Das Republikanische Theaterfestival!

Das Jahr 2020 brachte viele Veränderungen nicht nur in unser gewohntes Leben, sondern auch in unsere Projektarbeit. Ein Großteil der beliebten und lange erwarteten Projekte wurden abgesagt, insbesondere im Jugendbereich. Die Jugendsprachlager, theatralische Gastspiele, all das wurde verboten. Aber wir haben einen Ausweg gefunden und am Höhepunkt der Pandemie das Republikanische Theaterfestival veranstaltet! Wie ist das möglich? Lesen Sie weiter!

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Auf geht’s, lasst uns Geschichte spielen!

Im Jahr 2020 entwickelte die Verband der deutschen Jugend Kasachstans mit Unterstützung der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und mit finanzieller Hilfe durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Deutschland eine Reihe an Brettspielen zur Geschichte, zu den Traditionen und zur Kultur der Deutschen Kasachstans.

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5 Fakten über die deutsche Jugend Kasachstans

Jugendliche machen in Kasachstan ¼ der Gesamtbevölkerung aus. Das bedeutet, dass mehr als 4 Millionen Jungs und Mädels im Alter von 14 bis 29 Jahren im Land leben. Aber hinter dieser scheinbar fabelhaften Zahl verbirgt sich eine diverse Jugend… divers in Alter, Hobbys, Berufen, Lebensansichten und Nationalitäten. In diesem Artikel werden wir über deutsche Jugendliche reden. Wer sind sie, die jungen kasachischen Deutschen? Wir werden uns auch auf Fakten der Bildung und der Arbeitsbetätigung konzentrieren.

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Überlebe die Mauer

Das A-Theater des Klubs der deutschen Jugend der Stadt Almaty „Vorwärts“ arbeitete im 4. Quartal an einer Produktion, die dem Fall der Berliner Mauer gewidmet ist, – die Multigenre-Produktion „Überlebe die Mauer“. Die Autorin der Idee und des Drehbuchs ist Inna Semenenko, die in ihrer Geschichte die Gefühle und Emotionen der Menschen reflektiert, die „auf der anderen Seite der Mauer“ leben und uns von der glücklichen Wiedervereinigung der BRD und der DDR erzählen. Die Proben sowie die Aufführung selbst fanden auf Basis des Deutschen Theaters statt, wo die Theaterschauspielerin und Regisseurin des Theaterstücks Olga Li große Hilfe und Unterstützung leistete!

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Traditionelle Küche

Die Bekanntschaft mit traditioneller Küche ist immer eine beeindruckende Erfahrung, durch die man in die Kultur eintauchen und die Feinheiten und Besonderheiten des Lebensstils anderer Ethnien kennenlernen kann. Und es ist noch um ein vielfaches spannender, wenn diese Bekanntschaft von der Vorfreude auf das Weihnachtsfest begleitet wird und die Möglichkeit bietet, im Kreise herzlicher Menschen zur Zubereitung eines Gerichts beizutragen!

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Das Zeugnis schöpferischer Mühen zum Wohle der Gesellschaft

Im Vorfeld des Unabhängigkeitstages wurde per Dekret des Präsidenten der Republik Kasachstan Kasym-Zhomart Tokajew einer Reihe von Kasachstanern für ihren bedeutenden Beitrag in der sozialökonomischen und kulturellen Entwicklung des Landes, für die Stärkung der Freundschaft und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern, sowie für die regen gesellschaftlichen Aktivitäten hohe staatliche Auszeichnungen verliehen.

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Märchen für Kinder und Erwachsene – zur Sprache und Kultur durch faszinierende Geschichten

Liebe Freunde, wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass das Verband der Deutschen Jugend Kasachstans ein neues Projekt startet – die Podcast-Serie „Märchen für Kinder und Erwachsene – zur Sprache und Kultur durch faszinierende Geschichten“.

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Gutherzige Menschen

Im modernen Alltag, der sich an Trends, Streams, Bodypositive, Atleizures und Instagram-Swipes orientiert, ist Freiwilligenarbeit eine merkwürdige und sogar etwas wilde Erscheinung. Experience und Hype fordern das augenblickliche menschliche Herz und keine komplizierte Dahrung für Geist und Seele: nämlich wenn man nicht nur einen Mausklick spendet, sondern auch eine gute Tat.

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Keine Last sondern Freude

Auch während der Coronavirus-Pandemie hört die Arbeit der Aktivisten der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar nicht auf. Auch die TOO „Rubikom“ und die TOO „Galitskoje“ leisteten Waisenhäuser, Bildungseinrichtungen, dutzenden Menschen, Einwohnern der Stadt und der Regionen unterschiedlicher Nationalitäten materielle Unterstützung in einer Höhe von über 20 Millionen Tenge.

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Das Deutsche Haus in der virtuellen Realität

Wie sollten heute Museumsgegenstände und Exponate für die Nachwelt bewahrt werden? Und was kann man tun, wenn der größte Teil einer Ethnie außerhalb des Gebietes gelandet ist, in dem sie mehr als 140 Jahre lang gelebt hat, aber auch heute noch die Erinnerung an diese Periode der eigenen ethnischen Geschichte bewahrt, jedoch nicht immer die Möglichkeit für eine echte Reise in das einstige Heimatland hat? Diese Fragen sind heute relevanter als je zuvor.

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Rund um die deutschen Orte in Almaty

Alma – das ist eine Stadt voller Kontraste, die vollgestopft ist mit historischen und wenig bekannten Orten, von denen sogar die dort verwurzelten Menschen manchmal noch nie gehört haben. Das Aushängeschild sind zweifellos die Berge, aber diesmal geht es nicht um sie. Heute steht es an, durch das Medeu-Viertel zu spazieren und etwas über die deutschen Orte unserer Stadt zu lernen.

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Rat des VDJK in Karaganda: kooperieren, verbinden, informieren

Vom 11. bis 13. September hielt der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) in Karaganda einen Rat ab. Drei Tage lang erwartete die Jugendlichen ein großes, nützliches und produktives Programm mit Stadtrallye, Weiterbildungen und psychologischen Schulungen. Natürlich tauchten sie dabei auch in die Welt der ethnischen Kultur der Deutschen Minderheit in Kasachstan ein.

Die Stadtrallye bot nicht nur die Gelegenheit, die Stadt und einander kennenzulernen, sondern auch viel über berühmte Akteure der deutschen Minderheit aus Wissenschaft und Kultur zu lernen, Deutsch zu trainieren und sich an der Erstellung kreativer Fotos am „Strand“ zu probieren! Der erste Tag endete mit einem Treffen mit der Psychologin und einem von ihr entwickelten Spiel, an das sich die Teilnehmer noch lange erinnern werden.

Klicken Sie den Link, um den ganzen Artikel zu lesen: https://daz.asia/blog/rat-des-vdjk-in-karaganda-kooperieren-verbinden-informieren/

Ausgezeichnet für Schöpfertum und Treue

Die Vorsitzende der öffentlichen Organisation „Wiedergeburt“ Ostkasachstan in der Region Ridder Ljubow Ignatjewa wurde mit der Jubiläumsmedaille „25 Jahre Versammlung der Völker Kasachstans“ ausgezeichnet. Und dies ist eine wohlverdiente Auszeichnung. Als eine lebhafte, ideenreiche und hilfsbereite Person hat Ljubow Wasiljewna seit dem ersten Tag der Eröffnung des Kulturzentrums „Wiedergeburt“ ihre gesamte Energie darauf verwendet, die Freundschaft und die Harmonie in unserer Gesellschaft zu bewahren.

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Tag der Erinnerung und der Trauer

In Ridder sind die Vertreter der Gesellschaft „Wiedergeburt“ im örtlichen Heimatkundemuseum zusammengekommen, um der sowjetischen Deutschen zu gedenken, die Opfer der Zwangsdeportation aus dem Wolga-Gebiet wurden.

Am 28. August 1941 wurde das Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Umsiedlung von in der Wolga-Region lebenden Deutschen“ erlassen, wonach die gesamte deutsche Bevölkerung dieser Region völlig haltlos der Beihilfe am deutschen Faschismus beschuldigt wurde.

Bei dem Treffen im Museum wurden zahlreiche Fakten der tragischen Deportation aufgezählt. Das Dekret wirkte sich auf praktisch alle Bürger deutscher Nationalität aus. Die Autonome Republik der Wolgadeutschen wurde liquidiert, und die Personen deutscher Nationalität wurden in Militärkonvois gewaltsam nach Sibirien, Kasachstan und Zentralasien gebracht. Der Akt der Deportation begann im Herbst, die Siedler kamen an den neuen Wohnorten an, als es dort bereits kalt war und es keine Lebensmittelvorräte oder warme Kleidung gab. Die schreckliche Lage wurde oftmals verschärft durch die schlechten Russischkenntnisse und die allgemeine negative Haltung gegenüber den Deutschen aufgrund des Krieges mit dem faschistischen Deutschland.

Auf die Wiederherstellung der Gerechtigkeit musste lange gewartet werden. Die völlige rechtliche Gleichstellung der Wolgadeutschen fand erst im Jahr 1991 statt, als am 26. April das Gesetz „Über die Rehabilitation unterdrückter Völker“ verabschiedet wurde, welches sämtliche repressiven Handlungen für illegal und kriminell erklärte. Die alten Missstände und durchlebten Wiedrigkeiten gingen jedoch nicht spurlos vorüber. Anfang der neunziger Jahre verließen rund zwei Millionen Deutsche Kasachstan nach Deutschland.

Der Großteil der sowjetischen Deutschen wurde während des Großen Vaterländischen Krieges in die sogenannte Arbeitsarmee eingezogen. Die deutschen Arbeitssoldaten arbeiteten in Minen, fällten Bäume und bauten Verteidigungsunternehmen auf. Sie wurden praktisch wie als Gefangene in Lagern gehalten. Die Bedingungen waren zermürbend, das Essen war spärlich, infolgedessen starben Menschen massenhaft an Krankheit und Hunger oder wurden zu Invaliden.

Im Museum von Ridder ist die Geschichte von Johann Froese bewahrt, der sich daran erinnerte, dass im Jahr 1942 15.000 deutsche Arbeitssoldaten zum fällen von Bäumen kamen und ein Jahr später von ihnen nur noch 3.000 übrig waren, das heißt, 80 Prozent starben an Hunger, Infektionskrankheiten und Arbeitsüberlastung. Selbst bei maximaler Anstrengung gelang es ihnen lediglich, 70-80 Prozent der Norm zu erfüllen, was sicherlich mit der Reduzierung der ohnehin mageren Verpflegung einherging. Die Anwesenheit der Wachmänner lähmte die Menschen moralisch und psychologisch. Das Baubataillon in Leninogorsk bestand bis zum Sommer 1943, danach wurden die meisten Deutschen nach Ust-Kamenogorsk (Verwaltung „Altajswinetsstroj“) geschickt, wo sie weiter am Bau des zukünftigen Blei-Zink-Kombinats arbeiteten. Zusammen mit anderen Sondersiedlern (Tschetschenen) haben die Deutschen einen großen Beitrag zur Entwicklung der Industrie in der Region geleistet.

In Zyrjanowsk arbeiteten die Arbeitssoldaten in Erzbergwerken, als Holzfäller und in Steinbrüchen, wo sie ebenfalls an Hunger und Krankheit starben.

Insgesamt wurden 72.000 sowjetische Deutsche in das Gebiet Ostkasachstan deportiert.

Unter den politischen Repressionen litt ebenfalls die Bewohnerin von Ridder Marija Dik, die sich seit dem Moment ihrer Geburt im Jahr 1954 zusammen mit ihren Eltern in einer Sondersiedlung in Kasachstan befand. Bei dem Treffen im Museum erzählte Marija Wasiljewna davon, wie der Vater und die Mutter im Jahr 1947 aus Russland ausgesiedelt wurden, und dass Marija Dik selbst erst am 14. April 1993 auf Grundlage des Gesetzes der Republik Kasachstan „Über die Rehabilitation der Opfer der politischen Massenrepressionen“ rehabilitiert wurde.

Die Bewohnerin von Ridder Lidija Jakowlewna Litwinowa konnte ihre Tränen nicht zurückhalten, als sie die Antwort aus der Verwaltung des KGB des Gebietes Wolgograd auf das Ersuchen der Bewohnerin des Gebietes Schymkent Amalija Wilhelm vom 18. Dezember 1990 über das Schicksal ihres Vaters Franz Benzel zeigte. Aus dem Dokument geht hervor, dass Franz Franzjewitsch am 23. Oktober 1890 in der Siedlung Kolb im Kanton Frank, ASSR der Wolgadeutschen geboren wurde und als Zimmermann in einer Schule arbeitete. Er wurde am 29. November 1937 wegen faschistischer Agitation verhaftet und am 9. Dezember zum Tode durch erschießen verurteilt. Der Ort seiner Grabstätte ist unbekannt…

Nach dem Dekret von 1941 wurden aus der Armee alle Soldaten und Offiziere deutscher Nationalität abberufen. Bei dem Treffen im Museum waren die Deutschen der Gesellschaft „Wiedergeburt“ erstaunt zu erfahren, dass viele sowjetische Deutsche unter fiktiven Familiennamen in der Roten Armee blieben und selbstlos an den Fronten des Großen Vaterländischen Krieges kämpften. So kämpfte zum Beispiel der Held der Sowjetunion, Leutnant Woldemar Wenzel aus Saratow unter dem Namen Wenzow; der Oberleutnant Artur Bojgel war als Bojtschenko eingeschrieben; aus Peter Lewin wurde Lewinyj und unter diesem Familiennamen erreichte er Berlin; der Arzt Georgij Emiljewitsch Richter machte den ganzen Krieg unter den Namen Michail Wasiljewitsch Smirnow durch, Paul Schmidt nahm den Namen seines Kinderfreundes, des Aserbaidschaners Ali Achmedow an, usw…

– Den sowjetischen Deutschen, – erzählte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Heimatkundemuseums Elena Putinzewa, – wurde nicht anvertraut, mit Waffen in den Händen ihre sowjetische Heimat zu verteidigen, trotzdem kämpften viele von ihnen in Partisanengruppen und wurden zu Untergrundkämpfern. Die Heldentaten vieler wurden mit den höchsten staatlichen Orden ausgezeichnet. So wurde der Titel des Helden der Sowjetunion an die Panzersoldaten Peter Miller und Michael Gekkel, an den Generalmajor Sergej Wolkenstejn, an den Kommandanten einer Partisanenbrigade Aleksandr German, an den legendären Späher Robert Klein und an viele andere verliehen. Auch unter den Verteidigern der Festung von Brest befanden sich Deutsche. Dies sind die Namen einiger: Major Aleksandr Dulkajt, die Oberleutnants Georg Schmidt, Aleksandr Gerzog, der Oberleutnant des Sanitätsdienstes Kroll, der Regimentsarzt Weber, der Stabschef der Luftverteidigung Aleksandr Wagenlejter und andere.

Beinahe jeder Teilnehmer des Treffens im Museum hatte etwas zu diesen tragischen Ereignissen zu erzählen. Sie nannten mit großem Respekt die Namen ihrer Eltern, ihrer Großväter und Großmütter, ihrer nahen und fernen Verwandten, ihrer Freunde und Bekannten.

Abschließend sagte die Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ der Stadt Ridder Ljubow Ignatjewa zu ihren Landsleuten, dass sämtlichen Mühen und unmenschlichen Bewährungsproben der Zwangsumsiedlung, welche die sowjetischen Deutschen ertragen mussten, sie mit Tapferkeit und Stolz ertrugen, und dass nur in der Seele starke Menschen unter diesen Umständen menschlich bleiben konnten. Dies bedeutet, dass wir auf unsere Landsleute stolz sein können und müssen, dass wir uns an ihre Namen erinnern und sie ehren.

Vorbereitet von Andrej Kratenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Landesweiter Tag der Mediation

Am 5. August wird der gemeinsame landesweite Tag der Mediation gefeiert. Für diese Veranstaltung haben die Mitglieder des Klubs der deutschen Jugend „Glück“ der Gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej einen Videoclip vorbereitet und ein Online-Treffen durchgeführt, bei dem sie die Grundlagen der Mediation kennengelernt haben.

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Die Deutschlehrer sind wieder gefragt!

Bereits seit vier Jahren verwirklicht die Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ des Gebietes Akmolinsk erfolgreich das Projekt zur Unterstützung von Studenten, die die Berufswahl „Deutschlehrer“ getroffen haben und an der Kasachischen Staatlichen Ualichanow-Universität in der Stadt Kokschetau studieren. Im Rahmen dieses Projektes werden Studienfinanzierung und Stipendien zur Unterstützung der zukünftigen Pädagogen, die die ethnischen Deutschen vertreten und Aktivisten der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ sind, aus Mitteln der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ bereitgestellt.

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Aleksandr Werwekin: „Die Arbeit mit der Jugend hat Priorität“

Aleksandr Werkwekin ist eine ziemlich bekannte Medienpersönlichkeit: er ist Schriftsteller, Journalist, Gründer und Direktor der OO „Haus der Geografie Pawlodar (PawGeo), er leistete einen nicht unbedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pawlodar, unter anderem als Lehrer und Vorsitzender des Jugendklubs „Lenz“.

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Die Erinnerung des Volkes ist in den Archiven bewahrt

Das Archiv des Präsidenten der Republik Kasachstan (APRK) hat eine elektronische Version der Sammlung der II. internationalen wissenschaftspraktischen Konferenz „Das Archivwesen im gegenwärtigen Stadium: Probleme, Praktiken, Innovationen“ veröffentlicht, welche im Herbst 2019 stattfand und dem 25. Jubiläum des APRK gewidmet war. Die Sammlung enthält zahlreiche Vorträge zur Entwicklungsgeschichte und den modernen Tendenzen des Archivwesens in Kasachstan und im Ausland, zu den Problemen der Digitalisierung und der Informatisierung staatlicher Archivinstitutionen usw.

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Zur Erinnerung…

48 Minuten… Das ist die Laufzeit des Filmes „Die deutsche Familie. Russlanddeutsche über Sibirien, die Familie und die Freiheit“. Jede Minute ist Erinnerung – Schwermut, Tränen, Hunger, durchlebte Verhöhnungen, Gedanken über das Überleben. Jede Minute ein Glockenschlag, den jeder von uns in diesem bestimmten Moment hört. Der Film handelt nicht nur vom Schicksal der Helden, den Deutschen von Tomsk, sondern auch von den zehntausenden derer, die vor fast 80 Jahren alles verloren hatten. Mit jeder Geschichte, mit jedem Wort versteht man, wie schwer es für die Russlanddeutschen damals war, zu überleben.

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Verbannung in… die Heimat

Krieg und Deportation zerstörten das Schicksal vieler sowjetischer Deutscher, drunter litt auch der 85-jährige Werner Bekker, der in Ridder lebt. Wenn man seine Erzählungen über sein Leben liest, kann man sich nur schwer vorstellen, dass man dies alles ertragen kann, ohne zu verrohen, ohne aufzuhören das Leben und die Menschen um einen herum zu lieben. Alles ertrug Werner Gawrilowitsch, alles stand er durch: Ungerechtigkeiten, Verfolgung, den Verlust seines Vaters, Hunger, Entbehrungen, harte Arbeit, – und er blieb ein ehrenwerter Bürger, ein guter Mensch, zuverlässiger Unterstützer und eine hohe Autorität für seine Familie und Freunde, seine Kinder und Enkelkinder. Und das Land der Verbannung – das Gebiet Ostkasachstan – wurde zu seiner Heimat.

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Wjatscheslaw Ruf

„Wjatscheslaw Ruf ist wahrlich ein eindrucksvoller Vertreter der neuen Menschengattung unserer Zeit, der für Kasachstan – eigentlich aus dem Nichts – ein neues Business geschaffen hat.“ (Juri Pominow)

Er ist Gründer der TOO „Rubikom“, Vorsitzender der Pawlodarer Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“, Vorsitzender des Stifterrates des Gesellschaftlichen Fonds „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“. (geb. 17.04.1971)

Die von Wjatscheslaw Ruf gegründete und aufgebaute TOO „Rubikom“ ist ein integrierter Komplex von Agrarunternehmen und verarbeitenden Industriebetrieben mit einem eigenen Vertriebsnetz für Endprodukte. Im weit zurückliegenden Jahr 1995 begann alles mit einem kleinen fleischverarbeitenden Produktionbetrieb, gegruendet von dem jungen enthusiastischen Unternehmer Wjatscheslaw Ruf. Eingedenk dessen, dass die Agrarindustrie eine Schlüsselrolle im Entwicklungsprozess des Landes spielt und große Perspektiven hat, begann Ruf das Produktionsvolumen schrittweise zu steigern. Neue Möglichkeiten taten sich auf, die mit der Zeit ein vertikal integriertes Unternehmenssystem geschaffen haben, das auf ein kombiniertes Resultat hin arbeitete: Ackerbau, Viehzucht, eigene Futtermittelfabrik. Diese rechtzeitig ergriffenen Maßnahmen ermöglichen es heute, von Lieferanten unabhängig zu sein und ausschließlich an der Qualität der Produkte zu arbeiten, um die Rentabilität des Unternehmens sicherzustellen. Wie Wjatscheslaw Ruf selbst betont, „ist die eigene Rohstoffbasis mit die Hauptkomponente, welche heute eine wesentlich höhere Produktionseffizienz ergeben kann.“

Als Mensch mit aktiver Lebenshaltung, für den nationale Identität nicht Wortgeklaub, sondern Herzenssache ist, wird Wjatscheslaw Ruf zu Beginn der 2000er Jahre Mitglied der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar. Und bereits 2005 wurde er auf der Berichts- und Wahlkonferenz zu deren Vorsitzenden gewählt. Seinem Beispiel und einer Reihe seiner Initiativen folgend, werden auch andere Unternehmer aus Pawlodar Mitglieder der Gesellschaft. Heute ist die „Wiedergeburt“ Pawlodar eine der aktivsten Gesellschaften des Gebietes; gemeinsam mit der Versammlung der Völker Kasachstans beteiligt sie sich am gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Landes und leistet inach Kräften ihren Beitrag zur Wahrung des Friedens und der interethnischen Harmonie in der Republik.

Durch Unterstützung und direkte Beteiligung Wjatscheslaw Rufs und anderer kasachstandeutscher Unternehmer finden alljährlich viele Wohltätigkeitsveranstaltungen statt und werden manche wichtigen Sozialprojekte umgesetzt. Ohne die kompetente Leitung durch Wjatscheslaw Ruf und das von ihm aufgebaute Team von Gleichgesinnten wäre dies kaum möglich gewesen.

Für seinen Beitrag am wirtschaftlichen Ausbau des Staates wurde Wjatscheslaw Ruf mit der Medaille „Eren Enbegi Uschin“ geehrt.

Jakob Gering

„Heute glaube ich, dass ich damals den richtigen Weg gewählt habe. Ich habe mich nicht mit Klenigkeiten abgegeben, sondern an einem großen und wichtigen Werk geschafft, und muss mich, so glaube ich, für die gelebten Jahre nicht schämen. Diesen von mir gewählten Weg bin ich unbeirrt gegangen und will jetzt auch meine Kinder so erziehen, wie mich meine Eltern, meine Lehrmeister, ja das Leben selbst erzogen haben…“

„Unter einer solchen Führungspersönlichkeit wie Jakob Hermanowitsch Gering, ein Held der Arbeit, sind auch die Menschen Helden. Genau so muss man wirtschaften. Und genau so muss man leben.“ D. A. Kunajew, Erster Sekretär des ZK der KPdSU Kasachstans (1972).

Als Jakob Gering mit 23 Jahren zum Veterinärtechniker bestimmt und nach drei Jahren zum Vorsitzenden der Kolchose gewählt wurde, hatte er kaum mehr als nur die bittere Erfahrung der unvorstellbar schweren, fast zwanzig durchgestandenen Jahre seines jungen Lebens hinter sich. Und in rund zwanzig Jahren erschuf dieser rastlose Enthusiast zusammen mit seinen treuen Dorfgenossen sein „Atlantis“ – gleichsam aus purem Nichts. Als Verbannter, der während des Krieges aus dem Kaukasus nach Kasachstan deportiert worden war, fand er hier seine zweite Heimat.

Jakob Gering wurde am 29. Februar 1932 geboren. Seine aus Süddeutschland eingewanderten Vorfahren ließen sich Ende des 19. Jahrhunderts in Transkaukasien nieder, als Jakob Gering senior (sein Großvater), ein bedeutender Bauingenieur, die Einladung, in einer der russischen Ölfirmen zu arbeiten, annahm, und mit seiner Familie nach Tiflis zog.

Ab 1946 ging Jakob zur Schule. 1949 wurde er auf Anordnung des Kriegskommissariats auf eine FSU (Fabrikfachschule) nach Karaganda geschickt, wo er später in einem Kohlebergwerk arbeitete. Bei einem Unfall wurde Jakob von einer eingestürzten oberen Gesteinsschicht verschüttet. Zwei Jahre lang blieb er ans Krankenbett gefesselt, und es bestand die ernste Gefahr, dass er zum Invaliden werden würde. Doch dank seiner Willenskraft und dem großen Wunsch zu leben und zu arbeiten bewältigte der junge Mann die Krankheit.

Nachdem er die veterinärmedizinische Fachschule mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, nahm er als junger Spezialist noch im selben Jahr ein Fernstudium an der Landwirtschaftlichen Hochschule Barnaul auf und fand eine Arbeitsstelle in einem der rückständigsten Agrarbetriebe im Dorf Konstantinowka, Kreis Uspenka, Bezirk Pawlodar. Grasteppen und Salzfelder umgaben das Dorf. Der akute Wassermangel stimmte einen nicht gerade optimistisch.

Selbst nachdem sich der Landwirtschaftsbetrieb in eine blühende Oase mit bewässerten Gemüsegärten, Ackerflächen und kultivierten Weiden verwandelt hatte, auf denen in aller Freiheit die berühmten kasachischen Weißkopfrinder, rassige Pferde und Schafe grasten, darunter sogar eine Herde Kamele, fand Gering für sich und seine Helfer immer neue, nicht weniger wichtige Aufgaben. Er schickte Leute zur Ausbildung nach Pawlodar, bezahlte dafür, und half jungen Fachkräften, auf der Kolchose Fuß zu fassen, indem er ihnen Wohnraum zuteilte und sich um den persönlichen Hof eines jeden Bauern kümmerte.

Die Dörfer Konstantinowka und Rawnopol (ehemals Ebenfeld) verschmolzen nach und nach zu einem, es wurden mehrere Zweigstellen der Kolchose geschaffen. In dem Landwirtschaftsbetrieb „30 Jahre Kasachische SSR“ wurde kein Unterfangen ohne wissenschaftlich fundierte Grundlagenarbeit angepackt. Gering legte darauf großen Wert, betrieb er ja selbst Wissenschaft und verteidigte auch seine Dissertation zur Viehzucht. Seine Diplomarbeit zur Steigerung der Fettmilchproduktion bei Kolchosekühen wurde in wissenschaftlichen Kreisen gewürdigt. Selektion, Samenproduktion, Wasserentnahme aus Bohrbrunnen – all diese Arbeiten wurden in den wissenschaftlichen Labors getestet. Hinter jedem, selbst dem geringsten Ausgangspunkt stand eine streng ökonomische Berechnung.

Für die Entwicklung und Einführung einer progressiven Bewässerungtechnologie mit breitgefächerten Sprinkler-Anlagen wurde die Kolchose mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Und der lokale Wasserspeicher, eine Art igenieur-technischer Tiefwasserbau, eine Idee von Jakob Gering, machte seine Kolchose weit über die Grenzen der Republik berühmt. Gering war auch ein Wegbereiter der Errichtung von Entwässerungssystemen zur Verhinderung des Grundwasseranstiegs. Nach einiger Zeit wurde im Agrarbetrieb ein Labor des Forschungszentrums für Bewässerungsmechanisierung eröffnet, was eine Anerkennung der Neuerungen in Konstantinowka durch Spezialisten auf Unionsniveau bedeutete.

Zahlreiche Reisen im In- und Ausland halfen J. Gering bei der Umsetzung vieler Pläne. Mit jedem Jahr erweiterte sich das Netz gegenseitig vorteilhafter Partnerschaften Konstantinowkas mit verschiedenen Unternehmen, Agrarbetrieben und wissenschaftlichen Institutionen. Und das nicht nur in der UdSSR, sondern auch im Ausland.

Gering vergrößerte energisch die Besitztümer seines Landwirtschaftsbetriebes, baute riesige Gewächshäuser am Rand des Bezirkszentrums, ein Netz von Geschäften daselbst, eine Ziegelfabrik und eine Schlammbadeanstalt. Darüber hinaus asphaltierten die Einwohner von Konstantinowka 30.000 Quadratmeter Straßen und Gehwege, verlegten Heizungs- und Wasserleitungen, errichteten ein Stahlbetonwerk, eine Saatgut-Reinigungsanlage, Depots, Lagerhäuser, Werkstätten, Molkereikomplexe, Sägewerke und Duschräume in den Werken. All das neben dem Bau einer Rennbahn, eines Lichtspielbrunnens, eines Kulturparks, der Anlage eines riesigen Gartens mit Blumenbeeten und Grünflächen. Dreihundert Autos passen mit Leichtigkeit in ein großes Parkhaus, und drei Rettungswagen erleichtern das Leben der Dorfbewohner. Der Vorsitzende geizte auch nicht beim Kauf von Felder- und Weidenbewässerungsanlagen, obwohl solche Maschinen verrückt teuer sind.

Enorme Gewinne brachte der Kolchose eine Pelztierfarm. Die Kaninchen, Sumpfbiber, Nerze und Polarfüchse pflanzten sich in den großen Freigehegen prächtig fort. Die wunderschönenen Pelze waren nicht nur im Bezirk gefragt, und das Fleisch einiger Tiere wurde in Kantinen und Restaurants als Diätkost angeboten. Die Spiegelkarpfen, die in großer Menge in künstlichen Gewässern gezüchtet wurden, brachten dem Landwirtschaftsbetrieb ebenfalls hohe Einkünfte. Die Gehege der Entenfarm bezauberten durch einen schneeweißen „Schleier“ aus Vogelfedern. Gutes Einkommen erbrachte auch die Imkerei. Und besonders gut gefiel den Landwirten der örtliche Tierpark!

Man muss hervorheben, dass auf allen Höfen der Kolchose eine außergewöhnliche Ordnung herrschte. Die Ästhetik stand an erster Stelle. Die Besten Designer, Künstler und Architekten wurden hierher eingeladen, und jedwedes Projekt wurde vom Besitzer der berühmten Kolchose eingehend untersucht.

Er hat nicht mit Auszeichnungen für die Gewissenhaftesten und Fleißigsten gegeizt. Im Kulturhaus wurden sogar Täfelchen mit den Namen der besten Arbeiter der Kolchose auf die Rückenlehnen der Stühle genagelt.

Der Zustrom an neuen Bewohnern nahm von Jahr zu Jahr zu. Es kam bereits die Frage auf, ob man Interessierten den Zuzug in die Kolchose „30 Jahre Kasachische SSR“ verweigern sollte. Alle waren neugierig: der Ruhm der kasachstanischen Oase wuchs. Journalisten, hochrangige Beamte, Wissenschaftler mit Weltruf, Schauspieler, Sänger, Kosmonauten – wer war nicht alles in diesem blühenden Landwirtschaftsbetrieb! Der berühmte Vorsitzende wurde mit zahlreichen Ehrenpreisen ausgezeichnet, darunter waren auch die allerhöchsten. Über ihn wurde nicht nur in der Presse geschrieben – er wurde selbst in Büchern zum Helden. Im März 1975 wurde J. G. Gering zum Deputierten des Obersten Sowjets der UdSSR gewählt. Es regnete Angebote, auf eine höhere Position zu wechseln. Aber er wollte sein Heimatdorf nicht verlassen.

Und er war auch stolz auf seine Familie, auf den geliebten Großvater und die Großmutter, auf seinen Vater und seine Mutter, auf die Kinder. Der jüngste, Hermann, schloss die Landwirtschaftliche Hochschule Zelinograd ab und trat in die Fußstapfen seines Vaters. Der Älteste, Viktor, wählte einen anderen Weg: Er kämpft gegen das Verbrechen, seinerzeit war er Abgeordneter des Obersten Rates der Republik. Ewald wurde Arzt. Die Tochter Lora wurde Musikerin. Und die größte Auszeichnung in seinem Leben ist seine Frau Olga. Sie war immer eine Unterstützung für ihren Ehemann. Trotzdem der größte Teil der Arbeit im Haus auf ihren Schultern lag, gelang es ihr, ihre eigenen Kinder großzuziehen und sogar fremde Kinder zu unterrichten: Olga Adamowna arbeitete als Lehrerin.

Mit 52 Jahren starb Jakob Gering. Sein Tod war ein Schock für sehr viele Menschen, für die Republik, für das Land… Solche Menschen wie er haben kein Recht, so früh aus dem Leben zu scheiden! Er war ja noch verhältnismäßig jung. Wie sehr hätte er anderen von Nutzen sein können! Er war voll Feuer. Er brannte für seine Arbeit, kannte praktisch keine Rast. In Kislowodsk, wo von der Kolchose ein Sanatorium gebaut wurde, hat er sich wahrscheinlich nicht mehr als zwei Mal erholt.

Der Verlust war groß – das ganze Land kannte Jakob Gering! Die Büste auf seinem Grab – mit einem Buch in der Hand – spiegelt besonders deutlich das Wichtigste dieses wunderbaren Menschen wider. Er war nicht nur ein Bauer, Leiter, Schöpfer, er war Wissenschaftler, ein tiefer Denker, ein Träumer und Romantiker, der so viele Pläne und Ideen mit sich herumschleppte, und die er leider nicht mehr verwirklichen konnte…

Irina Winter

Sergej Block

Vorsitzender der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Kostanai, Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans ‚Wiedergeburt’“, Leiter der TOO MILCH – des größten Herstellers von Milchprodukten in Kasachstan.

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In Erinnerung an Aleksandr Merk: In seinem Herzen war Platz für alle…

Ein unersetzlicher Verlust für die deutsche Ethnie Kasachstans, für das Gebiet Nordkasachstan und für das ganze Land. Am 7. Mai verstarb Aleksandr Andreewitsch Merk. Viele kannten ihn als erfahrenen Leiter, Pädagogen, Professor, Innovator, Aktivisten, talentierten Schriftsteller und Patrioten seines heimatlichen Kreises. Für seine Familie und diejenigen, die mit Aleksandr Andreewitsch eng vertraut waren, für seine Kollegen und Partner, Schüler und Studenten, für Freunde und Mitstreiter war er ein unerschütterliches Beispiel für harte Arbeit, Professionalität, Weisheit und Herzensgüte. Mit nicht enden wollender Traurigkeit in der Seele, großem Respekt und einem unermesslichen Gefühl der Dankbarkeit werden sich alle an Aleksandr Merk zurückerinnern, die das Glück hatten, diese herausragende Person kennenzulernen und Schulter an Schulter mit ihr, ein Mensch des Wortes und der Tat, zusammenzuarbeiten.

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Der Fluss der Erinnerungen reißt noch immer nicht ab…

Unvergessliche Videos haben die Vertreter der Gesellschaftlichen Vereinigung „Wiedergeburt“ Ostkasachstan in der Stadt Ridder am Vorabend der Mai-Feiertage erstellt. Sie haben ihre Materialien in den sozialen Netzwerken gepostet und ihren Landsleuten zum Tag der Einheit des Volkes Kasachstans, zum Tag des Batyrs und zum Tag des Sieges gratuliert.

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Erweiterung der Kompetenzen der Sozialarbeiter

Wir setzen die Serie fort, in der wir berichten, wie unter den Bedingungen der Quarantäne und der Einführung des Notstandes die Aktivitäten der Selbstorganisation der Deutschen fortgeführt werden. Heute kommentiert Irina Wakengut, Mitglied des Kuratoriums der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ die neue Form der Online-Sozialarbeit.

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Den Älteren wurde Aufmerksamkeit geschenkt

Unter den Bedingungen des Ausnahmezustandes blieben die Rentner in Westkasachstan nicht ohne Unterstützung. Die Situation in der Welt verändert die Menschen. Einige bilden sich selbst weiter, andere widmen de Familie mehr Zeit. Wieder andere helfen Bedürftigen, die Belastungen der Quarantänemaßnahmen zu bewältigen.

Wir haben herausgefunden, wie unter den gegenwärtigen Bedingungen die Sozialarbeit der deutschen Gesellschaften in der westlichen Region Kasachstans vorangeht.

Die Feen aus dem Ural

Einfach nur die Feen aus dem Ural, so nennen die deutschen Rentner Svetlana Titlowa und Irina Kajl. Selbst mit Einführung der Quarantäne in der Stadt hörte die Sozialarbeit der Gesellschaft „Heimat“ nicht auf. Wo es im ersten Quartal im Projekt „Pflege Daheim“ sieben Schützlinge waren, stehen jetzt neun einsame Rentner unter der Fürsorge der Gesellschaft.

– Die Arbeit hörte nicht auf. Es ist zwar schwieriger geworden, sich durch die Stadt zu bewegen, für alles benötigt man einen Passierschein, aber im Moment kommen wir damit zurecht. Wir haben uns aufgeteilt und arbeiten in Sektoren, – sagt die Koordinatorin der Sozialprojekte der Gesellschaft der Deutschen Svetlana Titlowa. Ab dem Moment der Einführung des Ausnahezustandes haben wir die Menschen in fortgeschrittenem Alter gewarnt, dass sie besser nicht auf die Straße gehen, aber niemand wollte die alten Menschen sich selbst überlassen.

– Wir sind mit allen Rentnern in ständigem Kontakt. Wer einfach nur reden will, ruft an. Aber eine Frage kam sofort auf: Was passiert mit denen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht zum Einkaufen oder zur Apotheke können? Es gibt auch solche, die alleine zurückgeblieben sind. Zu solchen Menschen versuchen wir zu gehen, – erzählt Svetlana. Die 91-jährige Lydia Bechler leidet altersbedingt an einer ganzen Reihe von Erkrankungen, deshalb erweist sich die Unterstützung der deutschen Gesellschaft als überaus hilfreich. Die Rentnerin heißt die Sozialarbeiter wie Verwandte willkommen.

– Was machen wir? Alles, was nötig ist: wir räumen auf, waschen, kochen. Denen, die selbst dazu in der Lage sind (und das sind die meisten), bringen wir Medizin und Lebensmittel, – teilen die Mitarbeiter der Gesellschaft der Deutschen mit.
Pawel Gelt ist 71 Jahre alt. Der Großvater kann sich nur schwer bewegen, er hat zwei Schlaganfälle mit Begleiterkrankungen hinter sich. Die Kinder und Enkelkinder von Pawel Jakowlewitsch sind heute in Russland, seine einzige Hoffnung sind die Mitarbeiter der Gesellschaft „Heimat“.

– Alle unsere Rentner sind gutgelaunt, niemand verfällt in Depressionen. Den Großvätern gelingt es immer noch, zu Scherzen und Komplimente zu machen, – gesteht Irina Kajl mit einem Lächeln.
Irina war früher Schulköchin und ist heute Hilfskraft in den Sozialprojekten der Gesellschaft. Die Frau, die in einem Dorf aufgewachsen ist, findet mit Leichtigkeit eine gemeinsame Sprache mit den älteren Menschen. Und so fühlen sich die Alten zu einer Seelenverwandten hingezogen. So nennt auch der 79-jährige ab und an Andrej Becher Irina seine Tochter. Und das ist schön. Am Ostertag brachte Irina ihrem sogenannten Vater einen Osterkuchen und bunte Eier.

– Wir haben uns beglückwünscht, Tee getrunken, in Erinnerungen geschwelgt und geredet. Alles war so, wie es sein sollte. Wissen Sie, Quarantäne und Pandemie sind nicht mehr so schlimm, wenn man positive Gedanken hat! – betont Andrej Becher.

Initiativen in Aktau

Sozialhilfe – das ist nicht nur Lebensmitte und Medikamente, das sind auch freundliche Worte. Es ist gerade diese Unterstützung, die die sozial verwundbaren Menschengruppen jetzt benötigen. An positiven Gedanken und Humor mangelt es der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Aktau auf jeden Fall nicht. Noch vor der Quarantäne wurde für ihre Mitglieder ein spezieller Chat in einem populären sozialen Netzwerk erstellt. Jetzt langweilen sich die Rentner nicht mehr, sie diskutieren Rezepte, verschiedene Sportübungen für Zuhause, viele teilen sogar ihre deutschen Sprachkenntnisse.

– Es ist schön, dass sich alle gegenseitig aufmuntern und unterstützen. Wie eine große und freundschaftliche Familie. Sie sind bereits viele Jahre alt, haben viel im Leben mitgemacht, deshalb erleben sie die Quarantäne ohne Panik, – erzählte Luisa Eskerhanowa, die Projektmanagerin der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Aktau.
So kam es, dass der ehemalige Militärangehörige Bogdan Schulz alleine zurückblieb. In der Wohnung des 82-jährigen ist es immer sauber und gemütlich. Die Abhärtung durch die Armee hilft auch, mit der Einsamkeit umzugehen. Und dann besucht ihn auch die Vorsitzende der Gesellschaft der Deutschen Margarita Klee mit ihren Mitarbeitern. Neulich brachten sie dem alten Mann Lebensmittel und Medizin.

– Ostern ist ein strahlender Feiertag, den wir zusammen mit Bogdan Dawidowitsch gefeiert haben. Wir haben allen unseren Mitgliedern der Gesellschaft am Telefon gratuliert und uns gegenseitig Gesundheit und ein baldiges Ende der Quarantäne gewünscht, sagt Luisa.

Die „unsichtbare Front“ von Aktöbe

Von außen scheint es so, als wären die Aktivitäten der Gesellschaft der Deutschen Aktöbe zurückgegangen – das Büro ist wegen der Quarantäne geschlossen. Bereits seit einigen Wochen arbeiten die Mitarbeiter aber von Zuhause aus.
– Wir sind die Kämpfer an der „unsichtbaren Front“, – scherzt Elena Schinkarenko, die Koordinatorin der Sozialarbeit.

Das produktive erste Quartal sollte reibungslos übergehen in ein ebenso produktives zweites, aber der Ausnahmezustand hat diese Kette auseinandergebrochen.
Unter der Fürsorge blieben im zweiten Quartal drei einsame Rentner, die Hilfe bei der Beschaffung von Medikamenten und Lebensmitteln benötigen. Irina Kosiwzewa, Hilfskraft in der Sozialarbeit, hält die Hand immer am Puls der Zeit und erkundigt sich praktisch jeden Tag nach deren Wohlergehen.

Aufgrund ihrer schlechten Gesundheit kann die 86-jährige Anna Gorina das Haus nicht verlassen. Ira liefert nicht nur Lebensmittel und Medikamente, sondern erzählt der Großmutter auch die neuesten Nachrichten und liest aus der Zeitung vor.

Im vergangenen Jahr stürzte die 74-jährige Tamara Penner unglücklich, eine Hüftfraktur erlubt ihr seitdem nicht mal mehr, sich im Haus frei herumzubewegen. Die Kinder und Enkelkinder der Rentnerin leben in Deutschland, eine Krankenpflegerin kümmert dich um Tamara Petrowna. Die Hilfe der Deutschen Gesellschaft kam zur rechten Zeit.

– Die Arbeit ist in vollem Gange: wir haben jetzt in einem Messenger einen Chat eingerichtet, in den sowohl Mitglieder der Gesellschaft sowohl aus der Stadt, als auch vom Land aufgenommen wurden. Das sind solche Personen, die uns wegen der gesperrten Straßen aufgrund der Quarantäne keine Dokumente zukommen lassen können. Glücklicherweise haben viele Internet. Jetzt kann man uns die Dokumente zur Kompensierung der Medikamentenbeschaffung sowie Anträge auf Nahrungsmittelhilfe, welche es bis zum Ende des Sommers geben wird, schicken, – erläutert Elena Schinkarenko.

Die „Wiedergeburt“ hofft, dass die Quarantäne einen zusätzlichen Impuls zur Einführung moderner Kommunikationsmittel schafft und durch die sozialen Netzwerke die Aktivitäten der Deutschen in der Region zunehmen wird.

Vorbereitet von Konstantin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

Härte dich ab, wenn du gesund sein willst!

ieser Slogan ist heute aktueller denn je. Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ließ viele ernsthaft über einen gesunden Lebensstil nachdenken. Laut Rufat Dujsekenow, Trainer und Lehrkraft des Vereins „Gesundheit“ der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar, erhöhen die richtige Ernährung und ein aktiver Lebensstil die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Infektionen. Daran sollten sich besonders Menschen im mittleren und höheren Alter erinnern.

Wenn du energisch bleiben willst, „versuche, die Ärzte zu vergessen“, – heißt es in einem beliebten Lied. Bewegung, regelmäßige Sportübungen, eine Kombination aus Arbeit und Erholung, die richtige Ernährungsweise und Optimismus sind die wichtigsten Bestandteile eines gesunden Lebensstils, – bezeugt Rufat Dujsekenow.

– Natürlich hat die Quarantäne zu bestimmten Anpassungen der täglichen Aktivitäten jeder Person beigetragen, daher ist es notwendig, die eigenen Gewohnheiten und Ansichten zu ändern und seine Lebensansätze zu ändern. Andernfalls kann die unfreiwillige Selbstisolation zum Grund für Gewichtszunahme und allgemein schlechter Gesundheit werden. Denn Gesundheit ist in der Tat ein Zustand des vollständigen physischen, psychischen und geistigen Wohlbefindens. Das Erreichen dieser Charakteristiken ist das Hauptziel unseres Vereins.

Damit die Abnahme der Aktivität und Stress keine traurigen Folgen mit sich bringen, empfiehlt der Trainer, die allen bekannte olympische Devise zu befolgen: „Höher, schneller, weiter!“. Natürlich in den eigenen vier Wänden. Und Wie? Zum Beispiel durch Gesundheitsgymnastik und Yogaübungen.

Wir möchten Sie auf die Online-Kurse des Vereins „Gesundheit“ aufmerksam machen. Übrigens finden dort übrigens neben den Gesundheitsübungen regelmäßig Beratungen mit Juristen und Psychologen statt. Ärzte und Mitarbeiter der Sozialbehörden halten systematisch Vorträge.

Übersetzung: Philipp Dippl

 

In Nur-Sultan entsteht das Kasachisch-Deutsche Zentrum

In Berlin fand die Unterzeichnung eines Abkommens zur Schaffung eines Kasachisch-Deutschen Zentrums in der Stadt Nur-Sultan statt. Das Dokument zwischen dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ wurde am 6. Dezember von Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, sowie Dr. Albert Rau, Abgeordneter der Mazhilis des Parlaments der Republik Kasachstan und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ unterzeichnet. Es ist symbolisch, dass dieses für die Deutschen Kasachstans bedeutende Ereignis während des ersten offiziellen Deutschlandbesuchs von Präsident Kasym-Shomart Tokajew stattfand.

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Weihnachtskarussell – Weihnachtspyramide

Bereits seit einigen hundert Jahren ist die Weihnachtspyramide eines der Symbole des Festes in Deutschland. Vielstöckige Kompositionen schmücken die Weihnachtsmärkte und sie werden daheim aufgestellt.

Eine der Miniaturweihnachtspyramiden, die in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurde, ist heute ein Exponat des Museums der Geschichte der Deutschen im Gebiet Karaganda (Deutsches Zentrum, Regionalgesellschaft „Wiedergeburt“ Karaganda). Ihre Höhe beträgt 45cm. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben die Eigentümer sie zur Dekoration ihrer Wohnung in den Weihnachtstagen verwendet, und sie vor ihrer Abreise nach Deutschland dem Museum geschenkt.

„Weihnachtskarussell“, so nannten die Mitarbeiter des Museums diesen Gegenstand. Es ist eine dreistöckige Holzkonstruktion, die sich nach oben hin verjüngt. Im Inneren sind hölzerne Weihnachtsfiguren aufgestellt. Die Stufen sind an Stäben befestigt, die oben mit Flügeln abschließen. Einst drehte sich das Karussell von der Wärme brennender Kerzen…

Die Komposition erzeugte eine unvergleichliche Weihnachtsstimmung, da die gesamte Magie des Festes einen einfachen Kerzenständer in einen von Menschenhand geschaffenen „Baum“ aus Licht verwandeln konnte. Die größte Weihnachtspyramide wird in Dresden aufgestellt, in dieser Stadt gibt es auch ein Museum der Weihnachtspyramiden.

Julia Budanowa
KGU „Museum für Geschichte und Kultur des oberen Wolgagebietes Lisakowsk“
Kulturabteilung des Akimats des Gebietes Kostanaj
Stellvertretender Direktor für wissenschaftliche Arbeit
Stadt Lisakowsk, Gebiet Kostanaj

Familientraditionen. Weihnachten

Eine der wichtigsten Familientraditionen der Deutschen Kasachstans ist das Weihnachtsfest. In den 1950er-1970er Jahren war der Feiertag so strahlend, dass er lange in den Kindheitserinnerungen der heute Erwachsenen blieb. Die wichtigsten Figuren des Festes warn das Christkind und der Pelznickel.

„… In meiner Kindheit in Walerjanowka (ein Dorf im Taranowsker Kreis im Gebiet Kostanaj), – erinnert sich A. A. Schefer, – bin ich auf diese Weihnachtstradition gestoßen: Familienmitglieder oder Nachbarn zogen sich ein Kostüm mit einem umgekrempelten Pelzmantel an, an dem viele verschiedene Gegenstände aufgehängt waren, mit einer seltsamen Kopfbedeckung und einem Bart. Mit einem Stab in der Hand, mit dem er so viel Lärm wie möglich machte, erschien der „Pelznickel“, so nannten die Erwachsenen diese Figur, in Begleitung des Christkindes in der Holztür des Hauses.

Die Kinder wurden natürlich im Voraus über die Erscheinung dieser Personen benachrichtigt. Und als sie in das Haus kamen, begannen sie mit der Befragung der Kinder über ihr Verhalten im Laufe des Jahres: haben sie denn den Eltern bei der Hausarbeit geholfen, wie haben sie in der Schule gelernt und noch vieles weitere. Die verängstigten Kinderchen entschuldigten sich und berichteten von ihren Erfolgen im ausgehenden Jahr, während sie sich wunderten, woher der „Pelznickel“ von ihren vergangenen Verfehlungen wusste. Es kam die Zeit, als das „Christkind“, als es die Furcht in den Augen der Kinderchen sah, sie in Schutz nahm und sie anschließend bat, ein Gedicht oder irgendeinen „Spruch“ (eine Redensart oder ein Sprichwort auf Deutsch) aufzusagen. Alle waren froh und die Furcht war schnell vergessen.“

Die Vorfahren von Aleksandr Aleksandrowitsch Schefer – Deutsche aus dem Wolgagebiet, wurden in den Kriegsjahren nach Sibirien deportiert, sie zogen im Jahr 1957 nach Walerjanowka, nach der Abschaffung des Regimes der Sonderkommandantur. Weihnachten wurden in ihrer Familie – „Chistaoowt“ – genannt, Christabend. A. A. Schefer, der bereits in Deutschland lebte, stellte fest, dass in den kleinen Dörfern in Mittel- und Süddeutschland, in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz die Großmütter diese Gestalten und diese Traditionen kennen.

Es ist erstaunlich, dass der Feiertag selbst in den schweren Jahren, obwohl es manchmal am Nötigsten fehlte,  durch die Hände der Erwachsenen entstand. Die Kostüme und den Feiertagsschmuck bastelten sie mit ihren eigenen Händen. Zum Beispiel ist in der Sammlung unseres Museums von Hand geschnitzte Holzspielzeuge aufbewahrt – Weihnachtslämmer und Figuren, die Teil eines Spiels waren, bei dem in den Familien für die Kinder die Geschichte der Geburt Jesu Christi gezeigt wurde.

Aber der besondere Zauber des Festes lag in dem Gefühl der Stärke der verwandtschaftlichen und familiären Bindungen. Als sich für den Feiertag alle Angehörigen, nahe und ferne Verwandte, um einen Tisch versammelten, geschah ein Wunder, bei dem die geistige Kraft für neue Bewährungsproben entstand, das Wunder, das den tiefen Glauben heiligt.

Julia Budanowa
KGU „Museum für Geschichte und Kultur des oberen Wolgagebietes Lisakowsk“
Kulturabteilung des Akimats des Gebietes Kostanaj
Stellvertretender Direktor für wissenschaftliche Arbeit
Stadt Lisakowsk, Gebiet Kostanaj

Die alltägliche Hilfe der Volksversammlung Kasachstans

So betrug die Summe im ersten Halbjahr 2019 16,05 Millionen Tenge, während es im Vorjahreszeitraum lediglich 6,07 Millionen waren. Das geht aus Zahlen der Abteilung für analytisch-methodische Arbeit und wissenschaftliche Begleitung der kommunalen staatlichen Einrichtung „Khohgamdyhk kelisim“ hervor, die beim Akim des Gebietes Pawlodar angesiedelt ist. Die Zahl der vom Verein organisierten Veranstaltungen stieg deutlich von 98 (erstes Halbjahr 2018) auf 277 in den ersten sechs Monaten 2019. Im Gesamtjahr 2018 gab der Verein im Gebiet Pawlodar 25,15 Millionen Tenge für Wohltätigkeit aus. „Diese Arbeit verrichten alle ethnokulturellen Zentren. Sie finden die Hilfsbedürftigen und die Wohltäter selbst“, sagt die Abteilungsleiterin Gulnar Tipanowa.

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Ein neues Treffen der Mitglieder des Business Clubs

Am letzten Freitag wurde im Restaurant „Yegorkino“ ein neues Treffen der Mitglieder des Business Clubs abgehalten, der im Rahmen des Gesellschaftlichen Stiftung gegründet wurde. Wie bereits bei vorangegangenen Treffen, war das Programm sehr reichhaltig: Alle zur Diskussion stehenden Fragen wurden von den Mitgliedern des Clubs im Voraus vorgeschlagen.

Einer der wichtigsten Punkte an der Tagesordnung war die Präsentation des Programms zur Entwicklung der deutschen Volksgruppe Kasachstans, dessen Entwurf gemäß dem Beschluss der Nationalen Delegiertenkonferenz am 17. Oktober 2017 entwickelt wurde. Das Programm ist ein strategisches Dokument, das alle Lebensbereiche der ethnischen Deutschen Kasachstans umfasst. Ziel ist es, neue Ansätze für die Arbeit der Selbstorganisation zu entwickeln.

Den Geschäftsleuten stellte der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums des Fonds, Evgeny Bolgert, den Block „Entwicklung des Unternehmertums unter Aussiedlern“ vor, der die Mitglieder des Klubs aufforderte, sich mit dem entsprechenden Abschnitt vertraut zu machen und Vorschläge zu bringen. Der Programmentwurf wird auf dem Internetportal der Deutschen Kasachstans www.wiedergeburt.kz hochgeladen.

Während des Treffens wurden auch zwei interessante Präsentationen abgehalten. Viktor Grents, Generaldirektor des Büros für Verschuldungsberatung, führte die Teilnehmer in die Tools und Methoden der Kredittechnologien in der Wirtschaft ein und stellte eine neue Dienstleistung seines Unternehmens vor – das Forderungsmanagement. Das Unternehmen stellte ihr ein Angebot sowohl für den Einzelhandel als auch für den Großhandel.

Evgenia Gizik, die Gründerin und Leiterin von ISC LLP, sprach in ihrer Präsentation über einfache Ideen zur Verbesserung des Unternehmensmarketings. Die vorgeschlagenen Praxisbeispiele zu Kontaktpunkten mit Kunden und Empfehlungen zur Nutzung von WOW-Effekten zur Optimierung des Marketings und des Geschäfts im Allgemeinen wurden vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen.

Das Treffen endete mit der Übergabe der Clubkarten, deren Design von einem der Mitglieder des Clubs, Sergey Amman, mit großer Sorgfalt entwickelt wurde.

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