Deutsch-Kasachische Regierungskommission tagt in Nur-Sultan Veröffentlicht in Mai 30, 2019Juli 30, 2020 Eine lebendige Brücke zwischen Deutschland und Kasachstan: So werden die Kasachstandeutschen oft bezeichnet. Dabei geht es nicht nur um die hier lebenden Deutschstämmigen, derer es noch etwa 180.000 sind, sondern auch um die etwa 800.00 (Spät-)Aussiedler aus Kasachstan. Dass die erste Gruppe ihre Identität, Sprache und Zukunft sichern kann, ist ein zentrales Thema für die deutsche Bundesregierung. Deshalb kommt jährlich die Deutsch-Kasachische Regierungskommission zusammen. Am 20. Mai 2019 fand die nun schon 17. Sitzung des Gremiums in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan (vormals Astana) statt. Unter Vorsitz des Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernd Fabritius, und des stellvertretenden Außenministers Kasachstans, Roman Vassilenko, wurden die Fragen der deutschen Minderheit in Kasachstan erörtert. Deutschland unterstützt die Arbeit der Gesellschaftlichen Stiftung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ jährlich mit etwa 2,4 Millionen Euro. Vassilenko betonte zu Beginn der Sitzung die Bedeutung Deutschlands für Kasachstan. Deutschland sei ein entscheidender Treiber für die Entwicklung der Zentralasienstrategie der Europäischen Union gewesen. Eine überarbeitete Version wurde erst in der vergangenen Woche von der Europäischen Kommission angenommen. Außerdem sei Deutschland der größte Wirtschaftspartner für Kasachstan in der EU, so der Vize-Außenminister. Er wies auf die Chancen hin, die der kasachische Markt für deutsche Unternehmen biete. Er erinnerte daran, dass es 2009 ein Kasachstanjahr in Deutschland gegeben habe und 2010 das „Jahr Deutschlands“ in Kasachstan gewesen sei. Vassilenko warf die Frage in den Raum, ob man dies angesichts des zehnjährigen Jubiläums nicht wiederholen möchte. In Bezug auf die Kasachstandeutschen sagte er: „Sie vereinen kulturelle Elemente aus Kasachstan, Russland und Deutschland.“ Für viele Ausgewanderte sei Kasachstan auch weiterhin eine zweite Heimat. Deshalb sei es wünschenswert, wenn die deutsche Seite Visaerleichterungen für kasachische Staatsbürger voranbringen würde, so wie Kasachstan Deutschen bereits seit 2017 eine 30-tägige visafreie Einreise ermöglicht. Fabritius lobte die gelungene Umstrukturierung der Gesellschaft der Kasachstandeutschen „Wiedergeburt“. Sowohl die kasachische als auch die deutsche Seite erklärten sich bereit, die Organisation bei der Suche nach einem Standort für ein künftiges Kasachisch-Deutsches Haus in Nur-Sultan zu unterstützen. Nach Willen des Vorsitzenden Albert Rau soll künftig die komplette Arbeit der „Wiedergeburt“ von dort aus gesteuert werden, während das Deutsche Haus in Almaty als Filiale der Gesellschaft im Süden, als kulturhistorisches Zentrum und als Redaktionssitz der DAZ erhalten bleibt. Des Weiteren kündigte Fabritius an, dass der Mittler der deutschen Minderheit ab 2020 nicht mehr die GIZ, sondern Baden-Württemberg International sein wird. „Wiedergeburt“-Geschäftsführer Dmitri Redler informierte die Anwesenden darüber, dass die Stiftung 2018 etwa 675 Projekte in 14 Regionen Kasachstans durchgeführt hat. Dabei werde besonderer Wert auf die Spracharbeit gelegt. So habe es mehr Sprachzirkel gegeben, und an der Universität Kökschetau werden 25 Studenten aus der Minderheit, die im Fach Deutsch eingeschrieben sind, mit Stipendien unterstützt. Hinzu kommen vier Stipendien an der Ablai-Khan-Universität in Almaty. Redler betonte, dass auch 2019 die Spracharbeit ein Schwerpunkt der Tätigkeit der „Wiedergeburt“ sei. Der deutsche Botschafter Tilo Klinner verwies auf die Bedeutung der Jugendarbeit, vor allem, da in Kasachstan gerade das „Jahr der Jugend“ sei. Die Vorsitzende des „Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstan“ (VDJK), Maria Borissewitsch, erklärte, dass die Jugend Gegenwart und Zukunft zugleich sei. 2018 habe der Verband 115 Projekte durchgeführt, davon jeweils sieben auf nationaler und internationaler Ebene. Insgesamt gebe es elf Jugendclubs in Kasachstan mit 476 Mitgliedern, davon 365 Deutsche. Zur Visafrage erläuterte der Botschafter, dass sich Deutschland an die Regeln des Schengen-Raumes halten müsse. Im vergangenen Jahr sei aber immerhin erreicht worden, dass Kasachstandeutsche, die regelmäßig nach Deutschland reisen, leichter ein Dreijahresvisum erhalten. Am Rande der Regierungskommissionssitzung wurde auch die weitere Kooperation zwischen beiden Ländern bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erörtert. Klinner erwähnte die Möglichkeit für junge Kasachstandeutsche über den „Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft“ Praktika bei deutschen Unternehmen zu absolvieren. Ein Fokus liege zudem auf der Landwirtschaft. Er kündigte an, dass in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) 2020 erneut eine Agrarkonferenz stattfinden solle. Des Weiteren bot KAS-Leiter Thomas Helm an, ein Digitalisierungstraining für deutsche Minderheit abzuhalten und diese vermehrt in die dualen Ausbildungsprogramme einzubeziehen. Othmara Glas
Internationale wissenschaftspraktische Konferenz: Kommentare Veröffentlicht in Mai 18, 2019Juni 28, 2020 Albert Rau, Doktor der Wirtschaftswissenschaften, Deputierter der Mazhilis des Parlaments, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, Stadt Nur-Sultan, Kasachstan: – Ich möchte allen Teilnehmern der Konferenz meine Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass sie unserer Einladung entsprachen, für die großartige Arbeit und das fortdauernde Interesse in die Geschichte der kasachstanischen Deutschen. Ich habe aktiv an der Vorbereitung der Konferenz als Organisator teilgenommen und als „Auftraggeber der Stiftung“ die Anfrage eingereicht. In diesem zeitlichen Abschnitt ist unser Ziel das Programm zur Entwicklung der deutschen Ethnie Kasachstans. Es wäre undenkbar ohne den Abschnitt der Geschichte, zusammen mit der Sprache, der Kultur usw. Aber in diesen Zeiten, wie eine Bekannte von mir anmerkte, sind wir zwischen der Vergangenheit und der Zukunft hin und hergerissen. Es lohnt sich, über diese Äußerung nachzudenken, da es ja weiße Flecken in der Geschichte gibt. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Programms zur Entwicklung muss eine Frage glasklar gestellt werden: „Was wollen wir?“ Es ist wichtig, zu verstehen, dass man jetzt handeln muss, eine Verlängerung könnte uns eine böse Lektion lehren, und ohne diesen Abschnitt können wir uns nicht weiterbewegen. Die erfolgreichen Beispiele der Digitalisierung aus der Erfahrung ausländischer Kollegen können uns eine große Hilfe erweisen. Von großem Interesse sind digitale Stammbäume, die fortwährend mit neuen Informationen über Ihre Vorfahren aktualisiert werden. Es gibt ein immens großes Feld an Möglichkeiten, das wichtigste ist, die Aufgaben richtig zu verteilen! Dr. Alfred Ajsfeld, Stadt Göttingen, Deutschland: – Bei der Beurteilung des NPK-Programms muss man die Idee der systematischen Herangehensweise an die Erforschung der Geschichte der Deutschen genauer betrachten, ebenso die Ausweitung der Quellenbasis, was schon alleine ein Garant für den weiteren Erfolg der Forschung darstellt. Was könnten die Perspektiven sein? Es wurden Empfehlungen auf Basis herangezogener Aufsätze ausgegeben. Ihre Verwirklichung hängt insbesondere davon ab, wie groß das Interesse von Seiten der Deutschen Kasachstans selbst ist, inwieweit sie fair und deutlich ihre Wünsche und die Notwendigkeit der Erforschung der Geschichte der Deutschen als Teil des kasachstanischen Volkes der jungen Generation und dem Staat vermitteln können. Ljudmila Burgant, M.I.N., Stadt Ust-Kamenogorsk, Kasachstan: – Ich erwarte, dass diese Konferenz uns hilft, die Kräfte zu vereinen, um eine historische Ausrichtung der Arbeit der Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ einzuleiten. Das ist genau das, wonach wir uns schon seit Jahrzehnten sehnen. Und es hilft tatsächlich unserer Geschichtswissenschaft, der Historiografie der Deutschen Kasachstans, ein völlig neues Niveau zu erreichen. Vielleicht wird das nicht in einem Jahr, vielleicht nicht in zwei Jahren passieren, aber vielleicht in fünf, aber wir werden in der Lage sein, einen historiografischen Aufschwung ähnlich dem russischen zu erreichen und vollwertig über die Geschichte der Deutschen Kasachstans zu sprechen! Insbesondere muss man eine historische Stoßrichtung in der zentralen Arbeit mit der Jugend vorgeben. Dafür ist es nötig, die historischen Bestandteile des Programms, die Sprachfreizeiten, die Familienakademien und andere Projekte mit einzubeziehen. Wir brauchen Historiker aus der Mitte der deutschen Ethnie. Natürlich ist die ethnische Zugehörigkeit in dieser Frage nicht unbedingt ausschlaggebend, allerdings lässt sich, wie die Praxis zeigt, die Geschichte sehr viel wirksamer aus der Mitte des Volkes selbst erforschen. Deshalb müssen wir es so handhaben, dass sich bei uns der Auftrag, Geschichtsforscher zu werden, herausbildet. Leider ist die Situation heute so, dass die Familie das historische Erbe nicht mehr weitergibt. Die Familie, in der die Geschichte bewahrt und weitergegeben wird, ist bereits eher eine seltene Ausnahme als die Regel. Meiner Meinung nach müssen diese Aufgabe insbesondere die öffentlichen Strukturen der Deutschen auf sich nehmen und der Jugend helfen, die Geschichte ihres Volkes kennenzulernen, sie zu bewahren und in der Folge sie zu erforschen. Aleksandr Bjottcher, K.I.N, Stadt Hückelhoven, Deutschland: – Meine Rede betraf das Thema „Museen, Ausstellungen und Internetressourcen über die Geschichte der Deutschen aus den Ländern der früheren UdSSR in Deutschland: kurzer Überblick“. Das Hauptanliegen meiner Teilnahme war, Erfahrungen zu teilen, die in Deutschland im Bereich der Präsentation und der Verbreitung der Geschichte und der Kultur der Deutschen aus Russland und Kasachstan bereits gesammelt wurden. Die Rede war auf konkreten Beispielen der Digitalisierung gegründet, eines davon ist das digitale Lehrbuch, das von einem Institut aus unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Museum der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt wurde. Video hier >>> Anastasija Koroljowa Übersetzung: Philipp Dippl
Und im Digitalen spiegelt sich unsere Welt wider Veröffentlicht in Mai 18, 2019Juni 28, 2020 Vom 14. bis zum 15. Mai fand in der Stadt Nur-Sultan die internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz „Die Deutschen Kasachstans: historische Erinnerung der Ethnie und Digitalisierung der Informationsressourcen“, die von der Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ organisiert wurde. Die Konferenz war die logische Fortführung einer Reihe von Veranstaltungen, ausgerichtet auf die Bewahrung und Entwicklung der deutschen Ethnie in unserer Republik. Und ihre Entscheidungen und Vorschläge, die von Wissenschaftlern, Persönlichkeiten aus der Gesellschaft und Schriftstellern aus Kasachstan, Russland, Deutschland und der Ukraine geäußert wurden, werden ganz gewiss ihre Widerspiegelung im „Programm zur Entwicklung der deutschen Ethnie der Republik“ finden, welches von der Gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ in den nächsten fünf Jahren erarbeitet wird. Die Prognosen beeindrucken… Die Digitalisierung in der Welt schreitet seit vielen Jahren voran und Millionen von Mitteilungen, Dokumenten, Fotografien, Kilometer an Filmbändern wurden in ein digitales Format übertragen. So ist nicht nur der unbegrenzte Erhalt von Informationen in den Netzwerken garantiert, sondern sie wurden ebenso mobiler und zugänglicher für Millionen von Nutzern in der ganzen Welt. In Kasachstan hat dieser Prozess erst kaum die Berge von Lagern und Papierarchiven erreicht. So interessieren auch uns, die Repräsentanten der deutschen Ethnie, ganz besonders die Materialien über unsere Vorfahren, über die Repressionen und die Rehabilitierungen, über den Beitrag der kasachstanischen Deutschen an der Entwicklung der Kasachischen SSR und der anschließenden unabhängigen Republik. Und dies wurde beinahe zum Hauptthema der Konferenz. Die Transformation der Dokumente ins Digitale, das ist nur ein Teil der riesigen Aufgabe in der Entwicklung der deutschen Ethnie Kasachstans. Probleme gibt es viele: es fehlt an Ausrüstung und Personal. Darüber beschweren sich die Vorsitzenden der Archive auf allen Ebenen. Nach Meinung eines Archivars dauert die Digitalisierung aller Dokumente nur eines einzigen Regionalarchives nicht weniger als einhundert Jahre täglicher Arbeit! Die Prognosen beeindrucken… Ein nicht weniger wichtiges Problem: die Deutschen zum Interesse an ihren Wurzeln zu motivieren. Warum?! Damit die Menschen wissen, woher sie in das gastfreundliche Land Kasachstan kamen und wer ihre Vorfahren sind… Vielleicht ist es dann klarer und man kann es bewusster verstehen – das ist nicht deshalb wichtig, um sich über jemanden zu erheben, aber um alle Regeln der internationalen Toleranz zu akzeptieren, und selbst ein Deutscher zu bleiben. Wie kann man das erreichen? Nach Meinung der Teilnehmer der Konferenz ist das ohne Digitalisierung praktisch unmöglich. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht: eine eigene Internetseite gestalten und seinen Stammbaum erstellen.. Oder auf Basis regelmäßiger Bezahlung diese Aufgabe einem Spezialisten übergeben, der Internetressourcen solcherart betreibt. Ein riesiger Teil der Welt sucht jetzt, wie aufgewacht, nach der Erhellung im Dunkeln ihrer Verwandtschaft. Und das kann sich auch für uns als nützlich erweisen… Das virtuelle Museum der deutschen Ethnie Darüber wurde viel und mit verschiedenen Positionen geredet, mit der besonderen Hoffnung, das Gefühl für die Identität bei jungen Menschen zu fördern. Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert, das Auditorium würde sich auf irgend eine Weise differenzieren. Einen Jugendlichen zu bitten, sich ein Foto von einem Spinnrad aus dem vorletzten Jahrhundert anzuschauen, ist ziemlich unbedacht: ein solches Artefakt erzeugt wohl nur bei Menschen mittleren oder höheren Alters Neugier und echte Ergriffenheit. Aber sogar diese Internetseite ist eine tatkräftige Handlung. Der Anfang ist gelegt, es ist schließlich wichtig, das zu erhalten, was ist. Andernfalls wird alles in Vergessenheit geraten. Wir sind erst am Anfang des Weges Wie bereits erwähnt, fand die Konferenz im Rahmen des Programms zur Entwicklung der deutschen Ethnie statt, für welches die Entwicklungsarbeit im Herbst letzten Jahres begonnen hat. In der Präambel der Resolution sind zahlreiche Probleme in der Entwicklung der deutschen Ethnie aufgeführt, im operativen Teil stehen die Punkte zu ihrer Beseitigung. Alles ist ausgewogen, durchdacht und fixiert. Es wurde beschlossen, die historische Ausrichtung der Aktivitäten der Stiftung als Priorität zu definieren, in diesem Zusammenhang ist angewiesen, eine wissenschaftliche Expertenkommission zur Geschichte und Kultur der Deutschen in der Republik Kasachstan zu bilden und die Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Expertenverband der Volksversammlung Kasachstans, dem internationalen Verband der Forscher der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen sowie den staatlichen und wissenschaftlichen Institutionen und Hochschulen auszubauen. Zum Ausbau des Zugangs zu Archivmaterialien zur Geschichte und Kultur der Deutschen Kasachstans und zur Ausarbeitung ihrer kommentierten Inventarliste wird ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Regionalarchiven erstellt. Die Erforschung renommierter Persönlichkeiten wird fortgesetzt, ein Multimediaarchiv der gesammelten Materialien wird vorbereitet. Im Rammen des Programms „ Рухани жангыру“ ist die Erforschung sakraler Orte der Republik Kasachstan und der Orte der Deportation als Erinnerungsarbeit geplant. In der heimatkundlichen Tätigkeit werden die Vertreter der Jugendvereinigungen der Republik, Schüler und Studenten miteinbezogen. Diese Konferenz war nicht nur für die wissenschaftliche Gemeinde überaus wichtig, sondern auch für die ethnischen Deutschen der Länder des postsowjetischen Raums insgesamt. Und die erarbeiteten Empfehlungen für den Abschnitt „Geschichte der Deutschen Kasachstans“ des Programms zur Entwicklung konnten zur priorisierten Stoßrichtung der Aktivitäten der Selbstorganisation erklärt werden. Die Materialien der Konferenz werden im Anschluss zur Erarbeitung wissenschaftlicher Projekte, sowie in den praktischen Aktivitäten der Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und der Union der deutschen Jugend Kasachstans verwendet. Walerij Schewalje Übersetzung: Philipp Dippl
Neue Ideen im Business Club der Deutschen Kasachstans Veröffentlicht in Februar 2, 2019Juni 3, 2022 Am 25. Januar fand in den Wänden der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedegeburt“ (Astana) ein regelmäßiges Unternehmertreffen im Rahmen des Business Clubs statt. Bereits zum zweiten Mal wurde die Gesellschaft zu einer Dialogplattform für Geschäftsleute der Republik. Vertreter verschiedener Wirtschaftszweige, vom Dienstleistungssektor bis hin zu großen Produktionsunternehmen, kamen zusammen, um ihre Unternehmen vorzustellen, Geschäftsideen und Projekte auszutauschen. Albert Rau, Leiter der Selbstorganisation der Kasachstan-Deutschen, betonte die Bedeutung des Aufbaus der Beziehungen zwischen Unternehmern und der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans. Dies ist eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit, da die Gemeinschaft immer bereit ist, Geschäftsleuten bei der Suche nach Investitionen und Unterstützung auf politischer Ebene zu helfen. Unternehmer ihrerseits werden als aktivster Teil der Bevölkerung bei der Selbstorganisation in der Jugendarbeit, im Sozialschutz und in der Bildung immer nützlich sein. Vladimir Braun, Generaldirektor der SVS-Unternehmensgruppe, dem Marktführer des kasachischen Marktes für die Wartung von Lastkraftwagen, Lieferungen von Spezialausrüstung, Motorölen und Ersatzteilen, trat dem Unternehmerclub der Deutschen Kasachstans bei. Im Rahmen des Treffens wurden auch Präsentationen von Unternehmen wie der LS-Group, die Abdichtungs- und Brandschutzarbeiten und den Verkauf der entsprechenden Materialien durchführt, und ISC, das im Bereich der IT-Technologien tätig ist vorgetragen. Von großem Interesse war die Präsentation der Leiterin der Abteilung des Internationalen Menschenrechtszentrums (IHR) des Zentrums für Mediation in der Region Pawlodar, Olga Erlikh, die die Teilnehmer in die Methode der alternativen vorgerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten durch Mediation einführte. Geschäftsleute teilten mit großem Interesse und Offenheit ihre Erfahrungen und ihr Wissen miteinander. Regelmäßige Treffen des Business Clubs werden nach Meinung von Veranstaltern und Teilnehmern auf jeden Fall dazu dienen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Ideen umzusetzen.