Der Gesundheitskreis in der Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Astana

Der Gesundheitskreis in der Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Astana ist eine Gemeinschaft von Menschen, denen es wichtig ist, ihr Wohlbefinden, ihre Aktivität und ihre positive Einstellung zu bewahren. Hier treffen sich die Teilnehmer, um gesundheitsfördernde Übungen zu machen, sich auszutauschen und einfach Zeit in einer angenehmen, unterstützenden Atmosphäre zu verbringen.

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Teile die Wärme: Das Fest des Heiligen Martin

Anfang November fand in Astana eine warme und helle Veranstaltung statt, die dem Fest des Heiligen Martin – dem Martinstag – gewidmet war. Organisiert wurde das Treffen von der Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Astana und des Gebiets Aqmola. Trotz des kühlen Wetters draußen herrschte drinnen eine echte Festtagsatmosphäre: Gemütlichkeit, Herzlichkeit, Kinderlachen und die Wärme gemeinsamen Beisammenseins.

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Regionales Sprachcamp Ost – Kristall.kaz 2025: Mit Tradition im Herzen und die Zukunft im Blick

Vom 23. Oktober bis zum 2. November fand auf dem Gelände des Ferienlagers „Daryn“, das malerisch am Ufer des Gebirgsflusses Ulbinka unweit von Öskemen liegt, das „Regionale Sprachcamp Ost – Kristall.kaz 2025“ statt. Zehn ereignisreiche Tage lang tauchten über fünfzig Jugendliche aus den Regionen Ostkasachstan, Pawlodar und Abai in die Atmosphäre der deutschen Sprache, Kultur und Traditionen ein und wurden Teil eines der hellsten Jugendereignisse des Herbstes.

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AGDM: Die Atmosphäre der partnerschaftlichen Dialogs

Berlin, 6.–7. November 2025

In der deutschen Hauptstadt findet die 34. Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) statt – einem Zusammenschluss, der die Interessen der deutschen Minderheiten (dMi) aus verschiedenen Ländern Europas und Zentralasiens vertritt.

Kasachstan wird auf der Konferenz durch Yevgeniy Bolgert, Vorsitzenden des Gesellschaftliche Stiftung “Wiedergeburt “ und Senator der Republik Kasachstan, sowie durch Kristina Larina, Vorsitzende des VDJK vertreten.

Bei der Wahl des neuen Sprechers der AGDM unterstützte die kasachische Delegation die Kandidatur von Benjamin Józsa, Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR).

Darüber hinaus fanden Gespräche und ein Meinungsaustausch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages im Rahmen der „Berliner Gespräche: Austausch mit dem Parlamentarischen Kreis der Minderheiten (PK Minderheiten)” statt,
ebenso ein Treffen mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius.

Mit dem Beauftragten wurden die Ergebnisse des im Oktober in Astana durchgeführten Forums sowie die Vorbereitungen auf die bevorstehende Sitzung der Deutsch-Kasachischen Regierungskommission 2026 besprochen.

Die Atmosphäre der Begegnungen und des partnerschaftlichen Dialogs zeigen wir in unserem Reel.

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe der DAZ.

Die Jugend aus dem Dorf Michailitschenkowo trifft den Jugendklub „Glück“ aus Semei

Im Dorf Michailitschenkowo fand ein spannendes Treffen der Dorfjugend mit Vertretern des deutschen Jugendklubs „Glück“ aus Semei statt. Die Veranstaltung verlief in einer warmen, freundschaftlichen Atmosphäre und wurde zu einem echten Highlight für alle Teilnehmer.

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Dialog der Kulturen und Partnerschaft: Bundestagsabgeordnete besuchten das Kasachisch-Deutsche Zentrum

Eine Delegation von Abgeordneten des Deutschen Bundestages ist zu einem offiziellen Besuch nach Kasachstan gereist. Zuvor fand bereits ein Treffen mit Abgeordneten des Parlaments der Republik Kasachstan statt – ein weiterer Beweis dafür, dass das Interesse an der Entwicklung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern ungebrochen ist und neuen Schwung gewinnt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Themen von politischem Dialog und wirtschaftlicher Zusammenarbeit bis hin zum Austausch gesetzgeberischer Erfahrungen.

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Festival der Traditionen: Einheit in der Vielfalt

Die kreativen Ensembles – die Theatergruppe „Talente“ und die Vokalgruppe „Singende Herzen“ der Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Schambyl – nahmen am ethnokulturellen Festival „Dostyq der Völker: Kultur und Spiritualität“ („Halyktar dostygy: mädeniet zhäne rukhaniyat“) teil, das dem Tag der Republik gewidmet war.
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Die Deutschen Kasachstans: Blick in die Zukunft und Beitrag zur Einheit des Landes

Am 3. November fand im Nationalmuseum der Republik Kasachstan das Forum der Deutschen Kasachstans „Blick in die Zukunft“ statt. Organisiert wurde es von der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern Deutschlands und in Zusammenarbeit mit der Volksversammlung Kasachstans.

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Leuchtende Erfolge und das Fest zum Tag der Republik!

Die Zweigstellen des Netzwerks der Begegnungszentren haben erneut ihre besten kulturellen Traditionen und kreativen Erfolge gezeigt – dank des aktiven Engagements der Ensembles, die Teil dieses ethnokulturellen Netzwerks sind. Diese Gruppen leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Austausch, fördern das interethnische Verständnis und bewahren die Traditionen der verschiedenen Völker Kasachstans.

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Wenn Laufen Freude bereitet und das Ziel Glück bedeutet

Entlang der malerischen Straße am Großen Kanal in Almaty fand der Road Race Autumn 2025 statt. Der herbstliche Lauf vereinte auf der schönen Strecke nicht nur Läuferinnen und Läufer, sondern auch Radsportbegeisterte. Es war ein wirklich warmes und stimmungsvolles Ereignis, das Sportlerinnen und Sportler unterschiedlichen Niveaus – von Anfängern bis zu erfahrenen Athleten – zusammenbrachte.

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Der Mann, dem Stalin nicht glaubte

Am 4. Oktober 1895 wurde in Baku, in der Familie eines deutschen Ingenieurs, der zukünftige sowjetische Spion Richard Sorge geboren – ein Mann, dessen Name in die Geschichte der weltweiten Nachrichtendienste eingegangen ist. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Deutschland, 1924 zog er in die Sowjetunion. Sorge betrachtete beide Länder – Deutschland und die UdSSR – als seine Heimat. Er war überzeugter Kommunist, hasste Nationalismus und Krieg. Genau diese Überzeugungen bestimmten sein Schicksal: Er wurde Spion.

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Präsentation der Gesellschaft „Wiedergeburt“ an der Alikhan-Bokeikhan-Universität

In der Stadt Semei fand ein Treffen der Erstsemesterstudierenden der Alikhan-Bokeikhan-Universität, die Deutsch als zweite Fremdsprache lernen, mit ihrer Betreuerin und Deutschlehrerin Olga Beder statt. Sie stellte die Aktivitäten der Gesellschaft „Wiedergeburt“ vor und informierte über Sprachprojekte und Möglichkeiten für junge Menschen, die Deutsch lernen.

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Kristina Klein beim Regionalwettbewerb „Abais Welt“

Im Haus der Freundschaft in Karaganda fand der Regionalwettbewerb „Abai elemy“ („Abais Welt“) statt, der dem 180. Geburtstag des großen kasachischen Dichters und Denkers Abai Kunanbajew gewidmet war. Die Veranstaltung vereinte Vertreter verschiedener Ethnien, die das kasachische nationale Kulturerbe pflegen und weitertragen.

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Letowotschnoje: Eine Insel der deutschen Kultur in den Steppen Nordkasachstans

Letowotschnoje ist nicht einfach nur ein stiller geografischer Punkt auf der Landkarte. Es ist ein Denkmal für die Standhaftigkeit des menschlichen Geistes – ein lebendiger Organismus, in dem das Herz der deutschen Kultur schlägt, verwoben mit dem Gewebe der kasachischen Steppe.

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In Ridder wurde das Erntedankfest gefeiert

Der Herbst ist nicht nur die Zeit leuchtender Farben, fallender Blätter und kühler Winde, sondern auch eine besondere Jahreszeit, in der Menschen zusammenkommen, um für die reichen Gaben der Erde und die Arbeit des Menschen Dank zu sagen. Mit genau dieser Stimmung fand in der regionalen Vertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in der Stadt Ridder ein warmes, herzliches Fest statt – das Erntedankfest.

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Der Klub der Deutschen Jugend „Zodiak“ eröffnete die neue Theatersaison mit einem Hörspiel

Mit der Premiere des Theater-Hörspiels „Der Weg zurück“ eröffnete der Klub der Deutschen Jugend „Zodiak“ der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Akmolinsk seine neue Saison. Die Inszenierung, inspiriert vom gleichnamigen Werk, war dem Tag des Gedenkens und der Geschichte der Russlanddeutschen gewidmet – erfüllt von tiefer Bedeutung und schmerzvoller Erinnerung.

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Herbst, Dankbarkeit und Traditionen: Erntedankfest 2025 in Astana

Im Kasachisch-Deutschen Zentrum in der Kenesary-Straße 42/1 fand eines der schönsten und herzlichsten Feste des Herbstes statt: das Erntedankfest, das Fest der Ernte. Dieser Tag wurde zu einer wahren Verkörperung von Gemütlichkeit, gemeinsamer Kreativität und Dankbarkeit für die Großzügigkeit der Natur. Im Zentrum herrschte eine besondere Atmosphäre – der Duft von frischem Gebäck, Kinderlachen, Musikklänge und viele lächelnde Gesichter.

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Kreativität, Inspiration und gute Laune: Im Klub der Deutschen Jugend „Nord“ fand ein kreativer Workshop statt

Im Klub der deutschen Jugend „Nord“ in Petropawlowsk wurde ein buntes und herzliches Ereignis veranstaltet – ein kreativer Workshop mit Filz und Garn. Dieser Tag wurde zu einem wahren Fest der Kreativität, Gemütlichkeit und Kommunikation. Die Teilnehmer tauchten in eine Atmosphäre des Schaffens ein, in der jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen, sich wie ein echter Handwerkskünstler fühlen und ein eigenes kleines Kunstwerk erschaffen konnte.

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Erntedankfest – das Fest der Großzügigkeit des Herbstes und der Dankbarkeit des Herzens

Im Zentrum der deutschen Kultur fand eines der herzlichsten Feste statt – das Erntedankfest, der Tag der Dankbarkeit für die Ernte. Im Saal herrschte eine besondere, fast märchenhafte Atmosphäre: Kränze aus Ähren, leuchtende Kürbisse, pralle Äpfel, liebevoll gestaltete Handarbeiten. Hier trafen Generationen aufeinander: Teilnehmer der Sprachkurse, Aktivisten des Klubs der Deutschen Jugend „Graßhüpfer“, Mitglieder des „Seniorenklubs“ und Freunde des Zentrums – alle, die Traditionen bewahren und schätzen.

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Die „Senioren“ von Petropawlowsk wurden in der Versammlung des Volkes Kasachstans geehrt

Mit einem feierlichen Teil und einer anschließenden Teerunde wurde in Petropawlowsk der Internationale Tag der älteren Menschen gefeiert. Die Veranstaltung, die dem Respekt gegenüber der älteren Generation gewidmet war, fand im gastfreundlichen Haus der Freundschaft der regionalen Zweigstelle der Versammlung des Volkes Kasachstans in Nordkasachstan statt.

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Von den Wurzeln in die Zukunft: Die Geschichte und Erfolge der Gesellschaft der Deutschen von Pawlodar

Die Gesellschaft der Deutsche von Pawlodar hat ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert. Die Jubiläumsfeierlichkeiten fielen mit dem 30. Jahrestag der Versammlung des Volkes Kasachstans zusammen und wurden zu einem lebendigen Beispiel für die Einheit, die Bewahrung von Traditionen und den Beitrag einer ethnokulturellen Gemeinschaft zur Entwicklung des Landes.

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Mit Wärme und Fürsorge: Studierende der Alikhan Bokeikhan Universität gratulierten Seniorinnen des Seniorenklubs zum Feiertag

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen organisierten Studierende des zweiten Jahrgangs des Studiengangs „Grundschulpädagogik“ der Alikhan Bokeikhan Universität eine Feier für die Mitglieder des Seniorenclubs der Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ in der Stadt Semei.

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Eintauchen in die Kultur durch Kreativität und Kulinarik

In der Regionalvertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in der Stadt Ridder wird weiterhin aktiv an der Bewahrung und Popularisierung der deutschen Kultur unter Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Die jüngsten Treffen der Arbeitsgemeinschaften „Basteln“ und „Küche“ wurden zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie man durch Kreativität und Kulinarik Wissen vermitteln kann, sodass der Lernprozess spannend und lehrreich wird.

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Wieder zu Gast in der Bibliothek benannt nach S. Bekturow

In der Bibliothek benannt nach S. Bekturow in Karaganda fand ein ethnokulturelles Fest im Rahmen des Projekts „Unter dem Zeichen von Freundschaft und Eintracht“ statt, das dem 30-jährigen Jubiläum der Versammlung des Volkes Kasachstans gewidmet war. Die Veranstaltung vereinte Vertreter verschiedener ethnokultureller Vereinigungen, darunter auch das Deutsche Zentrum „Wiedergeburt“, das aktiv zur Unterstützung der kulturellen Vielfalt Kasachstans beiträgt.

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Begegnung mit der deutschen Sprache: ein herzliches Treffen im Museum

Im Regionalmuseum der Bildenden Künste der Familie Newzorow in Semei fand eine spannende Veranstaltung unter dem Motto „Wir lernen die deutsche Sprache kennen“ statt. Initiatoren waren das Museum und die Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“, die ihre Kräfte bündelten, um den jungen Teilnehmern die Türen in die faszinierende Welt der deutschen Sprache und Kultur zu öffnen.

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Sofja Zitterkopf: Die Erinnerung, Kultur und Sprache ihrer Vorfahren bewahren

Gestatten: Sofja Zitterkopf, 21 Jahre alt, seit 2020 aktives Mitglied der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Astana und der Region Aqmola. Derzeit studiert sie an der Eurasischen Nationaluniversität namens L. N. Gumiljow, um Deutschlehrerin zu werden. Neben ihrem Studium beteiligt sie sich aktiv an kulturellen und bildungsbezogenen Initiativen im Rahmen des deutschen Jugendklubs „Diamant“ und des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans, hilft bei der Organisation von Veranstaltungen und pflegt den Kontakt zur deutschen Kultur.

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Herbstlicher Duft: In Ridder wurde ein Strudel mit Kürbis zubereitet

In der regionalen Vertretung der Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in der Stadt Ridder fand im Rahmen des Projekts „Netzwerk der Begegnungszentren“ ein weiterer kulinarischer Workshop statt. Dieses Mal bereiteten die Teilnehmer des Kreises „Küche“ ein traditionelles Gericht der deutschen Küche zu: einen aromatischen Strudel mit Kürbis.

Die Teilnehmer stürzten sich mit großem Interesse in den Prozess: Sie rollten mit Freude den Teig aus, wickelten sorgfältig die Füllung ein und probierten natürlich auch das fertige Gebäck. Die Atmosphäre der Veranstaltung war wahrhaftig warm und herbstlich – der Strudel war nicht nur köstlich, sondern auch gemütlich, durchdrungen vom Duft des Kürbisses, der Gewürze und der häuslichen Wärme.

Maria Gorbatschowa

Übersetzung: Anton Genza

Eine spannende Kunstreise

Mehrere Stunden des Kreativstudios „Basteln“ in Qostanai widmeten sich der Herstellung eines ungewöhnlichen Kunstobjekts. Die Idee entstand, wie so oft, spontan – direkt während der Arbeit. Zunächst, inspiriert von Museumsexponaten, beschlossen die Teilnehmenden, Wandpuppen in traditioneller Volkstracht herzustellen. Zusätzlich wurden die traditionellen Kostüme anhand des Buches von Elena Arnt über die Kultur der Wolgadeutschen untersucht. Als Basis für die Puppen dienten Foamiran und Strukturkarton; außerdem kamen Gouachefarben und Marker zum Einsatz. Die Puppen wurden lebendig und ausdrucksstark, jede mit eigenem Charakter und eigener Stimmung.

Während des kreativen Prozesses vertieften sich die Teilnehmenden in das Studium der traditionellen Trachten der ethnischen Deutschen, diskutierten über die einzelnen Elemente, deren Zweck und Besonderheiten. Es ging nicht nur darum, die Puppen anzukleiden, sondern den kulturellen Code, der in der Volkskleidung steckt, nachzuempfinden. Später entstand die Idee, die Puppen durch Dekorationen zu ergänzen, die zu ihrer Epoche und ihrem Stil passen.
In einer Unterrichtsstunde wurde viel über die Häuser gesprochen, in denen unsere Vorfahren lebten, und versucht, Ähnliches aus Strukturkarton nachzubilden. Dabei diskutierten die Teilnehmenden über Lebensweise, Alltag und Handwerk der ethnischen Deutschen. So verwandelten sich die Stunden in eine echte historisch-kulturelle Reise.

Am Ende wurde klar: Setzt man alles zusammen, entsteht nicht nur eine Sammlung von Puppen und Zeichnungen, sondern vollständige Wandtafeln, gefüllt mit Bedeutung und historischen Fakten. Um die Komposition abzurunden, wurde beschlossen, ein Sprichwort hinzuzufügen: „Ohne Fleiß kein Preis!“. Dieses deutsche Sprichwort unterstreicht die Bedeutung von Arbeit, Einsatz und Beharrlichkeit für den Erfolg und spiegelte perfekt den Geist unserer Arbeit wider.

So entstand eine Spruchdichtung.

Beim Entwickeln künstlerischer Fähigkeiten lernten die Teilnehmenden viel Neues über Kultur, Traditionen und Geschichte. Eine solche spannende Reise in die Vergangenheit kann man bei unseren kreativen Stunden erleben.

Übersetzung: Anton Genza

In Astana wurde der Tag der Sprachen gefeiert

In der Hauptstadt organisierte die Volksversammlung Kasachstans eine lebendige Veranstaltung zum Tag der Sprachen des Volkes von Kasachstan. Das Festprogramm versammelte die Stadtbewohner in einer freundlichen und lehrreichen Atmosphäre, in der jeder die Möglichkeit hatte, sich als Polyglott zu versuchen – einfache Ausdrücke in verschiedenen Sprachen zu lernen, auszusprechen und zu schreiben.

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Die Lutheraner von Pawlodar laden zur Ausstellung ein

Ein Blick auf das religiöse Leben der Deutschen im postsowjetischen Raum: Die Evangelisch-Lutherische Kirche lädt gemeinsam mit der Pawlodarer Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ alle Interessierten zu einer einzigartigen Ausstellung ein, die dem geistlichen und kulturellen Erbe der Russlanddeutschen gewidmet ist.

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Vorbereitung auf das Erntedankfest in der Stadt Ridder

Anlässlich eines der gemütlichsten und herzlichsten Feste – des Erntedankfestes – finden in der Regionalvertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in der Stadt Ridder thematische Aktivitäten im Rahmen kreativer Arbeitsgemeinschaften statt.

Einer der Höhepunkte der Vorbereitung war ein Kochkurs, bei dem die Kinder die traditionelle deutsche Küche kennenlernen konnten. Dieses Mal bereiteten die Kinder ein einfaches, aber sehr schmackhaftes Gericht zu – Kartoffeln in weißer Soße. Das gemeinsame Kochen verbindet nicht nur, sondern trägt auch dazu bei, durch alltägliche Traditionen einen Zugang zur Kultur zu finden.

Ebenso spannend verliefen die Stunden im Bastelkreis Basteln. Die Kinder zeichneten, schnitten und fertigten Basteleien zum Thema Ernte – Gemüse, Früchte und herbstliche Kompositionen. Solche Aktivitäten fördern die Feinmotorik, das Farbgefühl, das kompositorische Denken und natürlich die kreative Fantasie.

Das Erntedankfest ist ein Anlass, sich an die Gaben der Erde zu erinnern, Dankbarkeit auszudrücken und wichtige kulturelle Werte an die Kinder weiterzugeben. Die Vorbereitung auf das Fest verläuft in einer Atmosphäre von Gemütlichkeit, Freude und Gemeinschaft, in der sich jedes Kind als Teil eines großen, freundlichen Teams fühlt.

Maria Gorbatschowa

Übersetzung: Anton Genza

Schule des dritten Lebensalters: Fürsorge, Wissen und Erinnerung

Im Deutschen Zentrum „Wiedergeburt“ in Karaganda fanden zwei bedeutende Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „Schule des dritten Lebensalters“ statt, organisiert und durchgeführt von der Sozialkoordinatorin Ljudmila Galuzkaja. Diese Treffen waren nicht nur lehrreich, sondern auch echte, herzerwärmende Momente des Austauschs, die Vertreter der älteren Generation, Jugendliche und Familien mit einer schwierigen Vergangenheit vereinten.

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Mit neuem Wissen ins neue Schuljahr

Der Sommer 2025 war für die Deutschlehrer der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““ ein ganz besonderer. Dank der Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut konnte eine Gruppe von Pädagogen intensive Sprachkurse im Herzen Deutschlands – in der Kulturhauptstadt Bayerns, München – absolvieren. Das war nicht nur eine Weiterbildung, sondern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu professionellem Wachstum, Erfahrungsaustausch und Vertiefung des interkulturellen Dialogs.

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Tag des Gedenkens und der Trauer um die Russlanddeutschen in Semei

In der deutschen Vereinigung „Wiedergeburt“ der Stadt Semei fanden thematische Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens und der Trauer um die Russlanddeutschen statt. Teilnehmende waren die Kurshörerinnen und -hörer der Deutschkurse.

Während des Treffens erfuhren die Teilnehmenden von den tragischen Ereignissen, die mit der Deportation der Russlanddeutschen in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges verbunden sind. Olga Beder präsentierte Vorträge, in denen ausführlich über die Geschichte der Repression, Enteignung und Schicksale der Deportierten berichtet wurde. Besonderes Augenmerk galt der Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Bedeutung dieses Tages.

Die Jugend zeigte großes Interesse an den Materialien und historischen Fakten; viele erinnerten sich an Geschichten ihrer Familien, deren Angehörige ebenfalls von den tragischen Ereignissen jener Zeit betroffen waren.

Die Veranstaltung wurde zu einer wichtigen Erinnerung daran, wie wichtig es ist, die Vergangenheit im Bewusstsein zu bewahren und sie an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Maria Gorbatschowa

Übersetzung: Anton Genza

DER RAT DER MÜTTER – QUELLE DER BILDUNG ÜBER GENERATIONEN HINWEG

In Taras fand im hiesigen Haus der Freundschaft ein Treffen des Gebietsrates der Mütter der Versammlung des Volkes Kasachstans der Region Schambyl mit der Teilnahme von Nasipa Schanai, Mitglied der Nationalen Kommission für Frauenfragen und Familien- und Bevölkerungspolitik der Republik Kasachstan statt.

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30 Jahre VDJK: Junna Kinereisch

Junna Kinereisch – Studentin der Eurasischen Nationalen L. N. Gumiljow-Universität im Studiengang „Public Relations“, Koordinatorin der Jugendarbeit im Deutschen Jugendclub „Diamant“, Schauspielerin des gleichnamigen Theaters und Mitglied des Vokalensembles „Vorfreude“.

Mein Weg in den Jugendclub begann im November 2021, als mich meine Klassenkameradin Angelina Rutz zum Tag der offenen Tür einlud. Seitdem habe ich kein Treffen verpasst, wurde bald selbst Organisatorin von Veranstaltungen und übernahm anderthalb Jahre später die Koordination der Jugendarbeit.

Mit dem Verband der Deutschen Jugend Kasachstans kam ich 2022 beim Projekt „Jugendtreff Borlin“ in Kontakt, wo ich Kristina Larina kennenlernte. Sie inspirierte mich, aktives Mitglied des Verbandes zu werden. Seitdem war ich Koordinatorin von drei landesweiten Projekten, Teilnehmerin von zwei internationalen Austauschen in Deutschland, Referentin, Dozentin, Organisatorin und Freiwillige. Ich habe viele Städte Kasachstans besucht, wertvolle Erfahrungen gesammelt und enge Freunde gefunden.

Besonders in Erinnerung blieb mir der Rat des VDJK 2023 in Pawlodar mit einer echten Hochzeit der Russlanddeutschen – Anton Hartmann und Eva Sperling. Ich half bei der Organisation und erfuhr erst dort, dass Eva eine entfernte Verwandte von mir ist. Es war ein herzliches und unvergessliches Erlebnis.

Ich sehe den VDJK als eine dynamische Organisation mit einer starken Leitung und einem Team, das ein gemeinsames Ziel verbindet – die Kultur, Sprache und Traditionen der Deutschen Kasachstans zu bewahren und an die Jugend weiterzugeben. In Zukunft kann der Verband eine Plattform für internationalen Austausch, berufliche Praktika und soziale Projekte werden. Ich bin überzeugt, dass er sowohl Hüter der Erinnerung als auch Motor für Innovationen sein kann.

Mein Wunsch im Jubiläumsjahr: Möge der Verband weiterhin inspirieren, verbinden und gestalten. Ich wünsche, dass jedes Projekt Freude bringt, jede Veranstaltung Wachstum und jede Begegnung Freundschaft.

30 Jahre VDJK: Julia Keller

Julia Keller, Ökonomin, aktives Mitglied der Jugendbewegung JSDR in Deutschland

Von Beruf ist Julia Keller Ökonomin. Seit 2014 lebt sie in Deutschland. In dieser Zeit hat sie sich hervorragend integriert und eine Ausbildung im Bereich Wirtschaft und Management abgeschlossen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich aktiv in der Jugendbewegung JSDR e.V. (Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland), wobei ihr die Kenntnisse und Erfahrungen, die sie im Verband der deutschen Jugend Kasachstans gesammelt hat, sehr zugutekommen.

„Während des Besuchs der Sonntagsschule der Wiedergeburt in Karaganda kam ich das erste Mal mit dem Jugendklub Grashüpfer in Berührung. Damals war ich etwa neun Jahre alt. Seitdem habe ich bis zu meinem Umzug nach Deutschland mit großem Interesse an vielen Projekten des Clubs der deutschen Jugend in Karaganda und des VDJK teilgenommen“, erzählt Julia. „Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir das Jugendcamp. Innerhalb einer Woche schafften es die zuvor unbekannten Teilnehmer aus verschiedenen Städten Kasachstans, so eng miteinander befreundet zu werden, dass der Kontakt oft viele Jahre anhielt. Wir lernten gemeinsam Deutsch und bereiteten kreative Darbietungen vor.“

Die Teilnahme an der Jugendbewegung der Deutschen Kasachstans hat mir sehr viel gegeben und meine persönliche Entwicklung stark geprägt. Das Wichtigste, was ich daraus mitgenommen habe, ist Identität, Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein, zum deutschen Volk Kasachstans zu gehören.

Zudem bot mir die Jugendbewegung zahlreiche Möglichkeiten zur vielseitigen Entwicklung – von Seminaren zu Geschichte und Kultur, Landeskunde und Kommunikationstrainings bis hin zu Theater- und Tanzworkshops.

Und natürlich ist der VDJK für mich auch mit vielen Freundschaften verbunden.

Wie sehe ich die Zukunft des VDJK?

Das Wichtigste sind die Menschen – aufgeschlossene, kreative, vielseitige, verantwortungsbewusste, zielstrebige und empathische Persönlichkeiten. Die Unterstützung der Jugend, ihrer Energie und ihrer Bestrebungen ist etwas, das dem VDJK immer besonders gut gelungen ist und unbedingt fortgeführt werden sollte!

Von Herzen gratuliere ich dem VDJK zum Jubiläum und wünsche ihm ein starkes, geeintes Team, in dem Vertrauen, Energie und echte Begeisterung herrschen.

Möge es den bestehenden Projekten an Erfolg nicht fehlen und mögen viele neue Ideen inspiriert werden.

Jedes Projekt soll eine Gelegenheit für Wachstum, Entwicklung, Lernen und Freundschaft sein.

Der VDJK nimmt einen wichtigen Platz im Leben der deutschen Jugend Kasachstans ein. Möge eure Arbeit auch weiterhin junge Menschen inspirieren, aktiv und mutig zu sein und ihre Traditionen und Kultur zu pflegen.

30 Jahre VDJK: Olga Stein

Olga Stein, stellvertretende Exekutivdirektorin der Stiftung „Wiedergeburt“

Olga, Sie standen an den Anfängen der Gründung des VDJK. Wie würden Sie persönlich diese schwierige Zeit charakterisieren, und womit hatten die ersten Aktivisten zu kämpfen?

Die Idee, einen Verband der deutschen Jugend Kasachstans zu gründen, entstand schon lange vor 1996 und gehörte Vertretern der Selbstorganisation der Deutschen unter Leitung von Alexander Dederer. Unterstützt wurde sie auch von einer aktiven Gruppe junger Leute aus Almaty. Zum ersten Mal habe ich beim II. Kongress der Deutschen Kasachstans 1995 davon gehört, damals war ich Delegierte aus Karaganda. Man versammelte uns in einem separaten Saal, und zusammen mit der Initiativgruppe aus Almaty diskutierten wir die Idee, ein Jugendflügel bei der Assoziation der Deutschen zu schaffen. Was sollte das sein? Womit sollten wir uns beschäftigen, welche Ausrichtung sollte es haben? Und bereits im Februar konkretisierte sich diese Idee in einer Gründungskonferenz, zu der Vertreter der Jugend aus allen Regionen Kasachstans eingeladen wurden.

Ich würde nicht sagen, dass gerade die erste Zeit die schwierigste war – im Grunde war jede Etappe des VDJK eine Herausforderung, jede hatte ihre Besonderheiten. Der Start war vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Land schwierig. Mitte der 90er Jahre – das sagt eigentlich schon alles.

Die Jugend hatte keinen Ort, wohin sie gehen konnte, es gab nichts – keine Sportsektionen, keine Organisationen. Unsere Jugendstrukturen wurden damals zu einem der wenigen Orte, an dem junge Menschen zusammenkommen und miteinander reden konnten. Es waren motivierte Jugendliche, die sich für ihre Wurzeln interessierten und sich entwickeln wollten.

Womit hatten wir zu kämpfen? Wir waren die Ersten und wussten oft selbst nicht, wohin wir uns bewegen sollten, wie man Jugendarbeit gestaltet, wie man Prioritäten setzt. Niemand hat uns das beigebracht, es gab weder Richtlinien noch Vorbilder oder Mentoren. Deshalb haben wir vieles nach unserem inneren Verständnis gemacht.

Was hat Sie persönlich an der gesellschaftlichen Jugendarbeit angezogen? Hat sich seitdem viel verändert? Und was sollte Ihrer Meinung nach heute transformiert werden?

In erster Linie die Kommunikation. Das ist das, was jede Jugend anzieht. Und zum Zweiten – der Wunsch, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, sich gemeinsam mit ihnen zu entwickeln, die Geschichte und Kultur kennenzulernen, die eigene ethnische Identität zu formen. Außerdem habe ich mich immer für die deutsche Sprache interessiert. Ich hatte zu dieser Zeit das Pädagogische Institut in Kokschetau als Lehrerin für Deutsch abgeschlossen. Deshalb hat mich die Möglichkeit, die Sprache zu sprechen, sehr angezogen.

Es ist kein Geheimnis, dass wir größtenteils aus gemischten Familien stammten. Deshalb fand die Weitergabe von Sprache, Traditionen und Kultur kaum oder nur sehr reduziert statt. Gerade die Jugendclubs halfen uns damals – neben anderen deutschen Organisationen – unseren Platz zu finden und Teil der eigenen ethnischen Gruppe zu werden.

Damals war die Jugendbewegung sehr stark von Masse geprägt. Die Clubs „wuchsen wie Pilze nach dem Regen“, es waren sehr viele junge Leute dabei. Das Hauptproblem war: Wir wussten nicht, was wir mit all dem anfangen sollten, wie wir die Jugendarbeit entwickeln sollten. Heute ist die Situation ganz anders – wir haben Werkzeuge, bestimmte Fähigkeiten, wir verstehen, wie und wohin wir gehen müssen. Aber heute ist es sehr viel schwieriger, junge Menschen zu motivieren – die Konkurrenz anderer Strukturen ist groß.

Die Jugend kann sich in verschiedenen Bereichen verwirklichen, und das ist auch gut so. Es zeigt, dass unsere Gesellschaft bereits weit vorangeschritten ist und viel zu bieten hat. Vor diesem Hintergrund müssen wir sehr interessante und konkurrenzfähige Angebote schaffen.

Welche genau? Warum kommen Ihrer Meinung nach Jugendliche heute zu den Jugendclubs der Deutschen?

Wiederum wegen der Kommunikation und wegen des Bewusstseins, dass sie etwas Bedeutungsvolles tun. Es braucht Ideen und Projekte, die etwas Nützliches und Wichtiges für die Gesellschaft schaffen. Außerdem sind wir einzigartig darin, dass wir die deutsche Sprache lernen und fördern. Wir arbeiten mit Partnerorganisationen aus Deutschland und den GUS-Ländern zusammen. Auch das ist für die Jugendlichen sehr attraktiv – ebenso wie Jugend- und Sprachcamps und andere Projekte, die wir organisieren. Aber man muss diese Mechanismen richtig aufbauen und mehr daran arbeiten, den Teilnehmerkreis zu erweitern.

Trotz des 30-jährigen Bestehens der Jugendorganisation haben viele noch nie von ihr gehört. Einige Jugendclubs bleiben sehr in sich geschlossen: Es geht ihnen gut miteinander, es kommen ein oder zwei Neue dazu und das war’s. Sie nehmen zwar aktiv an Projekten teil, entwickeln aber nur sich selbst, ohne auf breite Beteiligung hinzuarbeiten.

Die erste Aufgabe, die ich der Jugendorganisation heute stellen würde, ist deshalb die Erweiterung der Reichweite und die Steigerung der Bekanntheit des VDJK – durch soziale Netzwerke, Bildungseinrichtungen, regelmäßige Tage der offenen Tür usw. Je mehr Jugendliche dabei sind, desto interessanter und konkurrenzfähiger wird das Umfeld.

Die Weitergabe zwischen den Generationen ist eine der Prioritäten der Selbstorganisation der Deutschen in Kasachstan. Welche Merkmale dieser Kontinuität sehen Sie in den 30 Jahren des VDJK?

Im Moment sehe ich hier eine gewisse Schwachstelle. Natürlich ist es wichtig, aktive Jugendliche mit Potenzial zu identifizieren, die weitermachen können. Aber ich denke, dass wir dabei manchmal den falschen Weg gehen. Sobald wir sie finden, überhäufen wir sie gleich mit allen möglichen Formen der Unterstützung. Ich würde zuerst mehr Verantwortung geben und mehr Möglichkeiten, sich selbst zu zeigen: Was kannst du? Wie kannst du? Erst danach sollte man Unterstützung anbieten.

Meiner Meinung nach muss man die Taktik ändern… Für mich muss es eine Bewegung in zwei Richtungen sein: nicht nur, was wir der Jugend geben können, sondern auch, was die Jugend selbst der Organisation und ihrer ethnischen Gruppe geben kann. Nur so entstehen Wirksamkeit, Wachstum und Bindung an die Organisation. Und genau das sichert die Kontinuität.

Welche Projekte erlauben es Ihrer Meinung nach am besten, das Potenzial der Jugend zu entfalten?

Leider sehe ich in der heutigen Projektarbeit keinen eigenen Ansatz der Jugend. Meistens läuft es so: Wir denken uns etwas für sie aus. Aber es sollte anders sein – die Jugend selbst muss Projekte initiieren und verstehen, was sie will. Natürlich muss das allen Förderkriterien entsprechen. Aber nur dann gibt es Bewegung und Entwicklung nach vorne.

Ich würde sagen, dass man der Jugend mehr Möglichkeiten geben sollte, sich selbst einzubringen und ihr Potenzial eigenständig zu verwirklichen, auch durch Hospitationen. Projekte für sie auszudenken, ist nicht ganz richtig.

30 Jahre VDJK: Ruslan Schischkowski

Ruslan Schischkowski, Leiter der Verkaufsabteilung bei 2GIS-Astana

Die erste Begegnung von Ruslan mit der deutschen Jugendbewegung fand im Jahr 2005 statt. Damals hatte er das Glück, in ein Sommer-Sprachcamp für Kinder zu kommen, das vom Verein der Deutschen der Hauptstadt organisiert wurde.

„Dank der Jugendbewegung habe ich wunderbare Menschen aus allen Ecken unseres Landes und darüber hinaus kennengelernt. Mit einigen von ihnen pflege ich bis heute warme Beziehungen und treffe sie regelmäßig.

Das einprägsamste Projekt für mich war unser Theaterstudio Diamant, das Anfang 2025 bereits sein 15-jähriges Bestehen feiern konnte. Durch dieses Projekt konnte ich alle Feinheiten der Theaterarbeit kennenlernen, meine Fähigkeiten im öffentlichen Auftreten erheblich verbessern – etwas, das mir bis heute im Leben zugutekommt. Und natürlich bot es die Möglichkeit, mich in neuen Rollen auszuprobieren, Handlungen zu begehen, die mir eigentlich nicht eigen sind – und das war stets eine außergewöhnliche Erfahrung.

Die Zukunft des Jugendverbandes sehe ich in der Jugend selbst, in der Weiterentwicklung bestehender und in der Eröffnung neuer Zentren – gerade in den Regionen, wo es sie bislang noch nicht gibt.

Mein Wunsch: möglichst viele nützliche und sinnvolle Projekte, kreative Ideen – und dass die Reihen der Teilnehmenden immer wieder neuen Zuwachs bekommen.“

30 Jahre VDJK: Natalja Franzen

Natalja Franzen

Im Jahr 1989 hörte ich zum ersten Mal davon, dass in Karaganda ein Jugendclub innerhalb der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ entstanden war. Damals wuchs in mir das Interesse, herauszufinden, womit sich die deutsche Jugend beschäftigt, wie sie lebt und was sie „so treibt“.

An einem winterlichen Sonntagabend besuchte ich den Jugendclub Grashüpfer „zur Erkundung“. An diesem Tag gab es – nach bereits bestehender Tradition – mehrere Aktivitäten: Landeskunde, Tanz und Mannschaftsspiele. All dies war so spannend und authentisch, dass mich die deutsche Jugendbewegung Kasachstans mit ihrer aktiven Arbeit für mehrere Jahre in ihren Bann zog.

Diese Jahre waren voller aufregender Projekte. Wöchentliche Treffen des Clubs, Begegnungen mit Jugendlichen aus anderen Jugendclubs, Sprachcamps, internationale Seminare zur Jugendarbeit in Polen, Deutschland, Russland, Kongresse der deutschen Jugend Kasachstans in Almaty, Schulungen zur Multiplikatorenarbeit, Sommercamps… An all diesen Projekten hatte ich das Glück, zunächst als Teilnehmerin und später auch als Organisatorin mitzuwirken.

Heute bin ich leider aufgrund der Gründung meiner Familie und des Umzugs in ein anderes Land nicht mehr aktiv in der heutigen Jugendbewegung der Deutschen Kasachstans tätig. Doch die damalige Zeit und die Erfahrungen, die ich durch die Teamarbeit vieler kreativer und engagierter Persönlichkeiten, wie sie die Mitglieder des Jugendclubs sind, gesammelt habe, bleiben bei mir. Unbezahlbar war die Erfahrung gesunder Teamarbeit, wie ich sie später kaum wieder so erleben konnte, ebenso wie die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten, das Formulieren und Setzen von Zielen und das Erkennen von Lösungswegen – all dies ist nur ein kleiner Teil des Schatzes, den mir die Jahre im Jugendclub gebracht haben. Über die Freude an neuen Entdeckungen, das Kennenlernen anderer Länder und natürlich die vielen neuen Bekanntschaften mit wunderbaren Menschen muss man wohl kaum extra sprechen – all das versteht sich in dieser Tätigkeit von selbst.

Heute, wenn ich die Entwicklung der Bewegung beobachte, das Entstehen neuer Projekte und die Kompetenz der neuen Mitglieder des Jugendclubs sehe, freue ich mich, dass die Bewegung nicht nur weiterhin existiert und von Erinnerungen an frühere Erfolge und glorreiche Tage lebt, sondern auch eine neue Geschichte schreibt, die eine lange Fortsetzung verdient.

In diesem Sinne und mit einem so wunderbaren Team erscheint mir die Zukunft des Jugendclubs sehr vielversprechend. Es scheint keine Grenzen für Fantasie, Enthusiasmus und Entschlossenheit der heutigen deutschen Jugend Kasachstans und aller anderen Jugendlichen zu geben, die an deutscher Kultur und der gesamten Bewegung interessiert sind und Mitglieder der lokalen Clubs sowie des gesamten Verbandes werden.

Zum Jubiläumsjahr möchte ich uns allen wünschen, immer jung im Herzen zu bleiben, zu träumen und mutig neue Ziele zu verfolgen, dabei unsere Wurzeln und ewigen Werte nicht zu vergessen. Möge der VDJK noch viele unvergessliche Projekte realisieren, die die Identität stärken, die moderne Jugend fördern, internationale Kontakte aufbauen und bestehende Erfolge festigen.

VDJK! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

30 Jahre VDJK: Ruben Bachman

Ruben Bachman, Vertriebs- und Marketingdirektor im Bauunternehmen TOO Seneca Partners, Vorstandsmitglied der ethnokulturellen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Almaty.

Mit der Tätigkeit des deutschen Jugendclubs „Hoffnung“ (Schymkent) sowie mit der Arbeit des Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstans machte ich bereits 1996 Bekanntschaft. Das waren keine einfachen Jahre – weder für die Stadt noch für die Republik insgesamt. Die Wirtschaft lag am Boden, Betriebe wurden geschlossen, es herrschte massive Arbeitslosigkeit. Und was sollte man da erst über die Jugend sagen, wenn die Frage des bloßen Überlebens im Vordergrund stand? Für junge Menschen gab es damals so gut wie nichts: weder Begegnungsorte noch Plätze für eine sinnvolle Freizeitgestaltung – außer vielleicht Bibliotheken und Sportsektionen. Deshalb konnte ich nicht gleichgültig bleiben, als ich erfuhr, dass in der Stadt ein solcher Jugendclub tätig war – und dazu noch einer, in dem junge Menschen mit derselben ethnischen Identität zusammenkamen.

Die Teilnahme an der deutschen Jugendbewegung Kasachstans hat mir tatsächlich sehr viel gegeben – es ist schwer, all das nach Bedeutung zu ordnen, aber ich möchte es dennoch versuchen. Das Wichtigste zuerst: Durch die Bewegung habe ich meine zukünftige Ehefrau, Jelisaweta Bachman, kennengelernt. Mit ihr habe ich in diesem Jahr unser 10-jähriges Ehejubiläum gefeiert. Ebenso bedeutend, wenn auch auf andere Weise, waren die zahlreichen Bekanntschaften, die ich schließen konnte – von Teilnehmern der Selbstorganisation bis hin zu deren Leitungen in unserem ganzen Land und darüber hinaus. Auf den Schultern dieser Menschen lastet die gewaltige Arbeit mit der Bevölkerung und die Weiterentwicklung der deutschen Selbstorganisation.

Eine weitere wertvolle Erfahrung war für mich die Möglichkeit, ein zweites Hochschulstudium an der RANEPA (Russische Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst beim Präsidenten der Russischen Föderation) zu absolvieren. Durch mein Engagement in der Selbstorganisation konnte ich nahezu alle Städte Kasachstans besuchen, außerdem zentrale Städte Russlands und Deutschlands. Darüber hinaus hat mir die Jugendbewegung geholfen, meine Führungsqualitäten zu entwickeln, meine kommunikativen Fähigkeiten und Kenntnisse in Bürgerdiplomatie auszubauen, mein Deutsch zu verbessern und meinen beruflichen Werdegang positiv zu beeinflussen.

Die für mich eindrücklichsten Projekte des Verbandes der Deutschen Jugend Kasachstans sind jene, die wir mit eigenen Händen geschaffen haben. Das heißt: Projekte, die wir zusammen mit Jugendleitern selbst entwickelten, als Projektanträge formulierten, vor der deutschen Regierung verteidigten, finanzielle Unterstützung erhielten und schließlich realisierten – und das waren nicht wenige. Zu den ersten Initiativen gehörte die Eröffnung eines multifunktionalen Begegnungszentrums zur psychologischen und beruflichen Anpassung von Jugendlichen (Schymkent, 2002), die Sportakademie (Schymkent, 2009), die Theaterakademie (Almaty, 2011), alle landesweiten Festivals der deutschen Kultur und viele weitere Projekte.

In Zukunft sehe ich den Verband der Deutschen Jugend Kasachstans als eine dynamische, einflussreiche und kulturell reiche Organisation, die eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der deutschen Identität und im interkulturellen kasachstanisch-deutschen Dialog spielt. Der Verband soll ein Anziehungspunkt für junge Menschen deutscher Herkunft sein, ihnen Raum für Selbstentfaltung, Bildung und Führung bieten. Neue regionale Vereinigungen sollen entstehen, insbesondere in jenen Regionen, in denen das deutsche Erbe Unterstützung und Wiederbelebung benötigt. Die Entwicklung von Bildungsprogrammen zu deutscher Sprache, Geschichte und Kultur bleibt dabei ein Schwerpunkt.

Die Jugend soll Zugang zu modernen Kursen, Praktika und Austauschprogrammen mit Deutschland haben. Der Verband wird große Kulturfestivals, Ausstellungen und Foren organisieren, die deutsche und kasachstanische Jugend zusammenbringen. Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit hoffe ich, dass es dem Verband gelingt, die Partnerschaften mit Jugendorganisationen in Deutschland und anderen Ländern zu vertiefen. Das würde neue Horizonte für gemeinsame Projekte, Freiwilligenarbeit und Erfahrungsaustausch eröffnen. Zudem wird der Verband aktiver an internationalen Foren teilnehmen und Kasachstan als ein Land mit reichem deutschem Erbe präsentieren.

In Zeiten der umfassenden Digitalisierung muss der Verband digitale Plattformen für Kommunikation, Bildung und Zusammenarbeit einführen, um die Teilnahme für Jugendliche im ganzen Land zugänglich zu machen. Darüber hinaus werden Medienprojekte, Podcasts und Videokanäle ins Leben gerufen, die vom Leben der deutschen Jugend in Kasachstan berichten. Der Verband soll nicht nur eine Organisation sein, sondern eine echte Gemeinschaft, in der Respekt, Toleranz, historisches Gedächtnis und Entwicklungsstreben geschätzt werden. Junge Führungskräfte, die im Verband heranwachsen, werden die neue Generation zu aktivem gesellschaftlichem Engagement inspirieren.

Möge das Jubiläumsjahr für den Verband ein Jahr neuer Errungenschaften, kreativer Projekte und inspirierender Initiativen werden, die junge Menschen im ganzen Land vereinen. Ich wünsche, dass die Treue zu den eigenen Wurzeln und Traditionen bewahrt bleibt, während gleichzeitig mutig neue Horizonte in Wissenschaft, Kultur, Sport und internationaler Zusammenarbeit eröffnet werden. Möge jedes Mitglied des Verbandes die Unterstützung von Freunden und Gleichgesinnten spüren, und möge eine Atmosphäre von gegenseitiger Hilfe und Freundschaft unseren kollektiven Geist stärken. Ich wünsche große kulturelle und Bildungs¬aus¬tausch¬pro-gramme, lebendige Festivals und Projekte, die das Talent und Potenzial jedes Einzelnen entfalten. Möge die Energie und Begeisterung reichen, um die ehrgeizigsten Pläne zu verwirklichen – von sozialen Start-ups bis hin zu internationalen Praktika und Forschungsexpeditionen. Wir wünschen Wohlstand und Stabilität, damit jeder Schritt des Verbandes unseren Ruf als führende Jugendorganisation festigt und die kommenden Jahre nur Wachstum und Erfolg bringen.

30 Jahre VDJK: Anastasija Rimmer

Anastasija Rimmer, Leitende Koordinatorin des Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“

Anastasija Rimmer öffnete erstmals 2002 die Türen der Hauptstadtgesellschaft der Deutschen. Seitdem ist ihr Leben eng mit der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans verbunden.

„Mein erster Kontakt mit der Gesellschaft begann mit dem Besuch von Deutschkursen für Kinder. Sieben Jahre später kam ich zum Club der deutschen Jugend. Es war Frühherbst – die aktivste Zeit nach den Sommerferien. Bereits nach einer Woche war ich Mitglied des Theater- und Tanzkreises und Mitorganisatorin des Erntedankfestes. Ich hatte das Gefühl, hier nicht neu zu sein, sondern schon immer Teil dieser Bewegung gewesen zu sein. Für dieses Gefühl, dass wir eine Familie sind, danke ich Igor Berg und Natalja Berg von Herzen.

Mit dem VDJK kam ich deutlich später in Berührung – als wir den Club der deutschen Jugend in Almaty neu belebten. Damals fanden gerade die Wahlen des VDJK-Vorsitzenden statt. Ich erinnere mich noch gut an meine positive Überraschung: ‚Wow, wir sind ja so viele!‘“

Was mir die Teilnahme an der Jugendbewegung gegeben hat

„Die Teilnahme am KdJ und am VDJK hat mir – mich selbst gegeben, so wie ich heute bin. Unterschiedlichste Projekte, Seminare, Trainings, überregionale und internationale Kontakte, Reisen und die Möglichkeit, mich einzubringen – kreativ zu sein, zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen – all das hat mir geholfen, meine Fähigkeiten zu entdecken und zu stärken, sodass ich bereits während des Studiums eine Fachkraft mit solider Erfahrung war.

Der VDJK hat mir viele Freunde aus verschiedenen Ecken des Landes und der Welt geschenkt, einen engen Freundeskreis für viele Jahre – und … meinen Mann.“

Das einprägsamste Projekt

„Das wichtigste Projekt für mich war das überregionale Camp ‚Multikulturelle Stadt‘, weil es mein erstes eigenes Projekt war – von der Idee bis zur vollständigen Umsetzung.“

Die Zukunft des VDJK

„Ich sehe die Zukunft des VDJK in seiner ständigen Transformation. Es ist ein Jugendverband – und die Jugend ist nun einmal die unbeständigste Zielgruppe. Der VDJK muss sich verändern, sich den Bedürfnissen der heutigen Generation anpassen und dabei nur das Wichtigste bewahren: den verbindenden Faden in Form von Freundschaft.

Ich wünsche unserem geliebten Verband, dass er sich weiterentwickelt, wächst, sich ausbreitet und immer neue Orte erreicht. Dass er ‚Schritt hält‘ mit der Jugend und den Trends. Und dass es unter den Mitgliedern immer viele junge Menschen gibt – nicht nur mit leuchtenden Augen, sondern auch mit brennenden Herzen.“

30 Jahre VDJK: Olga Widiger

Olga Widiger (Martens)

Die erste Vorsitzende des VDJK war Olga Widiger (Martens). Mit 25 Jahren war sie damals die jüngste Leiterin der Gebietsgesellschaft „Wiedergeburt“ in Kokschetau.

„Ich kann es nicht unerwähnt lassen, wie viel Unterstützung mir die Mitglieder des Rates der Assoziation der Deutschen Kasachstans in all meinen Anfängen gegeben haben. Diese recht kurze Zeit wurde zur Startrampe für viele wichtige Bereiche meines Lebens – gesellschaftlich, persönlich und beruflich: von der Gründung der Deutschen Jugendorganisation in Russland bis hin zur Verteidigung meiner Dissertation über das Thema Führung“, erinnert sich Olga Martens.

Was ist Ihnen aus Ihrer Zeit an der Spitze des Bundes besonders im Gedächtnis geblieben?

Ich denke, vor allem das Gefühl der Einheit. Sehr vieles geschah zum ersten Mal: das erste Jugendtreffen „Jugendtreffen-1996“ – fast 100 junge Leute aus ganz Kasachstan, der erste Jugendaustausch und Sprachassistenten aus Deutschland. Die Organisation wurde sofort auf staatlicher Ebene bekannt, sie wurde in internationale Jugendprogramme aufgenommen.

Unvergessen ist auch der Besuch einer Regierungsdelegation aus Deutschland unter Leitung von Claudia Nolte, der damaligen Ministerin für Familie, Frauen und Jugend – sie war damals selbst die jüngste Ministerin in der Regierung. Bei einem Freundschaftsabend im Voralpengebiet des Alatau sangen wir wie üblich kasachische und russische Lieder, und anschließend das deutsche Lied „Wenn alle Brünnlein fließen“. Es wurde sehr herzlich…

Was zog damals die Jugend in die Bewegung?

Meine Amtszeit war kurz, bereits im Oktober 1996 zog ich nach Moskau. Aber ich bin überzeugt, dass der erste Vorstand des VDJK in dieser Zeit das Fundament für die Langlebigkeit dieser Organisation gelegt hat. Wir konnten ein Beispiel für freundschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit mit der Assoziation der Deutschen Kasachstans geben und – trotz des traditionellen ethnokulturellen Charakters – Möglichkeiten für Sprachpraktika und Jugendaustausche, Berufsorientierung und Qualifizierungsprogramme eröffnen. Die Herausforderungen und Innovationen jener Zeit sind heute bereits alltägliche Realität des VDJK. Und das ist großartig.

Erzählen Sie von dem herausragendsten Projekt jener Zeit.

Natürlich war das unvergesslichste Projekt des ersten Jahres das Treffen der deutschen Jugend Kasachstans in Borowoje. Jede Region entsandte eine Delegation, junge Schauspieler des Deutschen Dramentheaters aus Almaty waren dabei, Fachkräfte der Jugendarbeit aus Deutschland vermittelten uns das Handwerkszeug dieser Arbeit, und die deutsche Sprache brachte uns Stefan Koch bei – ein bekannter deutscher Journalist. Ich freue mich sehr, dass ich heute noch mit vielen Teilnehmern dieses ersten Treffens in der gesellschaftlichen Arbeit der Russlanddeutschen Organisationen im gesamten postsowjetischen Raum und auch in Deutschland in Kontakt bin.

Was sind Ihre Wünsche an den Verband der deutschen Jugend Kasachstans im Jubiläumsjahr?

Vor allem, sich die eigene Individualität zu bewahren und stets interessante Angebote für die Jugend bereitzuhalten. Die ethnokulturelle Arbeit ist die Grundlage aller Organisationen, auch der Jugendorganisationen, doch allein mit traditionellen Formen kann man sich nicht lange halten. Man muss neben Authentizität und der reinen Bewahrung unserer nationalen Werte auch sogenannte „Cover-Versionen“ finden. Dann sind auch die nächsten 30 Jahre erfolgreicher Arbeit des VDJK gesichert. Und ich wiederhole es immer wieder gern: „Wenn man im Verband der deutschen Jugend Kasachstans ist, dann mit ganzem Herzen.“

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