Iwan Scharf Veröffentlicht in 19. Dezember 201811. Februar 2019 Iwan Iwanowitsch Scharf ist einer der aktivsten und prominentesten Persönlichkeiten der deutschen Bewegung Kasachstans, er wurde am 9. Mai 1930 in dem Dorf Kalinin im Gebiet Rostow geboren. Nach dem Schulabschluss schloss er das pädagogische und landwirtschaftliche Institut ab. Er arbeitete als Lehrer und Schuldirektor im Kreis Alekseew, später als Direktor der Sowchose „Dalnij“ im Kreis Esil. Zwischen 1959 und 1970 war er Leiter des Landwirtschaftsamtes Esik. Ab 1970 war er Generaldirektor der Sowchose „Akmolinskij“, und seit August 1975 Generaldirektor der Produktionsvereinigung für Geflügelzucht Zelinograd, welche ab 1996 in die AO „Akmola-Feniks“ umgewandelt wurde. Iwan Iwanowitsch war einer der Mitbegründer der Gemeinschaft „Wiedergeburt“ in Astana, seit 1989 hat er sich aktiv am Leben der Deutschen in Kasachstan beteiligt. Er hat sehr viel für die Verbesserung der materiell-sozialen Versorgung von Veteranen und Invaliden getan. Iwan Iwanowitsch war Deputierter des Obersten Sowjets der Republik, Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjets, Vorsitzender der Niederlassungen NDB „Nur-Otan“ und „Feniks“, sowie Mitglied des Rates der Deutschen Kasachstans, er ist Aspirant der Wirtschaftswissenschaften. Seine Autorität erarbeitete er sich durch Sachverständnis und die selbstlose Haltung dazu, durch tiefes Verständnis für menschliche Freude und Sorgen. Für die vorbildliche Umsetzung seiner Pflichten, für die aktive Teilnahme an der Wirtschaft und in der pädagogischen Arbeit wurde ihm der Titel „Held der sozialistischen Arbeit“ verliehen, er wurde mit Orden und Medaillen ausgezeichnet, zwei Mal mit dem Leninorden und zwei Mal mit dem Orden der Oktoberrevolution. Er hat feinfühlig den Weg des Lebens erfasst, fand neue Ansätze, um die im Kollektiv gesteckten Ziele zu erreichen. Er übernahm jedwede Sache und hat sie immer zu Ende gebracht. Was ihn von anderen unterschied, waren eine breitgefächerte Gelehrsamkeit, große organisatorische Fähigkeiten, die Reife in der Wirtschaft, kombiniert mit dem ständigen Streben nach allem Neuen und Fortschrittlichen. Er war sich immer in seinen Stärken und den Stärken des Kollektivs, das er leitete, sicher. So wurde trotz der harten Bedingungen des Marktes dank den Anstrengungen von Iwan Iwanowitsch Scharf die Wirtschaftsführung und die ganze Infrastruktur des Betriebes konserviert. Iwan Iwanowitsch war der Initiator der Gründung des Gedenkkomplexes „Alzhir“ in Malinowka. Seine Devise war: „Alles tun, damit die Menschen besser leben“. Iwan Iwanowitsch Scharf verstarb am 21. Januar 2008 in dem Dorf Malinowka im Gebiet Akmolinsk.
Iwan Sauer Veröffentlicht in 19. Dezember 201811. Februar 2019 Iwan Sauer wurde am 11. Juni 1958 in dem Dorf Malinowka in m Gebiet Akmolinsk geboren. Die Liebe zur heimatlichen Erde und großer Fleiß wurden ihm seit frühester Kindheit anerzogen. Der Vater Adam Iwanowitsch Sauer war ein bekannter Landwirtschaftler, der berühmte Mais der Sovchose „Rote Fahne“ wurde überall sehr geschätzt. „Keine Kultur sollte sich fremd fühlen, stiefmütterlich behandelt“ – An diese Ermahnungen des Vaters erinnert sich Iwan Sauer sein ganzes Leben und wandte sie bei der Entwicklung seiner Agrarholding an. Heute ist Iwan Adamowitsch Generaldirektor der TOO Agrarbetrieb „Rodina“, Vorsitzender des Vorstandes der Assoziation „Fleischunion Kasachstan“, unabhängiger Direktor der AO nationale Firma „Lebensmittel-Vertragsgesellschaft“, Mitglied des Direktorenrates der AO „KazAgroInnovazija“, er gehört dem Expertenrat des Landwirtschaftsministeriums der Republik Kasachstans an. Mit einem Wort, einer der einflussreichsten Geschäftsmänner des Landes. Er schloss das Landwirtschaftsinstitut Zelinograd mit der Spezialisierung des mechanischen Ingenieurs ab. Im Jahr 2002 verteidigte er seine Doktorarbeit mit dem Thema „Organisatorisch-ökonomischer Mechanismus der Wirtschaftsführung bei integrierten Strukturen im Getreide-Teilkomplex“. Er ist Aspirant der Wirtschaftswissenschaften, ehrenamtlicher Professor der Staatlichen Kasachischen Agrartechnischen Universität namens S. Seifullin. Er ist Autor des Buches „PK „Rodina“ – gut arbeiten, würdig leben“. Er besitzt zahlreiche Auszeichnungen und Prämien: den Orden „Dostyk“ (1996), „Parasat“ (2005), „Otan“ (2011), den Orden der russisch-orthodoxen Kirche „Ruhm und Ehre“ der zweiten Stufe, die Medaillen „Шапағат“, „Қазақстан Республикасының тәуелсіздігіне 10 жыл“ (2001), „Қазақстан Республикасының тәуелсіздігіне 20 жыл“ (2011), „50 Jahre Neulandgewinnung“ und viele weitere. Im Verlauf vieler Jahre wurde der Agrarbetrieb „Rodina“ zum Vorbild nicht nur im Gebiet Akmolinsk, sondern auch weit über ihre Grenzen hinweg. Die Leistungen von Iwan Sauer wurden vom Oberhaupt des Staates Nursultan Nasarbaew hervorgehoben. Nicht nur einmal kam der Präsident auf offizielle Visite in den gleichnamigen Aul „Rodina“, hat soziale und betriebliche Objekte besucht. Im Jahr 2013 wurde Iwan Sauer am Vorabend des Tages der Unabhängigkeit per Erlass des Präsidenten der Titel „Қазақстанның Еңбек Ері“ für seine herausragenden Leistungen in der sozial-menschlichen Entwicklung und für die aktiven gesellschaftlichen Tätigkeiten verliehen. Zur Verleihung hat der Präsident Kasachstans den großen Erfolg des Agrarbetriebes „Rodina“ betont, dem Iwan Sauer vorsteht: „Der Agrarbetrieb „Rodina“ ist ein wahres Vorbild dafür, wie man die Dinge in einem Landwirtschaftsbetrieb führen sollte. Zum Beispiel beträgt die Produktivität der Arbeit in dem Unternehmen 38 Tausend Dollar pro Arbeiter, und das ist Rekord, weil der Landesdurchschnitt bei 7 Tausend Dollar liegt. Und wenn insgesamt im Agrarsektor sich die Produktion nur der Hälfte des Wertes von „Rodina“ annähern würde, dann wäre auch der Umfang der Produktion eine ganz andere. Hier wird nicht nur einwandfrei die Produktion entwickelt, sondern es wird auch verantwortungsvoll ein Sozialprogramm betrieben. In der Siedlung, wo die Angestellten der Firma arbeiten, wurden Sportstätten und Sozialeinrichtungen gebaut, gute Straßen, Krankenhäuser, ein neues Wärmesystem installiert“. Der Agrarbetrieb „Rodina“ gewinnt regelmäßig den landesweiten Wettbewerb „ Алтын сапа“, welcher mit einer Goldmedaille und einem goldenen Pokal ausgezeichnet wird. Die Goldmedaillen „Алтын белгі“ werden auf dem Fest der Errungenschaften des Landwirtschaftskomplexes Kasachstans verliehen. Beispielhaft sind nicht nur die Errungenschaften des Landwirtschaftsbetriebes „Rodina“, sondern auch der Lebensstandard im Dorf. Und das ist der persönliche Verdienst von Iwan Sauer. Hier entwickeln sich planmäßig alle Zweige der Landwirtschaft, die den Bewohnern das ganze Jahr lang Arbeit bieten. Und das, seinerseits, löst viele Probleme. Die Jugend strebt scon nicht mehr danach, das Aul zu verlassen, ganz im Gegenteil, es kommen Menschen in das Aul auf der Suche nach Arbeit. Dafür hat man hier alle Voraussetzungen geschaffen: es werden Unterkünfte und Vergünstigungen gewährt, eine Reihe von Sozialprojekten wurde eingerichtet: insbesondere der Kindergarten „Solnyschko“, ein Kulturzentrum, ein Park, Sportstätten, eine medizinische Ambulanz oder ein Zoo. Für die Älteren wurde ein Haus der Veteranen gebaut. Iwan Adamowitsch nimmt aktiv an der Realisierung von Staatsprogrammen teil. Im Jahr 2011 wurde im Rahmen des Programms der forcierten industriellen Innovationsentwicklung eine Milchfabrik gebaut. Sie verarbeitet in 24 Stunden 25-30 Tonnen Milch aus Eigenherstellung von ertragreichem Vieh aus ausländischer Züchtung. Die Milchproduktion „Rodina“ erfreut sich großer Nachfrage beim Verbraucher, sie ist sicher und wettbewerbsfähig. Mit Unterstützung des Staatsprogramms zur Entwicklung alternativer Energiequellen wurde im Jahr 2012 ein Windgenerator im Aul in Betrieb genommen. Als Vorsitzender des Vorstands des Verbandes „Fleischunion Kasachstan“ freut sich Iwan Sauer über den Viehzuchtsektor in ganz Kasachstan. Heute gehören zu der Union nicht nur Großbetriebe, sondern auch kleine Bauernbetriebe, und ebenso Unternehmen, welche im Bereich Fleischherstellung und Weiterverarbeitung arbeiten. Die primäre Aufgabe der Union ist die Förderung der Entwicklung der Tierzuchtbranche, welche sich bis zum heutigen Tag im Stadium der Wiederbelebung befindet. Nach Meinung von Iwan Sauer ist die Viehzucht eine höchst arbeitsintensive Branche, sie beansprucht hohe Kosten und die Präsenz qualifizierter Spezialisten. Aber ihre Entwicklung ermöglicht eine ganzjährige Beschäftigung der Dorfbevölkerung, löst Probleme im Dorf und verleiht der Landwirtschaft neue Impulse.
Albert Rutz Veröffentlicht in 19. Dezember 201811. Februar 2019 Die Akmolinsker Gebietsgemeinschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ bekundet ihr Beileid den Angehörigen und Nächsten des nun verstorbenen Albert Ferdinandowitsch Rutz, dem herausragenden Spezialisten auf dem Feld der Medizin. Albert Ferdinandowitsch war Neuropathologe der höchsten Kategorie, Diplomat der internationalen Europafachschule der angewandten Kinesiologie, Diplomat der israelischen Universität der traditionellen Medizin. Tausende dankbare Patienten und hunderte gerettete Leben tragen für immer den Namen von Albert Rutz in den Chroniken nicht nur im Gebiet Kokschetaw, sondern im ganzen Land. Albert Ferdinandowitsch wurde am 16. Juni 1940 im Gebiet Saratow geboren, im Jahre 1941 wurde seine Familie, so wie viele Deutsche, nach Kasachstan deportiert. Albert Ferdinandowitsch entschied sich dazu, sein Lebender Medizin zu widmen, als er im Jahre 1958 die medizinische Hochschule Karaganda abschloss. Nach Beendigung der Ausbildung arbeitete er in der Siedlung Wolodarowka im Gebiet Ostkasachstan. Im Jahre 1968 zog er mit seiner Familie nach Kokschetau, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann er, privat zu behandeln. Er steigerte seine Qualifikation in den besten Kliniken Deutschlands, Israels und Russlands. Im Laufe seines ganzen Lebens erschloss er die neuesten Methoden der angewandten Kinesiologie.
Reinhold Rib Veröffentlicht in 19. Dezember 201811. Februar 2019 Reinhold Dawidowitsch Rib ist wissenschaftlicher Bienenzüchter. Er wurde 1938 in der Siedlung Pruggerowo im Gebiet Ostkasachstan geboren. Er beendete die agrarwissenschaftliche Fakultät des landwirtschaftlichen Instituts Novosibirsk, anschließend das Weiterbildungsinstitut für Zootechniker und Bienenzüchter im NII für Bienenzucht in der Stadt Rybny mit der Verleihung der Qualifikation „wissenschaftlicher Bienenzüchter“. Er lernte als Doktorant im NII für Bienenzucht und verteidigte seine Dissertationsarbeit zu Erlangung der Stufe des Kandidaten der Agrarwissenschaften mit dem Thema „Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz der Bienenkönigin in der Familie der Bienen“. Im Verlauf vieler Jahre arbeitete er in einer kasachischen Versuchsstation für Bienenzucht und als Dozent am Lehrstuhl der Biologie der staatlichen Universität Ostkasachstan. Er ist Autor von mehr als 70 veröffentlichten Arbeiten zur Bienenzucht, viele Jahre lang arbeitet er mit dem Magazun „Bienenzucht“ zusammen, besitzt eine mehr als 45-jährige Erfahrung in der praktischen Bienenzucht. Heute betätigt er sich als Berater der kasachischen Versuchsstation für Bienenzucht und beteiligt sich an wissenschaftlichen Konferenzen zur Bienenzucht.
Multikulturell und professionell Veröffentlicht in 14. Dezember 201811. Februar 2019 Im Laufe der Woche untersuchten Korrespondenten aus der deutschen Jugend Kasachstans die neuen Möglichkeiten des Medienbereichs. Dank des methodischen Workshops „Medientechnologien in der Jugendarbeit“ in Berlin konnten Teilnehmer aus fünf Ländern (Deutschland, Russland, Kasachstan, Ukraine und Polen) neues Wissen und Fähigkeiten von Medienfachleuten erwerben. Das Projekt wurde von der internationalen Organisation Jugendbund „djo-Deutscher Regenbogen“ organisiert. „Dies ist die erste Erfahrung eines fünfseitigen Projekts. Multikulturalismus, reichhaltiges Programm und Professionalität der Referenten machten es zu etwas Besonderem “, sagten alle Teilnehmer des Treffens. Die Partnerorganisation für djo in Kasachstan ist die Vereinigung der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK), die mit fünf Delegierten aus den Städten Semey, Almaty, Petropavlovsk und Karaganda vertreten war. Sofia Stro, Petropawlowsk – Der erste Tag des fünfseitigen Medienworkshops in Berlin begann mit einer Untersuchung der Eigenschaften von Dokumentarfilmen. Vertreter der russischen Delegation aus der Stadt Samara enthüllten die wichtigsten Wege, um solche Filme zu schaffen. Dieser Tag war für uns auch dank einer ungewöhnlichen Stadtrundfahrt einfach bemerkenswert. Die Organisatoren zeigten deutlich, wie man die Stadt in einem interessanten Suchspiel kennenlernen kann, indem man Punkte über die Internetanwendung und die Medientechnologie erhält. Nach der Suche fand eine Präsentation des Actionbound-Programms statt, mit dem eine Stadtrundfahrt erstellt und durchgeführt wurde. Unter dem angenehmen Eindruck unserer Bekanntschaft, in Erwartung einer ganzen Woche aufregender Workshops, machten wir uns auf den Weg, unsere Koffer zu packen, da der Hauptstandort des Projekts das Dorf Neuendorf war. Angelina Golodova, Almaty – Das Programm des Seminars war sehr umfangreich. Wir haben uns mit Plattformen und Anwendungen für die Arbeit mit Medien, darunter: Sticky Al, Defqt-camera effects, Hyperlapse Instagram, Hype-Type, Unfold, bekanntgemacht. Nachdem die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt waren, untersuchten sie die Funktionen der Anwendungen und präsentierten später die Möglichkeiten der Programme selbst. Neben den Vorträgen gab es auch kreative Arbeit, die Kreativität und Vorstellungskraft erforderten. Wir haben Visualisierungstechniken genauer in Betracht genommen. Diese Workshops eröffneten uns einen neuen Blick auf die Präsentationsmöglichkeiten auf Papier. Dank der Illustrationen erhält der Sprecher ein Vielfaches der Aufmerksamkeit des Publikums. Tausende von Figuren, von denen jede in wenigen Sekunden gezeichnet werden kann, wurden speziell für solche Präsentationen entworfen. Überraschenderweise gibt es sogar Handbücher und Bücher zu einem ähnlichen Thema. Wir wurden jedoch mit den meistgebrauchten und vielfältigsten vertraut gemacht. Anastasia Koroleva, Almaty – Aus den vorgestellten unterschiedlichen Formen und Themen der Schulungen des vergangenen Medienworkshops möchte ich besonders die Workshops zum Erstellen von Audio-Podcasts und zur Verwendung moderner Präsentationstechniken am Beispiel von Video Scripting hervorheben. In der Endphase des Projekts hatten wir die Möglichkeit, einen von drei parallelen Workshops zu wählen: die Erstellung eines Videos, eines Cartoons oder einer Audio-Erzählung. Trotz der Tatsache, dass alle drei Bereiche sehr interessant sind, bevorzugten die drei Delegierten aus Kasachstan den Workshop „Hörspiel-Werkstatt“. Dank der Schulung, haben wir enorme Erfahrung gesammelt, die Funktionalität des Audiodatei-Editors „Audacity“ untersucht und unsere eigene Audiogeschichte aufgenommen. Der zweite Fund, den ich auch in meiner Arbeit weiterhin verwenden möchte, ist „Videoscribing“. Mit dem Programm kann man Informationen mithilfe von Grafiksymbolen und Text visualisieren. Der methodische Workshop „Medientechnologien in der Jugendarbeit“ wurde zu einer Plattform für den Austausch von Erfahrungen und wertvollem Wissen zwischen 50 Menschen aus fünf Ländern. Die Teilnehmer waren alle einzigartig – von professionellen internationalen Journalisten über Video- und Audiomacher bis hin zu erfolgreichen Bloggern mit mehr als 25.000 aktiven Abonnenten in sozialen Netzwerken. Wir können sagen, dass wir die einmalige Gelegenheit hatten, interessante Menschen aus verschiedenen Ländern zu treffen und gleichzeitig unsere deutsche Sprache zu verbessern. Maria Gorbacheva, Semey – Im Laufe des Projekts haben wir verschiedene Formen der Medientechnologie kennengelernt. Die Workshop-Referenten waren junge Leute, die sich mit ihrem Thema auskennen. Ein gutes Vorbild für uns war Faina Yunusova, die ihren Video-Blog auf YouTube-Kanal und Instagram-Profil führt. Sie teilte mit uns die Geheimnisse einer korrekten Darstellung von Informationen in sozialen Netzwerken. Gemeinsam haben wir einen Content-Plan für die Woche erstellt, für die von uns im Voraus erdachten Promotion-Ideen. Ich interessierte mich für den Workshop zu einem für Journalisten sehr wichtigen Thema – „Aktuelle rechtliche Fragen der Medienarbeit in der Jugendarbeit“ mit dem Schwerpunkt Urheberrecht und Schutz personenbezogener Daten, das von Johanna Heil, der Leiterin des Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, geleitet wurde. Die Workshops waren so durchdacht, dass wir das gewonnene theoretische Wissen sofort in die Praxis umsetzen und so das neue Material noch besser beherrschen konnten. Abends gab es Bekanntschaften mit dem ethnokulturellen Leben der am Forum teilnehmenden Länder. Wir haben die Traditionen, Lieder und Tänze der Ukraine, Polens, Kasachstans, Russlands und Deutschlands kennengelernt. Dies war ein besonders wichtiger Moment für Delegierten aus Kasachstan, denn während des „Abend der Kulturen“ präsentierten sie die Arbeit der Jugendorganisation VDJK und der republikanischen Zeitung DAZ. Dann zeigten sie traditionelle kasachische Rituale, Tänze, nationale Gerichte und Süßigkeiten. Die Gäste der Veranstaltung waren positiv über die Auftritte der kasachischen Jugendlichen. Konstantin Zaitsev, Karaganda – Damit ging auch der Medienworkshop zu Ende, dank dem wir viele notwendige und nützliche Informationen erhalten haben. Aus Zeitmangel bleiben leider nicht besprochene Fragen. Dies wird als Anreiz für ein eigenständiges Erlernen sowohl des Marketings als auch des Eintauchens in das Thema der digitalen Einflussnahme auf andere Berufe und Lebensbereiche dienen. Viele Informationen, in denen man etwas für sich finden können. Dieser Workshop war sehr informativ. In der modernen digitalen Welt ist gerade dieses Wissen nützlich, insbesondere wenn man sie von Profis erfährt. Die erworbenen Fähigkeiten können sicherlich nützlich sein. Ich möchte auch anmerken, dass es uns durch dieses Training ermöglicht wurde, uns in der Praxis auszudrücken, situatives Denken zu entwickeln, das in jegliche Richtung sehr wichtig ist. Die Teilnehmer sind dem Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und der Vereinigung Deutscher Jugend Kasachstans für das Vertrauen dankbar. Alle Kenntnisse aus dem Projekt werden sicherlich Anwendung finden.
Der Preis des Theaters ist der Glaube der Zuschauer Veröffentlicht in 14. Dezember 201811. Februar 2019 Vertreter von fünf Städten und fünf deutschen Jugendvereinigungen sowie Aktivisten der deutschen Gesellschaft trafen sich im Haus der Freundschaft eines sonnigen Taraz. Veranstalter eines dreitägigen Theaterworkshops waren die deutsche Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Zhambyl und der deutsche Jugendclub „Juwel“ der Stadt Taraz. Als Redner traten berühmte und erfahrene Schauspieler aus dem russischen Dramatheater der Oblast Zhambyl in Taraz, Evgeny Orlov, Olga und Beknazar Izbasarov auf. In diesen Tagen nahmen junge Künstler an diesem kreativen Prozess teil, entwickelten sich neu, erarbeiteten Werke plastischer Kunst, trainierten ihre Mimik, feilten an der Bühnenrede und tanzten. In so kurzer Zeit erhielt jeder von ihnen eine große Erfahrung, bekam die Gelegenheit, die besten Schauspieltechniken voneinander zu lernen, und lernte, mit völlig unbekannten Personen in einem Team zu arbeiten. Am ersten Tag begegneten die jungen Schauspieler der Theorie, lernten die verschiedenen Sprachtechniken, eigneten sich die notwendigen Bewegungen und Gestik auf der Bühne an. Die Leiter des russischen Dramatheaters in Zhambyl teilten mit ihren jungen Kollegen das Erfolgsrezept einer guten Theaterproduktion. Vor allem lernten sie, Wissen in der Praxis anzuwenden. Eine interessante Aufgabe vom Projektmanager war Folgende: mehrere Theaterzeichnungen in verschiedenen Genres zu präsentieren, die jedoch in kürzester Zeit durch ein gemeinsames Thema – „Weihnachten“ – vereint wurden. Die Aufführung der fertigen Werke fand am letzten Abend des Theaterworkshops statt. Dank der harten Arbeit jedes Teilnehmers und der erfahrenen Führung der Schauspieler des russischen Dramatheaters wurden die Vorstellungen großartig gespielt. Jede Rolle ist bis ins Detail durchdacht, obwohl die Kostüme, Texte und Requisiten an nur einem Abend vorbereitet wurden! Es schien, dass die Aufgaben nicht umsetzbar waren, aber zusammengenommen schufen die jungen Künstler etwas Unglaubliches. „Viele neue Bekanntschaften, Freunde und tolle Eindrücke. Ich habe auf meine Fehler geachtet und bekam Ratschläge, wie ich meine Rede verbessern kann. Vielen Dank an die Dozenten für ihre Geduld und ihr Verständnis! Ich freute mich sehr darauf, nach Taraz zu kommen, und meine Erwartungen an diesen Workshop wurden mehr als erfüllt. Jetzt verstehe ich, warum Taraz als die sonnigste Stadt unserer Republik gilt – eine Stadt, in der solche sonnigen Menschen wie sie, die Klubmitglieder der Jugendklubs „Juwel“, leben, so teilte Liana Barakat ihre Eindrücke (Vorwärts KDJ, Almaty). „Vielen Dank an den Klub der deutschen Jugend“ „Juwel” für die Möglichkeit, an einem Theater-Workshop teilzunehmen, so viel Erfahrung zu sammeln und neue Bekanntschaften in anderen Städten zu machen. Ich möchte aber vor allem das genau durchdachte Programm und den Zusammenhalt des Organisationsteams erwähnen“, – Evgeny Zorkov (GUM „Glück“, Semey). „Im Workshop hatten wir drei wundervolle Tutoren, die uns geholfen haben, wunderbare Mini-Szenen in verschiedenen Genres zu liefern. Ich war in einer Komödie aktiv, deren Leiter Beknazar Izbasarov war. Ich hoffe, dass es mehr von solchen Veranstaltungen geben wird. Ich werde definitiv daran teilnehmen“, – Alexey Svirsky (KDJ „Vorwärts“, Almaty). „Das ist eine gute Erfahrung, die meine theatralischen Fähigkeiten weiter verbessern wird. Vielen Dank an unsere Dozenten, ein besonderes Dankeschön an Beknazar Turarovic Izbasarov, der unsere Gruppe leitete und unsere theatrischen Impulse in die richtige Richtung lenkte.“ – Stavr Muromtsev (CNM Juwel, Taraz). „Die Jugendlichen aus dem Klub Taraz sind einer der positivsten, herzlichsten und charismatischsten Menschen, mit denen ich je gesprochen habe. Es gelang mir, die Leute aus anderen Städten kennenzulernen, über deren Artistik ich kaum überrascht war. Der Workshop war sehr produktiv. Meine schauspielerischen Fähigkeiten sprangen eindeutig auf ein höheres Niveau, für das ich mich wirklich bei den Dozenten bedanken möchte, die mich auf Fehler aufmerksam gemacht haben, die ich vorher garnicht bemerkt hatte. Ich möchte mich auch bei den Organisatoren der Stadt Taraz bedanken, die eine so großartige Idee hatten und denen die Gelegenheit nicht entging. Wir haben wertvolle Erfahrungen nach Almaty gebracht, die wir mit den Jugendlichen vor Ort teilen können. Dieses Projekt ist zweifellos eines der erfolgreichsten, an denen ich teilnehmen durfte und ich würde mir das nächste Mal wünschen, noch mehr neue Leute dafür zu gewinnen“, so Edan Gerlits (KDJ „Vorwärts“, Almaty). Polina Cherepovskaya, Sabina Aliyeva, Angelina Golodova
Kommen Sie noch zu uns! Veröffentlicht in 14. Dezember 201830. Juli 2020 Der deutsche Jugendclub „Vorwärts“ in Almaty, veranstaltete am 9. Dezember eine Informationskampagne mit einer Reise in die Stadt Talgar. Das Treffen mit den Bewohnern fand in der Schule Nr. 5 statt, die seit vielen Jahren mit der ethnokulturellen Vereinigung „Wiedergeburt“ Almaty zusammenarbeitet und freundlicherweise Räumlichkeiten für die Deutschkurse, Kinderclubs und Feiertage zur Verfügung stellt. Ziel der Reise war es, die Aktivitäten der Gesellschaft und des Jugendclubs zu popularisieren, die Aktivität zu steigern und neue Teilnehmer für die deutsche Selbstorganisationsstruktur zu gewinnen. Unser Berliner Gast, der Sprachassistent David Becker, hat an dieser Aktion teilgenommen. Wir durften sofort in die Sprache eintauchen und unser Deutsch auf die Probe stellen. Das Treffen mit den Bewohnern gab neue Bekanntschaften und fand in einer warmen, gemütlichen Atmosphäre statt. Kristina Librikht und Elena Shumacher präsentierten die Gesellschaft und unseren Jugendclub und konzentrierten sich auf verschiedene Tätigkeitsbereiche und Entwicklungsperspektiven. Ein Quiz machte beim Publikum einen besonderen Eindruck, dank dessen die Teilnehmer die Geschichte der Deutschen angefangen von der Mythologie bis zur Politik des modernen Deutschlands hin kennenlernten. Es war ein echter intellektueller Kampf! Jeder wollte ein Gewinner sein, aber schlussendlich gewann die Freundschaft! Das Treffen endete mit einer lustigen traditionellen deutschen Polka „Hacke Spitze“ und einer Kaffeepause, in der alle gemeinsam viele Themen diskutierten und auf interessante Fragen Antworten erhielten. „Kommen Sie noch (einmal) zu uns!“, riefen uns Senioren, Kinder und Jugendliche zu. Und dies zeigt vor allem, dass unsere Aktion ein voller Erfolg war. Angelina Golodova
„Kranz der Freundschaft“ Veröffentlicht in 14. Dezember 201830. Juli 2020 In der Mittelschule Nr.10 in Ridder fand das Fest der nationalen Kulturen statt. Die Stadt Ridder war schon immer multinational. Hier leben Russen, Tataren, Deutsche, Kasachen, Tschetschenen, Ukrainer und andere ethnische Gruppen zusammen. Und das ist nicht überraschend, denn die Kultur der Kommunikation, der Toleranz, der Fähigkeit, Freunde zu finden und die Vertreter anderer Nationalitäten zu respektieren, wird in Kasachstan bereits im Kindesalter gepflegt. Die Mittelschule Nr. 10 unter der Leitung solcher wunderbaren Lehrer wie Assem Borisovna Agazhaeva und Lyubov Nikolaevna Mikulskaya kann zweifellos als multinational bezeichnet werden. Das Freundschaftsfest wurde von Galina Michailowna Gilderman, einer Abgeordneten des Stadtrats, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Deutschen der Region Ostkasachstan, organisiert. Die Vorbereitungsphase für die festliche Veranstaltung begann lange vor der Vorstellung, es wurden Szenarien erstellt, Rollen verteilt, Eltern konsultiert und Rezepte der nationalen Küche erarbeitet. An der Organisation nahmen Eltern und Lehrer sowie Kinder teil. Während der Vorbereitungen für das Festival lernten die jungen Leute Volkstänze, nationale Kleidung, Küche und Besonderheiten der Traditionen kennen. Es wurden Trachten präsentiert, eine Ausstellung von Gerichten jeder ethnischen Gruppe wurde vorgestellt. Gäste und Eltern wurden von Mädchen in kasachischen Kostümen mit Baursakis und jungen Damen in russischen Kostümen mit rosigen Pfannkuchen empfangen. Mit einer Begrüßungsrede vor dem Publikum sprach man auf dem Festival in drei Sprachen und betont die Bedeutung der bevorstehenden Feier. Die Teilnehmer präsentierten russische, tatarische, usbekische, ukrainische, deutsche, jüdische, kosakische und tschetschenische Familien, sprachen über die nationale Kultur – Traditionen und Bräuche, Volksfeste und angewandte Kunst. Es gab Lieder und Tanzeinlagen. Und welches Aroma von den nationalen Gerichten entstand! Plov, deutsche Kuchen, tatarisches „Kainar“, „Chak-Chak“, tschetschenisches „Cepal“ und „Hingalsh“ – Fladenbrot mit Kürbis und Quark, kasachischer Beshbarmak, Kurt, Koumiss, ukrainische Mehlklöße mit Sauerrahm, jüdisches Forshmak und usbekische Samsa mit flachem Fladenbrot und vielen anderen Gerichten wurden entsprechend den nationalen Traditionen ihrer Zubereitung präsentiert. Schüler der Mittelschule Nr. 10 konnten unter der Leitung der kreativen Gruppe von Lehrern und Eltern ein vielfältiges, förderndes und emotionales Programm vorbereiten: musikalische und literarische Kompositionen, Lieder, Gedichte, Tänze, die die Kultur der Nationen widerspiegelten. Die originelle und einzigartige Performance des tschetschenischen Ensembles faszinierte alle Teilnehmer, Zuschauer und Gäste! Die von den talentierten Lehrern O. N. Tishenko, Leiter des Vokalensembles „Böhnchen“, Ya. Krekova, Leiter des choreografischen Ensembles „Reverance“, L. N. Mikulskaya, Schulleiter für Unterrichtsarbeit, vorbereitete kreative Parade, endete mit der musikalischen Komposition „Ich, Du, Er, Sie – sind zusammen eine Familie! “, Symbol für die Einheit der Nationen. Die Vorsitzende der Festivaljury, Galina Gilderman, überreichte allen Teilnehmern Urkunden. Es ist bemerkenswert, dass für ein solches Zusammenkommen der nationalen Kulturen eine Festivalform gewählt wurde, keine Konkurrenzform. Hier wurden die Gewinner nicht ausgezeichnet, die Preisträger wurden nicht erwähnt, aber jede Gruppe wurde geehrt. Das Festival erzeugte eine sehr warme und heimische Atmosphäre, gerade in der Zeit wo doch so viele interethnische Konflikte in der Welt aufflammen. Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ trafen sich zu einem gemeinsamen Tanz, bei dem sich jeder als Teil einer großen Familie namens Kasachstan fühlte!
Quest „Der Ruf der Macht“ Veröffentlicht in 14. Dezember 201830. Juli 2020 Eine der hellsten und exzentrischsten Veranstaltungen „Kasino Abend“, die von Darya Barsukova organisiert wurde, fanden im Club der deutschen Jugend „Juwel“ statt. Extravaganz und Originalität, ein ungewöhnlicher Ansatz und … nunja, alles der Reihe nach. Zwei Monate vor der Veranstaltung wurde das Questspiel „Der Ruf der Macht“ veröffentlicht, an dem jeder teilnehmen konnte. Dies ist ein in engen Kreisen bekanntes Projekt, dessen Ziel es ist, die deutsche Kultur und Sprache unter Jugendlichen zu popularisieren und zu entwickeln. Während des gesamten Spiels war es notwendig, verschiedenste Fragen zu beantworten, die sich auf Deutschland, die deutsche Filmindustrie, Kultur, Kunst und viele andere beziehen. Für die richtigen Antworten erhielten die Teilnehmer Likes (eine spezielle Währungseinheit des gesamten Spiels). Die letzte Etappe war der thematische „Kasino Abend“. „Während der Teilnahme an der Suche habe ich viele neue und interessante Dinge gelernt. Das Belohnungssystem für die richtigen Antworten beeinflusste die Entwicklung der Veranstaltung effektiv, wodurch jedes davon immer interessanter wurde. Es war sehr faszinierend, an der Präsentation der Werke teilzunehmen, die wir seit zwei Monaten vorbereitet hatten “, sagte Adeline Mukhamedyanova. Avenir Vorobyov, einer der Gruppenanführer der Suche, teilte auch seinen lebhaften Eindruck: „Ich hatte das Glück, Mitglied des spannenden Themenabends „Der Ruf der Macht“ zu werden. Ich bin neugierig und habe es sehr genossen, nach Antworten auf kunstvoll gestaltete Rätsel und Fragen zu suchen. Ich war besonders begeistert von der Party im Stil des 20. Jahrhunderts. Die Organisatoren haben es geschafft, die Atmosphäre der 60-er und 70-er Jahre mit Musik und Tanz zu schaffen.“
Rosa Steinmark Veröffentlicht in 14. Dezember 201811. Februar 2019 Rosa Steinmark ist Journalistin, Drehbuchautorin und Poetin. Sie wurde am 9. Januar 1951 in dem Dorf Kamyschi nicht weit von der Stadt Slawgorod in der Region Altaj geboren.Sie schreibt Gedichte, Theaterpublikationen, Drehbücher für Dokumentarfilme, Artikel über das Leben unserer Zeitgenossen. Sie hat an der pädagogischen Hochschule Novosibirsk am Lerhstuhl der deutschen Sprache und deutscher Literatur studiert, im Kurs des russisch-deutschen Schriftstellers Viktor Klein. Von 1981 bis 1992 war sie Leiterin des Literaturbereichs des einzigen deutschen Theaters der Nachkriegszeit. Gleichzeitig studierte sie Theatergeschichte und Dramaturgie in den Seminaren des Kleinen Theaters in Moskau, am Staatstheater Riga und in Deutschland. Von 1990 bis Dezember 2000 arbeitete sie als Fernsehjournalistin, Chefredakteurin und Leiterin des deutschen Programms „Guten Abend!“ des staatlichen Fernsehsenders „Kasachstan 1“. Heute lebt sie in Deutschland. Sie ist Dozentin in den Integrationskursen des Ausbildungszentrums für Jugendliche und Erwachsene (BIMS) in Münster.
Erster Advent in Karaganda Veröffentlicht in 13. Dezember 201830. Juli 2020 Ilona Martynenko Im Erwarten der Weihnachtsfeiertage bereiteten der deutsche Jugendclub der Stadt Karaganda und das deutsche Zentrum „Wiedergeburt“ ein reichhaltiges Programm vor. Am Sonntag hielt der Familienclub einen Unterricht zum Advent und seinen Besonderheiten ab. Die Kinder lernten die wichtigsten Traditionen des Festes kennen, was die Kerzen im Kranz bedeuten und vieles mehr. Familien Clubmitglieder lernten auch viele neue deutsche Wörter an Weihnachten und sprachen darüber, wer Christkind und der Weihnachtsmann sind. Traditionell wurde die erste Kerze im Weihnachtskranz angezündet. Dann eröffnete sich der jährliche Weihnachtsmarkt im deutschen Zentrum, an dessen Organisation sich aktiv die Jugendlichen des deutschen Jugendclubs Grashüpfer beteiligten. Die Besucher kauften mit Freude die verschiedenen von ihnen zubereiteten Süßigkeiten. Das Geld aus dem Verkauf wurde für die Organisation eines festlichen Abendessens für den Senioren Klub eingesetzt. Auf dem Weihnachtsmarkt wurden auch verschiedene Handwerke von Handarbeitern der Stadt Karaganda präsentiert. Man fragt sich, was denn nicht alles vorgestellt wurde. Weihnachtsschmuck, Spielzeug, Puppen, Becher mit dekorativen Elementen und vieles mehr. Und das alles fand in gemütlicher Atmosphäre mit schöner Weihnachtsmusik statt! Sowohl die Handarbeiterinnen als auch die Besucher schätzten die Idee und den Organisationsgrad der Veranstaltung.
Advent in Pavlodar Veröffentlicht in 13. Dezember 201830. Juli 2020 Lyudmila Bevz Wir kommen doch alle aus der Kindheit … aus der Welt der Güte und Liebe, Wünsche und wundervollen Märchen. Besonders feinfühlig für Wunder und märchenhafte Atmosphäre an den Feiertagen sind die Deutschen in Kasachstan. Sobald der erste Sonntag im Dezember eintritt, beginnen in allen Familien die Rätsel der Vorbereitung auf die Weihnachtsfeiertage, und das nennt sich Advent. Das Wort selbst stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet übersetzt „Erwarten“. Der Advent dauert vier Wochen und jeden Sonntag im Dezember wird auf einem grünen Nadelkranz (Adventsymbol), der mit roten und goldenen Bändern umwickelt ist, eine Kerze angezündet. Am vierten Sonntag leuchtet die letzte auf und am Weihnachtsabend leuchten alle vier Kerzen am Kranz. Je näher das Weihnachtsfest ist, desto stärker ist das Gefühl des bevorstehenden Festes. Ebenso wird in jeder deutschen Familie eine neue Hoffnung geboren, die Freude an der Geburt Christi, das Vertrauen auf seine Kraft und seinen Trost. Für die Pavlodaer regionale Gesellschaft „Wiedergeburt“ zündete die stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft Olga Wladimirowna Litnewskaja eine Kerze, mit Wünschen zur Güte und Erfüllung von Wunder, dem Glauben an die Zukunft, dem Streben nach Frieden und dem Warten auf das Weihnachtsfest, an. „Ich möchte sie alle erfeuen, dass auch in Deutschland nun der Advent zusammen mit dem Arbeitskollektiv gefeiert wird. Damit stärkt man die Förderung der deutschen Kultur und Traditionen. Wir alle wollen in Wohlstand und im Streben nach Besserem leben, und deshalb geben wir unser Licht von der angezündeten ersten Kerze an euch alle. Zünde jeden Sonntagabend eine neue Kerze an. Lassen Sie die Wärme Ihres Zuhauses, im Finsteren Verlorenen spüren und erwärmen.“ Nachdem wir den Film „Der erste Adventkalender“ gesehen hatten, konnten wir uns in einem echten Adventskalender, in Form eines Schlosses, wiederfinden, begleitet von einer Musikgruppe. Ich muss sagen, es war ein abenteuerliches Erlebnis. Da müssen sich die Kinder aber freuen, wenn sie ein weiteres Fenster im Kalender öffnen und Süßigkeiten, ein Spielzeug oder eine andere Überraschung finden! Ich stelle fest, dass die Anwesenden etwas über die verschiedenen Arten und Formen der Adventskalender erfahren haben – neben den traditionellen Fenstern können sie auch Schachteln, Taschen, Umschläge und Aufkleber selbst gestalten. Die Kalender selbst können flach, kegelförmig sein, in Form eines Bagels, sogar Kindersocken und Handschuhe kann das wunderbare Verlangen der Erwachsenen, dem Kind eine Freude zu bereiten, dazu ermutigen, an ein Märchen zu glauben und es lange in seinem Herzen zu behalten. Als die Gastgeber ankündigten, dass in der ersten Adventswoche ein wundervoller Feiertag, Nikolaustag oder Nikolaus, stattfinden würde, wurde den Kindern klar, dass sie jede Woche von unerwarteten Überraschungen erfreut werden. Nun waren die Kreativität der Erwachsenen gefragt – Sie müssen doch irgendeine tolle Überraschung vorbereiten …Die Kursteilnehmerin Natalia Gilmaltdinova begeisterte die Anwesenden mit einer emotionalen Lektüre eines deutschen Gedichts über Nikolaus. Das Fest schmückte eine Ausstellung von Weihnachtshandwerken von Kindern erstellt (geleitet von Lyudmila Mints), interessante Geschichten über Traditionen, Legenden, Weihnachtsmotive, Gedichte, verschiedenen Weihnachtskränze und die Entstehungsgeschichte der Weihnachskrippe. Aber was für ein Fest ohne Lieder? Mit dem Akkordeon in den Händen der talentierten und musikalischen Irina Snezhkova, erklang das Lied „Weihnachten ist nicht mehr weit“, gesungen von der Gesangsgruppe der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ „Nette Frauen und brave Männer“, die das Publikum mit Begeisterung und Applaus unterstützten. Die Stimme der Solistin der Jugendgruppe „Wir“, Anastasia Mints, die ihre Lieblings-Weihnachtslieder sang, sang mit dem gesamten Publikum mit. An diesem Abend zeigten sich die Deutschlehrer in einer neuen Rolle – Irina Andreeva, Olga Yatsyshina fungierten als Moderatoren, Nadezhda Stepanova, Ayman Aubakirova, Ademau Akylbekova, Natalya Kolotova als Leiter. Die Kursteilnehmer Makhabbat Amirgalinova, Yuri Shits, Konstantin Muravsky, die Lehrer Meyramgul Ramazanova und Larisa Novikova bereiteten Gedichte über die wundervolle Vorweihnachtszeit vor. Frohe Weihnachten liebe Deutsche aus Pavlodar! Unvergessliche Eindrücke und Überraschungen erwarten Sie in den Nominierungen „Bester Brief an den Weihnachtsmann“ und „Bestes Weihnachtsrezept“.
Erfahrungsaustausch Veröffentlicht in 13. Dezember 201830. Juli 2020 Nadezhda Friesen In Astana fand das Fortbildungsseminar „Netz der Begegnungszentren“, an dem Vertreter deutscher Kulturzentren aus der ganzen Republik teilnahmen, statt. Während der Veranstaltung wurden Themen erörtert, die für den Erhalt der ethnischen Einheit äußerst relevant sind: ethnische Geschichte, Traditionen und Bräuche, nationale Küche, deutsche Trachten. Es fanden Workshops: Handarbeit und Backen von weihnachtlichen Lebkuchenhäuschen statt. Der praktische Unterricht wurde in Gruppen geführt. Alle versuchten, die Aufgaben so kreativ wie möglich zu lösen. Für alle waren sie aufregend und interessant. Die Organisatoren, Elena Shepel und Yulia Sarzhanova, setzten das Projekt auf höchstem Niveau und äußerst professionell um. Nadezhda Karepanova, Vertreterin des deutschen Zentrums Ridder: „Ich arbeite seit 17 Jahren in der Filiale und habe viele Male an verschiedenen republikanischen Seminaren teilgenommen. Heute hat mir der hilfreiche und informative Inhalt besonders gut gefallen. Die im Workshop gesammelten Informationen sind für die Durchführung von Veranstaltungen vor Ort in den Besprechungszentren von besonderer Wichtigkeit.“ Lilia Goncharuk, Vorsitzende der regionalen Gesellschaft der Deutschen in Semey: „Es wurde eine Vielzahl von Projekten vorgeschlagen, die die Idee des „deutschen Themas“ näherbrachten. Jede Gesellschaft arbeitet nach ihren eigenen Plänen, verfolgt Ziele, und pflegt unterschiedliche Ansätze für ihre Umsetzung. Während des Seminars haben wir viele hilfreiche Tipps erhalten, wie man die deutsche Identität erklären kann, eine Chronik über ihre Entstehung aufstellen, und die Wiederaufnahme bestimmter Lebensstile des deutschen Volkes in unser aktuelles Leben. Die Durchführung solcher Seminare gibt nicht nur Wissen und Fähigkeiten in der beruflichen Ausbildung, sondern bietet auch die Möglichkeit, zwischen Vertretern deutscher Zentren in verschiedenen Teilen unseres Landes zu kommunizieren, Erfahrungen auszutauschen.
Wir sind wenige, aber wir sind eins! Veröffentlicht in 13. Dezember 201830. Juli 2020 Dmitrij Shinkarenko Werden die deutschen Völker der westlichen Region ihre Sprache und Kultur bewahren können? Bislang ist die westliche Region Kasachstans im Hinblick auf die Entwicklung der deutschen Volksgruppe noch wenig erforscht. Es wurden einige Versuche unternommen, den Prozess ihrer Umsiedlung in diesen Teil des Landes zu verstehen, aber bisher gab es keine umfassenden Forschungen, die die aktuelle sowie die historische Situation der Deutschen widerspiegeln würde. „Leider gibt es erhebliche Lücken in der Geschichte der Deutschen Westkasachstans. Es ist bekannt, dass die erste Erwähnung dieses Volkes auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgeht, als mehrere Dutzend Adlige beschlossen haben, sich im Gebiet der Provinz Orenburg niederzulassen“, erzählt die Historikerin und Professorin der kasachisch-deutschen Universität Tamara Volkova, „Einhundert Jahre später bildeten sich fast überall in Kasachstan deutsche Bauernsiedlungen.“ Motivation für Sprache und Kultur In den vergangenen Tagen versammelten sich in Atyrau nicht nur führende Vertreter der westlichen regionalen Wiedergeburt-Gesellschaften, sondern auch Koordinatoren für Sprach-, Bildungs- und Informationsarbeit, Mitglieder des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“, Vertreter der DAZ, Vertreter der deutsche Organisation aus Omsk, Vertreter des VDJK und das Sekretariat der Volksversammlung Kasachstan in der Region Atyrau und die ethnokulturellen Vereinigungen. In diesem Format fand das Treffen übrigens zum ersten Mal statt. Ziel dieser Veranstaltung bestand nicht so sehr darin, die Probleme der Entwicklung des deutschen Volkes in Westkasachstan zu identifizieren, sondern vielmehr nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. „Dies ist unter Berücksichtigung der Besonderheiten aller Regionen ein ziemlich aktuelles Thema. In Atyrau leben jetzt etwa 400 Deutsche. Wenn es nur so wenige von uns gibt, geht das Interesse und die Motivation für Sprache und Kultur leider irgendwann verloren. Die nationale Identität wird verwischt.“, gab der Abgeordnete des Parlaments und ehemalige Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ der Region Atyrau Alexander Dumler zu Bedenken. Der derzeitige Vorsitzende Oleg Shmal stimmt ihm zu: „Unsere Gesellschaft ist zwar klein, aber zielstrebig. Die Deutschen haben ein großes Verlangen danach, die Sprache zu lernen und ihre Kultur zu erhalten. Leider hatten wir bisher nicht einmal Deutschkurse einführen können. An unserer Universität gibt es eine Abteilung für Deutsche Sprache in der Fakultät für Fremdsprachen, aber die Lehrer durchliefen seit langem keine Fortbildungen mehr. Wie die Sprachkoordinatorin Svetlana Shubina erklärte, ist die Stiftung bereit, die Lehrer in Atyrau methodisch zu unterstützen und sie bei der Antragsstellung und der Organisation der Kurse in jeder Hinsicht zu unterstützen. Bemerkenswert ist, dass die interessante Sprache Goethes, Vertreter anderer Nationalitäten und die jüngere Generation nicht kalt ließ. Sie sahen darin eine Perspektive für ihren persönlichen Karriereaufbau. „Ich habe Verwandte in Deutschland und habe daher die Möglichkeit, dort in Zukunft zu studieren. Wir wissen ganz genau, dass die Hochschulbildung in diesem Land eine der besten der Welt ist. Dies gilt insbesondere für technische Spezialitäten. Die Region Atyrau benötigt hochwertige Fachkräfte, die an deutschen Universitäten ausgebildet werden können. Ich hoffe, dass ich auch einer von ihnen sein werde.“, sagte der Vertreter des ukrainischen Kulturzentrums Bogdan Shevchenko. Vertreter der deutschen Gesellschaften aus den Regionen Aktobe und Mangystau teilten ihre Erfahrungen mit ihren Kollegen aus Atyrau. Insbesondere in der Region Aktobe, in der rund 5.700 Deutsche leben, wird mit Schulen und Universitäten zusammengearbeitet, Begegnungszentren gegründet und Sozialarbeit geführt, und junge Menschen sind dabei aktiv beteiligt. „An den beiden Veranstaltungstagen habe ich zahlreiche Ratschläge dazu bekommen, in welcher Richtung wir arbeiten sollten. Es ist klar, dass diese Fragen nicht von heute auf Morgen geklärt werden können, denn alles muss abgewogen und erörtert werden. Doch eines kann ich sicher sagen: Die Arbeit der deutschen Gemeinschaft in Atyrau wird nicht nur auf dem Papier stehen, sondern sie wird unsere Kultur aktiv beleben und fördern. Wir werden Traditionen pflegen und versuchen, Deutschkurse zu organisieren “, sagte Oleg Schmal, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Atyrau.
Festtage in Kyzylorda Veröffentlicht in 12. Dezember 201830. Juli 2020 Im Haus der Freundschaft der Stadt Kyzylorda organisierte das regionale deutsche Zentrum „Wiedergeburt“ das „Erntedankfest“. Der kreative Wettbewerb der besten Bastelwerke aus dem herbstlichen Obst und Gemüse wurde dem Publikum präsentiert. Vertreter anderer ethnokultureller Zentren der Region kamen zum Fest, um den Mitgliedern des deutschen Zentrums zu gratulieren und am Wettbewerb teilzunehmen. Während der Veranstaltung hatte die Gastgeberin, die Vorsitzende des regionalen deutschen Sozial- und Kulturzentrums „Wiedergeburt“ Irina Shek, die Gewinner mit Ehrenurkunden ausgezeichnet. Das Erntedankfest ist bereits seit der Antike eine Tradition des Dankens der Natur für die Ernte, die an die Menschen gegeben wird. Dieses Fest in Deutschland wird in jedem Land nach regionalen, meist ziemlich unterschiedlichen Traditionen gefeiert. Lange Zeit dachte man, es sei zu diesem Fest notwendig, den Geist der Ernte herbeizurufen. Heutzutage wird das Erntedankfest in Deutschland anders gefeiert, eher „symbolisch“ – wie ein Festival, deren Symbole Obst und Gemüse sind. Häuser und Wohnungen sind mit Kränzen, Früchten, Trauben, Girlanden und leuchtendem Herbstlaub dekoriert. Kinder warten immer auf dieses Fest. Erwachsene lieben es in diesen Tagen, sich zu erholen und sich ab und zu ein Bier zu gönnen. Alljährlich finden Ausstellungen statt, bei denen Landwirte ihre Leistung und Errungenschaften vorstellen. Sie freuen sich, Rezepte traditioneller Gerichte zu teilen und Arten des Anbaus von Gemüse und Früchten weiterzugeben. Traditionell verbindet dieser helle, fröhliche und laute Feiertag die Menschen und ist eine großartige Möglichkeit, um interessant und fröhlich Zeit zu verbringen. In Deutschland wird jedes Fest von Liedern, Tänzen und Spaß begleitet.
Leo Schik Veröffentlicht in 12. Dezember 201811. Februar 2019 Leo Bogdanowitsch Schik ist eine öffentliche und staatliche Persönlichkeit. Er wurde am 30. April 1934 in dem Dorf Baranowka im Kreis Nikolaew im Gebiet Stalingrad (Heute Wolgograd) geboren. Im Jahr 1956 schloss er die pädagogische Hochschule Ust-Kamenogorsk ab, danach arbeitete er als Erzieher und Schulleiter der Kinderhäuser von Schemonaichinsk. Anschließend wurde er als erster Sekretär des Bezirkskommittees des Komsomol Schemonaichinsk aufgestellt. Bis zum Jahr 1963 arbeitete er als Lehrer für Deutsch an der Schule namens Ju. A. Gagarin, danach war er in der Parteiarbeit beschäftigt. Mehr als neun Jahre lang war er zweiter Sekretär des Bezirkskommittees der Partei in Bolschenarymsk. Von 1986 bis 1995 war er Leiter der Lichtspielverwaltung, er war ein Musterschüler der Kinematografie. Von 1995 an leitete er das Sekretariat des Ensembles der Völker Kasachstans VKO für mehr als zehn Jahre. Heute arbeitet er als Koordiantor des regionalen Hauses der Freundschaft, dessen Eröffnung er im Jahre 1992 initiiert hat. Er ist ausgezeichnet mit der Urkunde des Präsidenten der Republik Kasachstan, dem Orden „Dostyk“ und der „Goldmedaille“ des Ensembles der Völker Kasachstans. Für besondere Dienste und einen bedeutenden Beitrag in der sozialwirtschaftlichen Entwicklung des regionalen Zentrums erhielt er den Titel „Ehrenvoller Bürger der Stadt Ust-Kamenogorsk“.
Viktor Strek Veröffentlicht in 11. Dezember 201811. Februar 2019 Viktor Streck wurde im Jahr 1963 in der ASSR Komi geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der westsibirischen Stadt Omsk. Im Jahr 1981 zog er nach Kirgisien. Er studierte an der Fakultät für Journalistik an der staatlichen kirgisischen Universität in der Stadt Frunse. Er arbeitete in der jungen republikanischen Zeitung. Seit 1988 lebt er in Deutschland und ist im Verlagswesen beschäftigt. Er ist Autor des Romans „Heimat ist ein Paradies“, in welchem der Romanheld ein Deutscher aus Russland ist. Das Buch war ein Erfolg. In den ersten zwei Wochen wurden alleine in Österreich hunderte Bücher verkauft. Bestellungen kamen sogar aus Ländern wie Argentinien, die Vereinigten Staaten oder Frankreich. Besonders positiv wurde das Buch von den Russlanddeutschen aufgenommen. Und das ist nicht verwunderlich, so werden doch in dem Buch nicht nur zeitgenössische Probleme behandelt, sondern auch tragische Ereignisse der Geschichte, welche in den Erinnerungen der älteren Generation noch immer weiterleben. Die grundlegende Idee des Buches von Viktor Strek ist, das Wichtigste aufzuzeigen, was alle Deutschen verbindet, unabhängig davon, wo sie geboren sind. In dem Roman werden eine Reihe schwieriger Probleme aus dem Leben der zeitgenössischen deutschen Gemeinschaft angeschnitten, welche jeden betreffen. Viktor Strek: „Obwohl das Buch für eine große Leserschaft geschrieben wurde, richtet es sich auch an meine lieben Landsleute. Es soll ihnen helfen, wenn man so glauben mag, auf die einfachen Fragen zu antworten: Wer sind wir? Warum leben wir? Das setzt sich alles aus meinen Gedanken zusammen. In jedem von uns glimmt eine unerbittliche Sehnsucht nach genau der Heimat, wo jeder von uns sich wie ein Teil einer großen Familie fühlen kann“.
Maria Schefner Veröffentlicht in 11. Dezember 201811. Februar 2019 Maria Schefner wurde in Kasachstan geboren, sie ist von Beruf Ökonomin, sie hat das finanzökonomische Institut Moskau abgeschlossen. Sie hat lange Zeit in Kostanai gearbeitet. Im Jahr 1998 emigrierte sie nach Deutschland. Sie schreibt Gedichte und Prosa auf Russisch und Deutsch: über Liebe und Glück, über Enttäuschungen und Verluste. Maria beschäftigt sich aktiv mit Übersetzungen, sie ist Mitglied der Literaturgemeinschaft der Deutschen aus Russland und der Partnerschaft der russischsprachigen Schriftsteller Deutschlands. Sie veröffentlicht regelmäßig in periodischen Werken und organisiert Lesungen russisch-deutscher Autoren in Bayern. Sie ist Autorin der poetischen Sammelbänder „Visokosnyj god“ und „Za kolkoj ostju“. Vom Leben in Kasachstan blieben Maria Schefner die aller wärmsten Impressionen, in einem der Interviews mit der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ erwähnte Maria: „Ich bin in Kasachstan geboren und lebte dort praktisch mein ganzes Leben bis zur Übersiedlung nach Deutschland. Mein Kasachstan, das ist für mich das Neue Land, grenzenlose, gräserne Steppen, wolkenloser, blauer, weiter Himmel… Meine Kindheit verbrachte ich in einem der Siedlungen der Neulandgewinner, später zog meine Familie nach Kustanai um. Ich kann wohl sagen, dass mich die Nähe zu meiner Familie und auch zu diesem Land als Mensch geformt hat. Doch die Leute, mit denen sich ein Mensch anfreundet, die Luft, die er atmet, das Wasser, das er trinkt, das ist alles die Erde, das ist das Land, in dem man lebt. Ich liebe Menschen, die auf dieser Erde nicht nur dafür leben und arbeiten, um fabelhaft reich zu werden, sondern, um die Erde schöner zu machen. Menschen, denen die raue Natur gelehrt hat, sich gegenseitig zu helfen, und sich nicht gegenseitig zu beneiden, sich über das Kleine zu freuen und mit den Nächsten das Beste und das Letzte zu teilen, Menschen, die bescheiden und besonnen leben, aber im Guten und in gegenseitiger Liebe: mit ihnen wird es wärmer auf dieser Welt. Ja, unter solchen Menschen bin ich aufgewachsen und ein Mensch geworden. Und auch Poetin“. Trotz ihres Berufes als Ökonomin bevorzugt Maria die Sprache der Poesie. Ihre erste Veröffentlichung erschien im Jahre 1986 in der Zeitung des Gebietes Kustanai „Der Weg Lenins“. In Deutschland führt Maria ihre schöpferische Tätigkeit fort. Als Mitglied der Literaturvereinigung der Deutschen aus Russland und der Arbeitsgemeinschaft der russischsprachigen Schriftsteller Deutschlands macht Maria Schefner die Werke der russisch-deutschen Schriftsteller bekannt. Mit einer kleinen Anzahl Enthusiasten findet in München regelmäßig ein Literaturklub statt, in dessen Rahmen die Gäste die Werke der russisch-deutschen Schriftsteller kennenlernen. „Ich versuche, den Kontakt mit den Autoren aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion aufrechtzuerhalten und die Bürcher Münchens mit ihrem Schaffen bekannt zu machen. Mein Beitrag zu dieser nicht gerade leichten Sache ist noch sehr bescheiden, mit einer Gruppe von Enthusiasten haben wir in München einen Literaturklub organisiert. Uns haben mit ihren Werken bereits Agnes Gossen (Gisbrecht), Reinhold Ljajs, Bela Jordan, Waldemar Luft, Max Schatz, Andreas Peters und andere Autoren besucht. Wir führen unsere Treffen auf deutscher und russischer Sprache durch, abhängig davon, auf welcher Sprache unser Gast schreibt. Unter den Landsmännern ist das Interesse an den Werken unserer Autoren sehr groß, aber wir betrachten es als unsere Aufgabe, umfassender auch den lokalen Leser zu diesen Treffen anzuziehen, daher haben wir noch einen Haufen Arbeit vor uns. Unsere Hauptaufgabe besteht darin die Völker von Deutschland und Russland näher aneinander zu bringen, und uns nicht durch die russische Kultur und Sprache von Deutschland abzusondern“.
Herausforderungen und Perspektiven im Erlernen der deutschen Sprache in Kasachstan Veröffentlicht in 10. Dezember 201830. Juli 2020 BESCHLUSS Internationale Sprachkonferenz „Herausforderungen und Perspektiven im Erlernen der deutschen Sprache in Kasachstan“ 29 November 2018 in Astana BESCHLUSS Internationale Sprachkonferenz
Eine Chance für die deutsche Sprache Veröffentlicht in 10. Dezember 201830. Juli 2020 Walerij Schewalje In Astana fand am 29. November die Internationale Sprachkonferenz „Deutsch: Herausforderungen und Perspektiven des Lernens in Kasachstan“ statt Der Abgeordnete des Unterhauses (Mäschilis) des Parlamentes der RK und Vorsitzende des Kuratoriums der öffentlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Albert Rau, der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der BRD in Kasachstan Tino Klinner, die Vertreter der Bildungssparten des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der RK, der Nationalen Akademie für Bildung namens Altynsarin, des wissenschaftlich-praktischen Zentrums der Republik „Uchebnik“ des MON der RK, des Zentrums des pädagogischen Handwerks AOO „Nasarbaew Intellektuelle Schulen“, die Aktiengesellschaft Nationales Zentrum für Weiterbildung „Orleu“, des Goethe-Instituts, der Schuldirektoren, Deutschlehrer und die Mitglieder der Stiftung „Wiedergeburt“ betonten einstimmig die Bedeutung und Aktualität der wachsenden Probleme im Alltag der deutschen Ethnie in Kasachstan. Als Ergebnis der Diskussion wurde eine Resolution verabschiedet, als Hauptpunkt wurde kategorisch und präzise ein Datum hervorgehoben. Ab dem ersten September 2019 soll in den Schulen des Landes Deutschunterricht für Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse beginnen. Aber alles nach der Reihe. Kasachisch und Russisch: Ja! Aber das Erlernen von Englisch oder Deutsch sollte für die Eltern oder Schüler zur Wahl stehen. Als die Entscheidung zum Übergang zur dreisprachigen Schule getroffen wurde – Kasachisch, Russisch, Englisch – wurde die inländische Bildung attackiert und die Zielsetzung schon bald verwässert. Der Akzent wurde darauf gelegt, das die dritte Sprache in einer Gesamtschule auf jeden Fall Englisch sein sollte. Zumindest aus dem Grund, da einige Lehrfächer in den höheren Klassen auf Englisch unterrichtet werden sollen. In Ordnung. Aber niemand ist dazu gekommen oder hat es gewagt, zu sagen, dass eine solch eindeutige Entscheidung in der Angelegenheit gegen die Gesetze unseres Landes verstößt, insbesondere gegen die Konvention zum Schutz der Rechte der Kinder unserer Republik. Es zeigt sich, dass kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, eine überwältigende Mehrheit von Deutschlehrern begann eilig auf Englischunterricht umzuschulen, oder haben direkt den Beruf aufgegeben. Das seit Jahrzehnten bewährte System des Deutschunterrichts begann vor unseren Augen zusammenzubrechen. Pädagogen kündigten, Lehrbücher und methodische Lehrmittel verschwanden, niemand blieb zum lernen übrig. Das Drama verschlimmerte sich mit jedem Jahr und nahm die Form einer Sprachtragödie an. Und inzwischen verlief alles überhaupt nicht nach Plan. Wie sich herausstellte, gibt es keinerlei „Verpflichtung“ den Unterricht der höheren Klassen in Chemie, Biologie, Physik oder anderen Fächern ausschließlich auf Englisch zu halten. Und die gab es nie! Jeder Schüler kann nach seinem Wunsch in diesen Fächer auf Russisch oder Kasachisch lernen, abhängig davon, auf welche Schule er geht. Für viele Teilnehmer der Konferenz wurde diese Information zu einer sensationellen Offenbarung. Tatsächlich ist die Erklärung schnell gefunden: falsch verstanden, wenig propagiert und beworben, sich nicht damit auseinandergesetzt… Natürlich, alles auf einmal aufzubauen ist einfacher und billiger, als einen praktisch individuellen Ansatz für jedem Schüler zu realisieren. Es ist teuer, kompliziert, es gibt viele Unstimmigkeiten und andere technische Belastungen. Aber das Gesetz muss in seinem ganzen Umfang angewendet werden, und nicht nach dem Anteil von Belastungen und Möglichkeiten. Die Bemühungen gehen in erster Linie auf Albert Rau zurück, in diesem Jahr liefen die Dinge in die entgegengesetzte Richtung: Das kategorische Wort „Englisch“ wurde im Gesetz durch den diplomatischen Begriff „Fremdsprache“ ersetzt. Aber wie schaffen wir es zurück auf den Stand von wenigstens des letzten Jahrzehnts und beginnen erneut, Deutsch zu lernen? Nun, warum „beginnen“? In vielen Gymnasien und Hochschulen des Landes hat man nicht zerstört, was in vielen Jahren erarbeitet wurde, man hat alles so gelassen wie es war: Die Lehrkräfte bei gleichem Gehalt, die Unterrichtseinheiten sind praktisch gleichgeblieben, Lehrbücher hat man aus Deutschland schicken lassen, Bücher wurden bei Verlagen mit Weltruf bestellt. Das heißt, in diesen tapferen Schulen lernen unsere Kinder Deutsch mit genau den gleichen Lehrbüchern, wie auch in vielen entwickelten Ländern der Welt. Und sie meistern die Programme ausgezeichnet, auch wenn diese den Expertisen der staatlichen Stellen nicht genügen. Man sollte anmerken, das Wort „Expertise“ fiel auf der Konferenz häufiger, als „Kinder“, „Lehrer“ oder „das Recht der Wahl“. Aber dies ist eine Zeit des Umbruchs. Und nicht nur für die Bürokraten des Bildungsministeriums, sondern für uns alle. Die Begutachtung für ein neues Lehrbuch, welches auf dem Tisch unserer Schüler landen könnte, dauert im Durchschnitt gar nicht lange, etwas weniger als ein Jahr. Ohne Ausrufezeichen, alles nach dem Gesetz. Lehrprogramme des Fachs erhalten ein Gutachten und die Genehmigung etwas schneller, aber benötigen auch Zeit. Dabei begann die Zusammenstellung und die Genehmigung der Deutschlernprogramme wie durch die „Hintertür“ – mit den Lehrmitteln für die zehnten und elften Klassen. Ich bin zwar schon alt, habe sogar das pädagogische Institut abgeschlossen, aber diese Rechenkunst habe ich nicht verstanden. Läuft es darauf hinaus, dass unsere Kleinen von der ersten bis zur vierten Klasse, und nicht nur die aus den deutschen, sondern aus sämtlichen kasachstanischen Familien, die sich dafür entscheiden, wiederum ein Jahr ohne Deutschunterricht verlieren? Man möchte Fragezeichen hinter die halbe Kolumne setzen. Also woher nehmen wir die Schulbücher und Lehrer, um die Sache auf die nötige Art und Weise in Gang zu bringen? „Die haben wir,“ sagen die schlauesten Leute der Welt. Und auch wir haben sie, Lehrer und Lehrbücher. Als die Präsidentin der nationalen Union der Deutschlehrer Kasachstans Nazym Dujsenowa an das Rednerpult trat hing ein weiteres Mal die ewige Frage im Raum: woher? Na von dort: alles aus genau diesen Schulen der Republik. Und wie viele Lehrer sind in der Union? Nicht gerade viele: irgendwas um die 80 Leute (das sind nur die, die eingeschrieben sind). Und wie viele sind es, die zu Englisch gewechselt haben, in andere Fächer, oder die Schule sogar ganz verlassen haben? Gibt es eine Reserve? Zweifellos. Und wie soll man jetzt Deutschlehrer werden, wenn es in den Schulen, wenn es in den Schulen so armselig wenig unterrichtet wird? Bis vor kurzem hat man Absolventen mit Englisch überhaupt nicht in die deutschen Gruppen eingeteilt. Jetzt hat man auch diese Barriere aufgehoben, aber solche, die sich für diese Kombination entscheiden, sind nicht leicht zu finden. Aber immerhin gibt es auch noch solche Absolventen üblicher Schulen und Hochschulen, die Deutsch von Grund auf lernen und anschließend unterrichten wollen. In vielerlei Hinsicht könnte das Problem Zuschüsse lösen, die uns großzügigerweise von Deutschland gegeben werden. Könnte, aber bis jetzt hat das noch nicht geklappt. Zuschüsse werden gleichberechtigt an die Hochschulen verteilt, beinahe ohne Rücksicht auf den Bedarf und gehen oft nicht an die spezifischen Stellen. 1 - 2 Zum Thema Lehrbücher wurden auf der Konferenz zwei Lösungen angeboten. Die erste: Vorübergehend wird dem Beispiel der Schulen gefolgt, die bereits jetzt mit den Lehrbüchern deutscher Verlage unterrichten, eine intellektuelle „Allergie“ wird niemand erleiden. Die zweite Variante: eine Arbeitsgruppe zur Förderung von Programmen und Lehrbüchern für Deutsch einrichten und ihr ab dem 1. September 2019 alles Notwendige für die Schulen des Landes zu erteilen. Es scheint, als hätte Bismarck gescherzt: „Auf Englisch muss man sich mit Diplomaten unterhalten, auf Französisch mit den Damen, und auf Deutsch mit den Pferden“. Wir verzeihen Otto Eduard Leopold von Bismarck, dem ersten Kanzler des Deutschen Reiches eine solche Freizügigkeit. Und stellen etwas richtig: Deutsch: das ist die Sprache der Ingenieure und Maschinenbauer, der Stars der weltweiten Medizin und Wissenschaft. Der Fakt ist unbestreitbar, er widerspricht nicht der Wahl von beispielsweise Englisch in der Triade des Sprachunterrichts unseres Landes. Aber er erinnert uns auch daran: wenn du echtes Wissen willst und ein Diplom, welches zur Eintrittskarte in jedes beliebige Land der Erde wird: lerne Deutsch. Und im heimischen Kasachstan gehst du mit solchem Wissen auch nicht unter. Deutschland ist heute eines der wenigen Länder der Welt, welches die klassische Form der Bildung für die verschiedensten Berufe bewahrt hat. Die Professur ist eine der besten der Welt, mit ihr besteht die Möglichkeit auf eine sehr hohe Arbeitsvergütung. Lernen ist anstrengend, aber dafür kostenlos. Es werden Semesterbeiträge fällig, allerdings sind die nicht mal annähernd zu vergleichen mit den Kosten für das Studium in irgend einem andern Land der Welt, mit der Ausnahme Österreichs. Dort herrschen analoge Bedingungen. Und dort wird Deutsch gesprochen, wenn ihr euch erinnert. Wie Albert Rau in seiner Ansprache anmerkte: „Wir sind praktisch an einem Punkt ohne Wiederkehr angekommen, am äußersten Punkt, wo wir alleine schon nicht mehr handeln können, ohne die Zusammenarbeit mit allen dafür verantwortlichen Strukturen. Wenn wir nicht heute unsere Anstrengungen für die Wiederbelebung der Tradition des Deutschunterrichts in Kasachstans verstärken, verlieren wir sie für immer. Wir müssen der deutschen Sprache eine Chance geben“.
Viktor Schlegel Veröffentlicht in 10. Dezember 201811. Februar 2019 Viktor Schlegel ist Initiator der Gründung der Union der Energieingenieure der Republik Kasachstan, er ist wohlverdienter Energietechniker der GUS. Zur Zeit des Großen Vaterländischen Krieges stellte sich Viktor Schlegel im Alter von 15 Jahren zur Wache an der Arbeitsfront auf. Am Ende arbeitete er als Elektromonteur. Im Jahr 1951 ging er auf das kasachische Landwirtschaftsinstitut in die Fakultät für Elektrifizierung, welche er im Jahr 1956 mit Bestnote abschloss, er blieb in der Funktion des Assistenten am Lehrstuhl „Erzeugung und Verteilung von Elektroenergie“ Im Jahr 1960 wechselte er zu „Kazelektromontazh“, wo er fast 40 Jahre lang in verschiedenen Funktionen arbeitete. Viktor Petrowitsch ist weithin bekannt in den Kreisen der Energietechniker, sein Beitrag ist spürbar in praktisch allen Regionen unseres Landes. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, und damit auch der Abwicklung der technischen Verwaltung der Energiewirtschaft, trat Viktor Petrowitsch mit der Initiative der Bildung der Union der Energieingenieure hervor, welche die Energieunternehmen mit den wissenschaftlichen und Projektinstituten zur gemeinschaftlichen Lösung von Fragen zur Energieversorgung vereinigte. Seit 2006 sind in der Union der Energieingenieure Vertreter sämtlicher Regionen der Republik vertreten. Dank der Anstrengungen von Viktor Petrowitsch wurden durch die Union verpflichtende technische Dokumente für die technischen Ingenieure und das Personal erarbeitet, die sich mit dem Betrieb, der Regulierung und Reparatur elektrischer Anlagen und vielem weiteren befassen. Viktor Schlegel ist im Jahr 2012 verstorben, was für seine Kollegen ein unersetzlicher Verlust war. Aber der Name von Viktor Petrowitsch steht für immer geschrieben in der Geschichte der kasachischen Energiewirtschaft. Und seine Erfahrung und sein Wissen, welches er großzügig mit den Kollegen bis zum letzten Tag seines Lebens geteilt hat, ist unbezahlbar.
Businessclub der Deutschen in Kasachstan Veröffentlicht in 6. Dezember 201830. Juli 2020 Auf dem ersten kasachisch-deutschen Agrarforum, das im Oktober dieses Jahres in Astana stattfand, wurde auf Initiative von Albert Rau, dem Vorsitzenden der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt, der Businessclub der Deutschen in Kasachstan gegründet. Ein solches Format ist vor allem für die informelle geschäftliche Kommunikation von Geschäftsleuten, den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit sowie die Unterstützung von Existenzgründern erforderlich. Das erste Treffen des Clubs ließ nicht lange auf sich warten und fand im Restaurant „Jegorkino“ statt, bei dem 20 deutsche Geschäftsleute aus verschiedenen Wirtschaftssektoren zusammenkamen. Der Treffpunkt wurde auch nicht zufällig ausgewählt – der Hotel- und Restaurantkomplex wird von dem ethnischen Deutschen, Yuri Braun, geführt. Laut Evgeny Bolgert, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ und Verantwortlicher für die Entwicklung des Unternehmertums, soll der Club alle zwei Monate zur Klärung von Fragen in verschiedenen Themen und Bereichen, zusammenkommen. So wurden zum ersten Mal die Unternehmen der anwesenden Clubmitglieder vorgestellt und Informationen über mögliche Praktika in Deutschland im Rahmen des Projekts „Geschäftsbeziehungen“ und die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmern aus Deutschland diskutiert. „Von unseren Landsleuten erhielten wir etwa zwanzig geschäftliche Projektvorschläge in verschiedene Richtungen. Nachdem sie damals Kasachstan verließen und ihr Geschäft in Deutschland erfolgreich organisiert hatten, möchten sie, nun, mit einem neuen Status, zurückzukehren und nach Partnern für eine beidseitig günstige Zusammenarbeit.“ „Und wir haben vor, dies in jeder Hinsicht zu unterstützen“, sagte Evgeny Bolgert. Die Wirksamkeit des Treffens kann bereits anhand der zahlreichen Rückmeldungen von Teilnehmern beurteilt werden, die bereits begonnen haben, das erworbene Wissen und die Erfahrungen zu verbreiten und Kontakte untereinander zu knüpfen. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass die nächste Veranstaltung die Publikumszahl deutlich steigern wird, neue und effektive Projekte werden daraus hervorgehen. Und die Brücke, die zwischen unseren Landsleuten gebaut wurde, wird der kasachisch-deutschen Zusammenarbeit neue Impulse geben.
Gib niemals deinen Traum auf Veröffentlicht in 6. Dezember 201830. Juli 2020 Evgeniya Gizik, Olga Finder Märchen – diese immense Welt, die uns in die Kindheit stürzt. Wir erinnern uns an die Märchen, die uns unsere Eltern erzählt oder vorgelesen haben, und jetzt, da wir Eltern geworden sind, erzählen wir sie unseren Kindern. Wissen Sie, welcher der magischste und schönste Beruf der Welt ist? Er heißt „Märchenerzähler“. Wir danken unserem Familienklub, der im Begegnungszentrum der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Astana und der Region Akmola seine verdiente Arbeit führt und uns die Möglichkeit gab, durch das Projekt des Goethe-Instituts, die echte Geschichtenerzählerin Katharina Ritter kennenzulernen. Sie reist um die Welt und stellt uns die schönen alten Märchen vor, wie die der berühmten deutschen Schriftsteller der Gebrüder Grimm. An den Wänden von Infolab Astana herrschte an diesem Tag eine wunderbare Atmosphäre, an der wir Teil einer magischen Performance wurden. „Die Bremer Stadtmusikanten“ berührten unglaublich unsere Herzen und lösten Emotionen aus, da wir ein Teil davon waren – imitierten die Geräusche von Tieren und gemeinsam vertrieben wir die bösen Räuber. Nach der Veranstaltung verteilte Frau Ritter Autogramme zum Andenken und unterhielt sich mit den Kindern. „Gib niemals deinen Traum auf, tu, was dir gefällt, und dann wirst du wirklich glücklich sein!“, sagte Katharina am Ende des Treffens. Hiermit ist unsere Reise ins Märchenland aber noch nicht beendet. Die Stadtbibliothek Nr. 8 in Astana bereitete eine faszinierende Veranstaltung „Deutsche Märchen und Geschichtenerzähler“ vor. Viele Leute kennen „Kleiner Muk“, „Der Nussknacker und der Mäusekönig“, „Zwergnase“, „Kalif-Storch“, „Rapunzel“, „Tapferer Schneider“, aber nicht jeder kennt die Geschichte ihrer Entstehung. All‘ diese schönen Werke wurden von deutschen Erzählern geschrieben – Wilhelm Hauff, Ernst Theodore Amadeus Hoffmann, den Brüdern Grimm – darüber und über vieles mehr erzählten uns die Organisatoren des Treffens. Märchen sind immer aktuell. Wir ziehen Weisheiten und Lehren aus ihnen, sie helfen uns bei der Erziehung und vermitteln die besten Werte aus der Kindheit. Wir träumten davon, wie die Helden aus den Märchen zu sein, träumten von Magie, Zauberei und Magie und glaubten, dass das Beste in Erfüllung gehen würde. Wahrscheinlich ist dieses Gefühl jedem bekannt: in ein warmes Bett, unter eine Decke zu kriechen und auf ein Wunder zu warten … So erlebnisreich und informativ verbringen die Teilnehmer des Familieklubs in der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ ihre Zeit. Stoßen Sie doch dazu, bei uns ist es interessant!
Republikanische Akademie „An der Kreuzung der Epochen“ Veröffentlicht in 6. Dezember 201830. Juli 2020 Di republikweite Akademie für Senioren „An der Kreuzung der Epochen“, organisiert von der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Astana und der Region Akmola, schuf eine einzigartige Plattform für den Erfahrungsaustausch von Aktivisten und älteren Freiwilligen. Teilnehmer aus 14 Regionen Kasachstans erhielten neues Wissen im Bereich gesunde Lebensweise, Kultur und Geschichte der Deutschen in Kasachstan. Vera Borzova (German), Region Karaganda, Saran: Sechs Personen aus der Region Karaganda, und das sind die aktivsten Mitglieder der Wiedergeburt-Gesellschaft, nahmen am Projekt teil. Die erste Hälfte des Tages fand im medizinischen Gebäude unter der Aufsicht des freundlichen medizinischen Personals statt – Gesundheitsprozeduren, frische und frostige Luft im Borovoe Kurort. Die zweite war reich an Projektarbeit. Natalya Berg und ihr Team teilten die Unterrichtszeit klar in Gruppen auf: Deutsch lernen, Workshops in der Volkskunst, Volkslieder auf Deutsch, gesunde Lebensweise, Treffen mit herausragenden deutschen Persönlichkeiten in Kasachstan. Dies sorgte für viel aufkommende Emotionen und Erinnerungen an die Deportation der Deutschen, die jeden der Projektteilnehmer berührte. Es gab Quiz-Fragen und historische Filme. Alle haben an den Events teilgenommen – es kam keiner zu kurz! Ich möchte sagen, dass das Programm uns so viel nähergebracht hat, dass man das Gefühl hatte, als ob wir unser ganzes Leben zusammengelebt hätten. Sprache verbindet uns, Erinnerungen an die ferne und schwierige Zeit unserer Eltern. Jeder in der Familie hat etwas, woran man sich erinnern und worüber man reden kann – so viel Verbitterung und Schmerz im Schicksal eines jeden… Die Arbeit des Teams von Natalia Berg, einer großherzigen Frau, wurde auf höchstem Niveau organisiert. Aber besonders erwähnenswert ist das Lehrtalent des Deutschlehrers Ayman Baygozhaeva. Die aufmerksame Tatiana Tarasovna schaffte es, allen bei ihrer Arbeit zu helfen, Fragen zu beantworten und einen Rat für eine erfolgreiche Arbeit zu raten. Wir haben nicht nur harmonisch gearbeitet, sondern auch gesungen. Trotz fehlender gemeinsamer Proben gelang es dem Chor, einen erfüllenden Klang zu erzeugen, als hätten sie immer zusammen gesungen. Die Arbeit der jungen und engagierten Ruslan und Anastasiya verdienten besonderes Lob. Sie haben dank dieser guten Mentoren ein wunderbares Beispiel und werden sicherlich noch Einiges an Erfahrung sammeln. Ich möchte mich bei der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ herzlich bedanken. Mit der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums des Innern für Bau und Heimat, gibt die Stiftung die Möglichkeit auf Umsetzung und Realisierung zahlreicher Sozialprogramme für, in Kasachstan lebende, Deutsche um. Solche Projekte sind von großer Bedeutung für die Bevölkerung. Ich möchte nicht beim Erreichten stehenbleiben, sondern weiter voranschreiten und weiterentwickeln. Ekaterina Tomashaitine (Schuller), Region Karaganda, Siedlung Novo-Dolinka: Ich möchte die gute Organisation der Veranstaltungen besonders hervorheben und den Autoren des Projekts meinen Dank für ihren bedeutenden Beitrag zur deutschen Kultur und zum Erhalt deutscher Traditionen aussprechen. Wir erhielten gute gesundheitliche Behandlungen, verbesserten unser Wissen über die Geschichte der Deutschen, die Volksbräuche und Traditionen, die dekorativen Künste. Der Deutschunterricht bot die Gelegenheit, unsere Muttersprache zu sprechen und zu verbessern. Die Woche verflog so schnell wie ein Tag und gab uns die Freude sich miteinander zu unterhalten, viel Freundlichkeit und Verständnis! Irma Markheim, Region Karaganda, Shakhtinsk: Ich möchte mich bei allen bedanken, die einen so schönen Erholungsurlaub in der Pension „Zhumbaktas“ organisiert haben, in der die „Akademie für Senioren“ stattfand. Alle Tage während des Projekts waren ein ununterbrochener Urlaub, wir haben viel über die Geschichte der Kasachstandeutschen gelernt, uns bisher unbekannte Lieder gelernt, unsere Muttersprachenkenntnisse aufgefrischt, unsere Erinnerungen an die Repression unserer Eltern geteilt. Alle Teilnehmer lernten sich kennen, freundeten sich an, tauschten Telefonnummern und Adressen zur weiteren Kontaktaufrechterhaltung aus. Zagert, Shortandy: Ich habe vor über zehn Jahren vom Bestehen des Kurorts „Zhumbaktas“ erfahren. Bei einem Besuch gemeinsam mit unserer regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ und dreimal selbst, wurde ich immer wieder überrascht, da hier in jeder Hinsicht eine ideale Ordnung herrscht – die Unterkunft, Behandlungen und Versorgung. Hier findet man zahlreiche Ausflüge zu historischen Stätten und Bekanntschaften mit lokalen Sehenswürdigkeiten sowie schönen Erholungsorten. Die beste Zeit für einen Besuch ist definitiv im Sommer, die Samtsaison. Aber dieser Aufenthalt wird für den Rest Ihres Lebens in Erinnerung bleiben! Erstens gab es Vertreter der deutschen Volksgruppe aus ganz Kasachstan, die heute etwa 180 Tausend Menschen zählt. In den Regionen Nordkasachstans sind unsere Landsleute mehrheitlich vertreten. Wir haben viel über die letzte Volkszählung in der Sowjetunion im Januar 1989 diskutiert. In der UdSSR lebten zwei Millionen Deutsche, in Kasachstan etwa eine Million. Nach Angaben des Helden sozialistischer Arbeit, Akademiemitglied der AdW der UdSSR, Boris Rauschenbakh, lebten jedoch nicht zwei Millionen, sondern sechs Millionen Deutsche in der Sowjetunion. Und dafür gibt es eine Erklärung. Bei deutschen Männern, die mit Frauen nicht deutscher Nationalität verheiratet waren, wurden alle Kinder nach der Nationalität ihrer Mutter erfasst. Kinder, deutsche Frauen, die einen Mann einer anderen Nationalität heirateten, wurden nach der Nationalität des Vaters aufgenommen. So war es in Russland, Kasachstan und anderen Republiken. Dies ist der Hauptgrund, warum es so wenige von uns gibt. Ich habe es in drei Dörfern überprüft und konnte die Schlussfolgerungen des Akademikers zu 100% bestätigen. Es stellt sich eine unfreiwillige Frage: Wie viele von uns sind jetzt in Kasachstan? Natürlich nicht 180 Tausend, gewiss um einiges mehr. Aber wie viel? Dies war und ist eine umstrittene Frage, und wir werden sie, denke ich, niemals beantworten können, aber wir müssen darüber reden! Ich möchte besonders unsere Kuratoren hervorheben: Nikolai Polovinkin – ein Akkordeonmusiker – ein sehr charmanter Mann. Mit ihm lernten wir Chor-, Humor-, Parodie- und Volkslieder. Es wäre schön, wenn solche Kurse nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land stattfinden würden. Ayman Baygozhaeva – Deutschlehrerin von Klasse. Die Tochter eines unterdrückten Kasachen, eines gefangenen Soldaten. Neben ihren exzellenten Deutschkenntnissen kennt sie die Bräuche und Traditionen der Deutschen, studierte die Dialekte Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und anderer deutschsprachiger Länder. Ayman Maksutovna ist ein guter Kenner aller Zweige des Christentums, des Islam und unter anderem ein guter Gesprächspartner. Tatyana Gusak – Leiterin des Kreises für Handarbeit. Ein Mensch, der sich gerne mit der Herstellung von Kunsthandwerk beschäftigt. Mit ihr ist es immer lustig, fröhlich und aufregend. Die jungen, motivierten und leidenschaftlichen Ruslan Shishkovsky und Anastasia Trofimova haben die Biografien vieler prominenter Sowjetdeutscher bereits gut studiert und tun dies mit Leidenschaft und großem Interesse. Wir müssen sie auf alle Fälle weiter fördern! Natalia Berg – die unermüdliche Leiterin des Teams. Mit ihr ist es immer lustig, fröhlich, fordernd und fair zugleich, sowohl im Umgang mit den Kollegen als auch mit sich selbst. Weiter so! Vielen Dank an unsere deutsche Gesellschaft, die gesellschaftliche Stiftung „Widergeburt“ und das gesamte Team des Kurorts und der Pension „Zhumbaktas“.
„Gemeinsam durchstarten – Internationale Jugendkonferenz“ Veröffentlicht in 1. Dezember 201830. Juli 2020 Lilija Shtraub Vom 8. bis 11. November fand in Berlin die Internationale Jugendkonferenz mit 50 Teilnehmern aus zwölf Ländern statt. Die Veranstaltung wurde vom Institut für kulturelle Beziehungen im Ausland (ifa-Institut) organisiert. Die Vereinigung der deutschen Jugend Kasachstans wurde von Anastasia Rimmer, Koordinatorin für Jugendarbeit in der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, Christina Librikht, Vorsitzende des deutschen Jugendclubs Almaty, Inessa Zimmerling, Aktivistin des deutschen Jugendclubs Almaty, Alyona Rener, Vorsitzende des deutschen Jugendclubs Astana, vertreten. Bei diesem Treffen diskutierte man über die Verbesserung der internationalen und interregionalen Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen sowie deren zukünftige Entwicklung. Es wurden wichtige Fragen aufgeworfen wie: „Wie kann man junge Leute anziehen?“ und „Wie kann man den Deutschunterricht für Jugendliche interessanter machen?“ Vier ergebnisreiche Arbeitstage, Meinungsaustausch, Einbringung von Vorschlägen. Fragen zu den Arbeitsrichtungen aller Jugendorganisationen führten zu heißen Diskussionen. „Solche Konferenzen sind ein guter Ort, um sich zu treffen und Material auszutauschen. Ich war sehr froh über die neuen Bekanntschaften, die Möglichkeit, interessante Projektideen auszutauschen. Die Eindrücke aus den Workshops sind absolut positiv! „Smatphone-Repoting“, einer der vielen Workshops, ermöglichte uns, einige professionelle Techniken in der Kameraarbeit zu verstehen und uns zu einem Video zu inspirieren “, erzählt Christina Librikht. „Die Teilnahme an der internationalen Konferenz in Berlin bot mir die Gelegenheit, mehr über die Jugendarbeit im Allgemeinen zu erfahren, Meinungen auszutauschen und neue Projektideen zu fördern. Unser Meeting war trotz des engen und reichhaltigen Trainingsplans, durch ein aufregendes und abwechslungsreiches Programm gekennzeichnet. Die Leiter dieses Projekts haben es ermöglicht, die speziell für uns interessanten Themen im Voraus auszuwählen. Im Klassenzimmer „Social Media“ haben wir uns mit sozialen Netzwerken und deren Analyse beschäftigt. Im Block „Pressearbeit“ wurde uns außerdem beigebracht, eine Pressemitteilung zu entwickeln, Kontakt mit Journalisten zu knüpfen und Pressekonferenzen zu organisieren. Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes konnten wir mit Vertretern der Bundesregierung wichtige Aspekte der Jugendarbeit diskutieren und eine Nachtrundfahrt durch Berlin machen“, teilte Inessa Zimmerling mit.
Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen Veröffentlicht in 1. Dezember 201828. Juni 2020 Am 5. Juni 2018 fand in Astana die Internationale wissenschaftliche Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“, organisiert durch die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ und der Unterstützung des deutschen Bundesinnenministeriums, statt. Auf der Konferenz wurden Berichte über herausragende Deutsche, die maßgeblich zur Entwicklung des Landes und der deutschen Volksgruppe beigetragen haben präsentiert und diskutiert. Nach den Ergebnissen der Konferenz wurde das Redaktionsteam des Projekts „Berühmte Deutsche Kasachstans“ gegründet, die nächsten Schritte für die Projektumsetzung wurden festgelegt. Die besprochenen Tagungsberichte finden Sie hier. Programm der internationalen wissenschaftlichen und praktischen Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“ Datum: 5. Juni 2018 Ort: Nationale Akademische Bibliothek der Republik Kasachstan, Dostyk Nr. 11 Konferenzmoderation: Podoprigora Ju.I. Zeit Programmpunkt Ort 9.00 – 9.30 Teilnehmeranmeldung Foyer 9.00 – 9.30 Besuch der Ausstellung «Deutsche Kasachstans» Foyer 9.30 – 10.00 Eröffnung der Konferenz. Grußwort: Saal „Konstituciya“ Rau A.P., Abgeordneter der Majilis des Parlaments der Republik Kasachstan, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stftung „Wiedergeburt“ Prokopenko L.A, stellvertretender Vorsitzender der Volksversammlung von Kasachstan, Leiter des Sekretariats der Volksversammlung von Kasachstan der Präsidialverwaltung von Kasachstan Goldmann Valentina, Leiter der Abteilung Kultur, Presse und Politik der deutschen Botschaft in Kasachstan Nazyrova S.S., stellvertretender Direktor der nationalen akademischen Bibliothek der Republik Kasachstan 10.00 – 10.30 Auman V.A. «Deutsche Kasachstans: Menschen, Epochen, Ereignisse» Saal „Konstituciya“ 10.30 – 11.00 Kaffeepause Foyer 11.00 – 13.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Dyachenko-Winter I.A., Die harten Straßen meines Landes: über Göring Jakob Suleymanov G.G. Sohn der Steppen – Edward Schuller Musabekova R.M., Deutsche in der Entwicklung und Betreibung von Ackerland in Kasachstan (am Beispiel von Albert Gerra) Zhandildina T.S. „Wermut-süßer Geruch der Steppe.“ Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft des Kasachstandeutschen Ivan Sauer. Wagner S.K. „Mit Liebe zum Menschen.“ Über Brecht Jakow Iwanowitsch, Vorsitzender des Kolchos von Kirow der Region Pawlodar Musagalieva A.S. Soziale Aktivitäten von I. Scharf und sein Beitrag zur Wirtschaft Kasachstans Samosledova K.V. „Aber ich hatte Glück“, über die Gaben und Entbehrungen des Schicksals Felde Vladimir Jakovljevic. Aupenova A.U. Archäologischer Pfad V.F. Seibert – der Schlüssel zur Handlung der Vorfahren Nordkasachstans Avdeev V.A. „Vladimir Auman – loyal sich selbst und seinem Volk!“ 13.00 – 14.30 Mittagessen Restaurant «Daredzhani». Kaufhaus «Keruen» 14.30 – 17.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Alekseenko M.A. Fink Victor Vilgelmovich – Ehrendoktor der kasachischen SSR Kairzhanova B.K. Baumeister ist unser Alles! Baimanova L.S. In Erinnerung an den weisen Mentor (Belz V.A.) Burgard L.A. Pater Joseph Neigum Putinceva E.V. Eine Spur in der Geschichte. (Klink Vladimir Vladimirovich, Gründer und erster Direktor des Heimatkundemuseums) Klimenko O.S. Die facettenreiche Persönlichkeit Rosa Genrikhovna Steinmark Shubina S.A. Oscar Geilfuß: „Die Realität hat die letzte Note in mir getötet“ Dildebaeva E.R. Schicksal der Kunst (Kreativität und Erbe des unterdrückten Künstlers Leonid von Bruemer (1889-1971) Omarova A.S. Unterdrückte Künstler deutscher Nationalität in Karaganda (G.E. Vogeler, P.P. Friesen) Gizdatov G.G. Intermediale Welten von Pavel Zaltsman (Künstler und Schriftsteller) 17.00 – 18.00 Zusammenfassung. Entscheidungsfindung und Abschluss der Konferenz Saal „Konstituciya“ 18.30/19.00 Abendessen. Abend der deutschen Kultur, vorbereitet von Kollektiven der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Astana und der Region Akmola Resaurant im Hotel IBIS, Astana, Tauelsizdyk, 38
ZhasCamp Kasachstan Veröffentlicht in 20. November 201828. Juni 2020 Marija Gorbacheva Revekka Myrzhusupova, die Aktivistin des deutschen Jugendclubs „Glück“, der gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ in Semey, nahm an der Jugendkonferenz des „ZhasCamp Almaty 2018“ teil. ZhasCamp ist eine informelle Konferenz, die sich seit 2010 jährlich den sozialen Initiativen junger Menschen in Kasachstan widmet. Ziel ist es, junge Menschen in soziale Aktivitäten, Netzwerkbildung und die Verbreitung bewährter Methoden zur sozialen Entwicklung einzubeziehen. Das Programm konzentriert sich auf soziale Initiativen und verantwortungsbewusstem Wirtschaften. Auf der Website werden Mini-Vorträge, offene Programme (Präsentationen der Teilnehmer), Schulungen, Treffen, Podiumsdiskussionen und Wettbewerbe durchgeführt. Rund 500 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren nehmen an dieser wichtigen Veranstaltung teil. Jeder kann auf diese Seite gelangen. Was hierfür nötig ist? Sie müssen lediglich rechtzeitig einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Im „ZhasCamp Almaty 2018″ erhielten in diesem Jahr insgemsamt 30 Teilnehmer Fördermittel. Revekka war beeindruckt von der Teilnahme an dieser Konferenz, erhielt viele neue Informationen über soziale Projekte, wie man sie organisiert und durchführt, besuchte Schulungen wie „Szenarien für soziale Filme und Videos“, die von dem Filmregisseur und Drehbuchautor aus Finnland durchgeführt wurden, und besuchte den Vortrag „Kommunikation mit wichtigen Partnern : Taktiken und Strategien “, den Irina Gumenchuk (Berlin, Deutschland) präsentierte. Revekka: „Ich habe große Motivation, mich in neue Richtungen zu entwickeln. Während des Treffens hatten wir die Gelegenheit, Projekte zu erarbeiten, die wir gerne organisieren würden. Referenten werden uns in Zukunft unterstützen und von ihnen werden wir für die Umsetzung unserer Ideen Fördermittel erhalten.“ Die junge Aktivistin initiierte zusammen mit jungen Mädchen aus anderen Städten das Projekt „Ony Sezim“ zum Schutz der Rechte von Frauen in Kasachstan. Das Team plant, Videos zu drehen, die die Probleme von häuslicher Gewalt aufzeigen. In Zukunft möchten sie eine Stiftung organisieren, die den Opfern von häuslicher Gewalt hilft, verschiedene Schulungen und Treffen durchzuführen. Bei der Rückkehr teilte Revveka das gewonnene Wissen mit den Teilnehmern des Jugendclubs „Glück“. Sie überlegten gemeinsam, welche sozialen Projekte sie in der deutschen Gesellschaft durchführen können und was auf Gemeindeebene organisiert werden kann. Evgenia Schreiber, Leiterin des deutschen Jugendclubs „Spaß“ in Ust-Kamenogorsk, nimmt seit mehreren Jahren als Sprecherin am „ZhasCamp“ teil. 2016 fand die Jugendkonferenz in Semey statt, bei der das Mädchen eingeladen wurde, an zwei Standorten als Sprecherin aufzutreten – „Sicheres Verhalten in sozialen Netzwerken“ und „Entwicklung städtischer Räume“. Evgenia Schreiber: „Es war interessant, das neue Veranstaltungsformat kennenzulernen, sich mit Referenten aus anderen Städten und Ländern auszutuschen und im Rahmen ihrer Workshops und Schulungen neue Technologien zu entdecken. Die Jugendkonferenz ist eine einzigartige Plattform, auf der junge Menschen nicht nur etwas lernen können, sondern auch Erfahrungen, Initiativen und Ideen austauschen, Gleichgesinnte finden, nützliche Kontakte knüpfen und neue Möglichkeiten für sich entdecken können. Bei dem Treffen waren die Eindrücke mehr als nur positiv. Später, als wir bereits Kooperationsangebote erhielten, haben wir versucht, „ZhasCamp“ als festen Bestandteil in unseren Arbeitsplan aufzunehmen. Dieses Jahr fand in Ust-Kamenogorsk auch das „ZhasCamp“ im „Talk“ -Format statt. Das Motto „Informell denken – effektiv handlen!“ entsprach vollständig diesem Format, da die Organisatoren dadurch eine kreative Atmosphäre von Vertrauen und Veränderungen schufen. Für mich ist „ZhasCamp“ eine Gelegenheit, neue Technologien anzuwenden, auf eine neue Art und Weise mit Themen zu experimentieren, das Kontaktnetz zu erweitern und in die Atmosphäre der Jugendbewegung einzutauchen.“
Wir entwickeln die Filialen Veröffentlicht in 20. November 201830. Juli 2020 Marija Gorbacheva Der deutsche Jugendclub „Glück“ der gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ von Semey besteht bereits seit neun Jahren. Das Unternehmen hat Niederlassungen in den Bezirken Beskaragai und Borodulikha. Die Jugendarbeit in diesen Regionen organisieren Aktivisten des Clubs, die sich in neue Richtungen entwickeln möchten. Der Vorsitzende des Jugendclubs Alyona Talanova und Maria Neygum, eine Aktivistin der Gesellschaft, trafen sich mit Vertretern dieser Bezirke, stellten den Jugendlichen die Arbeit der Stiftung „Wiedergeburt“ und des Verbandes der deutschen Jugend Kasachstans vor, erarbeiteten einen Maßnahmenplan, um junge Menschen für die Aktivitäten des Clubs zu gewinnen und die weitere Arbeit zu strukturieren. Im Haus der Freundschaft Beskaragai konnten wir Ausflüge in das Museum unternehmen, wo das Alltagsleben und die angewandte Kunst der deutschen, kasachischen, russischen und tatarischen Volksgruppen präsentiert werden. Sehr erfereulich, dass die Bewohner dieser Region Exponate für das Museum mitbringen, die für die Kultur ihrer ethnischen Volksgruppe von Bedeutung sind. Menschen, die bereits in anderen Ländern leben und in ihr Heimatdorf kommen, bringen immer etwas Interessantes für das Museum mit. Die Treffen fanden in einer angenehmen Atmosphäre statt. Es gelang ihnen, die Jugendlichen zu interessieren, und es begannen sich sogar bereits eigene regionale Clubs zu gründen. Wir hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit und wünschen den jungen Menschen viel Erfolg in dieser würdigen Tätigkeit.
Im Wunderland Veröffentlicht in 20. November 201830. Juli 2020 Elizaveta Eretneva Vom 2.- 4. November fand im Almaty das IV Jugend-Festival „Deutsch auf der Bühne“, das vom Goethe-Institut organisiert wurde, statt. Die Theatergruppe Club der deutschen Jugend „Spitze“ (Ilya Gannenko, Sergey Kulkov, Eleonora Schneider, Ilya Malyarenko, Oksana Fedorova, Artem Korzun) trat auf dem Festival mit dem Märchen „Alice im Wunderland“ auf. Intelligenter Humor, ein neuer Blick auf die Märchenhelden, Zaubergesang und Tanzeinlagen. „Es hat mich sehr gefreut, die Hauptfigur im Stück zu spielen“, teilt Oksana Fedorova mit. „Wir haben uns lange auf die Aufführung vorbereitet und fleißig geprobt, den Text studiert und die Tanzelemente geübt. Ich habe ein sehr schönes Lied von Alice auf Deutsch aufgeführt. Die Geschichte lehrt Freundlichkeit, gegenseitiger Hilfe, Freundschaft und Liebe für alle Menschen in der Umgebung. Ich bekam durch dieses Stück eine ziemlich große Erfahrung auf der Bühne, es war mein erster Auftritt. Es war sehr aufregend, denn in der Jury saßen echte Profis: Schauspieler, Journalisten, Lehrer, die Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Instituts. Konstanze Krüger. Die Jury bemerkte meine Gesangsfähigkeiten, und waren begeistert von der Kombination des modernen Tanzes, der schönen Kostüme und dem Make-up der Schauspieler. Wir wurden in Almaty herzlich begrüßt und aufgenommen. Erfahrene Schauspieler halfen bei den Proben – sie haben uns beigebracht, die Stimmlage richtig zu festzulegen, schauspielerische Übungen durchzuführen und uns auf der Bühne frei zu fühlen. Ich bin wie alle, die an der Aufführung teilgenommen haben, den Organisatoren dieser Veranstaltung von Herzen dankbar. Wir haben viel gelernt. Mein besonderer Dank gilt unserem Choreographen und Regisseur, der Leiterin der KDJ-Theatergruppe der Stadt Schachtinsk, Julia Sergejewna Naurzbekova. Der Theatergruppe stehen noch viele Auftritte bevor. Geplant sind Aufführungen mit diesem Musical auf den Bühnen von Shakhtinsk und Karaganda. Es wurde bereits ein neues Spektakel gewählt, dessen Name aber bislang geheim bleibt. Erwarten Sie das neue Musical!
Der Hauptpreis des Festivals „Deutsch auf der Bühne“ Veröffentlicht in 20. November 201830. Juli 2020 Das Theaterstudio der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Kokshetau gewann mit dem Stück „An der Arche um acht“ den Hauptpreis des IV. Jugendtheaterfestivals „Deutsch auf der Bühne“, das vom Goethe-Institut und dem deutschen Theater organisiert wurde. Die Vereinigung der deutschen Jugend Kasachstans wurde durch die Jugendtheatergruppen Kokshetau und Taraz vertreten. Das Programm war voller interessanter und informativer Schulungen, die sich mit den Bewegungstechniken auf der Bühne und stimmlichen Fertigkeiten befassten. Zu jeder Gruppe gehörten Kuratoren aus dem Bereich des Schauspielens des Deutschen Theaters, die ihre Teams während der gesamten Veranstaltung tatkräftig unterstützten. „Die Teilnahme an diesem Festival hat viele positive Emotionen und zusätzliche Erfahrungen mit sich gebracht, mit denen wir unser Niveau in der Theaterkunst und der deutschen Sprache verbessern konnten“, teilten die Künstler der Theatergruppe Kokshetau mit. „Nachdem die Aufführungen gezeigt wurden, diskutierten alle Teilnehmer die präsentierten Arbeiten, stellten ihre Fragen und erhielten Antworten. Unsere Arbeit wurde ebenfalls objektiv bewertet und kritisiert. Danach erhielten wir viele nützliche Tipps, Anweisungen und Vorschläge, die wir in Zukunft verwenden möchten. Die Jury wies auch darauf hin, dass unsere Aufführung eine der umfangreichsten in der gesamten Geschichte des Theaterfestivals „Deutsch auf der Bühne“. Das Theaterstudio bedankt sich bei der Leiterin Ekaterina Andreevna Gryadinova, der Direktorin und der Leiterin des Studios – sie hat hervorragende Arbeit geleistet, viel Mühe, Liebe, Arbeit und Geduld investiert. Die hervorragende Arbeit unseres Freundes Valery Voronin ist auch mehr als erwähnenswert, dem wir die musikalische Begleitung unseres Stücks zu verdanken haben.
Lernen mit Freude Veröffentlicht in 20. November 201828. Juni 2020 Elizaveta Eretneva Das erste Vierteljahr in der Schule verflog schnell. Die lang ersehnten Ferien sind endlich da. Viele wissen aber garnicht, wie sie diese Zeit nützlich verbringen können, aber Christina Samseselova, die Leiterin des deutschen Zentrums „Wiedergeburt“ (Shakhtinsk), weiß genau, wie sie ihren Schülern die Langweile nehmen kann. Zu der Gruppe von 78 Personen gehörten Vertreter deutscher und anderer Nationalitäten. Alle sind aktive Teilnehmer an Deutschkursen für Kinder und Erwachsene, Sonntagsschulen und Seniorenkreisen. Kristina Viktorovna hatte ein interessantes Projekt zum Erlernen der deutschen Sprache entwickelt. Sie brachte die Schüler mit ihren Eltern für eine Woche an einen bezaubernden Ort am Ufer des Nura-Flusses, nämlich in das Sanatorium Sayaly. Die Familien Sprachakademie ist ein einzigartiges Programm, bei dem die Teilnehmer nicht nur Deutsch lernen, sondern auch aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Jeder Tag war mit einem bestimmten Thema verbunden und begann mit dem morgendlichen Aufwärmprogramm „Starter“. Die Teilnehmer des Spiels lernten Deutsch – neues Vokabular, sangen Lieder, spielten Kommunikationsspiele. Danach wurden die Labore zum Thema des Tages mit ethnokultureller Komponente durchgeführt. Im Labor „Selbsterkenntnis“ wurden Schulungen abgehalten, um die Familienwerte zu stärken, positive Beispiele für die Erziehung in deutschen Familien zu demonstrieren, Diskussionen über „Allgemeine Werte – Grundlage der familiären Erziehung“, „Wie man einen Teenager anhört und versteht“, Streitpunkt „Wir und unsere Kinder. Familiengebote “, Wohnzimmer „Glücklich ist derjenige, der zu Hause glücklich ist “, Präsentation: „Gewaltlosigkeit in der Familie fördern“. Die Veranstaltungsteilnehmer waren ständig in Bewegung. Munterkeit und Gesundheit gab ihnen das Labor „Gesundheitsclub“. Sie konkurrierten in Geschwindigkeit und Geschicklichkeit, beteiligten sich am „Teambuilding“ „Hausdekoration“, das Quest-Rätsel „Sportplatz“. Im Labor „Kunstwerk“ traf man auf kreative Arbeit – Wunderhandwerke: „Stammbaum“, „Weihnachtsengel“ und den „Halsreif zur deutschen Tracht“.
Tag der Gesundheit Veröffentlicht in 20. November 201828. Juni 2020 Nadezhda Friesen Das deutsche Zentrum Karaganda wurde Gastgeber des Gesundheitstages, der vom Koordinator des Sozialdienstzentrum Elvira Ruchiy, dem Club „Gesunder Lebensstil“, dem Arzt der regionalen Klinik O. Zhidelbaeva und der Staatlichen Medizinischen Universität Karaganda organisiert wurde. Das gemeinsame Treffen fand im Rahmen der Umsetzung nationaler Programme und der Organisation der medizinischen Versorgung von Diabetespatienten statt. Es findet am jährlichen Weltdiabetestag statt, der erstmals am 14. November 1991 zelebriert wurde. Diabetes gehört heute zu den drei häufigsten Krankheiten, die immer weiter zunehmen und in den meisten Fällen zu schweren Behinderungen und zum Tod führen. Die Anzahl der Menschen, die an Diabetes erkranken, wächst von Jahr zu Jahr dramatisch. Sie wird durch einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht, tritt in jedem Alter auf und hält sich im Laufe des Lebens an, was zu Störungen des Stoffwechsels führt – Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß, Mineralstoffe und Wassersalz, was wiederum zum Versagen aller Organe führt. Ärzte und Assistenten der SMUK erforschten die Ursachen dieser Erkrankung weiter. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Folgekomplikationen und die Prävention gelegt, die sich auf eine richtige und ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Einhaltung eines gesunden Trinkverhaltens stützt. An dem Treffen nahmen über 50 Personen teil – Personen, die bereits an dieser Krankheit leiden, und Personen, die sich über die Ursachen dieser Krankheit informieren möchten.
Die Delegation der Internationalen Föderation des griechisch-römischen Ringens besuchte das Deutsche Haus in Kostanay. Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Die Stadt veranstaltet ein internationales Turnier zum Gedenken an den herausragenden Trainer im griechisch-römischen Ringen – Vladimir Matvienko.Die Trainer und die beste internationale Jury des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurden von Sergey Blok, dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Deutschen Kostanay, dem ausgebildeten Trainer für Kampfsport, empfangen. Zum ersten Mal besuchten das Deutsche Haus: der Olympiasieger von 1996 in Atlanta (USA), zweimaliger Weltmeister Yuri Melnichenko; zweimaliger Weltmeister der UdSSR (1990-1991), Europameister (1988), viermaliger Weltcupsieger, mehrfacher Meister Kasachstans, Sportmeister der internationalen Klasse Bisolt Detsiyev; Weltmeister, Asien und Asienspiele, Verdienter Meister des Sports Bakhtiyar Baiseitov; viermaliger Meister von Asien (2003–2006), Silbermedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften (2003) und den Olympischen Spielen (2004), geehrter Meister des Sports von Kasachstan Georgy Tsurtsumiya; Gäste aus Russland, dem Baltischen Raum, Europa. Kurz gesagt, die gesamte Vertretung des griechisch-römischen Ringens aus der ganzen Welt.
Sport in meinem Leben Veröffentlicht in 14. November 201828. Juni 2020 Mariya Gorbacheva Die Aktivisten des deutschen Jugendclubs „Glück“ der gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen in Semey nahmen am Wettbewerb „Sport in meinem Leben“ teil und gingen als Preisträger aus dem Wettbewerb. In diesem Jahr feierte die PASCH-Initiative (Schulen: Partner der Zukunft) ihr zehnjähriges Bestehen. In diesem Zusammenhang haben die deutsche Botschaft und das Generalkonsulat zusammen mit dem Goethe-Institut und der Zentralabteilung für Schulangelegenheiten im Ausland einen Videowettbewerb zum Thema „Sport in meinem Leben“ unter den Deutschlernenden organisiert. Die Jugendlichen des Jugendclubs „Glück“ stellten ihr Team vor: Maria Mohir, Alina Kaceornorn, Alyona Talanova und Ilyas Chikibayev. Die Jugendlichen überlegten sich eine Idee für das Video und machten sich an die Arbeit. Alina Kacedorn ist ein Profi im Bereich rhythmische Gymnastik und beschäftigt sich seit über 12 Jahren mit diesem Sport. Maria Mohir schwimmt seit ihrem siebten Lebensjahr und erhielt die erste Erwachsenen-Leistungsklasse. Ihre Bemühungen wurden belohnt, das Team gewann den zweiten Platz. Maria Mohir: „Zum ersten Mal werde ich Preisträger im Wettbewerb, was damit zusammenhängt, dass ich Sport und Fremdsprachen wirklich liebe. Ich weiß noch genau, wie ich mich gefreut habe, als ich erfuhr, dass unser Video den zweiten Platz bekam. Aufgeregt überprüfte ich regelmäßig meine E-Emails und wartete auf die Ergebnisse. Und eines Tages kam der lang erwartete Brief mit einer Einladung nach Astana.“ Zu dieser Zeit studierte Alina Kacedornn jedoch bereits in einem anderen Land. Deshalb konnten nur Maria Mohir und Ilyas Chikibayev nach Astana reisen. Die Jugendlichen verbrachten zwei wundervolle Tage in Astana. Sie haben die deutsche Botschaft besucht, ihre Struktur und deren Arbeit kennengelernt. Sie mochten sie wirklich und erinnerten sich begeistert daran, dass alle Mitarbeiter mehrere Sprachen beherrschten, freundlich und gesellig waren, ihre Arbeitsplätze vorstellten und erklärten, was sie machen und welche Funktionen sie bei der Arbeit erfüllen. Schließlich gab es noch eine Exkursion zum Kazmedia Center, wo es eine Vielzahl von Studios gibt, in denen Programme für das kasachische Fernsehen aufgezeichnet werden. Die Gruppe wurde dem Herausgeber des KazSport-Kanals vorgestellt, der über alle Feinheiten seiner Arbeit sprach. Während der Reise konnten die Teilnehmer ihre Deutsch und Englischkenntnisse trainieren. In ihrem Jugendclub tauschten sie alle Informationen aus und motivierten die Jugendlichen, häufiger an verschiedenen Wettbewerben und Programmen teilzunehmen, deren Informationen regelmäßig auf den Seiten der Deutschen Deutschen Zeitung veröffentlicht werden.
Geschichte ist unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Liliya Leskova (Kelm) Die Lisakovsker Filiale der Kostanayer regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ organisierte mit der Unterstützung des Rates der öffentlichen Zustimmung der Volksversammlung von Kasachstan, des Lisakovsk-Museums Pritobolja und der Zentralen Stadtbibliothek einen Runden Tisch zur „Geschichte der kasachischen Deutschen“. Zweck der Veranstaltung war die Wiederherstellung der Geschichte der Deutschen in Kasachstan und das Studium der Biografien von Menschen, die die Entwicklung der Stadt Lisakovsk spürbar beeinflussten. Sehr erfreulich, dass Vertreter verschiedener Generationen, die nicht nur in Lisakovsk, sondern auch in den nahegelegenen Siedlungen von Tobol und Denisovka leben, am Runden Tisch teilgenommen haben. Die spannenden Auftritte der Teilnehmer, die die Geschichten ihrer Familien erzählten, ließen niemanden gleichgültig. Viele von ihnen wurden durch schon ältere, vergilbte Fotos und Dokumenten unterstützt, die sorgfältig in Familienarchiven aufbewahrt werden. Olga Yemelyanovna Yurchenko (Vapler) erzählte vom schwierigen Schicksal ihres Vaters. Im Jahr 1937 absolvierte er die Kurse der Chefs der Kommunikationsabteilungen der Region Kustanai. Als der Krieg begann, kam er in die Arbeiterarmee in Tscheljabinsk, von wo aus die Todesanzeige enstandt wurde. Als ihr Vater in die Arbeitsarmee kam, war Olga Emelyanovna noch sehr jung, doch sie erinnert sich noch genau an seinen Aufruf an ihre Mutter: „Rettet die Kinder. Und nach dem Krieg werde ich alles tun, damit Sie nie wieder Not haben … “ Mama rettete die Kinder, aber leider wurde das Versprechen ihres Vaters nie erfüllt. Viele Schicksale verflochten sich in einem – die Geschichte der Kasachstandeutschen. Sie wurde von Viktor Prip, Irina Reich und Nikolai Mansky erzählt. Dieser herzliche und aufrichtige Ton wurde von Albert Rau, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, einem Ehrenbürger der Stadt Lisakovsk, gesetzt. Seine Reden werden von den Einwohnern von Lisakovsk immer mit Spannung erwartet, denn sie kennen ihn als Akim, der in den schwierigen 90er Jahren die Stadt mit mutigen wirtschaftlichen Reformen gerettet hatte. Als Abgeordneter der Mazhilis des Parlaments besucht er oft seine Heimatstadt, um die Gesetzesvorlagen an der tatsächlichen Situation in den Regionen „auszuprobieren“. In seiner Online-Nachricht sprach Albert Pavlovich darüber, was es für einen Menschen bedeutet, sich an seine Wurzeln zu erinnern. Im Laufe der Jahre sammelte er nach und nach Informationen über seine Familie. Das Ergebnis dieser sorgfältigen Arbeit war das Buch „Die Geschichte meiner Familie“. Es enthält dokumentarische Fakten der Familie Rau von 1533 bis 2014. Insgesamt hat der Stammbaum mehr als eintausend einhundert Verwandte, darunter die lebenden Mitglieder der Familie Rau und Schaefer – 318 Personen. Die Direktorin des Museums Natalia Zhilyayeva und die stellvertretende Direktorin für wissenschaftliche Arbeiten, Yulia Budanova, berichteten über die Forschungsarbeiten des Lisakovsky Museums Pritobolja und die Sammlung der deutschen Ethnografie. Sie erinnerten sich am runden Tisch an die Deutschen, die maßgeblich zur Entwicklung der Stadt Lisakovsk beigetragen haben. Unter ihnen der Ehrenbürger der Stadt, der erste Baumeister, der Vorarbeiter des spezialisierten Dachdeckerteams der Bauabteilung Kulbytstroy der Lisakovskrudstroy-Stiftung, Heinrich P. Pretzer. Yuriy Iosifovich Shokh, Leiter der chirurgischen Abteilung des zentralen Stadtkrankenhauses, leistete einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung der Gesundheitsversorgung der Stadt. Dieser maßgebende Chirurg führte über siebentausend Operationen durch, hatte eine Spezialisierung in den führenden Kliniken des Landes in Chirurgie, Traumatologie und Anästhesiologie. Mit Dankesworten gedenken Chirurgen der höchsten Kategorie, die Gründer des medizinischen Zentrums „Miras“, Studenten von Yuri Iosifovich – Galim Sadykovic Sadykov und seine Ehefrau Razia Shakirzhanovna Sadykova an den großartigen Chirurgen. Yuriy Iosifovich erhielt das Zeichen „Der beste Schüler des Gesundheitswesens der UdSSR“ Am 8. August 1991 wurde ihm der Titel „Ehrenbürger der Stadt Lisakovsk“ verliehen. Die Liste der Deutschen, an die man sich in Lisakovsk erinnert, trägt viele Namen. Von besonderem Interesse aber waren die Informationen über die Gemel-Dynastie, die bereits seit 248 Jahren in der Bergbauabteilung Krasnooktyabrsky arbeitet. Zusammenfassend kamen die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Entschluss – um die Seiten der Geschichte der Kasachstandeutschen wiederherzustellen und zu erhalten, ist es notwendig, am republikanischen Wettbewerb „Das Geschichtskaleidoskop“ teilzunehmen.
Tanztheater „Glühen“ Veröffentlicht in 14. November 201830. Juli 2020 Nadezhda Friesen Das Tanztheater «Glühen» ist Gewinner zahlreicher republikanischer Wettbewerbe und Festivals und beteiligt sich auch aktiv an allen städtischen Veranstaltungen des deutschen Kulturzentrums. Die Leiterin Olga Vladimirovna Shlykova ist aktives Mitglied des Zentrums „Wiedergeburt“ Karaganda. Im Gepäck der Tanzgruppe gibt es neben deutschen Volkstänzen auch moderne, Olga macht alles, um den Auftritt für den Betrachter interessant zu machen. Das Tanztheater „Glühen“ ist der Gewinner des Wettbewerbs „Astana Stars“, das auch am Benefizkonzert „Ich höre mit meinem Herzen“ teilnahm und auch am Feiertagskonzert „Internationaler Tag der Älteren“ auftrat. Die ältere Gruppe trat mit dem Tanz „Feechki“ auf, „Regenschirme“ wurde von den Jüngeren aufgeführt. Im Jahr 2019 erhielt das Team die höchste Auszeichnung und plant, am Wettbewerb um den „Nationalen“ Titel teilzunehmen.
Fokus: Business Veröffentlicht in 13. November 20186. Februar 2019 Eine wichtige Rolle in der Festigung und Erhaltung von wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan spielt das Business. Momentan arbeiten in Kasachstan über 900 Unternehmen unter anderem mit deutschem Kapital. Unternehmen haben eindeutig den Wunsch, die Märkte zu erweitern, die Produktion und das Warensortiment zu steigern. Unternehmer suchen nach Möglichkeiten, in aufstrebenden Märkten und in eigene Projekte zu investieren. Laut dem UNCTAD World Investment Report 2017 „Investitionen und digitale Wirtschaft“ stiegen 2016 die ausländischen Direktinvestitionen in Entwicklungsländern im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren auf 68 Mrd. USD. Gleichzeitig verdoppelten sich die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen in die GUS-Staaten und nach Georgien nahezu, vor allem aufgrund des beeindruckenden Wachstums der Investitionen in Kasachstan, während die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen nach Südosteuropa aufgrund von geringeren Investitionen in das verarbeitende Gewerbe um 5% sanken. Kasachstan hat eine führende Rolle bei der Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen auch in Binnenländern. Die Bemühungen zur Vereinfachung des Geschäftsumfelds werden laufend durchgeführt. Dies zeigt sich in einer weiteren Verbesserung der Position des Landes im Doing Business-Rating der Weltbank, das am 31. Oktober 2018 veröffentlicht wurde. Danach ist Kasachstan von 190 Ländern auf Platz 28 gestiegen. Die wechselseitig vorteilhaften Kooperationsbeziehungen zwischen den Wirtschaftsgemeinschaften Kasachstans und Deutschlands entwickeln Erfahrungsaustausch und Technologietransfer, vereinheitlichen die Standards und Besonderheiten der Geschäftstätigkeit. Für die erfolgreiche Entwicklung der geschäftlichen Zusammenarbeit wurden die erforderlichen vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, und es gibt eine beeindruckende Anzahl von Dialogplattformen und -institutionen: die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe für handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, den deutsch-kasachischen Wirtschaftsrat, die Vertretung der deutschen Wirtschaft in Zentralasien, den Eurasian Club in Berlin und andere. Die Entwicklung hat auch einen Dialog im Agrarsektor erhalten, der vor allem von Unternehmern der in der Landwirtschaft stark vertretenen ethnischen Deutschen Kasachstans aktiv unterstützt wurde. Die unterschiedlichen Formen der Interaktion zwischen den Geschäftskreisen der beiden Länder sind aus unserer Sicht zu einer nachhaltigen Business-Plattform geworden. Dadurch können wir zahlreiche Aktivitäten strukturieren und die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftskreisen der beiden Länder in den wichtigsten strategischen Bereichen systematisch gestalten. Zunächst geht es um die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft, um erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie um den technologischen Bereich auf Ebene der Industrie 4.0. Die gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ will zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren Ländern beitragen. Die Basis für den erfolgreichen Betrieb einer Business-Plattform, unserer Meinung nach, könnte der Fonds Memorandum über die Zusammenarbeit mit der ostdeutschen Wirtschaft Committee (Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft), der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien (Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien), DLG International geschlossen werden, sowie mit einer Reihe von Partnern, die deutsche Investitionen in Kasachstan anlocken. Gleichzeitig ersetzt die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ nicht die Funktionen einer staatlichen Institution, sie leistet im Gegenteil einen eigenen Beitrag zur Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, beispielsweise in enger Zusammenarbeit mit der Außenhandelskammer Kasachstan, der Nationalen Unternehmerkammer Kasachstans „Atameken“ und anderen Organisationen. Das hohe Maß an Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten beruht nicht zuletzt auf der Entwicklung eines einzigartigen Modells, das auf der Tatsache basiert, dass mehr als 900.000 ethnische Deutsche, die bereits nach Deutschland ausgewandert sind und rund 180.000 in der Republik lebende Deutsche aktiv dazu beitragen. Warum sollte der Fonds, unserer Meinung nach, einer der wichtigsten Partner der deutschen Wirtschaft in Kasachstan sein? In erster Linie handelt die Stiftung als eine einzige Organisation der Deutschen in Kasachstan, deren aktivster Teil Unternehmer sind. Wir verlassen uns auf die Werte unsere Ethnie: Anstand, Verantwortung, Professionalität. Neben den wichtigen sozialen und kulturellen Funktionen zur Wahrung der ethnischen Identität der Deutschen in Kasachstan möchte der Fonds ein vollwertiger Partner werden, der die Entwicklung der geschäftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland uneingeschränkt unterstützt. Um die Geschäftsbeziehungen zwischen Geschäftsleuten beider Länder zu unterstützen und auszubauen, wurde im Jahr 2018 der Koordinierungsrat für die Entwicklung des Unternehmertums geschaffen, der eine ständige Plattform für die Prüfung der wichtigsten Fragen sein wird, die die Interessen der kasachischen deutschen Unternehmer betreffen. Es ist uns gelungen, eine einheitliche Basis deutscher Geschäftsleute in Kasachstan zusammenzustellen, die bereits mehr als 300 Persönlichkeiten umfasst und stetig wächst. Der Informationsaustausch und das Feedback mit unseren Landsmann-Unternehmern sind etabliert. In der Stiftung wird ein Entrepreneurship Support Center eingerichtet, das deutschen und kasachischen Unternehmern eine Reihe von Dienstleistungen anbietet. Das Zentrum wird sich auf Rechtsberatung und Rechtsunterstützung konzentrieren, Marketinganalysen, die zur Förderung von Produkten auf dem Markt in Deutschland oder Kasachstan erforderlich sind, nach potenziellen Investoren und Partnern in beiden Ländern suchen, wird für Unternehmer zu einem Leitfaden für staatliche Förderinstrumente. In naher Zukunft wird ein Teil der Dienste auf eine digitale Plattform übertragen und online verfügbar sein. Wir untersuchen die positiven Arbeitspraktiken der Nationalen Unternehmerkammer Kasachstans „Atameken“ und bauen eine enge Zusammenarbeit im Rahmen der Dienstleistungsförderung und des Schutzes von Unternehmensrechten auf. Schließlich sind die Deutschen Kasachstans Teil der Geschäftswelt der Republik, tragen zur regionalen Wirtschaft bei, schaffen Arbeitsplätze und zahlen Steuern für das Budget. Um die Geschäftsinitiativen kasachischer Deutscher zu fördern und die geschäftliche Zusammenarbeit auf zwischenstaatlicher Ebene zu stärken, trat die Stiftung im kasachisch-deutschen Wirtschaftsrat der zwischenstaatlichen Kommission für strategische Partnerschaft bei. Im Blickfeld des Business Council und der Regierungskommission steht die Frage der Entwicklung des Humankapitals als notwendigen Bestandteil der Investitionsattraktivität eines Landes. Geschäftsreisen von Unternehmensdelegationen, Besuche in Unternehmen zur Einarbeitung in Produktionsprozesse, Management und Schulungen werden regelmäßig organisiert. Es sei darauf hingewiesen, dass seit langer Zeit Praktika für kasachische Spezialisten in deutschen Unternehmen durchgeführt werden. Diese Richtung gilt auch auf Landesebene, insbesondere im Rahmen des Projekts „Unternehmensbeziehungen“, dessen Abschluss gerade das Praktikum in Deutschland ist, eine der vielversprechendsten Unternehmensinitiativen. Heute haben mehr als 500 Vertreter von KMU ein Praktikum in Deutschland absolviert, über 500 Unternehmer absolvieren ein kaufmännisches Training in Kasachstan. Ein weiteres interessantes Projekt, das ebenfalls aus dem Haushalt der Republik Kasachstan finanziert wird, sind die „Senioren“, bei denen erfahrene Spezialisten der älteren Generation Deutschlands dazu anregen, Berufserfahrung an kasachische Spezialisten in einem bestimmten Bereich zu übertragen. Wie bereits erwähnt, arbeiten derzeit eine Vielzahl von Unternehmen mit deutschem Kapital in unserem Land. Es ist nicht schwer zu vermuten, dass alle diese Firmen qualifiziertes Personal benötigen und zweifellos Fachleute mit Kenntnissen der deutschen Sprache gefragt sind. Daher ist die Priorität der Tätigkeit unserer Stiftung die Organisation von Sprachkursen für Vertreter der deutschen Volksgruppe in Kasachstan. Derzeit wird daran gearbeitet, einen Rekrutierungsservice anzubieten, der sich auf Spezialisten mit Kenntnissen der deutschen Sprache konzentriert. Mit dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans haben wir uns entschlossen, das Jugendunternehmertum zu entwickeln. Die jungen Leute sind am Aufbau eines eigenen Unternehmens interessiert, aber sie haben nicht immer die Möglichkeit, ihre Pläne zu verwirklichen, hauptsächlich aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten. In Deutschland finden jährlich große Veranstaltungen wie die Startup-Woche in Düsseldorf, das Startup Weekend in Hamburg und andere statt, mit denen Start-up-Projekte gefördert werden sollen, die hauptsächlich von jungen Menschen initiiert werden. In Kasachstan wird diese Richtung auch immer beliebter und wir haben uns entschieden, auf keinen Fall auf der Strecke zu bleiben. Das ist sehr wichtig, denn im Zeitalter der Digitalisierung gibt es keine Grenzen. Wir hoffen daher in Zukunft auf die Entwicklung einer Interaktion zwischen dem aktiven Teil der wirtschaftsorientierten deutschen Jugend in Kasachstan und jungen Unternehmern aus Deutschland. So kann gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ zu einem interessierten Partner für deutsche Unternehmer werden, die in den zentralasiatischen Ländern und vor allem in Kasachstan Geschäfte machen wollen. Weitere Informationen über uns finden Sie auf dem Portal der Deutschen in Kasachstan WWW.WIEDERGEBURT.KZ Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Abgeordneter des kasachischen Parlaments Dr. Albert Rau
Solange wir gedenken, leben wir Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Dmitrij Shinkarenko Das Denkmal für die Deutschen, die in den 1940er Jahren deportiert wurden, wurde in Badamsha eröffnet. Badamsha – ein kleines Dorf, 110 Kilometer von Aktobe entfernt, und vor kurzem war es das Bezirkszentrum des Leninsky-Viertels. Es war die Kornkammer der Region, berühmt für ihre Brot- und Mühlenmühlen. Kimpersay Chrom- und Nickelvorkommen befinden sich in der Nähe. In diesen Minen arbeiteten die ersten deportierten Deutschen. Im Oktober 1941 wurden fast 2.400 Deutsche im Alter von 16 bis 70 Jahren in die Dörfer Batamshinsky und Kimpersay aus der Ukraine umgesiedelt. Von einer ausreichenden Ernährung während der langen Reise (in Viehwagen) konnte wohl kaum die Rede sein, daher kamen alle Deutschen erschöpft an. – Manchmal gaben sie eine Suppe – etwas Wasser, in dem selten einmal Kohlstücke schwammen, und manchmal gab es nicht einmal Kohlstücke. Und die Leute arbeiteten im Regen und in der Kälte. Sie starben zu Dutzenden, im ersten Winter blieben noch etwa tausend Menschen unter uns“, sagt Svetlana Korotkova, die Leiterin des Begegnungszentrums „Deutsche in unserem Bezirk“. Die Winter sind in der Region Kargalinsky hart – der Boden gefriert auf zwei Meter Tiefe. Niemand würde jeden toten Deutschen begraben, sie machten es einfacher: Sie gruben einen riesigen Graben, in den sie schlichtweg alle Leichen hinabschmissen. Die Namen derer, deren Überreste immer noch in diesem gemeinsamen Grab vergraben sind, konnten leider nicht ausfindig gemacht werden, aber die Erinnerung an sie lebt. Im Jahr 2016 startete die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ die Kampagne „Auf den Spuren der Erinnerung“. Zunächst richteten die Deutschen von Aktobe und Badamshi den örtlichen Friedhof her, worauf sie das Massengrab selbst eingezäunt und in diesem Jahr eine Gedenkplatte angebracht hatten. „Die Behörden unterstützten unsere Idee und halfen bei unseren Bemühungen“, sagt Inga Smolinets, die Vorsitzende der RG „Wiedergeburt“ Aktobe. – Dies ist nicht nur eine Steinplatte, es ist unsere Erinnerung und der Respekt gegenüber denjenigen, die vor vielen Jahren hier gestorben sind und versucht haben, unter nahezu unmenschlichen Bedingungen zu überleben. Diese Idee wollten wir der heutigen Generation, der jüngeren Generation vermitteln. Wir möchten die Öffentlichkeit auf die tragischen Ereignisse der Geschichte aufmerksam machen, auf die Notwendigkeit, sie zu bewahren, aus ihnen zu lernen. Zur Eröffnung der Gedenkstätte kamen der Rektor der evangelisch-lutherischen Kirche der Region Kostanay, Rostislav Novgorodov, sowie Vertreter der deutschen Diaspora aus verschiedenen Teilen der Region. „Wir sind seit vielen Jahren dabei, jetzt hat sich endlich die Seele beruhigt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass weder Menschen noch Geschichte vergessen werden können. Nun gibt es in Badamsha einen Ort, an dem Sie herkommen und weinen können, ein Land, auf dem die Nachkommen der Toten aus Deutschland hinknien können.“, betonen die Einheimischen.
Einschulungsfeier in Pavlodar Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Ljudmila Bevz Herbstzeit in der Natur – dies ist die Erntezeit, die Vorratsbeschaffung für den langen Winter. Aber der Herbst gehört in der deutschen Klasse der Schule der nationalen Wiedergeburt zu Ehren K. Darzhuman vom Pavlodaer „Haus der Freundschaft“ – eine Zeit der Vorstellung dessen, was sie in ihren zwei Herbstmonaten „angepflanzt und gezüchtet“ haben. Und das sind genau 30 erfolgreiche Erstklässler. Alles führte zu einer schönen „Einschulungsfeier“ der Erstklässler. Ihre Eltern und Vertreter der Pavlodaer Regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ kamen, um die Freude der Kinder zu teilen. O.V. Litnevskaya (stellvertretender Vorsitzender) und N.M. Stepanova (Lehrer-Methodiker der deutschen Sprache). Meine Nachbarn im Zuschauersaal waren zwei Erstklässler – Dinmukhamed Tlektes und Mark Vyushkov. Als ich fragte, was ihnen der Schule am besten gefiele, sagten sie froh, dass es für sie interessant sei, im Deutschunterricht mit dem Lehrer verschiedene Spiele zu spielen. Hieraus merkt man, wodurch man so gute Fortschritte in Deutsch machen kann – durch Spiele! Bei der Einschulung haben alle also sehr gerne gespielt. Nach dem fröhlichen, rhythmischen Lied „Freundshaft“, tanzte der Saal zusammen. Danach halfen alle Kinder und Erwachsene das verlorene Passwort für die hervorragenden Deutschkenntnisse zu finden. Jetzt wurde es spannend! Und der Unterricht, in dem ein hervorragendes Wissen des deutschen Alphabets mit russischen und deutschen Gedichten gemischt wurde, ging allmählich in Tanzpausen über. Hierin übten sich N.F. Fedosova und ihre Tanzgruppe „Paradise“. Besonders erfreulich war, dass die Erstklässler den Lernprozess bereits kennen. Sie fielen nicht auf die Fallworte rein, die die strengen Moderatoren stellten: Schultüten, gute Freunde, basteln, tanzen knackten die Kinder sofort. Olga Litnevskaya sprach zu den Lehrern der Schule der nationalen Wiedergeburt ein Dankwort. „Das Wichtigste“, sagte sie, „ist der Wunsch, Deutsch zu lernen. Es sind noch viele interessante Feiertage vor uns, jeder wird ein lehrreiches und kreatives Schulleben haben. Wir laden alle Anwesenden ein, das alles gemeinsam zu erleben. Die Pavlodaer Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ ist die Größte in Kasachstan. Sie hat eine große Mitgliederzahl, die die Traditionen und Kultur des deutschen Volkes fortsetzen möchten. Dies wird durch die heutige Einschulung-Feier nur noch mehr bekräftigt. Und natürlich die lang erwarteten Schultüten – süße Geschenke in schönen Taschen. Deutsche Kinder erhalten solche Geschenke nur einmal in ihrem Leben, wenn sie die Grundschule besuchen. Dies ist eine Tradition aus dem Schulleben in Deutschland. Die Organisatoren der Einweihungsfeier für Erstklässler gingen weiter und gaben allen Anwesenden bei der Kinderfeier süße Geschenke. Erfolge, Jungs und Mädchen, sowohl in der Grundschule als auch auf dem weiteren schulischen Weg in der Schule der nationalen Wiedergeburt!
Die deutsche Kultur schreitet voran… Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Veronika Sljonzak Das Theaterstudio des deutschen Jugendclubs „Zodiak“ aus Kokshetau machte seine ersten Tourneen. Die Premiere des Comedy-Stücks „An der Arche um 8“ fand am 11. und 12. Oktober in den Städten Aksu und Pavlodar statt, wo junge Schauspieler ihre Fähigkeiten auf der Bühne auf die Probe stellten. Die Gastkünstler bemerkten insbesondere die herzliche Atmosphäre und den herzlichen Empfang während ihres gesamten Besuchs im Jugendclub „Lenz“. Die jungen Schauspieler zeigten echte Gastfreundschaft, führten eine Stadtrundfahrt durch und erzählten von ihrer Geschichte. Das Comedy-Stück „An der Arche um 8“ ist eine Interpretation des Stücks des deutschen Autors Ulrich Hub. Die Wahl dieses Autors hängt nicht zuletzt mit der Aktualität des Stücks zusammen. Freundschaft, Liebe, Barmherzigkeit, gegenseitige Hilfe und Glaube sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene besonders wichtige Werte heutzutage. Während einer ganzen astronomischen Stunde beobachtete der Zuschauer die Bühnenaktion. Während einer ganzen astronomischen Stunde beobachtete der Zuschauer die Bühnenaktion. Die Teilnehmer des Theaterstudios VDJ „Zodiak“ waren die ersten, die es wagten, eine derart lange Performance komplett auf Deutsch zu inszenieren. Dies ist gleichzeitig eine ausgezeichnete Gelegenheit, das Sprachniveau zu verbessern. Das Stück ließ keinen kalt und hat viele positive Gefühle bei den Gästen hinterlassen, besonders bei denjenigen, die Deutsch sprechen. Das sagen die Mitglieder der Theatergruppe über „Theater-Karussell“: „Dank des Starts des Projekts“ Theaterkarussell „gab es eine großartige Gelegenheit, von anderen Clubs etwas Neues zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, Emotionen zu teilen“, sagte Mitglied des Theaterstudios Pavel Korotun. „Die allgemeine Vorfreude auf die Leistung, die Angst, das Team im Stich zu lassen, und der Wunsch nach Leistung sind unglaublich motivierend und helfen bei der Entwicklung eines Zusammengehörigkeitsgefühls. Zwei spannende und gleichzeitig sehr lustige Tage waren sehr reich an Aktivitäten und flogen wie in einem Augenblick vorbei! Das Theater befreit, hilft neue Freunde zu finden, nicht nur in der eigenen Stadt, sondern auch in vielen anderen republikweit. Das Theater gibt einem die Möglichkeit, sich als kreative Person zu beweisen, um seine Talente zu zeigen “, sagte Christina Hirschfeld, die die Rolle der Taube spielte. „Alle Erwartungen an die eingesetzte Arbeit und die aufgewendete Zeit waren berechtigt. Alles war auf einem anständigen Niveau organisiert. Es ist erfreulich, dass die deutsche Kultur voranschreitet – dass die jüngere Generation ihre Traditionen achtet und ihre Sprache kennt. Es ist sehr erfreulich, dass unsere Arbeit nicht umsonst war! “, merkte Ekaterina Andrejewna Gryadnova, Direktorin des Stücks an. Das Theaterstück „An der Arche um 8“ wird bereits im November dieses Jahres auf dem vom Goethe-Institut organisierten Festival „Deutsch auf der Bühne“ in Almaty präsentiert.
Erntedankfest in Taraz Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Anastasiya Paltcer Im Vorschulzentrum „Wunderkind“ Taraz der regionalen Gesellschaft der Deutschen Zhambul fand das Erntedankfest statt, ein langersehntes und für viele das Lieblingsfest. Es bereiteten sich alle gemeinsam auf das Fest vor: Kinder, Eltern und Lehrer. Sehr farbenfroh fing der Morgen an. Die Mädchen verkleideten sich als Blätter und traten mit einem leichten herbstlichen Blättertanz auf. Die Kinder warten stets auf die Gäste und sie waren unglaublich froh als der Herbst zu Besuch kam, dessen Rolle Nastya Metleeva, Teilnehmerin des Projekts „Schule der fakultativen Bildung“. Sie spielte gemeinsam mit den Kindern fröhliche Spiele wie „Pilzsuche“ und „Erntekorb“, schenkte ihnen Körbchen in Form eines Pilzes, mit kleinen herbstlichen Überraschungen in ihm. Doch eine besondere Überraschung für alle war das Pferd (Puppe in Echtgröße), das die Kinder zum Fest brachte. Den Eltern war es eine Freude, deutsche Gedichte und Lieder von ihren Kindern zu hören. Sehr schön waren natürlich auch die Tänze, wie der Pilztanz und der Tanz mit den Regenschirmen. Eine außergewöhnliche Ausführung der Kinder war die „Berliner Polka“. Zum Festende bekamen alle „Wunderkinder“ einen herbstlichen Korb mit Früchten geschenkt, und die Eltern backten leckere Apfelpiroggen. Das Fest war ein Volltreffer! Er brachte allen Teilnehmern und Zuschauern gute Laune und Freude.
Wir fahren ins Nachbardorf … Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Juliya Tyukalova i Angelina Golodova, An einem frühen Oktobermorgen in der Almataer Ethnisch-kulturellen Gesellschaft „Wiedergeburt“, in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub „Vorwärts“, wurde eine Fahrt in die Dörfer Uzynagash und Fabrichny mit anschließender Informationsveranstaltung vor Ort durchgeführt. Auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft, zu der nicht nur die ständigen Aktivisten der Organisation eingeladen waren, sondern auch alle, die an der Tätigkeit unserer Gesellschaft und der deutschen Kultur und Tradition interessiert sind. Sehr erfreulich, dass im Haus der Kultur von jung bis alt alle vertreten waren. Den Anfang machte ein gemeinsamer Tanz, der die Stimmung in der Gruppe erst richtig auf Vordermann brachten. Vorsitzende der Gesellschaft Lyudmila Aleksandrovna Nabokova erzählte über die Struktur der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, über die Entstehungsgeschichte der Almataer Regionalen Gesellschaft, deren Ziele, Aufgaben und Tätigkeitsfelder. Es wurden ebenso soziale Fragen, sowie die soziale Förderung angesprochen. Die Erhaltung der deutschen Kultur, der deutschen Sprache, der Bildung und des kreativen Potenzials waren Gesprächsthema. Es sei äußerst wichtig, dass die Menschen aus den Regionen am aktiven Leben der Gesellschaft teilnehmen. Auf jegliche Fragen, die die Teilnehmer interessierten, fand man eine Antwort. Viele der Anwesenden zeigten großes Interesse daran, der Gesellschaft beizutreten, und meldeten sich noch vor Ort an und bekamen einen Mitgliedsschein. Über die Tätigkeit der Jugendclubs der „Deutschen Jugend Kasachstans“. Mit ihrem emotionalen Auftreten, ihrer begeisterten Redensart und Lebensfreude begeisterte sie Jung und Alt. Das Treffen erwies sich sehr hilfreich und ergebnisreich. Die anwesenden Gäste bedankten sich herzlich für das organisierte Treffen.
Generationsfolge Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Die heranwachsende Generation der Magnistausker deutschen ethnokulturellen Vereinigung „Wiedergeburt“ lernte die Traditionen und Bräuche ihrer Vorfahren kennen. Versammlungsplatz der Teilnehmer der „Wiedergeburt“ wurde das Kinderzentrum „Profi City“. Die erste Erfahrung war ein voller Erfolg, denn viele junge deutsche Teilnehmer erklärten sich dazu bereit tatkräftig zu unterstützen und schlossen sich der Organisation des Festabends an. – Unser Ziel ist es, die deutsche Jugend und deutschen Kinder zu vereinen, Werte zu vermitteln. Durch die deutschen Traditionen versuchen wir die Idee der Völkereinigkeit und den Völkerfrieden nahezulegen. Wir möchten nicht zulassen, dass sie die Traditionen ihrer Vorfahren in Vergessenheit geraten und gleichzeitig beleuchten, wie aus der Verschmelzung von unterschiedlichen Kulturen, eine große entsteht. Die Jugend soll dazu animiert werden, aktiver im öffentlichen Leben der deutschen Diaspora teilzuhaben – sagt die Projektkoordinatorin Inna Tarasova. Nach dem Kennenlernen erlernten die Teilnehmer des Treffens Volkstänze und die Zubereitung von traditionellen deutschen Gerichten. Die Workshops wurden von den Vorsitzenden der Jugendclubs „Wiedergeburt“ durchgeführt. Darüber hinaus erzählten Senioren über das traditionelle Handwerk, insbesondere das Töpferhandwerk. Aber es blieb nicht nur bei den Worten, alles Erzählte wurde gleich in die Tat umgesetzt. Man übte sich im Töpfern und mischte den Ton. Diese Veranstaltung gab vielen Teilnehmern, die davor noch nie an so einem Projekt teilgenommen haben, die Möglichkeit, Kontakte auszutauschen und Bekanntschaften zu knüpfen. – Gemeinsame Tänze, Workshops, Erzählungen der älteren Generation – alles fand in einer äußerst familiären Atmosphäre statt und es wollte sich zum Ende hin keiner verabschieden – teilten Regina und Evelin Adolf mit. Die wichtigste Frage der Kinder und Jugendlichen lautete: „Wann treffen wir uns wieder?“ Bald sind wieder Feiertage – Advent und Weihnachten. Dazu vorbereiten werden sich die Senioren zusammen mit den Jugendlichen und Kindern.
Tagebuch: Von Kasachstan nach Oppeln Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Polnische Redaktion hatte Besuch von der deustchen Minderheit aus Kasachstan. Fünf Wochen lang hat Wochenblatt.pl Anastassiya Koroleva, Social-Media Redakteurin bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) in Almaty, bei der Arbeit über die Schultern geschaut. Am Ende der Hospitation hat sie eine Radiosendung entwickelt, denn künftig will die DAZ auch Audiobeiträge produzieren. Außerdem hat Anastassiya ihre Eindrücke aus Oppeln in einer Kolumne in dem Wochenblatt festgehalten. Folgende sind die gesammelten Artikel. Meine ersten Eindrücke Mein Name ist Anastassiya Koroleva und ich komme aus Kasachstan, aus der sonnigen Stadt Almaty, wo ich bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) als Social Media Redakteurin arbeite. In den kommenden Wochen lebe ich aber in Oppeln und hospitiere beim Wochenblatt.pl. Die „DAZ“ ist eine deutsch-russische Wochenzeitung für Kasachstan und ganz Zentralasien. Zu den Schwerpunktthemen gehören die deutsch-kasachstanischen Beziehungen, Entwicklungen in Politik, Kultur und den Gesellschaften Zentralasiens und Deutschlands sowie Perspektiven und Ausbildungsmöglichkeiten der Jugend. Meine Kollegen rieten mir, an dem Hospitationsprogramm des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) teilzunehmen, das Mitgliedern der deutschen Volksgruppen ermöglicht, Institutionen der Minderheiten in anderen Ländern kennenzulernen. Ich freue mich, dass ich dieses Stipendium bekommen habe und beim Wochenblatt.pl gelandet bin, wo ich neben der Zeitungsarbeit auch Radio und Fernsehen kennenlernen kann. Außerdem bin ich sehr interessiert zu erfahren, wie generell die deutsche Minderheit in Polen aufgestellt ist und welche Projekte sie auf die Beine stellt. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens bin ich Mitglied der Almaty kultur-ethnische Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ und aktive Teilnehmerin des Klubs der deutschen Jugend in Almaty „Vorwärts“. Zweitens finde ich die deutsche Minderheit in Polen einzigartig. Wegen des kompakten Siedlungsgebietes der Volksgruppe herrscht ein starker Zusammenhalt, was ich bei dem Kulturfestival in Breslau beobachten konnte, bei dem ich das Glück hatte, anwesend zu sein. Man kann es als glücklichen Zufall bezeichnen, denn dieses Festival findet nur alle drei Jahre statt. Die Veranstaltung war in ihrem Umfang bemerkenswert. Etwa 6500 Menschen versammelten sich in der Jahrhunderthalle in Breslau (Weltkulturerbe). In Kasachstan werden solche Feste mit der gleichen Häufigkeit abgehalten, aber die Anzahl der Besucher ist mit ca. 300 viel kleiner, was daran liegt, dass Kasachstan sehr groß ist und die dort lebenden Deutschen weit verstreut wohnen. Auch die ältere Generation lässt sich nur schwer überwinden, große Entfernungen auf sich zu nehmen. Damit sie aber nicht leer ausgehen, werden jährlich Kulturfestivals der Gesellschaften der Deutschen in allen Regionen Kasachstans organisiert. Die kommenden fünf Wochen werde ich also bei der deutschen Minderheit sein und in meiner Gastrubrik versuchen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider deutschen Volksgruppe näher zu beleuchten. Erste Vergleiche Heute möchte ich die Hauptprioritäten der deutschen Gesellschaft in Kasachstan, also Jugend und Medien, mit ihren Entsprechungen in Polen vergleichen. Das Personal der “Deutschen Allgemeinen Zeitung” (DAZ) ist nicht so groß: Direktor, Chefredakteur, technische und Sozial-Media-Redakteurinnen, zwei Korrekturleser (für die russischen und deutschen Teile der Zeitung) und eine ifa-Redakteurin. Früher war das Team viel größer, es gab damals die Tageszeitungen und der Name war anders – “Freundschaft”, aber in den 90er-Jahren zogen viele Mitarbeiter nach Deutschland und die Redaktion zog bald von Astana nach Almaty um, wo sie bis heute im Deutschen Haus ihren Sitz hat. Jede Woche berichten wir über das Leben der deutschen Minderheit in Kasachstan, beleuchten die politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Ereignisse der beiden Länder. Im Prinzip, wie die deutsche Zeitung in Polen, jedoch variieren die Methoden zur Verbreitung von Informationen. In Kasachstan sind soziale Netzwerke sehr beliebt (Instagram, Odnoklassniki, Facebook, Twitter). Mitarbeiter der DAZ pflegen die Website und die sozialen Netzwerke der Zeitung und der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Bei der deutschen Minderheit in Polen, so scheint es, ist dagegen die gedruckte Version der Zeitung noch viel wichtiger. Das wurde beim Kulturfestival in Breslau bestätigt, wo viele Leute eine Printausgabe kauften. Wir versuchen auch die Anzahl der Abonnements für die Zeitung zu erhöhen, dafür setzen wir die Idee von “Ein Dorf – eine Zeitung” um. Bei den Jugendorganisationen gibt es auch Ähnlichkeiten. Der BJDM und der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) wurden in den 90er-Jahren gegründet und beide haben viel Erfahrung. Junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren können Mitglied des VDJK werden, die Jugendorganisation Polens hat diesen Rahmen auf 35 Jahre ausgedehnt. Merkmal dieser Organisation ist ihr Büro in Oppeln und ein “eigener” ifa-Kulturmanager. Das kompensiert der VDJK durch häufige Beratungen und Ratstagungen. Beide Organisationen haben auch internationale Verbindungen. Der BJDM arbeitet oft mit Partnerorganisationen in der Tschechischen Republik, in Russland, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Litauen und Serbien zusammen, beteiligt sich auch an Projekten der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV/ YEN). Der VDJK kooperiert dagegen mit Organisationen in Deutschland, Russland, sowie mit Jugendlichen aus Georgien und Kirgisistan. Wir freuen uns immer über neue Partner und Projekte, wir würden gerne einen zuverlässigen Freund in Polen gewinnen wir hoffen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Jugendorganisationen in naher Zukunft verbessern werden. Arbeit im VdG Es ist Zeit, die Arbeit der Büros der beiden Hauptorganisationen der deutschen Minderheit in Kasachstan und Polen zu vergleichen. Es geht um die Gesellschaftliche Stiftung „Der Vereinigung der Deutschen Kasachstans ´Wiedergeburt`“ und den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen (VdG). Der VdG hat seinen Hauptsitz in Oppeln, unsere Organisation hat ihren Sitz in zwei Städten, denn 25 Jahre lang befand sich das gesamte Personal des Exekutivbüros im Deutschen Haus in Almaty, jetzt wurde aufgrund der Umstrukturierung ein Büro in Astana, der Hauptstadt, eröffnet. Die Verwaltung der Stiftung „Wiedergeburt“ erfolgt durch ein Kollegium – das Kuratorium, besteht aus 17 Mitgliedern. Der VdG dagegen hat neun Vorstandsmitglieder, dazu kommen drei Mitglieder, die eine Prüfungskommission des Verbands bilden. Die Arbeit beider Organisationen zielt auf die ethnische Selbsterhaltung der Deutschen ab. Die Gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ realisiert Projekte wie ein Netzwerk von Begegnungszentren, Wahlfachschulen, Projektmanagement, Bildungsinformationszentren (BiZ), ein Netzwerk von Sozialstationen, Kurbehandlungen, den Deutschen Sozialfonds, Sprachcamps und vieles mehr. Ich kann sagen, dass beide Organisationen viel harte und wichtig Arbeit leisten. Die jüngere Generation entfernt sich allmählich von den Traditionen ihrer Ethnien, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen ist nicht leicht, unter dem Einfluss der Globalisierung werden die Grenzen zwischen den Kulturen ausgelöscht, aber Kultur ist das, was die Welt interessanter macht. Die deutsche Minderheit außerhalb Deutschlands ist ein prominenter Vertreter der deutschen Kultur. Die Arbeit des Büros ist jedoch nicht nur mit der Durchführung großer kultureller Veranstaltungen verbunden, es gibt viel Papierkram. Seit Beginn der Woche arbeitete ich im Büro des VdG als Büromanagerin, ein Zufall, aber in meiner Heimatorganisation hatte ich auch Erfahrung in diese Positionen. Zu meinen Aufgaben gehörte das Registrieren der Korrespondenz, das Empfangen von Anrufen und andere Arbeiten im Büro. Hier erfuhr ich auch, was eine Kaffeepause bewirken kann. Jeden Tag um 12 Uhr treffen sich alle Mitarbeiter an der Rezeption, trinken Kaffee und reden über verschiedene Themen – eine Art „Teambuilding“. Ich würde gerne vorschlagen, die gleichen Kaffeepausen in Kasachstan einzuführen. Es gibt noch mehr Dinge, die der Vereinfachung der Papierarbeit dienen, und ich werde sie auf jeden Fall zu Hause mitteilen. Es wird Zeit “Auf Wiedersehen!” zu sagen Es war ein schöner Monat. Ich habe die Arbeit des Dachverbands der deutschen Minderheit in Polen kennengelernt, Kenntnisse im Bereich Fernsehen, Erfahrungen im Radio und in der Zeitung erworben, und natürlich, einer der lebendigsten Eindrücke war ein Besuch des größten Kulturfestivals der deutschen Minderheit in Breslau (Wroclaw). Ich konnte auch mit dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) zusammenzuarbeiten und an ihrem Projekt mit Schülern, an einer “Stadtrallye”, teilnehmen. Man kann sagen, dass ich alle wichtigen Strukturen etwas kennengelernt habe, die bei der deutschen Minderheit in Polen arbeiten, aber nicht alle von ihnen wurden in meiner wöchentlichen Kolumne erwähnt. Eine große Entdeckung für mich war das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, wir haben keine Analogien zu einer solchen Organisation. Dann möchte ich noch die Deutsche Bildungsgesellschaft erwähnen, das Bildungs- und Informationszentrum (BIZ) engagiert sich in ähnlicher Weise in Kasachstan. Die Hauptleistung meines Aufenthalts hier war meiner Meinung nach, die Aufnahme des ersten Audio-Podcasts. Wie ich in einem der ersten Artikel geschrieben habe, hat die „Deutsche Allgemeine Zeitung” einen großen Wunsch, Rundfunk im Internet anzubieten. Mit der großen Unterstützung der Mitarbeiter von Wochenblatt.pl wurde der erste Schritt zur Erreichung dieses Ziels getan – ein vollständig zusammengestellter Bericht über das Projekt des BJDM “Stadtrallye” in deutscher und russischer Sprache. Es ist schwierig den ersten Schritt zu machen, ein Anfang wurde mit Hilfe eines Partners aus Polen gemacht, und ich hoffe, dass die Verlage in Zukunft aktiv zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Ich wünsche mehr gemeinsame Projekte der deutschen Gesellschaft Kasachstans und Polens. Ich danke dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für die Gelegenheit, die deutsche Minderheit in Polen kennenzulernen, und danke allen, die ich hier getroffen habe! Und übrigens: Mehr Informationen über die Deutschen ins Kasachstan gibt es immer aktuell auf http://daz.asia/. Anastassiya Koroleva Die Hospitation hat das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ermöglicht. Das Hospitationsprogramm ist ein Qualifizierungs- und Förderprogramm für Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte von Vereinen, Verbänden und Redaktionen der deutschen Minderheiten im Bereich Kulturmanagement, Jugendbildung und Medien. Es leistet darüber hinaus einen Beitrag zurländerübergreifenden Vernetzung der Institutionen der deutschen Minderheiten. Für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen erhalten Hospitanten ein Stipendium, umthemenspezifische Modelle und Arbeitsweisen länderübergreifend an einerindividuell gewählten Gastinstitution der DMi in Mittelost-, Südosteuropa oder den GUS-Staaten -oder in besonderen Fällen in Deutschland – kennenzulernen.
Politischer Dialog in Berlin Veröffentlicht in 12. November 201830. Juli 2020 Vom 5. bis 8. November fand die 27. Jahrestagung der AGDM (Arbeitsgruppe deutscher Minderheiten) in Berlin statt. AGDM ist eine politische Plattform, auf der sich Vertreter deutscher Selbstorganisationen in Osteuropa, Russland und Zentralasien treffen. Während der vier Tage fanden zahlreiche Treffen mit deutschen Politikern statt, moderiert vom Vertreter der Bundesregierung für Migranten und nationale Minderheiten des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat – Professor Bernd Fabricius. An der Sitzung nahmen seitens der Selbstorganisation der Deustchen in Kasachstan der Vorsitzende des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“, Albert Rau, Mitglied des Aufsichtsrats im Bereich „Jugend“, Maria Borisevic, und der Geschäftsführer der Stiftung, Dmitry Redler, teil. Das jährliche AGDM-Treffen ermöglicht es Vertretern deutscher Volksgruppen, den Dialog mit deutschen politischen und wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren, Ideen und Projekte auszutauschen und Lösungen für Probleme zu finden, die auf den erfolgreichen Erfahrungen anderer Länder basieren. Es ist erwähnenswert, dass unter den AGDM-Mitgliedsländern die Deutschen Kasachstans an zweiter Stelle stehen, gleich nach Russland. Die Sitzungsteilnehmer erfuhren über den Stand der Dinge in der Selbstorganisation der Deutschen in Kasachstan, die Neustrukturierung der Mutterorganisation und die vorrangigen Bereiche der Projektarbeit, vor allem die Wiederherstellung des Deutschunterrichts an weiterführenden Schulen. Es sei darauf hingewiesen, dass trotz der geringen Anzahl der deutschen Diaspora (z. B. in Armenien etwa 2000 Menschen) alle daran arbeiten, die Sprache und Kultur zu bewahren. Es wurde festgestellt, dass jede Selbstorganisation ihre Arbeit unter völlig anderen Bedingungen durchführt, gleichzeitig aber die Priorität jeder Selbstorganisation auf der Jugend und der deutschen Sprache liegt. Das Thema der neuen Zwischenorganisation (Baden-Württemberg International) wurde ebenfalls angesprochen. Viele haben bereits Erfahrung mit dieser Struktur und sind bereit, ihre Erfahrungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans ab 2020 zu teilen. Ein wichtiges Ereignis war der Empfang, der dem 30-jährigen Bestehen der Vertretung der Bundesregierung für Migranten und nationale Minderheiten gewidmet wurde. Während des Empfangs hielten der frühere und derzeitige Bevollmächtigte, der Vertreter der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Deutschland (LmDR), Johan Thiessen, und der Vorsitzende des AGDM-Vorstands, Bernard Gaida, eine Begrüßungsrede. Es wurde festgestellt, dass alle ethnischen Deutschen einen unmittelbaren Bezug zu Deutschland haben, weshalb gerade die Selbstorganisationen der Deutschen in Osteuropa, Russland und Zentralasien weiterhin unterstützt werden.
Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen Veröffentlicht in 12. November 201814. März 2019 Am 5. Juni 2018 fand in Astana die Internationale wissenschaftliche Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“, organisiert durch die gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ und der Unterstützung des deutschen Bundesinnenministeriums, statt. Auf der Konferenz wurden Berichte über herausragende Deutsche, die maßgeblich zur Entwicklung des Landes und der deutschen Volksgruppe beigetragen haben präsentiert und diskutiert. Nach den Ergebnissen der Konferenz wurde das Redaktionsteam des Projekts „Berühmte Deutsche Kasachstans“ gegründet, die nächsten Schritte für die Projektumsetzung wurden festgelegt. Die besprochenen Tagungsberichte finden Sie hier. Programm der internationalen wissenschaftlichen und praktischen Konferenz „Deutsche Kasachstans: Menschen, Ereignisse, Epochen“ Datum: 5. Juni 2018 Ort: Nationale Akademische Bibliothek der Republik Kasachstan, Dostyk Nr. 11 Konferenzmoderation: Podoprigora Ju.I. Zeit Programmpunkt Ort 9.00 – 9.30 Teilnehmeranmeldung Foyer 9.00 – 9.30 Besuch der Ausstellung «Deutsche Kasachstans» Foyer 9.30 – 10.00 Eröffnung der Konferenz. Grußwort: Saal „Konstituciya“ Rau A.P., Abgeordneter der Majilis des Parlaments der Republik Kasachstan, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stftung „Wiedergeburt“ Prokopenko L.A, stellvertretender Vorsitzender der Volksversammlung von Kasachstan, Leiter des Sekretariats der Volksversammlung von Kasachstan der Präsidialverwaltung von Kasachstan Goldmann Valentina, Leiter der Abteilung Kultur, Presse und Politik der deutschen Botschaft in Kasachstan Nazyrova S.S., stellvertretender Direktor der nationalen akademischen Bibliothek der Republik Kasachstan 10.00 – 10.30 Auman V.A. «Deutsche Kasachstans: Menschen, Epochen, Ereignisse» Saal „Konstituciya“ 10.30 – 11.00 Kaffeepause Foyer 11.00 – 13.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Dyachenko-Winter I.A., Die harten Straßen meines Landes: über Göring Jakob Suleymanov G.G. Sohn der Steppen – Edward Schuller Musabekova R.M., Deutsche in der Entwicklung und Betreibung von Ackerland in Kasachstan (am Beispiel von Albert Gerra) Zhandildina T.S. „Wermut-süßer Geruch der Steppe.“ Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft des Kasachstandeutschen Ivan Sauer. Wagner S.K. „Mit Liebe zum Menschen.“ Über Brecht Jakow Iwanowitsch, Vorsitzender des Kolchos von Kirow der Region Pawlodar Musagalieva A.S. Soziale Aktivitäten von I. Scharf und sein Beitrag zur Wirtschaft Kasachstans Samosledova K.V. „Aber ich hatte Glück“, über die Gaben und Entbehrungen des Schicksals Felde Vladimir Jakovljevic. Aupenova A.U. Archäologischer Pfad V.F. Seibert – der Schlüssel zur Handlung der Vorfahren Nordkasachstans Avdeev V.A. „Vladimir Auman – loyal sich selbst und seinem Volk!“ 13.00 – 14.30 Mittagessen Restaurant «Daredzhani». Kaufhaus «Keruen» 14.30 – 17.00 Vorträge: Saal „Konstituciya“ Alekseenko M.A. Fink Victor Vilgelmovich – Ehrendoktor der kasachischen SSR Kairzhanova B.K. Baumeister ist unser Alles! Baimanova L.S. In Erinnerung an den weisen Mentor (Belz V.A.) Burgard L.A. Pater Joseph Neigum Putinceva E.V. Eine Spur in der Geschichte. (Klink Vladimir Vladimirovich, Gründer und erster Direktor des Heimatkundemuseums) Klimenko O.S. Die facettenreiche Persönlichkeit Rosa Genrikhovna Steinmark Shubina S.A. Oscar Geilfuß: „Die Realität hat die letzte Note in mir getötet“ Dildebaeva E.R. Schicksal der Kunst (Kreativität und Erbe des unterdrückten Künstlers Leonid von Bruemer (1889-1971) Omarova A.S. Unterdrückte Künstler deutscher Nationalität in Karaganda (G.E. Vogeler, P.P. Friesen) Gizdatov G.G. Intermediale Welten von Pavel Zaltsman (Künstler und Schriftsteller) 17.00 – 18.00 Zusammenfassung. Entscheidungsfindung und Abschluss der Konferenz Saal „Konstituciya“ 18.30/19.00 Abendessen. Abend der deutschen Kultur, vorbereitet von Kollektiven der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Astana und der Region Akmola Resaurant im Hotel IBIS, Astana, Tauelsizdyk, 38
Wir gemeinsam! Veröffentlicht in 1. November 201830. Juli 2020 Farbenspiele, moderne Rhythmen und Kindergelächter… außergewöhnliche Theaterminiaturen und fesselnde Gesänge der Wolgadeutschen wurden den Zuschauern auf der Bühne des Kulturzentrums Max-Taut-Aula in Berlin vorgestellt. Die Gäste wurden auf dem Festival „Wir gemeinsam“, das zum 28. Jahrestag der Wiedervereinigung veranstaltet wurde, herzlich willkommen geheißen. Unter den in die Hauptstadt der europäischen Kultur eingeladenen Gästen waren unter anderem der deutsche Volksgesangschor „Veilchen“ aus Aktobe (Kasachstan). Die ausdrucksvollen Auftritte der Aktober „Veilchen“ und Stücke in kasachischer Sprache, im Einklang mit den Volkstrachten gewannen einen reichen Applaus. Mit derselben kasachstanischen Gastfreundlichkeit wurden die Organisatoren dieser Veranstaltung empfangen. Speziell für sie, hatte das Berliner Integrationshaus „Lyra e.V.“ einen Workshop zur Folklore vorbereitet, der von der bekannten Interpretin Elena Gold durchgeführt wurde. Chorleiter Ravil Gafarov: „Ich kenne Elena schon lange und war umso mehr erfreut darüber, sie hier in Berlin zu treffen. Die Mädchen haben ein neues musikalisches Stück erlernt, und es in verschiedene Stimmen aufgeteilt. Ein großes Dankeschön an den Verein „Lyra“, und insbesondere seinem Vorsitzenden Walter Gauks für dieses Treffen. Ziemlich beeindruckt war ich von der Organisation des Festivals. Mir gefiel die große Anzahl an verschiedenen Gruppen, die die Vielseitigkeit ihrer Kultur demonstrierten. Auch unsererseits waren wir bemüht, den Reichtum unserer Kultur zu präsentieren. Die Zuschauer empfingen die Auftritte in deutscher und kasachischer Sprache herzlich, das für uns natürlich sehr angenehm war. Uns hob man als Gäste besonders hervor, denn wir konnten unser mitgebrachtes Repertoire in nur zwei Tagen vorstellen, so am ersten Tag – vier Lieder und am zweiten Tag – drei Lieder. Ebenso erfreut waren wir darüber, dass unter den Kindern und Jugendlichen auch sehr viele Gruppen der älteren Generation auftraten. Sie sangen, tanzten, und das sehr selbstbewusst, keinesfalls schüchtern. Ich wünsche mir, dass auch unsere Gruppen die ältere Generation in die kulturelle Tätigkeit miteinbeziehen. Wir nehmen aus dieser Veranstaltung sehr viel mit. Nicht nur Lieder verschiedenster Genres haben wir gehört und aufgezeichnet, sondern auch die Art und Weise beobachten können, wie die Künstler auftreten. Das ist für uns sehr wichtig. Aber vor allem interessant ist es zu erfahren, welche Beschäftigungen denn die Deutschen haben, die nach Deutschland ausgewandert sind. Eingliederung der heutigen Generation in die Gesellschaft und Traditionen ist unabsehbar. Wir werden uns bemühen, unseren Kollegen in Kasachstan die Erfahrungen weiterzugeben.“ Auch der letzte Tag war reich an erinnerungsvollen Treffen. Spätaussiedler aus Kasachstan, Kirgistan und Turkmenistan kamen zu den Chorsängern, teilten gemeinsam Erinnerungen von damaligen Geschichten aus Kasachstan. Alle waren dem Auftritt und dem herzlichen Treffen sehr dankbar. Eine große Überraschung war das Treffen mit einem ehemaligen Chormitglied Tatjana Maas, die nun in Deutschland lebt. Wir erinnern daran, dass im kommenden Jahr „Veilchen“ sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Zur Feierlichkeit soll ein großes Konzert stattfinden, zu dem alle Mitglieder, die je in dem multikulturellen Chor gesungen haben, eingeladen werden sollen. Deutsche, Russen, Tataren, Kasachen … – Alle kann man gar nicht aufzählen. Sie kamen alle auf unterschiedlichstem Wege in den Chor. Jemand kam aus Interesse zur deutschen Folklore, jemandem schlug man bei den Deutsch-Kursen vor, im deutschen Chor zu singen. Aygerim Gabdrakhmanova: „Ich singe bereits seit vier Jahren im Chor. Ursprünglich ging ich nur zu den Deutschkursen in der Gesellschaft „Wiedergeburt“. Das Interesse zur deutschen Sprache weckte in mir meine Großmutter Gulzhan, die nicht nur die Sprache vollumfänglich beherrschte, sondern auch immer im Alltag gebrauchte. Ich werde nie vergessen, wie sie im Sessel saß und deutsche Volkslieder sang. Ja und so kam es dazu, dass die Kursleiterin Kseniya Vitalyevna hörte, wie ich ein paar Strophen sang. Sie schlug mir vor zum Vorsingen in den Chor „Veilchen“ zu gehen. Ich muss sagen, das war sehr wertvoll für mich und heute ist „Veilchen“ ein wichtiger Teil meines Lebens. Die Reise nach Deutschland und unser Auftritt in Berlin ermöglichte mir nicht nur meine Vokalfähigkeiten zu präsentieren, sondern auch meine Deutschkenntnisse auf die Probe zu stellen. Ich glaube, dass das eine einzigartige Möglichkeit für alle schöpferischen und kreativen Gruppen der deutschen Ethnie in Kasachstan ist. Es ist die Möglichkeit seiner historischen Heimat ein bisschen näher zu kommen und sich auf seiner Muttersprache zu unterhalten – das ist unvergesslich. Und unser Auftritt und die Erfahrung hier ermöglich es uns, in unseren Stücken neue Akzente zu setzen. Da wir ein deutscher Volksgesangschor sind, ist es gerade für uns umso wichtiger unser Repertoire zu ergänzen und so unseren Namen als Chor zu erhalten. Perspektiven in der Zusammenarbeit der Medien in Deutschland und Kasachstan Auf dem Festival der KULTschule, das bereits viele Jahre veranstaltet wird, und sich mit der Projektförderung zur der Vielfältigkeit und den Nachbarschaftsbeziehungen beschäftigt, fand ein Treffen von Redakteuren aus Deutschland und Kasachstan von russisch- und deutschsprachigen Medienkanälen statt. Unter der Leitung des Vorsitzenden Walter Gauks und den Vertretern von führenden Medienkanälen wurden die Möglichkeiten und Perspektiven für eine Zusammenarbeit und ein Informationsaustusch aktiv besprochen. Im Rahmen des Treffens wurde die Nachfrage der Print und Onlinemedien festgelegt. Dabei hob man das Problem von kaum interessantem Material und starkem Mangel an kompetenten Autoren hervor, denn sogar der, der „gut schreibt, kann auch noch besser schreiben“. Der geladene Gast und Experte in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Dozent der Goethe Universität Horst Martin schlug den Teilnehmern vor, eine Informationsplattform zu erschaffen (eine Art Online-Bildungszentrum), über die es möglich werden soll, zukünftige Journalisten auszubilden. Die Arbeit mit dieser einzigartigen Akademie oder auch Medienlaboratorium, wird so aufgebaut, dass sowohl für Kasachstan als auch für Deutschland ein Nutzen entsteht. Somit wäre es möglich, Online Seminare für die Vertreter im Ausland durchzuführen, ein öffentlicher Zugang zu den Text- und Bildmaterialien (mit deren Übersetzung in die deutsche/ russische Sprache) der Partnerredakteure. Für die Autoren in Kasachstan, die diese Schulung absolvieren, können sowohl Praktikantenaustauschprogramme durchgeführt werden, als auch Veröffentlichungen in den führenden deutschen Medien gemacht werden. In Zusammenhang mit der starken Nachfrage an professionellen Artikeln im Informationsraum der deutschen Spätaussiedler, wird eine Breitfächerung der Themen vorgeschlagen, indem man für diese Bereiche Fachexperten miteinbezieht (politische Redner, Akteure, Gebildete unter den Spätaussiedler usw.) Besonders in den Mittelpunkt wurden „unscheinbare“ Ereignisse aus dem Leben der Kasachstandeutschen wie in Kasachstan so auch in Deutschland. Denn das ist das lebende Beispiel für das Interesse der Deutschen an ihren Landsleuten im Ausland. Deshalb ist es erforderlich, die jungen angehenden Journalisten, die über solche Ereignisse vor Ort berichten könnten, auszubilden. Das soll eine Grundlage für die Erweiterung der Lesergruppe und die Erhöhung der Abonnentenzahl schaffen, was letztendlich langfristig für eine Lösung der Finanzierungsfrage von diesen Veröffentlichungen sorgt. Leider können nur wenig Verleger heutzutage mit einem enormen Budget angeben. Die Teilnehmer arbeiteten verschiedene, rentable Möglichkeiten der Ausgabe von Zeitungen und Zeitschriften durch und sprachen auch über eine Anwerbung von Werbetreibenden. Bedauerlicherweise, gibt es weder in Kasachstan, noch in Deutschland einen ausgeprägten Werbe- und Sponsorenmarkt und die Verleger müssen mit ihrem eigenen Budget auskommen. Dadurch, dass dieses Budget jedoch immer geringer wird, geht der Werbetreibender eher in den Verlag, der die größte Lesegruppe für sich gewonnen hat und die größte Abonnentenzahl besitzt. Aus diesem Winkel gesehen, wird die internationale Arbeit eine besondere Rolle für die geographische Erfassung vieler neuer Lesergruppen spielen. Somit wird es für Werbetreibende attraktiver mit diesen Verlegern zusammenzuarbeiten. Im Laufe der Diskussion wurde mehrmals die Frage erhoben, russischsprachige Medien und Verlage in den deutschen Informationsraum miteinzugliedern. Den Teilnehmern wurde die Aufgabe gestellt, solche Inhalte bereitzustellen, die somit dafür sorgen, dass dieser Austausch als eine Zusammenarbeit der deutsch- und russischsprachigen Medien anerkannt wird. Auf diese Art und Weise wird ein festes Fundament für ihre Integration gelegt. Zum Abschluss dieses Treffens wurde vereinbart ein sogenanntes Medienlaboratorium mit folgenden Zielen zu schaffen: Koordination der Informationsflüsse Internationale Zusammenarbeit Integration der russischsprachigen Medien in den deutschen Informationsraum Ausbildung angehender Journalisten und Redakteure Durchführung von Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen (Seminare) Es wurde eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Exposés geformt, nach welchem die Rahmenbedingungen für die Verträge über die Zusammenarbeit beschlossen werden. Die Für die Arbeitskoordination und Organisation des Medienlaboratoriums ist die Jugend-LmDR und Lyra e.V. Wie Heinrich Zertik, öffentlicher Funktionär, der aktiv an der Arbeitsplanung der Informationsplattform teilnahm, anmerkte: „Alleine ist es schwer, aber wenn wir gemeinsam daran arbeiten werden, wird es einfacher sein. Es ist wichtig für jeden einzelnen von uns, offen für eine Zusammenarbeit zu sein, die von Vertrauen und dem Willen zur Problemlösung geprägt sein soll. Ich wünsche uns allen viel Erfolg!“ Veronika Lihobabina
Oktoberfest in Semey Veröffentlicht in 29. Oktober 201828. Juni 2020 Das jährliche Festival „Oktoberfest 2018“ wurde im engen Kreis der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Semey veranstaltet. Der Festsaal des „Hauses der Freundschaft“ verwandelte sich für diesen Tag in einen zentralen Platz einer deutschen Stadt, die man mithilfe von volkstümlichen Attributen wie der Brezel, den Fässern, dem herbstlichen Obst und Gemüse. Für die traditionell deutsche Stimmung sorgten die Mitglieder des deutschen Jugendclubs „Glück“. Die Jungen unterhielten sich, festlich in Tracht gekleidet, ausgiebig und die Mädchen brachten sich ebenfalls in Schale und machten sich bereit für die Festlichkeiten. Den Zuschauern gaben die hervorragenden Tanz- und Gesangsauftritte der Tanzgruppe „Einheit“ keinen Grund zur Langeweile. Tolle Moderatoren führten Spiele, Wettbewerbe und Tanzeinlagen mit den Zuschauern durch. Alle Zuschauer und Gäste lernten die traditionelle deutsche Polka zu tanzen. Es ist nicht das erste Mal, dass bei diesem Fest, Gäste und Freunde aus benachbarten Filialen die Zuschauer mit ihren Auftritten erfreuen. Viktoriya Bobb aus der Filiale des Borodulihinsko Bezirks trat mit einem deutschen Lied auf. Viktor Burdinskiy aus der Filiale des Beskaragayskogo Bezirks trug sein selbstgeschriebenes Werk vor – das Lied „Mein heimatliches Land“ und Zhan Alzhanov mit dem Lied „Ana Öke“. IMG_2325IMG_2329IMG_2332IMG_2373IMG_2376IMG_2383IMG_2406IMG_2417IMG_2450IMG_2467 Auf dem Fest fand das Debut der Theatergruppe für die Kinder aus unserer Gesellschaft statt. Junge Schauspieler überwanden ihr Lampenfieber und traten letztendlich mit großem Enthusiasmus und einem Stück über die herbstliche Ernte. Die Gäste und Zuschauer hatte man zuvor darüber über die Ausstellung von herbstlichen Kunstwerken. Die besten Teilnehmer wurden Sofya Safronova und Inessa May, die aus herbstlichem Gemüse und Beeren interessante Figuren gestalteten und dafür mit einem Preis zum Andenken belohnt wurden. Aber auch die Gesangsgruppe hatte mit zwei Liedern in deutscher Sprache ihr Erstauftritt. Diese wurden von Tanzeinlagen begleitet, die die Zuschauer sehr begeisterten. Gäste aus den ethno-kulturellen Zentren des „Hauses der Freundschaft“ nahmen ebenfalls aktiv und mit großem Interesse an dem Programm teil. Alle Künstler, die teilgenommen haben, wurden mit einem Dankensbrief für ihre aktive Arbeit in der Gesellschaft belobigt. Alle Aktivisten der Gesellschaft erhielten einen Preis zum Andenken mit dem Logo der „Wiedergeburt“. Vorsitzende der Gesellschaft Liliya Goncharuk wurde im Namen des Leiters Olzhas Suleymanov, durch den Vizepräsident Sultan Kartoev mit einer Medaille der internationalen Anti-Atomkraft-Bewegung „Nevada Semipalatinsk“ ausgezeichnet. Sie wurde für die aktive Teilnahme in der Anti-Atomkraft-Bewegung, ihre bedeutende Persönlichkeit und den enormen Beitrag zur Rehabilitation der Bevölkerung, die unter den Folgen der langjährigen Atomversuche im Atomkraftwerk Semipalatinsk litten, überreicht.
Die Kräfte bewahren und bis zum Ende kämpfen Veröffentlicht in 26. Oktober 201830. Juli 2020 Andrej Sejz ist einer der besten Rennradfahrer Kasachstans. Im Team der professionellen Rennradfahrer „Astana Pro Team“ ist der Pavlodarer bereits seit dem Jahr 2008, das ihm den Ruf eines erfahrenen Sportlers gibt. Innerhalb von zehn Jahren nahm Andrej an 15 Grad-Touren teil und war immer bis zum Ende mit dabei. Regelmäßig vertritt Andrej das Land auf internationalen Wettkämpfen – er war Teilnehmer der olympischen Spiele in Rio de Janeiro, wo er unter den besten zehn, den achten Platz im Gruppenrennen einnahm. 2017 nahm er Gold im Mannschaftsrennen bei der asiatischen Meisterschaft. Die aktuelle Saison ist seiner Meinung nach eine der erfolgreichsten für die Rennradmannschaft „Astana“. Über seine Zukunftspläne und was den Radsport so interessant macht, darüber erzählt uns Andrej in seinem Interview mit der deutschen Zeitung. Andrej, warum gerade der Radsport? Was brachte Sie dazu? – Dem Sport und körperlichem Training habe ich schon immer viel Zeit und Interesse gewidmet. Als Kind habe ich besonders die Kinder bewundert, die in den Höfen auf Sporträdern fuhren. Je länger ich zuschaute desto interessanter und anziehender wurde es für mich. Nach dem Kennenlernen mit einem Rennradsportler erfuhr ich, dass im Radsport nach dem Training die Räder mit nach Hause genommen werden dürfen, um dort weiter zu trainieren. Das klang für mich sehr verlockend, was mich dann im Endeffekt dazu brachte mich in den Radsport einzuschreiben. Mit dem Wunsch ein solches Rennrad zu besitzen, fing meine Karriere als Rennradsportler an. – Wie sehen Sie die aktuelle Saison? – Die Saison verlief ziemlich erfolgreich in den letzten Jahren – mit Abstand einer der resultativsten Saisons. – Erzählen Sie doch bitte über Ihre Pläne für die Zukunft. – Das Zeitmanagement eines Rennradfahrers während einer Saison (Januar bis Ende Oktober) ist immer eine große Herausforderung. Ich plane an einer Menge von verschiedenen Wettkämpfen teilzunehmen, mindestens an einer Grand-Tour, da das mein Spezialgebiet ist. Die Grand-Tour ist eine ziemlich schwere, doch zugleich auch die angesehenste Disziplin im Rennradsport. Das ist eine dreiwöchige Rennradtour, in der man in 21 Tagen eine Vielzahl an Steigungen und Gefällen überwindet. Und das alles bei äußerst wechselhaften Wetterbedingungen. Doch für die Freude über den Sieg lohnen sich diese Bemühungen. – Es ist kein Geheimnis, dass heutzutage viele Legionäre in allen Sportarten auftreten. Was ist in ihren Augen das wichtigste, das man in der Ausbildung von jungen Sportlern verändern sollte? Was muss man tun, um ein gutes Image des Landes endlich wieder durch landseigene Spieler zu schaffen. – Da ich schon längere Zeit nicht mehr in diesem Bereich aktiv war, kann ich auf diese Frage leider nicht genau antworten. Auf alle Fälle spielt natürlich die Genetik hierbei eine große Rolle, denn in europäischen Ländern beispielsweise, spielt man hervorragend Fußball, Volleyball und treibt ausgezeichneten Rennradsport, wohingegen Asiaten wiederum im Kampf und Boxen mit ihren Leistungen herausstechen. Deshalb glaube ich kaum, dass Veränderungen in der Trainings- und Anwendungstechnik zu großen Erfolgen führen wird. Diejenigen, die ihr Leben also dem professionellen Sport widmen möchten, müssen sich damit gewissenhaft beschäftigen. Ebenfalls müssen sie einen starken Ehrgeiz beweisen und klar auf ihr Ziel zugehen. Für mich persönlich sind bestimmte Regeln, die ich nie breche, von großer Bedeutung, so die Trainingseinheiten, der Tagesplan, die Ernährung. Das hilft Hindernisse zu überwinden und Erfolge zu erreichen. – Danke für das Interview! 2006 – 4. Etappe Giro della Valle d’aosta; 2007 – 10. im Mannschaftsrennen U23 bei der Weltmeisterschaft 2008 – 2. im Einzelrennen bei der Meisterschaft in Kasachstan 2009 – 3. im Einzelrennen bei der Meisterschaft in Kasachstan 2011 – 2. bei der Türkei-Tour 2012 – 8. bei der Langkawi-Tour und 9. bei der Türkei-Tour 2013 – 1. Etappe bei der „Vuelta Espana“ 2014 – Sprinterklassifikation bei der „Vuelta Andalucía“ 2016 – 8. im Gruppenrennen bei den Olympischen Spielen 2017 – 1. im Mannschaftsrennen bei der Asia Meisterschaft
Ivan Sharf: „Lernt die Lebensqualität zu machen. Für die Menschen“ Veröffentlicht in 22. Oktober 201830. Juli 2020 Im Bezirkszentrum Akmol Zelinogradskij wurde feierlich das Denkmal zu Ehren des sozialistischen Arbeitshelden und dem Hauptgeschäftsführer „Akmola-Feniks“ AG, Ivan Sharf, eingeweiht. Skulptur Autor – Mitglied der Künstlervereinigung Kasachstans Tleuberdy Binashev. Genrich Braun 37 Jahre leitete Ivan Ivanovic den landesweit bekannten Produktionsverbund. Bis vor kurzem war es noch ein regelrechter Rekord in der Geschichte der Geschäfts-führer des Zelinogradskij Bezirks. Doch das Besondere liegt nicht nur in dieser Errungenschaft, sondern im Weg dieses außergewöhnlichen Menschen – vom Lehrer einer Landschule bis zum Geschäftsführer eines Sowjetunternehmens (zu Zeiten UdSSR). Wie viele andere Sowjetdeutsche erlitt Ivan Sharf sehr viel Leid. Darunter die Tatsache, dass Ivan sehr früh seine Eltern verlor und Waisenkind wurde, die späten Folgen der Repression, eine schwere Jugend, und das Erlangen nach einer Steigerung der eigenen Persönlichkeit. Und es gelang ihm, und wie! Sozialistischer Arbeitsheld und Träger von zwei Lenin-Orden und zwei Orden der Oktoberrevolution. Dreifach – und das ist übrigens auch einmalig in der Geschichte der Gesetzgebung der Republik – gewähltes Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjets in Kasachstan. Und was man nicht alles über die Sowjetvergangenheit behaupten mag, die Stufen zur gesellschaftlichen Anerkennung zu durchlaufen war alles andere als einfach. Und nicht zufällig erwähnte die Sprecherin, während der Eröffnung des Denkmals zu Ehren Sharfs: Selten ist es der Fall, dass alle eingeladenen Gäste, auch tatsächlich anwesend sind. Stellvertretender Vorsitzender des kasachischen Parlaments Vladimir Bozhko, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstan Tilo Klinner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, Geschäftsführer der gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Dmitriy Redler, Vorsitzender der regionalen Gesellschaft Astana und der Region Akmolinsk Igor Berg, Bürgermeister des Zelinogradskiy Bezirks Malgazhdar Tatkeev, Kollegen und Gleichgesinnte – alle erwähnten einstimmig nicht nur das Führungstalent Sharfs sondern auch seine pädagogischen und erzieherischen Fähigkeiten, die es ihm ermöglichten, das große Arbeitskollektiv der Geflügelzucht zu leiten, das nicht nur zur Entwicklung zu einem Großunternehmen beitrug, sondern auch den einfachen Dorfarbeiter etwas Gutes tat. An Sitzungen wiederholte Ivan Ivanovic mehr als nur einmal: Messgröße, Auszeichnungen – das ist zwar alles schön und gut, doch es muss etwas für die Steigerung der Lebensqualität unserer Bevölkerung gemacht werden. Das waren nicht einfach nur Worte. „Unter Sharf“ bekamen die Arbeiter kostenloses Mittagessen in der Kantine der Geflügelgroßfarm. Besonders wurden minderbemittelte und kinderreiche Familien berücksichtigt. Kinder bekamen kostenlose Kleidung, Bücher, kostenloses Schuhwerk, und Fahrten in Erholungssanatorien. Als die schweren Zeiten der Perestroika eintraten, begannen viele Unternehmen abrupt Ausgaben im Sozial- und Alltagshaushalt einzusparen. Sharf dachte auf eigene Art und Weise: Wie bekomme ich die Menschen zum Arbeiten, wenn sie weder ein Dach über dem Kopf haben, noch normale Erholungsbedingungen? Und er baute: Kulturzentren, Kindergärten, eine Schule, und Wohnhäuser, legte in seinem lieben Dorf „Malinovka“ Asphalt, installierte Straßenlaternen, Park- und Grünanlagen. Mehrmals bekam er dafür von der Geschäftsleitung einen „auf den Deckel“: Du gibst ja deinen ganzen Gewinn für deine Arbeiter aus, Ivanytsh!… Wobei du doch anderen Wirtschaften helfen solltest, die unter Missernte und Viehsterben leiden. Sharf hörte zu, folgte jedoch weiterhin seiner eigenen Linie. Er baute ein Denkmal den Opfern des „Alzhir“ – Akmolayer Lager für Frauen der Volksverräter. Warum hatte gerade er, ein Deutscher aus der Region Rostov, der sich nun Tausende von Kilometern weit von seiner Heimat entfernt befindet, es nötig, die Leidensgeschichte dieser Menschen zu verstehen und ernstnehmen? Er war einer der ersten, der die Gesellschaft der Sowjetdeutschen „Wiedergeburt“ gründete und in ihr die Arbeit voranbrachte. Ebenso verteidigte er seine Dissertation zur Landwirtschaft. Man kann auch sagen, dass er buchstäblich aus Ruinen, einem Ort der von Spuren aus der Zeit versehen war, zu der an diesen Ort zur Umerziehung der Volksfeinde entsandt wurde, eine funktionierende Wirtschaft erschuf. In einem Dorf, in der eine psychiatrische Klinik schon gar als Hauptdenkmal gesehen wurde. Einfacher gesagt, als getan. Er arbeitete viel. Doch in jedem möglichen Moment, liebte er es, zusammen mit seiner Frau Valentina Vasiliyevna, Schuldirektorin in Malinovka, Hand in Hand auf den Straßen seines lieben Dorfs spazieren zu laufen. Er war fassbar, im Gegensatz zu üblichen Geschäftsleitern, für alle Bewohner, ganz unabhängig vom sozialen Status, kannte alle persönlich, sprach sie beim Namen an. Wie instinktiv das Statuswachstum von Malinovka ahnend, baute er Wasser- und Abwasserleitungen und verbesserte die Stromleitungen. Und ganz nebenher erlernte er auch noch eigenständig die kasachische Sprache, damit der Kontakt mit seinen Arbeitern auf einer Ebene stattfände. Und dabei war sein Sprachniveau wesentlich höher als bei manch einem Kasachen. Ich durfte ihn auf einer Dienstreise treffen. Es zeichneten ihn ein lebendiger Ausdruck aus, er war sehr kommunikativ und hatte eine klar strukturierte und gehobene Ausdrucksweise und Gestikulation. Ein lächelnder hübscher Mann, mit einem angenehmen äußeren Erscheinungsbild. An diesem Tag, wurde in der Geflügelfarm das Gefieder in die Verarbeitung gegeben und man beendete den Bau eines Springbrunnens im Zentrum des Dorfes. „Bestimmt werde ich wieder eine Bemerkung dazu bekommen, nicht wegen der Federn, wegen des Brunnens“, scherzte der Arbeitsheld. Wie können wir uns es nicht leisten, bei diesen Umsätzen und bei dem Gewinn so eine Schönheit zu bauen? In der Tat waren die Umsätze nicht gering und zusammen mit der Vishnevski Vogelfarmvereinigung, deckten die Bewohner Malinovkas die Nachfrage nach Ei und Geflügelfleisch der gesamten Region. Aber die Menschen sind keine Roboter, sagt Ivan Ivanovic, sie leben nicht nur für ihre Arbeit. Das bedeutet also, dass man die Lebensqualität immer weiter steigern soll. Bemerkenswert, dass diese Idee mit der Botschaft des Präsidenten in diesem Punkt übereinstimmt, in welcher die Lebensqualität der Bewohner an erster Stelle steht. Unternehmen geben nicht wenige Mittel für die Arbeitshelden und Kriegsveteranen aus. Solche gibt es in Malinovka, heute Akmol, mehr als tausend: Fahrten nach Astana, ins Operntheater, zu Konzerten – eine gewöhnliche Sache. Es geht die Generation der Deutschen, die unter der unbegründeten Freiheitsberaubung litten. Immer weniger Zeitzeugen gibt es noch unter den Lebenden. Wie können wir diese Ereignisse in unseren Alltagssorgen einfach so vergessen? Wie Albert Rau bei der Eröffnung mitteilte, soll eine Reihe, unter dem Namen „Leben von hervorragenden Menschen“ demnächst herauskommen. Und einer der Haupthelden dieses Mehrteilers wird Ivan Ivanovic Sharf werden. Es dämmerte bereits, als in musikalischer Begleitung der Fanfare von Aleksandr Lorenz, Geschäftsleiter der Unternehmensgruppe „Shanyrak“ und Skpulturhauer und Vladimir Bozhko das weiße Tuch vom Denkmal zu Ehren Ivan Ivanovic Sharf fiel. Und noch lange Zeit gingen seine Dorfmitbewohner zum Denkmal und legten ihrem Direktor Blumen zu Füßen des Denkmals.
Die Botschaft des Präsidenten „Erhöhung des Bevölkerungswohlstands in Kasachstan: Einkommenserhöhung und Erhöhung des Lebensstandards“ wurde auf der erweiterten Sitzung des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ Veröffentlicht in 22. Oktober 201830. Juli 2020 In Astana fand am 15. Oktober eine Sitzung des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ statt, bei dem die regionalen Gesellschaften teilnahmen. Das Hauptthema der Sitzung war die Botschaft des Präsidenten Kasachstans Nursultan Nazarbaev vom 5. Oktober an die Bevölkerung der Republik. Im Rahmen der Sitzung wurde der Auftritt des Staatsoberhauptes als Zeichen einer standfesten und zielorientierten Politik gedeutet, die darauf ausgerichtet ist, sich als ein sich stetig weiterentwickelnder Staat mit einer dynamischen Wirtschaft und erhöhten Lebensbedingungen für die Bürger zu positionieren. Das größte Interesse der Diskussionsteilnehmer wurde der Erarbeitung von Maßnahmen zur Unternehmensförderung gewidmet, da eines der wichtigsten Tätigkeitsfelder der GS die Unternehmerförderung darstellt. Im Laufe der Diskussion kamen einige Vorschläge zur Förderung des ethnischen Unternehmertums hervor, die auf der Grundlage der GS und den regionalen Gesellschaften „Wiedergeburt“ vorangebracht werden sollten. Dank der staatlichen Unterstützung und Erschaffung eines positiven Investitionsklimas, kann die GS aktiv in der Entwicklung einer günstigen Zusammenarbeit zwischen den deutschen Unternehmern in Kasachstan und den Unternehmern in der Bundesrepublik mitwirken. Ebenso soll eine Wirtschaftsplattform geschaffen werden, um das junge Unternehmertum zu fördern. Staatliche Maßnahmen zur Förderung des landwirtschaftlichen Sektors, die in der Botschaft des Staatsoberhauptes erwähnt werden, spielen für die Deutschen in Kasachstan ebenso eine bedeutende Rolle, dass der Großteil der deutschen Unternehmer Kasachstans in der Landwirtschaft tätig ist. In dieser Hinsicht ist es wichtig, sich nach einer Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Bundesrepublik zu streben, um einen Austausch und Transfer von modernen Technologien in der Landwirtschaft zu schaffen. Der nächste wichtige Punkt an der Tagesordnung war die Förderung der Jugend, Steigerung ihrer Konkurrenzfähigkeit, ihres Bildungsniveaus und ihrer sozialen Aktivität. Wie das Staatsoberhaupt anmerkte, soll die Jugend prioritär in der Staatspolitik sein. Man müsse soziale Leitern schaffen, und das kommende Jahr der Jugend widmen. Diese strategischen Ziele stimmen vollkommen mit den Zielen der Jugendarbeit der GS überein. Deshalb unterstütze man die Modernisierung der staatlichen Jugendpolitik, und sei bereit, in jeglicher Hinsicht dem mitzuwirken. Gerade in den regionalen Gesellschaften „Wiedergeburt“, in welchen solche Jugendclubs beständig sind. Mit großer Zuversicht sahen die Teilnehmer der Sitzung auf die Bildung von sozialen Leitern. Zusammengefasst wird man sagen können, dass die Teilnehmer wohl erkannt haben, dass in der Botschaft des Präsidenten nicht nur Herausforderungen aufgeführt wurden, denen sich der Staat stellt, sondern auch deren moderne Lösungsansätze. Abgesehen von den globalen Bedrohungen, dem weltweiten politischen und wirtschaftlichen Veränderungsprozesses, wird eine korrekte politische Leitung die Risiken in Möglichkeiten umwandeln können. Eine davon – die Einheit unseres Volkes, das aus einer Vielzahl von Ethnien besteht.
In Karaganda fand eine erweiterte Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans statt. Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 An der Sitzung nahmen Vertreter der Jugendclubs und Filialen teil: Viktor Deimund, Mitglied des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung; Aleksandr Urmashov, Vorstandsvorsitzender des Jugendkoordinations-rats der Nationenversammlung Kasachstans (NVK) Region Karaganda, Leiter des regionalen Hauptsitzes der NVK Jugendbewegung „Zhangyru zholy“; Anastasiya Rimmer, Koordinator für Jugendprojekte der GS „Wiedergeburt“ Das Programm der Ratssitzung war gefüllt von aktuellen und wichtigen Fragen für die Jugendvereinigung: so die Projektarbeit im vierten Quartal, die Erarbeitung von Satzungen, Vorstellung der neuen Finanzierungsart der Jugendclubs, Berichterstattung über die Tätigkeiten in den Regionen. Einer der wichtigsten Punkte an der Tagesordnung war das Brainstorming zur Erarbeitung einer Vorgehensweise zur Realisierung eines Konzepts zur Entwicklung des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans. Diskutiert wurde auch die Möglichkeit über eine Zusammenarbeit mit der Jugendbewegung NVK „Zhangyru zholy“. „Am 29. September durfte ich an der erweiterten Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans teilnehmen, die im „Haus der Freundschaft“ in Karaganda stattfand. Im Rahmen dieser Sitzung wurden viele aktuelle Fragen besprochen, die maßgeblich zur Entwicklung der Organisation beitragen. Ebenso wurden Berichte über die Tätigkeiten in den Jugendclubs im 3. Quartal übergeben. Zweifellos zeigt es noch einmal das unsere Organisation gute Zusammenarbeit in der Einbeziehung von mehr jungen Menschen in Kasachstan in soziale Projekte – eine Tätigkeit, die sich den Erhalt und die Festigung der zwischennationalen Einigkeit und die gesellschaftliche Stabilität zum Ziel setzt“, sagt Aleksandr Urmashev, „Es wurden einige große republikweite Projekte angesetzt, in denen unter anderem auch Aktivisten aus „Zhangyru zholy“ teilnehmen können. Gerade heute ist es wichtig alle Kräfte und Ressourcen zu vereinen, um Großes zu erreichen. Eine große Arbeit ist bereits getan, doch vor uns liegt noch eine viel größere Arbeit. Ich wünsche dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans eine erfolgreiche Arbeit und Erfolg in der Umsetzung der eigenen und der Ziele der Jugendbewegung „„Zhangyru zholy“. Ein anderer Punkt war die Frage zur Planung und Durchführung der bevorstehenden Wahlkonferenz. Im Rahmen der Ratssitzung wurden zwei Kandidaturen auf das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Verbandes vorgestellt. Kristina Librikht, Vorsitzende des Jugendclubs Almaty und Maria Borisevic, Mitglied des Aufsichtsrats der GS „Wiedergeburt“ stellten kurz die wichtigsten Punkte aus ihrem Wahlprogramm vor. Es wurde festgelegt, eine Online-Debatte mit den zwei Kandidaten durchzuführen, bei der jeder, der möchte, eine Frage die ihn interessiert, an Kristina oder Maria stellen kann. Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, die Theateraufführungen der Gruppen aus Astana und Karaganda, die im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell 2018“ vorgestellt wurden, zu besuchen.
„…Sein!“ – hauptstädtisches Theater und Club der deutschen Jugend in Karaganda. Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 Auf der Bühne des „Hauses der Freundschaft“ in Karaganda fand die Vorstellung des Jugendtheaters „Diamant“ aus Astana statt. Sie fand im Rahmen des Projekts „Theaterkarussells 2018“ statt, der den Jugendlichen die Möglichkeit gab, sich in einer neuen Rolle zu beweisen. Die Schauspielergruppe, unter der Leitung von Igor Liskov, stellte drei Szenen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen vor. Darunter das Drama „Der Garten ohne Erde oder ein Schulaufsatz zum Thema…“ in dem pantomimisch darüber erzählt wird, wie die Menschen sich an schlechte Angewohnheiten gewöhnen und ein Stück, das zum Kampf gegen die Korruption aufrufen soll. Igor Liskov erwähnte in seiner Eröffnungsrede, dass das Theater vor 8 Jahren ursprünglich als Theater „Diamant“ für Jugendliche Anfänger gegründet wurde. Ebenso drückte er seine aufrichtige Dankbarkeit dem „Haus der Freundschaft“ aus. „Wir haben drei komplett unterschiedliche Stücke vorgestellt“, erklärt der Regisseur. „Sie erzählen von den menschlichen Fehlern, Problemen der Individuen, und darüber, wie sie sich der schlechten Stimmung in der heutigen Zeit hingeben.“ Der Grund dafür, dass wir solche gesellschaftlichen Themen ansprechen liegt darin, dass wir die Schmerzpunkte der Gesellschaft zeigen und über sie erzählen wollen. Die ersten Stücke wurden dem Thema AIDS gewidmet, die bei den Zuschauern Begeisterung und Überwältigung auslöste. Zurzeit setzt das Theater seine Arbeit fort und geht in ganz Kasachstan mit ihren Aufführungen auf Tour, sogar schon mit neuen Schauspielern. Die Besucher waren mit dem frischen Wind der in der neuen Gruppe und den neuen Stücken wehte, sehr zufrieden. Übrigens, wird im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell“ die Theatergruppe aus dem Club der deutschen Jugend Karaganda „Grashüpfer“ in Astana das Stück „Auswahl“ präsentieren. Im Stück geht es um eine Situation aus dem Leben, die aber aus drei verschiedenen Sichtweisen, schon einmal ganz anders aussehen kann. Kymbat Kalieva
Kennenlernen der nationalen Traditionen Veröffentlicht in 19. Oktober 201830. Juli 2020 Noch im Sommer hatte das Bundesministerium des Innern und die Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ eine Ausschreibung für die Teilnahme am Tag der deutschen Kultur veröffentlicht. Leiterin der Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk Kristina Samosledova beschloss an diesem Ereignis teilzunehmen. Sie stellte einen genauen Veranstaltungsplan zusammen, sandte es zusammen mit dem Teilnahmeantrag ab, begeisterte die Auswahlkommission mit ihrem Vorhaben und gewann die Fördermittel zur Durchführung des Projekts. Was daraus wurde und wie die Durchführung dieses interessanten Projekts stattfand, konnten die Bewohner von Shakhtinsk am 15 September live miterleben. Zunächst einmal sollte erwähnt werden, dass die Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk aktive gesellschaftliche Arbeit leistet. Erst kürzlich empfing man hier Gäste aus Deutschland, führte eine Sprachakademie für Familien durch und im Frühling fand hier der regionale Tag der deutschen Kultur statt, bei dem unsere Stadtbewohner sich mit der Kultur dieses europäischen Volkes bekannt machen konnten. Aber diesmal setzte Samosledova auf das Erlenen der Geschichte, interessanter deutscher Traditionen und der deutschen Sprache. Und um das Ganze nicht in einem langweiligen Unterrichtsstil durchzuführen, wurden virtuelle Exkursionen, Seminare, Wettbewerbe und Workshops veranstaltet. Diese Veranstaltungsart lockte viele Bewohner an und lud zur Teilnahme von über hundert Menschen ein. Die meisten Teilnehmer waren Mitglieder der „Wiedergeburt“. Es kamen jedoch auch jene, denen es schlichtweg interessant war, mehr über die deutsche Kultur zu erfahren. So auch die Bewohnerin Vera, die davor nie wirklich großes Belangen für die Kultur und Traditionen der Deutschen zeigte, aber nun ihr 14-jähriger Sohn Ilja, in letzter Zeit sehr daran interessiert ist, vor allem die Geschichte und Sprache des weit entfernten Landes zu erlernen. Gerade er schaffte es auch seine Mutter dafür zu begeistern und das Fest „Tag der deutschen Kultur“ zu besuchen und viele neue Entdeckungen zu machen. Besondere Aufmerksamkeit widmete man dem runden Tisch „Meine Familie – mein Reichtum“. Hier wurde, mithilfe eines Psychologen, deutschen Familien geholfen, ihre Näheren besser zu verstehen, Fehler zu verzeihen. Langeweile fand auch unter den Kindern keinen Platz. Am Morgen fand ein Sprachwettbewerb „Mein Deutsch“ statt, und am Abend dann ein Foto-Abenteuerspiel zu den berühmtesten deutschen Märchen. Doch das war noch nicht alles! Es folgte eine Filmvorstellung und danach ein festliches Abendessen. Vera wählte den Workshop, der der Zubereitung des traditionellen „Nürnberger Lebkuchens“ gewidmet war. Dafür brauchte man keine großen Kochkünste und die Zutaten bekam man alle schon vor Ort. Deshalb waren sogar junge Männer an der Zubereitung solch eines Lebkuchens für die lieben Bekannten interessiert. N. Shulakova, Lehrerin am Gymnasium Nr.1, leitete diesen Workshop und erzählte dazu auch noch über seine Entstehungsgeschichte und die mit dem Lebkuchen verbundenen Bräuche. Für die, die sich von den Süßigkeiten nicht hinziehen ließen, wurde ein Quiz zu den deutschen Traditionen veranstaltet, Treffen und Erinnerungen mit den Spätaussiedlern, Kreativwerkstatt, in der sich jeder einmal wie ein richtiger Künstler fühlen konnte und die wichtigsten Arten der angewandten Kunst ausprobieren konnte. Mit Sicherheit kann man sagen, dass das Kennenlernen mit der deutschen Kultur erfolgreich verlief. Der Tag der Sprachen der Nationen Kasachstans, der jeden dritten Sonntag im September gefeiert wird, war ein guter Anlass für die einheimischen Bewohner, um in die freundschaftliche Atmosphäre der Völkerfreundschaft einzutauchen. Wir hoffen sehr, dass dieser Anlass auch von Vertretern verschiedener anderer Nationen unseres Landes genutzt wird. Ebenso glauben wir, dass uns das Sprachzentrum „Wiedergeburt“ nicht das letzte Mal an so einem Ereignis hat erfreuen lassen. Kristina Samosledova Leiterin der Filiale „Wiedergeburt“ in Shakhtinsk.
O’Zapft is! Veröffentlicht in 11. Oktober 201830. Juli 2020 Igor Pawlow, Polina Tscherepowskaja Weltweit finden derzeit allerlei Oktoberfeste statt. So auch in Taras in Kasachstan, wo am 22. September der Fassanstich erfolgte. Organisiert wurde das Taraser Oktoberfest von der Deutschen Gesellschaft im Gebiet Schambyl. Damit wollten die Organisatoren nicht nur ihre Traditionen bewahren, sondern auch zeigen, dass es in der Region noch immer ethnische Deutsche gibt. Traditionell beginnt der Feiertag mit dem Anstich eines Bierfasses durch den Vorsitzenden der deutschen Gesellschaft, Alexander Giebner. Als „Festival des Bieres“ angekündigt, herrschte auf dem Territorium der Taverne „Na Narodnaya“ eine besondere Atmosphäre: Es gab ein Biermeer, traditionelle deutsche Vorspeisen, Brezeln, bayerische Würste, verschiedene Wettbewerbe, Tänze und Trachten sowie eine Lotterie. Eine Musikgruppe aus Almaty sorgte für die musikalische Untermalung des Abends. Ein großes Feuerwerk mit deutscher Musik sorgte für einen effektvollen Abschluss des Festes. Das Oktoberfest ist eines der bekanntesten Volksfeste der Welt. Erstmals am 12. Oktober 1810 begangen, zieht es heute jedes Jahr mehrere Millionen Touristen in die bayerische Landeshauptstadt München.
Handreichung für Kinder- und Jugendsprachcamps Veröffentlicht in 20. August 20183. Juli 2020 Liebe Freunde, unsere Lieben, die die Jugend- und Kindersprachcamps und –AG vorbereiten, veranstalten und einfach gern haben, Wir möchten Ihnen wir großer Freude die neue methodische Handreichung vorstellen, die unsere erfahrenen und engagierten Campsorganisatoren und Deutschlehrer für Sie vorbereitet haben. Die Handreichung besteht aus zwei Teilen: Teil 1 beinhaltet methodische Tipps für Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Camps und ist vor allem an die Direktoren und Organisatoren der beliebten Kinder- und Jugendprojekte gerichtet. Teil 2 enthält ein bis ins Detail ausgearbeitetes Konzept eines Jugendsprachcamps zum Thema „Deutsche Spuren in Kasachstan“ und beinhaltet die erarbeiteten Unterrichtssequenzen für den kommunikativen Deutschunterricht, Programme für die Workshops, Angebote für Abendveranstaltungen, Spielkiste etc. Dieser Teil richtet sich vor allem an die Deutschlehrer, Workshopsleiter, Organisatoren der Abendveranstaltungen und Betreuer. Der zweite Teil ist mit den Hyperlinks versehen: vom Inhaltsverzeichnis aus kann man sofort zum nötigen Kapitel gelangen. Die Materialien dieser Handreichung können auch in den Sprachkursen und –zirkeln, in den Jugendclubs, den Begegnungszentren, Schulen der fakultativen Ausbildung und v.a. verwendet werden. Das Autorenteam freut sich auf Ihre Rückmeldungen und auf die Ergebnisse der Erprobung der Handreichung! Herzlichst wünschen wir Ihnen Erfolg mit der Handreichung und interessante und spannende Kinder- und Jugendsprachcamps! Ihr Autorenteam Teil 1 Teil 2
Am 11.08.2018 ist das lange ersehnte Jugendsprachcamp „Jugendtreff.kz“ endlich gestartet! Veröffentlicht in 13. August 201828. Juni 2020 60 junge Leute aus der deutschen Minderheit aus verschiedenen Eckchen Kasachstans sind in dem Bildungs- und Freizeitzentrum Baldauren, Borowoje, für 14 Tage zusammen gekommen, um intensiv Deutsch zu lernen, vielseitige Workshops zu besuchen, Sport zu treiben und neue Freunde kennen zu lernen. Das internationale Organisatoren- und Personalteam hat ein spannendes und interessantes Programm vorbereitet: 4 Stunden Deutsch jeden Tag mit den Superdeutschlehrern aus Kasachstan und Russland; Workshops „Sport“, Theater“ und „Medienwerkstatt“ mit den engagierten Sprachassistenten aus Deutschland; Workshops „Geschichte der Deutschen Kasachstans“, „Deutscher Volkstanz und moderner Tanz“ und „Lieder“ mit der ethnokulturellen Komponente; Lustige und interessante Abendveranstaltungen, wo man das Erlernte auf Deutsch sofort anwenden und seine Talente zum Ausdruck bringen kann; dazu noch Wettbewerbe, Ausflüge, Spaziergänge in einer der schönsten Gegenden Kasachstans, Schwimmband, Diskos und vieles andere. 14 Tage Deutsch, Spaß, neuer unvergesslicher Eindrücke und interessanter Programmpunkte liegen noch vor!
In Erwartung des Weihnachtsfestes Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Das Jahr 2018 geht zu Ende. Mit dem ersten Schnee beginnen die Vorweihnachtstage – die lang erwartete Zeit der Magie und Geschenke. In unserem multinationalen Land war es lange so, dass alle Feiertage für uns unabhängig von Nationalität oder Religionszugehörigkeit allgemein sind. Um die Ferien mit den Bewohnern von Karaganda zu verbringen und die Vorfreude auf die Weihnachtsferien zu teilen, kamen Vertreter der deutschen Botschaft in Kasachstan in unsere Stadt. „Vorfreude ist die schönste Freude“ – gesungen in einem berühmten deutschen Lied. Zu Beginn der Veranstaltung, die im Konzertsaal von „Shalkyma“ stattfand, wurden Glückwünsche vom deutschen Botschafter, Dr. Tilo Klinner, an die Anwesenden gerichtet: So wie jedes Jahr möchten wir allen Bewohnern Kasachstans eine festliche Stimmung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest wünschen. Dies ist das Fest der Liebe und des Friedens und bietet eine hervorragende Gelegenheit, Menschen zusammen zu bringen. Karaganda ist ein wichtiger Ort für die Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan, da die Mehrheit der Deutschen hier in dieser Region lebt. Sie bilden eine Brücke zwischen Deutschland und der Republik Kasachstan. Ich freue mich, jeden, der hier ist, willkommen zu heißen, unabhängig von der Nationalität. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich besonders bei der regionalen Gesellschaft Deutsches Zentrum „Wiedergeburt“ in Karaganda für die Unterstützung bedanken! Ohne die aktive Unterstützung des deutschen Zentrums wäre eine gut koordinierte Veranstaltung nicht möglich gewesen.“ Während des traditionellen Konzerts wurden Weihnachtslieder vom internationalen Publikumschor Haileybury mit der Blaskapelle Astana Music Society aufgeführt. Das Publikum hörte sich gerne Lieder auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Kasachisch an, und am Ende des Konzertes verdienten die Künstler einen Applaus für die Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ von Johann Sebastian Bach. Die Zuschauer genossen es, lustige Trompeter mit Nikolausmützen zuzuhören, friedlichen Weihnachtsliedern zu lauschen, und ich erinnerte mich an die Worte eines berühmten deutschen Schriftstellers und Künstlers Hermann Hesse: „Wenn wir einen Menschen glücklicher und fröhlicher machen können, sollten wir tun, fragt er uns danach oder nicht.“ Evgenia Schulz
Am Vorabend der deutschen Weihnacht Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Der Heilige Nikolaus war dieses Jahr sehr gutherzig für diejenigen, die an ihn glauben. Er gab Geschenke an Kinder und blieb lange Zeit in der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“. Wie viele interessante Menschen, wie viele Angelegenheiten am Vorabend von Weihnachten in dieser Gesellschaft! Die stellvertretende Vorsitzende, Olga Vladimirovna Litnevskaya, zeichnete sich in diesem Jahr neben anderen Verdiensten durch die Kampagne „Die Abonnementkampagne für die Deutsche Allgemeine Zeitung“ aus. Dank ihrer organisatorischen Fähigkeiten stellte die Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pavlodar im Rahmen des Projekts „Ein Dorf – eine Kopie der Zeitung“ über zweihundert Empfänger zur Verfügung. Jetzt gibt es in der Region Pavlodar keine einzige Siedlung, in der die deutsche Bevölkerung lebt, in der die Zeitung „DAZ“ nicht ankäme. In den Worten des Pfarrers der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Nikolai Sharikh, der vor dem von Nina Maseikova geleiteten Seniorenclub sprach, hörte Nikolaus viele interessante Dinge über sich. Die Persönlichkeit des Pastors ist an sich eine überaus interessante. Er wurde im Dorf Telman in der Region Pawlodar geboren, in dem sich eine große deutsche Gemeinde befand (etwa hundert Menschen). Seit seiner Kindheit sang er im lutherischen Chor, und von seiner Mutter konnte er die deutsche Sprache und Traditionen. Der Gottesdienst wurde bisher nur in deutscher Sprache durchgeführt, aber mit der Umsiedlung von Pastor Raiken Dühr und der Mehrheit der Deutschen nach Deutschland begannen sie, ihn auf Russisch zu leiten und wählten Nicholas als Prediger. Und er entschied sich zu studieren. Zwei Jahre lang erlangte er Wissen im Seminar in Astana, dann vier Jahre – in Tomsk. Am 1. September 2014 begann N. Sharikh in der Stadt Shemonaiha (Ostkasachstan), das Wort Gottes zu lesen. Heute ist Pastor Nikolai eng mit der“Wiedergeburt“ Pavlodar verbunden – er leitet Gottesdienste für Gemeindemitglieder (die Pfarrei feiert deutsche, kasachische und russische geistliche Feiertage), besucht den Seniorenclub, singt in der deutschen Gesangsgruppe „Nette Frauen und brave Männer“. Dafür wurde der gute Nikolayus der Kinder der Schule Nr. 39, ihre Direktorin Elena Ivanovna Bulgakov und auch die Deutschlehrerin Tanzilya Mokrousova gelobt. Beurteilen Sie selbst: Sieben Preisträger, von denen die ersten drei Preisträger sind: Farid Temirzhanov, Polina Voroshilova, Angelina Bazavod; zwei Sekunden: Ilya Fesikov, Julia Akopova; zwei dritte Plätze: Julia Nikitina, Ivan Afanasyev. „Am 6. und 7. Dezember wurde in der Stadt ein regionaler Kongress von Deutschlehrern organisiert, der vom Goethe-Institut eingerufen wurde. Das Treffen wurde von Vertretern der Sprachzentren aus den Städten Pavlodar und Almaty geleitet. Die Leitung der Veranstaltung übernahm die Leiterin des des Sprachenzentrums des Goethe-Instituts Konstanze Krüger. An dem Treffen nahmen sowohl Veteranen als auch Schauspiellehrer teil. Es wurde eine Frage zum Status der Sprache gestellt, es wurden Probleme und Lösungen ermittelt. Parallel zum Kongress fand die Olympiade der deutschen Sprache statt. Unser Team bestand aus neun Personen. Sieben wurden Preisträger werden in der regionalen Olympiade weiter kämpfen „, sagte T. Mokrousova in einem Interview. In der Schule besuchte Nikolaus mit dem Theaterstudio „Faden“ der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Lustige deutsche Wettbewerbe und das Nationalspiel „Kerzen“ halfen, den bösen Knecht Ruprecht zu vertreiben. Und damit diese Kerzen nicht ausgehen, sangen die Schüler der ersten Klasse, die zum ersten Mal den Advent feiern, zusammen mit ihrer Lieblingslehrerin Elena Perepertovoy ein Neujahrslied mit Taschenlampen in der Hand. Lass die Kerzen des Guten in jedem Herzen brennen! Lyudmila Bevz
Das Glück kommt ins Haus Veröffentlicht in 25. Januar 201830. Juli 2020 Die Briefe vom Weihnachtsmann wurden am Vorabend des dritten Advents von den Jugendlichen in Aktobe empfangen. In diesem Jahr gibt es in der deutschen Sonntagsschule der Gesellschaft „Wiedergeburt“ eine Tradition – thematische „Advent“ Abende. Der erste von ihnen war diesmal Freunden gewidmet, und die Teilnehmer des deutschen Theaterstudios „Denk’mal“ in Taraz trafen sich beim Theaterfestival. Der zweite wurde den kleinen Schülern der „Sonntagsschule“ gewidmet. Kindern (zwischen drei und acht Jahren) wurde von den deutschen Weihnachtstraditionen erzählt, und dann schrieben und malten alle Kleinen ihre Wünsche fantastischen Charakteren. – Seit einigen Jahren veranstalten wir themenspezifische Vorweihnachtsveranstaltungen für jede Altersgruppe. So können wir das Programm nahezu an alle anpassen, sodass es sowohl für Teilnehmer als auch für Gäste interessant ist. Denn der Zauber der Weihnachtstage sind für jeden von uns anders, kommentierte die Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktyubinsk Inga Smolinets. An diesem Sonntag kamen viele Gäste. Kinder wurden nicht nur von Eltern, sondern auch von Großeltern begleitet. Was für ein Vergnügen war es für sie, die deutsche Rede zu hören, sich an die Zeit zu erinnern, als sie selbst noch klein waren! „Es ist erfreulich, dass in diesem Jahr auch die Eltern der Kinder die deutsche Sprache, Traditionen und Kultur gelernt haben. Es geht nicht nur um Wissen, es verbindet auch“, sagt Inna Voloshin, Deutschlehrerin an der Sonntagsschule. Die Geheimnisse eines leckeren Gerichts Nach einer kleinen Weihnachtsvorstellung aus dem Theaterstudio „Denk’mal“ begannen die Eltern, den Teig für Lebkuchen und Kekse vorzubereiten, und für die Kinder bereiteten sie spezielle Wettbewerbe und ruhige Unterhaltung vor. – Mein Mann ist Deutscher und liebt es, wenn traditionelles Gebäck auf dem festlichen Tisch steht. Das Rezept für das Lebkuchen wurde mir von der Schwiegermutter Nina Vorozhischeva (Gukenberg) übergeben. Der Teig ist eigentlich ganz einfach, aber der Geschmack des Lebkuchen ist etwas besonderes. Mir wurde immer beigebracht, dass jedes Gericht in einer guten Stimmung zubereitet werden sollte, dann wird jeder davon begeistert sein “, teilt eine der Eltern, Victoria Vorozhischeva, ihr Geheimnis mit. Während Kekse und Lebkuchen bereits im Ofen waren, kam der Moment der Geschenke. Zunächst wurde jedem der Kinder ein Adventskalender gegeben, und danach kam die Zeit für Briefe an den Weihnachtsmann. – Jeder unserer jungen Zuhörer schrieb einen Brief an den guten Weihnachtsmann. Es ist schön, dass sie nicht nach teuren Telefonen oder Geräten gefragt haben. Wir bedankten uns für die Tatsache, dass wir Frieden und Ruhe haben, und wünschen allen Verwandten und Freunden Gesundheit und Glück. Jüngere Kinder schickten Zeichnungen, und ältere schrieben echte Briefe auf Deutsch“, sagt Inna Anatolyevna. Drei Wochen später, am Vorabend des Advents, kamen die Antworten vom Weihnachtsmann. Briefumschläge mit Siegel und Stempeln bestätigen, dass sie alle „echt“ waren und vom Weihnachtsmann persönlich kamen. – Mir antwortete der Weihnachtsmann persönlich! – erzählt der fünfjährige Egor aufgeregt und schaut auf den Umschlag. – Ich habe ihn und den Weihnachtsbaum gemalt und habe ihm gewünscht, er würde sich wärmer anziehen. Bei solchen Veranstaltungen ist eine Besonderheit interessant: Die Aufrichtigkeit und Echtheit der Gefühle der Kinder wird auch auf die Erwachsenen übertragen. Der alltägliche Trubel weicht einem unerklärlichen magischen Zustand. „Ich bin zwar kein Kind mehr, aber hier herrscht eine Atmosphäre, in der Sie all Ihre Sorgen vergessen und wirklich an ein Wunder glauben.“ erzählt Anatoly Weber überwältigt. – Meine Tochter und mein Sohn besuchen die Sonntagsschule. „Gefallen“ ist hier definitiv nicht das richtige Wort, sie sind begeistert davon! Das „Familienabenteuer“ endete mit dem Anzünden der dritten Kerze im Weihnachtskranz. Aus Tradition macht es einen Mann. Eine solche Ehre fiel Anatoli zu. – Das sind Gefühle, die über Worte hinausgehen. Dutzende Augenpaare beobachteten die Kerzen. Sie haben über ein Wunder nachgedacht, über das Gute, über die Tatsache, dass es mehr Gutes in der Welt geben sollte. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns heute etwas Magisches erlebt hat und diese Gefühle werden lange Zeit bei uns sein. Dmitry Shinkarenko