„Das tanzende Tal“ – der Stolz der Region Karaganda!

Am 18. April fand im Haus der Kultur von Saran eine Zertifizierung der Volksgruppen der Region Karaganda für Amateurkunst statt. Von der regionalen Gesellschaft Karaganda „Deutsches Zentrum „Wiedergeburt“ wurde der Titel von der Volksgesangs- und Choreographiegruppe „Tanzendes Tal“ verteidigt, die ihre Aktivitäten auf der Grundlage des Begegnungszentrums an der humanitär-technischen Hochschule Saransk, die nach Abay Kunanbajew benannt ist, durchführt.

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„Ethnische Minderheitenpolitik in Kasachstan: Wo stehen wir jetzt?“

Yevgeniy Bolgert, Mitglied des Senats des Parlaments der Republik Kasachstan und Vorsitzender des Aufsichtsrates der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“, nahm an einer Online-Konferenz zum Thema „Ethnische Minderheitenpolitik in Kasachstan: Wo stehen wir jetzt?“ teil.

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In Gedenken an Viktor Seibert

Am 19. April 2022 verstarb Viktor Seibert, ein herausragender Wissenschaftler und Archäologe, der die Welt mit der Botai-Kultur bekannt machte. Er war es, der die sensationelle Entdeckung machte, dass das Pferd zuerst in den Steppen Nordkasachstans domestiziert wurde. Die langjährige Arbeit des nordkasachischen Archäologen gilt zweifelsohne als wichtiges historisches Erbe unseres Landes.

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Sie blieben begnadigt, aber nicht gerechtfertigt…

Das Rehabilitationsgesetz wurde 30 Jahre alt

Die Ergebnisse und Perspektiven des Gesetzes „Über die Rehabilitierung von Opfern politischer Massenverfolgungen“ wurden im Kasachisch-Deutschen Zentrum in Astana diskutiert. Prominente Persönlichkeiten des Staates und des öffentlichen Lebens, Vertreter der Volksversammlung Kasachstans und Wissenschaftler nahmen an dem runden Tisch teil, der dem 30-jährigen Bestehen des Dokuments gewidmet war. Das hybride Format der Veranstaltung ermöglichte eine Dialogplattform für Teilnehmer aus mehreren Ländern – Kasachstan, Deutschland, Usbekistan, der Ukraine und Kirgisistan. Die Moderation übernahm Julia Podoprigora, promovierte Historikerin und Mitglied der Arbeitsgruppe der Kommission für die vollständige Rehabilitierung der Opfer politischer Repressionen unter dem Akimat von Almaty.

„Das Thema der Rehabilitierung von Opfern politischer Massenunterdrückung verliert in unserer Zeit nicht an Aktualität“, sagte Yevgeniy Bolgert, Mitglied des Senats des Parlaments von Kasachstan und Vorsitzender des Aufsichtsrates der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““ in seiner Rede. „Unter den Repressionen litten nicht nur Einzelpersonen, sondern auch ganze Völker, die nach Kasachstan zwangsumgesiedelt wurden. Eines der ersten Gesetze des unabhängigen Kasachstan war neben anderen wichtigen Dokumenten das Gesetz über die Rehabilitierung von Opfern politischer Massenrepressionen vom 14. April 1993. Das Dokument deckte die wichtigsten Fragen ab, aber selbst heute können die Menschen, die damals gelitten haben, aufgrund einiger Umstände nicht rehabilitiert werden. Vielleicht sind zusätzliche Ansätze und entsprechende Änderungen des rechtlichen Rahmens sowie ein Verständnis für das Ausmaß der Repression erforderlich.“

Mechthild Sasse, Attaché für Politik, Kultur und Presse an der Deutschen Botschaft in Kasachstan, beschäftigt sich aktiv mit dem Thema Repression und der Geschichte der Deutschen in Kasachstan. Als Ostdeutsche weiß Sasse um die Notwendigkeit, das Thema der politischen Repression neu zu überdenken.

„Das sind sehr tragische Seiten in der Geschichte der Kasachstandeutschen, aber auf der anderen Seite verdanken sie es, dass heute so viele von ihnen in Kasachstan leben. Für die Deutsche Botschaft sind sie eine wichtige Brücke, die beide Länder miteinander verbindet. Letztes Jahr habe ich das Museum und die Gedenkstätte ‚Alshir‘ besucht, wo die Frauen gefangen gehalten wurden. Sie wurden alle zu harter Zwangsarbeit gezwungen. Diese Informationen sind auch heute noch schwer zu verdauen, deshalb ist es sehr wichtig, dass so viel Arbeit geleistet wird, um diese Zeit aufzuarbeiten.“

Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit

Olga Stein, stellvertretende Geschäftsführerin der „Wiedergeburt“-Stiftung, bezeichnete das Rehabilitationsgesetz als revolutionär:

„Für die deutsche Bevölkerung war die Verabschiedung des Gesetzes sehr wichtig. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Aufhebung aller Beschränkungen waren sie sich viele Jahre lang bewusst, dass sie zwar ‚begnadigt‘, aber nicht gerechtfertigt waren. Nach der Verabschiedung des Dokuments beantragten viele Angehörige unserer Volksgruppe bei der Staatsanwaltschaft die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit. Die Behörden erstellten Schlussfolgerungen zu den Unterlagen der Überprüfung, die als Grundlage für die Ausstellung von Rehabilitationsbescheinigungen dienten. Meine Familie bildete da keine Ausnahme. Mein Großvater hat diese Gelegenheit leider nicht mehr erlebt, und mein Vater zitterte, als er die Bescheinigung in der Hand hielt, die die Repressionen gegen alle Mitglieder unserer Familie für völlig ungültig erklärte.“

Kasachstan ist für viele Nationalitäten zu einem Ort des Exils geworden – die Koreaner, Tschetschenen, Inguschen und viele andere in unserem Land lebende ethnische Gruppen teilen ähnliche Seiten der Geschichte wie das deutsche Volk. Und was für ein Terror war die Enteignungen der 1937er und 1938er Jahre… Deshalb wurde diesem schmerzhaften Thema seit der Unabhängigkeit Kasachstans immer besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Rehabilitierungsprozess ist auch heute noch nicht abgeschlossen; es gibt noch Hunderttausende von unerforschten und geheimen Dokumenten. Die staatliche Kommission für die vollständige Rehabilitierung der Opfer politischer Repressionen ist aufgerufen, den Schleier der Geheimnisse zu lüften, alle Kategorien von Bürgern zu rehabilitieren und eine einheitliche Datenbank zu schaffen. Dies bedeutet, dass die gute Arbeit fortgesetzt wird und die Hoffnung besteht, das lang erwartete Dokument zu erhalten und die historische Gerechtigkeit wiederherzustellen.

Olesja Klimenko

Lesen Sie mehr in der nächsten Ausgabe der Deutschen Allgemeinen Zeitung.

Übersetzung: Annabel Rosin

Partnerschaft in Aktion: Unterstützung von Deutschstämmigen in der Republik Kasachstan

Kasachstan und Deutschland blicken auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zurück. In den letzten Jahren hat sich die Interaktion zwischen den Staaten deutlich intensiviert, unter anderem durch die aktive Arbeit der kasachisch-deutschen Regierungskommission.

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Abgeordnete des Bezirks Mamljut wurden für ihre aktive Arbeit geehrt

Ende März nahm Elena Belik, Mitglied des Aufsichtsrates der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““, an der Sitzung der Versammlung des Bezirks Mamljut in Nordkasachstan teil. Auf dieser Veranstaltung dankte der Akim des Bezirks, Wladislaw Lukin, allen Abgeordneten der 7. Einberufung. In einer feierlichen Atmosphäre überreichte er die Verlesung und das Dankschreiben im Namen des Akim des Gebiets – Aidarbek Saparow für ehrliche Arbeit, aktives soziales und politisches Leben und Beitrag zur Stärkung der Interaktion der autorisierten Organe.

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Verteilung der Abgeordnetenmandate der Partei „Amanat“ an Maschilis – darunter Albert Rau

Albert Rau, Mitbegründer der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““, ist durch den Beschluss des Präsidiums des Politischen Rates der Partei „AMANAT“ für die Eintragung als Abgeordneter der Maschilis des Parlaments der Republik Kasachstan der 8. Einberufung zugelassen.

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Auf den Spuren von Iwan Scharf und Herold Belger….

Im deutschen Zentrum von Karaganda fand die Präsentation des Buches „Alles für ein besseres Leben der Menschen tun“ aus der Reihe „Berühmte Deutsche Kasachstans“ statt, das dem Generaldirektor der Zelinograder Produktionsvereinigung für Geflügelzucht, dem Helden der sozialistischen Arbeit, dem Abgeordneten des Obersten Sowjets der Kasachischen SSR, dem Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjets der Kasachischen SSR, der öffentlichen Figur der deutschen Bewegung in Kasachstan – Iwan Iwanowitsch Scharf – gewidmet ist. Die Autorin des Buches ist Swetlana Pankratowa, die einen schwierigen, aber würdigen Weg von Iwan Iwanowitsch beschrieb. Er war der Gründer der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Astana und der ideologische Inspirator des Gedenkmuseums-Komplexes zur Erinnerung an die Opfer von politischer Repression und Totalitarismus im Dorf Akmol (Malinowka).

Bei dem Treffen wurde auch ein Buch des berühmten Schriftstellers und Übersetzers Herold Belger, „Wolk, Chapa und andere“, vorgestellt. Die berührenden Geschichten über menschliche Schicksale und unsere Tiere ließen niemanden gleichgültig. Speziell auf Wunsch von Irina Belger, der Tochter des Autors, wurde das Buch in Schwarz-Weiß herausgegeben, um einen besseren Eindruck der Bücher zu vermitteln. Viele dieser Geschichten sind zum ersten Mal veröffentlicht worden.

Nadeshda Friesen

Übersetzung: Annabel Rosin

Herold Belger. Über menschliche Schicksale und Tiere

Im Deutschen Haus in Almaty wurde die Geschichtensammlung von Herold Belger mit dem Titel „Wolk, Chapa und andere“ vorgestellt. Die jungen Leser lernten das Werk und die Familie des Schriftstellers – seine Witwe Raisa Sakirowna, Tochter Irina und Enkel Sewuschka – kennen. Die Veranstaltung wurde von der ethnokulturellen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Almatys organisiert.

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Ende des Winters im Zeichen des Faschings: Aktau

Auch die „Wiedergeburt“-Gesellschaft in Aktau erlebte einen lebendigen und bunten Fasching. Gemeinsam mit Vertretern der ossetischen und weißrussischen Kulturzentren lernten sie Faschingstraditionen kennen. Nach der Präsentation und den Quizfragen beschlossen die Kinder, alles „live“ zu zeigen.

„Sie zeigten eine sehr lustige Tradition mit Krawatten, oder besser gesagt mit dem Abschneiden von Krawatten. Wir mussten ihre Gesichter anmalen, wir mussten Clownsgesichter auf das Papier malen, so dass es nie einen Moment der Ruhe gab. Niemand hat sich gelangweilt!“ versichert Alexandrja Awrajtsewa, Leiterin des Netzwerks der Begegnungszentren der deutschen Gesellschaft Aktau.

Ihre Tochter Verona Awrajtsewa half bei der Organisation der Feierlichkeiten und veranstaltete einen Flashmob. Die 13-Jährige ist seit vier Jahren Mitglied der Gesellschaft und kennt sich daher mit Feiertagen und Traditionen aus.

„Ich habe irgendwo gehört, dass der Fasching überholt ist. Meiner Meinung nach stimmt das überhaupt nicht! Abgesehen von der Einhaltung von Traditionen geht es in erster Linie um positive Emotionen und eine gute Stimmung. Manchmal haben die Menschen in unserem Leben keine Lust mehr auf Festlichkeiten. Deshalb sind leuchtende Farben und ein buntes Treiben zu jeder Zeit so wichtig!“, sagt Verona mit Zuversicht.

Konstantin Sergeew

Übersetzung: Annabel Rosin

Jakob Fischer

Kulturträger

(geb. 14. August 1955)

„Ich versuche immer, die Traditionen unserer Vorfahren beliebter zu machen.“

Jakob Fischer wird als der berühmteste Kulturträger der Russlanddeutschen bezeichnet. Bei seinen Konzerten konnten sich die Menschen an deutschen Liedern erfreuen, von denen sie viele schon als Kinder von ihren Müttern und Großmüttern gehört hatten. Mit großer Akribie sammelt er die Lieder seiner Landsleute, trägt sie bei kreativen Abenden vor und veröffentlicht Bücher. Schon früh engagierte er sich in der deutschen Bewegung „Wiedergeburt“ und arbeitete viele Jahre am deutschen Theater in Temirtau. Es war Jakob Fischer, der die Idee für das erste Allunionsfest der Kultur der Sowjetdeutschen hatte, das 1988 in Temirtau stattfand und ein sehr aufregendes Ereignis im Leben der Deutschen war. Jakob Fischer ist auch für Wanderausstellung „Volk auf dem Weg“ bekannt. Seit 1993 läuft das Projekt erfolgreich in deutschen Städten und ermöglicht es, den Besuchern die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen näher zu bringen. Die Ausstellung ist auch nach Kasachstan gereist. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat CDs mit Liedern von Deutschen aus Kasachstan und Sibirien herausgegeben, vorgetragen von Jakob Fischer und Katharina Riesling.

Einzigartige Atmosphäre

2013 kam Jakob Fischer mit einem Konzertprogramm nach Almaty. Es kamen mehr als hundert Gäste, um deutsche Lieder aus ihrer Kindheit zu genießen.

Für das kasachstanische Publikum wurde ein Repertoire vorbereitet, das die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen seit dem Dekret Katharinas der Großen bis heute widerspiegelt. Viel Aufmerksamkeit wurde der Präsentation des Lebens der Russlanddeutschen in Deutschland und ihrer Integration geschenkt, Bilder und Lieder wurden gleichzeitig gespielt, was eine einzigartige Atmosphäre schuf und zu einer interessanten Form der Kommunikation mit dem Publikum wurde.

„Junge Menschen sind unsere Zukunft“, sagt Jakob Fischer immer. Er arbeitete sehr eng mit Schulen in Deutschland zusammen; Gymnasien, gewöhnlichen Schulen und berufsorientierten Institutionen, an denen er die Geschichte der Russlanddeutschen lehrte. Es ist wichtig, die nationale Identität und die Muttersprache zu bewahren und sich von der historischen Heimat fernzuhalten.

„Jetzt ist ein sehr günstiger Zeitpunkt, um die nationale Identität und die deutsche Sprache zu bewahren. Früher gab es davon nichts, vieles war uns verboten. Zu Sowjetzeiten konnte man davon nur träumen. Vergessen Sie daher nicht Ihre Muttersprache und Kultur.“

Elena Esau

Verdienter Kulturarbeiterin der Republik Kasachstan

(geb. 20. April 1975)

„Der Tanz ist etwas, was dem Menschen seit Anbeginn seines Lebens innewohnt.“

Als mehrfache kasachische Meisterin und Mitglied der Jugendmannschaft der Sowjetunion hat Elena Esau ihr Talent nicht nur im Sport, sondern auch in sozialen und pädagogischen Aktivitäten bewiesen. Sie ist die Leiterin und Gründerin des Kunstateliers „Vertrauen“, mit dem sie seit Mitte der 90er Jahre aktiv am deutschen Volksleben teilnimmt. Elena ist auch die Gründerin der zeitgenössischen Tanztruppe „Samruk“. Das Repertoire umfasst sowohl abendfüllende Produktionen und Einakter-Ballette als auch verschiedene Formen choreografischer Miniaturen. Wiederholte Repräsentation der „Tage der Kultur der Republik Kasachstan“ auf internationaler und republikanischer Ebene. Teilnehmerin der „IDO World Championship Showdance“ in Deutschland, Silbermedaillengewinnerin bei der Weltmeisterschaft im Tanzsport in Prag; arbeitete im Cirque du Soleil. Elena Esau ist Gewinnerin der Auszeichungen Fond des Ersten Präsidenten (Kasachstan), „Dance Games“ (Italien) und vieler anderer.

Lebenswerk

Im Jahr 2019, am Vorabend des Unabhängigkeitstages, überreichte der Bürgermeister von Almaty, Bakytzhan Sagintajew, im Namen des Präsidenten von Kasachstan staatliche Auszeichnungen an Einwohner von Almaty, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Stadt und des Landes geleistet haben. Unter ihnen war auch Elena Esau, die ihrer geliebten Sache seit mehr als 20 Jahren treu dient.

Die Balletttänzerin „Almaty ауендері“ begann ihre kreative Laufbahn mit Rhythmischer Sportgymnastik; anschließend interessierte sie sich für das Tanzen und dies wurde zu ihrem Lebenswerk. Elena behauptet oft, Tanzen sei ihr ganzes Leben: „Mit Hilfe des Tanzens vermittelst du Emotionen und erzählst eine Geschichte.“

Elvira Mut

Sängerin

(27. Oktober 1922 – 20. November 2012)

„Sie wurde als die stimmgewaltige Göttin des erwachenden Nationalbewusstseins der Sowjetdeutschen bezeichnet.“

Der Name der talentierten Sängerin Elvira Mut ist in der „Wiedergeburt“- Bewegung weithin bekannt. Sie setzte sich nicht nur für die Schaffung einer nationalen Bewegung in Kasachstan ein, sondern förderte auch aktiv das kulturelle Erbe ihres Volkes. Dank ihrer unerschöpflichen Energie und ihrer wunderbaren Stimme konnten die Deutschen nach vielen Jahren der Unterdrückung wieder zu den Wurzeln ihrer Kultur, ihrer Muttersprache und ihren nationalen Traditionen zurückfinden. Elvira Mut, die in den Nachkriegszeiten die Härten von Krieg, Zwangsarbeit und Repression erlebt hatte, wusste, wie wichtig die Rehabilitierung und Wiederherstellung der Identität für ihr Volk war. Ihr Nachwuchs, die Volkslieder- und Tanzgruppe „Einheit“, erfreut mit ihrem Gesang und trägt noch heute den Ehrentitel „Narodnij“ (Volk). Natürlich hat sich im Laufe der Jahre mehr als nur eine Gruppe verändert, aber alle erinnern sich an die Traditionen, die einst von Elvira Mut begründet wurden, und halten sie in Ehren. Ein Veteran der deutschen Bewegung, Willi Muntaniol, schrieb: „Mit so einer reizvollen Stimme hätte sie eine nationale Schauspielerin werden müssen!“

Heimat Wolga-Region

Elvira Awgustowna Mut wurde im Dorf Grimm im Autonomen Gebiet der Wolgadeutschen, etwa ein Jahr vor der Verleihung des Status einer Republik, geboren.

Musik begleitet sie seit frühester Kindheit, denn das Familienoberhaupt war ein Pianist. Die Tochter trat in seine Fußstapfen – sie absolvierte eine Musikschule in der Gesangsklasse bei der Lehrerin Tatjana Berezinets, die darauf bestand, ihre Ausbildung fortzusetzen, aber das Büro des Kommandanten versperrte den Weg zum Gorki-Konservatorium. Elvira überlebte an der Musikschule Kizel und sang im Kino. In der UdSSR war es in den 1950er und 1960er Jahren üblich, dass ein Sänger eine halbe Stunde vor einer Filmvorführung sang. Elviras Vater, August Jakowlewitsch, begleitete seine Tochter. Das Publikum kannte Vater und Tochter bereits und ging gezielt „zu ihnen“. Später wurde Elvira in den Chor des Tscheljabinsker Opernhauses aufgenommen. Nachdem sie Ersparnisse für den Kauf eines Hauses angesammelt hatten, zog die Familie Mut Mitte der 1950er Jahre nach Alma-Ata.

Elvira Mut eroberte als erste deutsche Frau die Profiszene. Dank ihrer zahlreichen Touren durch Kasachstan konnten die Deutschen die Ursprünge ihrer Kultur, Sprache und nationalen Traditionen berühren. Oft sang das ganze Publikum die bekannten Melodien mit. Elvira sang mit einem Sinfonieorchester, spielte „Ave Maria“ von Bach und Schubert, die Arie von Carmen Bizet. Ihre Stimme erklang in Imre Kalmans Operette „Maritza“, Aufführungen von „Pique Dame“ von Tschaikowsky, „Faust“ von Gounod, Ebolis Arie aus „Don Carlos“ von Verdi, spanischer Bolero in italienischer Sprache.

1993 wurde Elvira von ihrer jüngeren Schwester eingeladen, sich in Frankfurt (Oder) unweit von Berlin niederzulassen. Nach ihrer Rückkehr in ihre historische Heimat wurde Elvira Mut nach wie vor sehr beliebt. Sie war auf allen Bühnen begehrt – nicht umsonst wurde ihr der Status der Göttin der Gesangskunst der Russlanddeutschen zugesprochen. Elvira Mut lebte 90 Jahre.

Margarita Kin

Solistin des Opern- und Balletttheaters

(geb. 2. März 1977)

„Musik ist eine Verpflichtung zu vielen Dingen, und jeder, der mit ihr in Berührung kommt, sollte danach streben, besser zu werden…“

Die Solistin des Opern- und Balletttheaters der Stadt Schymkent, Margarita Kin, verband ihre berufliche Tätigkeit nicht sofort mit dem Gesang. Ihre Karriere begann bei der regionalen Philharmonie namens Shamshi Kaldajakow, in der Margarita eine Künstlerin des Ensembles für russische Volksmusikinstrumente war. Als Mitglied dieses Ensembles war sie Teilnehmerin des internationalen Wettbewerbs für Sängerinnen und Sänger von Romanzen. Der Titel „Maestro der Romanze“, den sie im Rahmen des Wettbewerbs erhielt, bestimmte fortan das Schicksal von Margarita. Trotz der großen beruflichen Belastung ist sie im öffentlichen Leben aktiv, leitet Gesangsgruppen in der regionalen Gesellschaft der Deutschen in Schymkent. Sie nahm wiederholt an republikanischen und regionalen Festivals der deutschen Kultur teil und zeigte großes Talent bei der Aufführung deutscher Musik. Margarita Kin setzt ihre berufliche Erfahrung aktiv ein, um die deutsche Klassik, Volksmusik und Popmusik zu studieren und zu popularisieren, indem sie die Werke deutscher Komponisten und Volkslieder der Deutschen in Kasachstan und Russland aufführt.

Dank des jährlichen Wettbewerbs „Avantgarde der Deutschen Kasachstans“ im Jahr 2022 wurde der Name Margarita Kin und ihr bedeutender Beitrag zum Leben des Landes der Öffentlichkeit bekannt. So gewann sie in der Nominierung „Kunst“.

Weg zur Bühne

Der Weg zur Bühne des  Opern- and Ballettheaters in Schymkent war wirklich sehr dornig. Wie Margarita feststellt, hat sie trotz ihrer Liebe zur Musik nie besonders gesungen.

„Nach meinem Abschluss an der Musikhochschule arbeitete ich an der nach Shamshi Kaldajakow benannten regionalen Philharmonie und war Künstlerin des Ensembles russischer Volksinstrumente unter der Leitung von Alexander Alexandrowitsch Korotkow. Und dann wurde ich eines Tages in seiner Komposition Teilnehmer am internationalen Wettbewerb für romanische Interpreten; das war der Beginn meiner Gesangsausbildung.“

Der Start war ziemlich schwierig, in der Vorbereitung auf den Wettbewerb hat vieles nicht geklappt, ich habe selbstständig nach Lehrern und meiner eigenen Aufführungsmethode gesucht. Aber all diese Bemühungen haben Früchte getragen. An der Romansiada erhielt ich den Titel „Maestro der Romanze“, was mich veranlasste, in das Staatliche Konservatorium namens M. Glinka in die Gesangsabteilung einzutreten“, teilte Margarita mit.

Während des Studiums gab es viele Wettbewerbe. In Erinnerung geblieben ist der Allererste in Polen – „Rübezahl Musikalischer Garten“, wo vorgeschlagen wurde, Arien aus seltenen Opern deutscher Komponisten aufzuführen. Hier wurde Margarita die Gewinnerin des ersten Preises. Anschließend fand eine Reise in die Städte Europas statt. In ihrer Heimat Kasachstan, in Karaganda, nahm sie am DocStar-Operettenwettbewerb teil und gewann den dritten Preis. Sie schaffte es, den zweiten Preis in Moskau beim Internationalen Gesangswettbewerb namens Natalia Spiller „Meisterwerke der russischen Musik“ zu bekommen.

Wie Margarita feststellt, verpflichtet Musik sehr, und jeder, der auf die eine oder andere Weise damit in Berührung kommt, sollte danach streben, besser zu werden …

„Durch Musik lernen wir die Kultur anderer Völker kennen, wir lernen ihre Dichter, Schriftsteller, Komponisten kennen. Und solche Feinheiten wirken als wichtiges verbindendes Element, was in unserem multikulturellen und multiethnischen Umfeld äußerst wichtig ist.“

Kalender 2023: Bewertungen und Empfehlungen

Vor Beginn des neuen Jahres 2023 wurde der dritte Jahreskalender aus der Reihe „Berühmte Deutsche Kasachstans“ veröffentlicht.

Dieser ist den Deutschen gewidmet, die einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Kultur in unserem Land beigetragen haben.

Olga Litnewskaja, stellvertretende Vorsitzende der regionalen „Wiedergeburt“-Gesellschaft in Pawlodar:

„Gestern habe ich beim Treffen des ‚Seniorenclub‘ einen Kalender für das Jahr 2023 vorgestellt, der von bekannten, prominenten und beliebten deutschen Kulturschaffenden präsentiert wird. Sie sind vielen Menschen bekannt, aber wir haben auch einige von ihnen durch den Kalender kennengelernt. Es ist großartig, dass wir so eine Gelegenheit haben, jedem die wahren Schätze der deutschen Kultur, der deutschen Mentalität, der deutschen Weisheit, der Ehrlichkeit, des Anstands und der Liebe zu dem, was sie tun, näher zu bringen. Es ist sehr schön, dass unter den Helden der Ausgabe unsere Bürger aus Pawlodar sind: der allen bekannte Alexander Schiller, Wladimir Schlegel und seine Tochter Olga, die die hellen Vertreter der Deutschen in der Kultur der Region Pawlodar sind. Unseren Rentnern und Veteranen der Gesellschaft hat der Kalender sehr gut gefallen. Alle sind begeistert!“

Gulmzhan Bertajewa, Projektkoordinatorin „Unterstützung der Spracharbeit in den Regionen“, Karaganda:

„Wir haben den neuen Kalender der Deutschen aus Kasachstan erhalten und in den Klassen des Senoirenclubs alle Seiten durchgesehen. Es hat sich herausgestellt, dass diese Ausgabe so bekannte Namen wie Jurij Gummel umfasste – seine Skulpturen sind jedem Bürger von Karaganda bekannt. Außerdem war der Unterrichtsblock, den wir hatten, dem Leben und Schaffen von Elvira Mut gewidmet. Im Kalender sah ich das Foto einer meiner Teilnehmerinnen am Deutschkurs – Margarita Kin, die Solistin des Akademischen Theaters Schymkent. Es ist sehr angenehm, dass ich sie persönlich kenne. Der Kalender ist eine sehr interessante und visuell gute Unterstützung für die Arbeit in den Unterrichtsstunden, um Informationen über das Leben und die Aktivitäten unserer deutschen Volksgruppe zu verbreiten.“

Vera Ron, Vorsitzende der „Wiedergeburt“-Gesellschaft in Schesqasghan:

„Der Kalender ist sehr informativ, weil er das Schicksal berühmter Vertreter der deutschen Kultur in Kasachstan enthält, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Landes geleistet haben: Bildhauer, Musiker, Schriftsteller, Künstler… Ihr Werk ist das Erbe und der Stolz des deutschen Volkes, das trotz aller Schwierigkeiten und Nöte in der Vergangenheit in verschiedenen Lebensbereichen erfolgreich war.“

Ljudmila Nabokowa, Vorsitzende der ethno-kulturellen Gesellschaft „Wiedergeburt“ der Deutschen in Almaty:

„Die Fotos und Texte des Kalenders sind ausgezeichnet, aber die Schrift hätte größer sein können.“

Swetlana Londar, Aktivistin der Gesellschaft, Atyrau:

„Es ist bemerkenswert, dass der Kalender die wichtigsten Ereignisse sowie Fakten aus dem Leben und Wirken prominenter Persönlichkeiten, deren Namen mit der Geschichte unseres Landes verbunden sind, widerspiegelt. Diese Veröffentlichung enthält Informationen über berühmte Persönlichkeiten aus dem historischen, soziopolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Wir erinnern uns und entdecken die Geschichte wieder.“

Olga Kikolenko, Mitglied der „Wiedergeburt“-Gesellschaft der Region Kostanaj und des Aufsichtsrates der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans ‚Wiedergeburt‘“:

„Der Kalender ist schön und interessant, aber er ist nicht für jeden geeignet. Unsere Region hat eine große Anzahl interessanter und schöner Deutscher, aber aus irgendeinem Grund sind sie unbemerkt geblieben. Es ist schade, dass die Region Kostanaj nicht im Kalender vertreten ist.“

Alexandra Schilling, Projektleiterin und Koordinatorin des Netzwerks von Begegnungszentren, Ust-Kamenogorsk:

„Dies ist die dritte Ausgabe des Kalenders über berühmte Deutsche in Kasachstan. Frühere Ausgaben befassten sich mit Geschäftsleuten und Landwirten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen Menschen, die zur Entwicklung der Kultur beigetragen haben. Beim Durchblättern des Kalenders lernen unsere Jugendlichen bekannte Deutsche nicht nur aus ihrer eigenen Region, sondern aus ganz Kasachstan kennen. Es ist schön, dass sie diesen Wunsch haben, etwas über diejenigen zu erfahren, die an vorderster Front für die Bewahrung der Kultur, der Traditionen und der Bräuche ihrer Vorfahren standen, zu vergleichen; Parallelen zu ziehen. Die ältere Generation findet ihre Bekannten in diesem Kalender. Für unsere Region sind dies Elvira Mut, Oleg Wukkert und Jakob Fischer. Dieser Kalender hat eine Welle von Erinnerungen in ihnen geweckt. Über die Zusammenarbeit, erste Begegnungen und Bekanntschaften, Eindrücke.“

Elena Belik, Koordinatorin für ethnokulturelle Arbeit der „Wiedergeburt“-Gesellschaft Petropawlowsk, Mitglied des Aufsichtsrates der Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“:

„Es ist das dritte Jahr, in dem ich die wunderbare Gelegenheit hatte, einen einzigartigen Kalender durchzusehen. Seine Einzigartigkeit liegt in der Weitergabe von Informationen über die bekannten Deutschen Kasachstans, die sich in diesem oder jenem Gebiet gezeigt haben. Diese Menschen haben einen großen Beitrag zur Entwicklung der Geschichte, der Kultur und der Bewahrung von Traditionen geleistet.“

Maria Gorbachjowa, Koordinatorin der Jugendarbeit der regionalen „Wiedergeburt“-Gesellschaft, Semej:

„Der Kalender ist praktisch, handlich, schön und vor allem erzählt er die Geschichte von klugen Deutschen in Kasachstan – Profis, die in ihrer kreativen Arbeit Großes geleistet haben. Die kreative und professionelle Art eines jeden von ihnen inspiriert und erfreut. Es ist sehr erfreulich, dass der Kalender zwei unserer Landsleute vorstellt: Elvira Mut, eine herausragende Sängerin, die an den Ursprüngen der nationalen ‚Wiedergeburt‘-Bewegung stand, und Viktor Schmidt, ein talentierter Künstler.“

Sergej Link, Aktivist der Gesellschaft, Aktau:

„Die Idee, den Kalender zu erstellen und zu veröffentlichen, ist großartig, und es ist toll, dass unsere republikanische Gesellschaft sie umsetzt. Wenn man den Kalender liest, freut sich das Herz, denn er ermutigt zu persönlichen Leistungen.“

Ljubow Ignatjewa, Leiterin der regionalen „Wiedergeburt“-Gesellschaft Ridder:

Jedes Jahr im Januar machen sich Aktivisten, Jugendliche und die Mitarbeiter der regionalen „Wiedergeburt“-Gesellschaft in Ridder mit den Themen und Inhalten des Kalenders für das laufende Jahr vertraut. Dieses Jahr war keine Ausnahme. Die Leiterin der Gesellschaft „Widergeburt“ Ridder Ljubow Ignatjewa führte für Aktivisten eine Überprüfung des Kalenders für 2023. In diesem Jahr war das Thema den bekannten Deutschen Kasachstans gewidmet, die einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Kultur geleistet haben. Der Inhalt war sehr reichhaltig. Wir lernten herausragende Deutsche kennen, die in verschiedenen Bereichen einen großen Beitrag zur Entwicklung und Erhaltung der deutschen Kultur geleistet haben. Unser Landsmann – der verdiente Kunstschaffende der Republik Kasachstan, talentierte Komponist und Arrangeur, Sänger und aktives Mitglied der Gesellschaft der Deutschen der Region Ridder Oleg Wukkert gehörte zu den bekannten Deutschen Kasachstans. Wir wurden auch mit Namen wie Elvira Mut, Natascha Dubs, Elena Esau, Jurij Gummel, Alexander Schiller und vielen anderen bekannt gemacht. Der Kalender erwies sich als sehr hell, informativ und nützlich in seinem Inhalt. Es kann bei der Arbeit, in verschiedenen Richtungen der gesellschaftlichen Tätigkeit verwendet werden. Wir bedanken uns bei den Entwicklern und Machern des Kalenders „Berühmte Deutsche Kasachstans“.

Marina Angaldt

Übersetzung: Annabel Rosin

Yevgeniy Bolgert von der Volksversammlung Kasachstans zum Senatsabgeordneten ernannt

Durch einen Erlass des Staatschefs Kassym-Schomart Tokajew wurde Yevgeniy Andreewitsch Bolgert, Vorsitzender des Aufsichtsrates der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““, zum Abgeordneten des Senats des Parlaments der Republik Kasachstan ernannt.

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Die Deutschen der Region Zhambyl wurden mit dem Akim-Preis ausgezeichnet

Die deutsche Gesellschaft der Region Zhambyl hat den Wettbewerb „Frieden und Harmonie“ («Мир и согласие», «Татулық және келісім») ) gewonnen, der unter den ethnokulturellen Vereinen für einen Zuschuss des Akim ausgeschrieben wurde. Die Urkunde wurde dem Leiter, Alexander Gibner, in einer feierlichen Atmosphäre persönlich überreicht.

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Igor Berg: „In der Selbstorganisation gibt es keine zufälligen Menschen…“

Ein äußerst anständiger und zuverlässiger Mensch, so beschreiben Kollegen Igor Wernerowitsch Berg, der mehr als zwanzig Jahre lang den Hauptstadtverband der Deutschen „Wiedergeburt“ leitete. Letzte Woche trat er als Vorsitzender zurück und machte Platz für eine neue Generation, wie es in der Selbstorganisation heißt, den Vertreter der „Avantgarde“ der Deutschen Kasachstans, Alexander Kail. Im heutigen Interview erzählt Igor Wernerowitsch von seinen Erfahrungen in der Selbstorganisation und von Projekten, die die Rolle und Entwicklung der Deutschen in der Region verändert haben.

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Wie der „Schlaue Fuchs“ auf die „Zwiebel“ traf

Die Jugendclubs aus Lissakowsk und Kostanaj trafen sich zum ersten Mal, um sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu diskutieren. Der „Kluge Fuchs“ (Lissakowsk) und die „Zwiebel“ (Kostanaj) sind fast gleich alt: Der regionale deutsche Jugendverband ist seit März aktiv, aber die Lissakowsker trafen sich zum ersten Mal im Dezember. Übrigens, warum „Zwiebel“? Was hat die Zwiebel damit zu tun?

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PODCAST | Christina Samosledowa „Ich liebe die Deutsche Sprache“

Hier ist der Podcast der Kasachstandeutschen. Heute sprechen wir mit Kristina Samosledowa über die deutsche Sprache. Sie ist die Leiterin der Zweigstelle der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Schahtinsk und stellvertretende Direktorin für Sonderpädagogik. Unser Gast berichtet über aktuelle Sprachprojekte und darüber, wie man junge Menschen zum Deutschlernen motivieren kann!

Viel Spaß beim Anhören!

Herzlichst über die Begegnung mit ausländischen Gästen!

„Das Deutsche Zentrum ‚Wiedergeburt‘ – ein glückliches Zuhause für uns und unsere Nachkommen!“ Unter diesem Motto leitet die deutsche Gesellschaft Petropawlowsk seit vielen Jahren eine systematische und vielseitige Arbeit. Ihre Türen stehen nicht nur Menschen deutscher Nationalität offen, sondern auch allen, denen die Traditionen und die Kultur des deutschen Volkes am Herzen liegen.

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Wir gratulieren den Gewinnern!

Nach den Ergebnissen der Abstimmung sind die Preisträger des Wettbewerbs „Avantgarde der Deutschen Kasachstans“:

in der Kategorie „Wissenschaft“ — Kreisman Wladimir Antonowitsch;
in der Kategorie „Kunst“ — Kin Margarita Wjatscheslawowna;
in der Kategorie „Sport“ — Gerlitz Alexander Alexandrowitsch und Enes Dimitrij Maximowitsch;
in der Kategorie „Gesellschaftliche Aktivitäten“ — Angelcher Jewgenij Michailowitsch;
in der Kategorie „Mäzenatentum“ — Ruf Wjatscheslaw Andreewitsch;
in der Kategorie „Herausragende verstorbene Persönlichkeiten“ — Gossen Erwin Franzewitsch.

Wir bedanken uns bei allen, die an der Abstimmung teilgenommen haben.

Die Preisverleihung wird im 4. Quartal diesen Jahres stattfinden. Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Geschichte des Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstans in Gesichter

1996.

Olga Widiger (Martens), Vorsitzende des VDJK von 1996-1997:

„Mitte der 90er Jahre waren die Reihen unserer öffentlichen Organisationen „Wiedergeburt“ deutlich verarmt. Die Zügel-Vorstände wurden aus den Händen erfahrener Seniormitarbeiter in die Hände junger Menschen übergeben. Und wenn ein junger Mann an der Spitze steht, wenden sich junge Leute automatisch an ihn. Das ist uns passiert.“

Olga Stein, Vorsitzende des VDJK von 1991-2000:

 

„Als Vorsitzende hat es mir besonders gut gefallen, dass junge Menschen Verantwortung für die Entwicklung und qualitative Umsetzung von Projekten übernommen haben. Es gab keine Universitäten oder Studiengänge, die den Vorsitzenden des KDJ vorbereiteten. Es gab keine theoretische oder praktische Ausbildung auf dem Gebiet unserer Arbeit. In dieser Phase war es wichtig, dem Vorsitzenden des Klubs der deutschen Jugend die Grundlagen des Projektmanagements zu vermitteln. Dabei half uns die Erfahrung europäischer Kollegen, die eine Reihe von Schulungsseminaren für den Verband durchgeführt haben. Dies trug zur Qualitätsorganisation der Arbeit bei KDJ und vor allem zum Wachstum der Managementfähigkeiten vieler VDJK-Mitglieder bei.“

2001.

Irina Fuchs, Vorsitzende des VDJK von 2000-2006:

„Ich bin nicht zufällig in die deutsche Jugendbewegung gekommen. Mit der Kultur der Deutschen hat mich schon immer viel verbunden. Ich wollte meine Wurzeln verstehen und, wie ein Dichter sagte: „In allem möchte ich zum Wesentlichen vordringen.“ Für mich war jedes Treffen, jede Verbandsveranstaltung ein sehr bedeutendes Ereignis, und ich betrachte die Zeit meines Vorsitzes im VDJK als eine sehr gute Lebensschule!“

2006.

Nadezhda Burlutskaya, Vorsitzende des VDJK von 2006-2011:

„Das Leben hat sich verändert, unsere Aktivitäten auch. In unserer Jugendarbeit haben wir uns auf Schülerinnen und Schüler konzentriert und ihnen maximale Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung geboten. Sie hatten sowohl in Kasachstan als auch in Deutschland die Möglichkeit, kostenlos Hochschulen zu besuchen und die gewünschte Spezialisierung zu erhalten.“

Ekaterina Salazgorskaya, Vorsitzende des VDJK von 2011-2012

2013.

Ruben Bachmann, Vorsitzender des VDJK von 2013-2016:

 

„Damals gab es einen aktiven Prozess der Übertragung der Verantwortung für die Umsetzung des „Volksdeutschen Förderprogramms“ von der GIZ Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit zugunsten der Selbstorganisation der Volksgruppen Deutsche Kasachstans, von denen der VDJK ein fester Bestandteil war und ist. Nach Abschluss des Prozesses erhielt der Verband der deutschen Jugend Kasachstans noch mehr Entwicklungs- und Wachstumschancen als eigenständige Einrichtung der Zivilgesellschaft in der Republik Kasachstan.“

Arthur Bartel, Vorsitzender des VDJK von 2016-2017:

„Die Sprachspielplätze für Kinder haben ihre Arbeit wieder aufgenommen, was dazu beigetragen hat, neue Gesichter für die Jugendbewegung der Deutschen in Kasachstan zu gewinnen. Außerdem hat der VDJK-Rat in kurzer Zeit Schritte unternommen, um die Partnerschaften mit Vertretern der deutschen Jugend aus den GUS-Staaten und Europa zu stärken.“

2017.

Lilia Straub, Vorsitzende des VDJK von 2017-2018:

„Wir haben klein angefangen: Wir haben den Verband umbenannt, ein neues Logo kreiert, Modeprodukte entwickelt. Es folgte die Entscheidung, ein neues Konzept für die Entwicklung des VDJK zu entwickeln, das damals Gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ Jugendpolitisches Konzept hieß.

Maria Borisevich, Vorsitzende des VDJK von 2018-2021:

„Ich verstehe und spüre, wie viel mir diese Position gegeben hat. Mit großer Wärme und Nostalgie werde ich mich an diese wunderbaren Jahre erinnern, die mir als Vorsitzender des VDJK so viel Erfahrung, Wissen, wunderbare Menschen und Emotionen beschert haben.“

2021.

Libricht Kristina, Vorsitzende des VDJK seit 2021:

„Ich finde es sehr wichtig, so früh wie möglich in die Struktur zu kommen. Je früher ein junger Deutscher in die Renaissance einsteigt, desto stärker wird er an die Organisation gebunden sein und verstehen, dass VDJK keine kurze Zeit ist, sondern eine Verbindung für viele, viele Jahre. Mein größter und am meisten geschätzter Wunsch ist, dass die Jugend, die in unsere Reihen kommt, so lange wie möglich bei uns bleibt!“

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