Ruhe haben, und wünschen allen Verwandten und Freunden Gesundheit und Glück. Jüngere Kinder schickten Zeichnungen, und ältere schrieben echte Briefe auf Deutsch“, sagt Inna Anatolyevna. Drei Wochen später, am Vorabend des Advents, kamen die Antworten vom Weihnachtsmann. Briefumschläge mit Siegel und Stempeln bestätigen, dass sie alle „echt“ waren und vom Weihnachtsmann persönlich kamen. – Mir antwortete der Weihnachtsmann persönlich! – erzählt der fünfjährige Egor aufgeregt und schaut auf den Umschlag. – Ich habe ihn und den Weihnachtsbaum gemalt und habe ihm gewünscht, er würde sich wärmer anziehen. Bei solchen Veranstaltungen ist eine Besonderheit interessant: Die Aufrichtigkeit und Echtheit der Gefühle der Kinder wird auch auf die Erwachsenen übertragen. Der alltägliche Trubel weicht einem unerklärlichen magischen Zustand. „Ich bin zwar kein Kind mehr, aber hier herrscht eine Atmosphäre, in der Sie all Ihre Sorgen vergessen und wirklich an ein Wunder glauben.“ erzählt Anatoly Weber überwältigt. – Meine Tochter und mein Sohn besuchen die Sonntagsschule. „Gefallen“ ist hier definitiv nicht das richtige Wort, sie sind begeistert davon! Das „Familienabenteuer“ endete mit dem Anzünden der dritten Kerze im Weihnachtskranz. Aus Tradition macht es einen Mann. Eine solche Ehre fiel Anatoli zu. – Das sind Gefühle, die über Worte hinausgehen. Dutzende Augenpaare beobachteten die Kerzen. Sie haben über ein Wunder nachgedacht, über das Gute, über die Tatsache, dass es mehr Gutes in der Welt geben sollte. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns heute etwas Magisches erlebt hat und diese Gefühle werden lange Zeit bei uns sein. Dmitry Shinkarenko